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Wirtschaft & Finanzen

Geht Trumps Jobwunder-Ökonomie auf?

14. Oktober 2019

In letzter Zeit kann man recht widersprüchliche Signale zu den wirtschaftlichen Erfolgen der Politik des Donald Trump wahrnehmen. Da stellt sich die berechtigte Frage, wer da gerade was manipuliert. Sicher ist, dass Trump, anderes als alle amerikanischen Präsidenten vor ihm, dass „Hassobjekt“ einer überwiegenden Mehrheit der Medien ist. Durch seine teils rüpelhafte bis kindlich naive Art bietet er allerdings immer wieder wunderbare Angriffspunkte. Alles in allem bleibt er dadurch sehr „phantastisch bis rätselhaft“.

Fangen wir mit einer der neusten Hiobsbotschaften an, die nun auf sein Konto gehen soll: Etatexperten • Haushaltsdefizit in den USA soll schon 2020 eine Billion Dollar erreichen. Die Rede ist von einem Defizit pro Jahr. Begründet werden die Einnahmeausfälle mit seinen Steuersenkungen, als auch dem Schrumpfen der US-Wirtschaft durch die von ihm angezettelte Handelskriege. Dem entgegen wirkt eine geringere Arbeitslosigkeit. Aber ein Defizit in der beschriebenen Größenordnung ist eine „Hausnummer“, die alle Kritiker auf den Plan holt.

Und was machen die vielen neuen Jobs?

Der Arbeitsmarkt ist und bleibt in einem solchen Umfeld dennoch ein heißes Eisen. Soweit das Wachstum hält, ist das alles gar kein Problem. Da kann man in guter alter Manier den „amerikanischen Traum“ befeuern, den „vom Tellerwäscher zum Millionär“. Auch das macht Donald Trump. Nur wie realistisch ist das in der sich total verbiegenden und verschiebenden Welt? In den regulären Beschäftigungsverhältnissen hält der Druck nach wie vor an. Deutschland baut übrigens weiter seine Stellung als Europameister des Niedriglohnsektors aus. Aber auch hier wird geschönt, dass sich die Balken biegen: Die Dauerlüge vom Jobwunder: Liegt die Arbeitslosenquote bei 3% oder bei 8%?.

Wie kompatibel ist das alles mit der nicht minder offensichtlichen Blasenbildung bei den Finanzen? Der Schuldenstand der USA liegt derzeit bei rund 22 Billionen Dollar, dass ist ein offenes Geheimnis und es sind gut 2 Billionen mehr an Schulden als Obama seinem Nachfolger hinterlassen hat. Soweit passt noch alles ins Bild. Bemühen wir jetzt mit dem Vorwissen einmal unsere Statistikbehörde (Statista) und sehen dort nach: Staatsverschuldung von Juli 2018 bis Juli 2019 * (in Billionen US-Dollar). Spätestens da müssen wir feststellen, dass da etwas nicht passt. Ob dort andere Daten anliegen als jene über die der Spiegel verfügt. Ja sollte Trumps Politik etwa aufgehen?

Wer lügt für wen?

Folgt man der Quelle, hat die Neuverschuldung der USA sich im Jahr 2019 verlangsamt. Im März 2019 wurde sogar der erste Rückgang der US-amerikanischen Staatsverschuldung seit rund eineinhalb Jahren verzeichnet und in der weiteren Seitwärtsbewegung erkennt man zumindest danach die Stagnation der Staatsschulden. Wie soll das denn angehen, wenn insgesamt ein Defizit von gut einer Billion Dollar pro Jahr ansteht? Oder kann man das Defizit auf Ultimo verschieben? Wohl kaum. Vor allem aber, wie soll der hier gezeigte Schuldenabbau vonstatten gehen wenn weiter „Nasse“ ohne Ende gemacht werden, wie der Spiegel weiter oben berichtet. Das bleibt äußerst erläuterungsbedürftig.

Auch die Zinslast aus den Staatsschulden ist trotz der historischen Niedrigzinsen nicht zu verachten, wie man hier erfahren kann: Geld, das aus dem Nichts kommt. Da geht es immerhin auch noch mal um 900 Millionen Dollar pro Tag, (328 Mrd. Dollar pro Jahr). Demnach muss also die Trump Administration doch recht viel Fortune haben oder aber uns fehlen schlicht weitere Fakten, um diesen Informationsspagat zufriedenstellend auflösen zu können. Oder anders gesagt, es lohnt sich zukünftig etwas genauer hinzusehen. Schließlich reden wir hier über die Parameter, die am Ende der Weltwirtschaft, der Finanzindustrie und somit der gesamten durchaus bekannten Geldblase das Genick brechen können … und den Jobs allemal.


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