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Großbritannien stimmt Putins Weltmächtekonferenz zu

7. April 2020
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Anfang des Jahres hat Russlands Präsident Wladimir Putin zu einer Weltmächtekonferenz aufgerufen, ganz im Stil der Jalta-Konferenz vom 4. bis 11. Februar 1945. Die Konferenz, an der Churchill, Roosevelt und Stalin teilnahmen, ging in die Geschichte ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg und nach der Kapitulation Hitler-Deutschlands beschlossen die Alliierten auf der Krim-Konferenz im Badeort Jalta die Neuordnung der Welt.

Putin sagte, er würde gerne die Weltmächte zu einem Gipfel zusammenbringen. Russland nutzte den Jahrestag der Jalta-Konferenz, um an die Rolle der Sowjetunion bei der Befreiung Europas vom Faschismus zu erinnern. Am 9. Mai will Putin den Sieg über Hitler in Moskau mit der größten Militärparade der russischen Geschichte begehen – mit Staats- und Regierungschefs aus aller Welt. In Jalta sei der Grundstein zur Entnazifizierung Deutschlands und für eine neue Weltordnung gelegt worden, die bis heute nachwirke.

Frankreichs Präsident Macron befürwortete bereits im Februar den Gipfel. Auch Chinas Präsident Xi Jinping nahm den Vorschlag Putins an. Präsident Trump hat sich bislang noch auf keine definitive Zu- oder Absage festgelegt. Verwunderlich ist dies kaum, da Trump seine Entscheidungen, zumindest vordergründig, oftmals erst in letzter Minute zu treffen scheint. Ein hoher Beamter der US-Regierung hat aber offenbar erklärt, dass Trump zu einem Treffen bereit sei.

Nun hat Putin noch die Zusage aus Großbritannien erhalten. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, unterstützt Großbritannien Putins Idee für ein Gipfeltreffen der Weltmächte. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte am Freitag, dass Großbritannien Interesse an Putins Idee bekundet habe und dass der beste Ort für das Treffen die 75. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen sein könnte, die für den 15. bis 30. September 2020 in New York geplant ist.

Bezugnehmend auf unseren Beitrag vom 5. März ist zu erwarten, dass es nach der Bewältigung der weltweiten „Corona-Krise“ zu einer Neuordnung, vor allem Europas und Deutschlands kommen dürfte, allerdings zu einer für uns positiven Neuordnung und nicht zu einer „NWO“. Es ist davon auszugehen, dass die EU in ihrer jetzigen Form nach der Krise nicht mehr existieren wird, ebenso wie die BRD, die Kritikern zufolge lediglich ein Verwaltungsorgan der Alliierten ist. Die kommenden Wochen und Monate dürften insbesondere für Deutschland und Europa sehr, sehr spannend werden. Wir leben tatsächlich in historischen Zeiten des Wandels.


Quelle: watergate.tv