Flugzeug Ryanair und Sprengsatz: Pixabay, Michael O'Leary: Wikimedia Commons World Travel & Tourism Council, Bildlizenz: (CC BY 2.0)
Islamismus & Terror

Ryanair-Boss sorgt für nächsten Empörungsdarstellungswettbewerb!

25. Februar 2020

„Terroristen sind meist alleinreisende, muslimische Männer“

Michael O‘Leary ist der Chef der Billigfluglinie Ryanair, und er schert sich einen Dreck um Political Correctness. Mit seiner Bemerkung „Umweltschützer gehören erschossen“ hatte er schon einmal die heutzutage so zarten Gemüter erregt – und da war Greta noch keine Ikone. Jetzt legt er nochmal zwei Kohlen nach. Seine Äußerung, Terroristen seien meistens alleinreisende, muslimische Männer lösen international haptische Schnappatmung aus.

Quer durch die Presselandschaft fällt man reihenweise in Ohnmacht. „Rassismus!“ gellt es durch die Medien, „Islamophobie“ ruft der muslimische Rat von Großbritannien. Die Lobby der Singles hat sich mangels Existenz noch nicht gemeldet und Männer als solche haben keinen Interessensverband, sie sind ja sowieso nicht schutzwürdig.

Was genau hat Herr O‘Leary eigentlich gesagt?

„Who are the bombers? They are going to be single males travelling on their own.

If you are travelling with a family of kids, on you go; the chances you are going to blow them all up is f*** zero. (…) ‚You can’t say stuff, because it’s racism, but it will generally be males of a Muslim persuasion. Thirty years ago it was the Irish. (…)  If that is where the threat is coming from, deal with the threat.“

Um das mal recht genau zu übersetzen:

„Wer sind die Bombenattentäter? Das werden alleinstehende Männer sein, die allein reisen. Wenn du mit einer Familie und Kindern reist, geh weiter [bedeutet: kannst du problemlos durchgehen]; das Risiko, dass du sie alle in die die Luft sprengst liegt, verf*** nochmal, bei Null. (…) Man kann ja sowas nicht sagen, weil es Rassismus ist, aber es werden im Allgemeinen Männer mit muslimischer Überzeugung sein. Vor dreißig Jahren waren es die Iren. (…) Wenn die Bedrohung von daher kommt, musst du mit der Bedrohung eben umgehen.“

Unter „umgehen mit der Bedrohung“ versteht der Ryan Air Boss lediglich, dass männliche Alleinreisende, die vom Typ her als Muslime eingeschätzt werden können, vorsichtshalber strenger kontrolliert werden sollten.

Er hat nicht gesagt, dass alle Araber oder irgendwie „südländisch“ aussehenden Männer Terroristen sind. Auch nicht, dass alle Muslime Terroristen sind. Muslimische Familienväter nimmt er ja ausdrücklich aus. Damit drückt er klar aus, dass er eben nicht alle Muslime für Terroristen hält. Er redet nur von einem ganz bestimmten, möglichen Tätertyp und dass man da vorsichtshalber genauer hinschauen solle. Sowas nennt man „Profiling“ und die Abendprogramme sind voll von Serien, wie „Medical Detectives“, „Cold Case“, „Snapped“ oder „Autopsy“. Darin kommen ständig sogenannte Profiler zu Wort, gefragte Experten, die ganz offen aus den Tatumständen und Spuren das Profil des Täters erarbeiten und damit meistens richtig liegen, sonst würden sie nicht eingesetzt: Rasse, Alter, Geschlecht, Bildung, Lebenssituation, Gewohnheiten. Sind alle Profiler üble Rassisten?

Herr O‘Leary lässt gern und oft öffentlich so unschöne und grob unhöfliche Äußerungen los. Beispielsweise, dass „fette Leute“ mehr für‘s Ticket bezahlen sollten – auch eine Diskriminierung einer Gruppe nach äußerlichen Merkmalen. Er nannte öffentlich Aufsichtsbehörden „Vergewaltiger“, seine Konkurrenz „A***löcher“, Umweltschützer müsse man erschießen und gab Kunden, die ihr Geld zurück haben wollten, die Auskunft, „sich zu verpissen“ (to f*** off).

Außerdem nennt O‘Leary explizit auch seine Landsleute, die Iren, die mit Terroranschlägen der katholischen IRA vor 30 Jahren eine Bedrohung für die Allgemeinheit waren. Regen sich jetzt die Weißen, besonders die Iren, die Katholiken und der Papst auf?

Und nun verweisen die muslimischen Verbände auf die Bluttat in Hanau und fragen, ob denn zukünftig „alle Weißen ins Visier genommen werden sollen, um zu prüfen, ob sie Faschisten sind“. Das ist natürlich überhaupt keine Instrumentalisierung.

Sind denn mittlerweile alle irre geworden? Es täte uns allen gut, aus dem Hypermoral-Overdrive- Empörungsmodus wieder herunterzuschalten und mal wieder 30 zu fahren. Herrn O‘Leary stünden bessere Manieren gut und den diversen Interessenverbänden und politischen Lagern etwas mehr Gelassenheit und Klarblick. Wir sollten alle miteinander vernünftiger und friedlicher umgehen, (verf*** nochmal).