Immer mehr Bun­des­mittel fließen in Rentenkasse

Immer mehr Geld aus dem Bun­des­haushalt fließt in die Ren­ten­kasse. Das geht aus der Antwort der Bun­des­re­gierung auf eine Große Anfrage der FDP-Bun­des­tags­fraktion hervor, über welche die Zei­tungen des “Redak­ti­ons­netz­werks Deutschland” (Diens­tags­aus­gaben) berichten. Für das kom­mende Jahr werde davon aus­ge­gangen, dass sich die Bun­des­mittel für die Ren­ten­ver­si­cherung auf 91,5 Mil­li­arden Euro sum­mieren werden.Bis 2030 rechne die Bun­des­re­gierung mit einem schritt­weisen Anstieg auf 134,9 Mil­li­arden Euro. Das ent­spricht einem Plus von fast 50 Prozent. Das Ren­ten­niveau würde den Berech­nungen zufolge von 48,1 Prozent in diesem Jahr schritt­weise auf 45,7 Prozent im Jahr 2030 sowie 43,2 Prozent im Jahr 2045 absinken. Der Bei­tragssatz zur gesetz­lichen Ren­ten­ver­si­cherung könnte bis ein­schließlich zum Jahr 2024 stabil bei 18,6 Prozent bleiben, heißt es in der Antwort der Bun­des­re­gierung. 2025 müsste er jedoch auf 19,8 Prozent ansteigen. 2030 wären es 21,2 Prozent, für 2045 erwarte die Bun­des­re­gierung 22,9 Prozent, heißt es in der Antwort weiter An diesem Mittwoch soll die Grund­rente vom Bun­des­ka­binett auf den Weg gebracht werden. Bis Ende März will die Ren­ten­kom­mission einen Bericht mit Emp­feh­lungen für eine Reform der Alters­si­cherung in der Zeit nach 2025 vor­legen. Bis dahin gilt eine gesetzlich fest­ge­schriebene dop­pelte Hal­te­linie: Der Ren­ten­bei­tragssatz darf nicht über 20 Prozent steigen, das Siche­rungs­niveau nicht unter 48 Prozent absinken. Union und SPD hätten die Inter­essen der Steu­er­zahler völlig aus den Augen ver­loren, sagte der FDP-Haus­halts­po­li­tiker Otto Fricke den Zei­tungen des “Redak­ti­ons­netz­werks Deutschland”. “In der Ren­ten­po­litik ver­fahren die Koali­tionäre längst nach dem Prinzip: ‘Nach mir die Sintflut‘”, so der FDP-Poli­tiker weiter. Der FDP-Ren­ten­ex­perte Johannes Vogel sagte, die Regierung betreibe aktive Problemverschleppung.

 


Berlin (dts Nach­rich­ten­agentur) — Foto: Ren­ten­ver­si­cherung, über dts Nachrichtenagentur