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Politik

Badische Zeitung (BZ) jammert: „Kaum noch Familiennachzug“

20. November 2019

Sie übernimmt das Lamento der SPD, dass Kapazitäten leer stünden und stellt Fakten exakt auf den Kopf – doch Lügenpresse?

(von Albrecht Künstle)

Deutschland wächst und wächst – an Bevölkerung. Leider nicht an Klugheit, weder in den Schulen und Universitäten, noch wirtschaftlich. Doch scheint das Anwachsen der ausländischen Bevölkerung den Spezialdemokraten (SPD) nicht zu genügen. „Wir hätten mehr Kapazitäten zur Aufnahme als derzeit Fälle bewilligt werden“, sagte die innenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Ute Vogt der BZ. Ich habe sie lange nicht mehr gesehen, aber als ich mit ihr im SPD-Landesverband zu tun hatte, war sie noch normal. Lang, lang ist’s her.

Und was macht die BZ daraus? Zuerst einmal fälscht diese Zeitung Fakten. Denn Berlin beschloss bekanntlich, dass der Familiennachzug auf höchstens 1.000 im Monat gedeckelt wird. Und die BZ macht eine Zielmarke daraus, ein Import-Soll von 1.000. Jetzt jammert die SPD mit der BZ, dass es im Juni nur 983 waren, und im Oktober – welche ein Drama – nur 863! Aber die Zahlen steigen seit August wieder, die Spezialdemokraten könnten mit der Zahl ihrer erhofften Neuwähler eigentlich zufrieden sein.

Auch die Zeitungen hoffen anscheinend, ihre rückläufigen Auflagen könnten irgendwann wieder steigen, sobald diese Leute einmal lesen können. Dafür stellen die Schreiberlinge Fakten auf den Kopf: Die Merkel-, SPD-, Linken- und Grünengäste seien im Oktober „863 Nachzüge unter Soll“ geblieben. Hätte der Redakteur nicht nur schreiben, sondern auch rechnen gelernt, wüsste er, dass 863 unter dem angeblichen Soll von 1.000 nur 137 wären. Dann würde auch die Überschrift stimmen, dass es „kaum noch Familiennachzug“ gibt. Wobei aus denen, die schon da sind und jenen, die kommen, schnell viel mehr werden – insbesondere, wenn sie unterschiedlichen Geschlechts sind.

Eine solche Tatsachenverdrehung mit der Schlagzeile als auch im Text, würde vor Gericht getätigt, den Straftatbestand der uneidlichen Falschaussage erfüllen.

Was ist eigentlich Zweck solcher beinahe täglichen „Übungen“ in den Medien? Nur Ergebnis der „Qualitätspresse“? Irreführung der Öffentlichkeit ohne Hintergedanken? Oder bewusste Manipulation, weil viele Leser Zeitungen nur überfliegen, aber die Überschriften „hängen bleiben“? Oder etwa die Botschaft an die Politik: Habt euch nicht so, liebe Politiker, bald ist Weihnachten, wo gesungen wird, „macht hoch die Tür, die Tor macht weit“. Oder will die Badische Zeitung auf Teufel komm heraus beweisen, dass ihre Redakteure noch grüner, noch linker, noch unkritischer sind als bisher? Oder wollte sie zum „Internationalen Tag der Toleranz“, dem 16.11.2019, einfach nur testen, wie weit sie bei ihren Lesern gehen kann mit dem Verbreiten von „Fake-News?

Quelle:

https://www.badische-zeitung.de/kaum-noch-familiennachzug–179486592.html