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Österreich: Arzt bezeichnet Covid-19 als „eher milde Grippewelle“ und muss jetzt mit Entzug seiner Zulassung rechnen

24. April 2020

Wie schlimm oder harmlos auch immer die Covid-19-Pandemie einzuschätzen sei –  die Diktatur, die sich in ihrem Schatten entwickelt ist alarmierend. Ob nun die Dystopiker (also die offizielle Einschätzung der WHO, dass es sich um eine katastrophale Pandemie handelt, deren Ende gar nicht absehbar ist) Recht haben oder die Skeptiker, die mit guten Argumenten (nachweislich bisher keine höhere Sterblichkeitsrate als bei den üblichen Winter-Frühlingsgrippewellen) richtig liegen, das sei in diesem Zusammenhang einmal dahingestellt.

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Der österreichische Kurier meldet, dass „ein steirischer Arzt“ – der Name wird nicht genannt –  einem TV-Sender ein Interview gab, in dem er Covid-19 als eine „normale, eher milde Grippewelle“ bezeichnete und die Maßnahmen, die die Regierung erlassen habe als „vollkommen unverhältnismäßig“. Das Video erhielt nach kürzester Zeit mehr als 17.000 Zugriffe, wurde aber daraufhin von Youtube zensiert gelöscht. Dafür wurde aber die oberste Standesvertretung der Mediziner Österreich auf den Unbotmäßigen aufmerksam, und nun muss er sich vor der Ärztekammer rechtfertigen. Daraufhin wird die Ärztekammer entscheiden, ob der Allgemeinmediziner weiter praktizieren darf.

Besonderen Unwillen wecken Aussagen des Arztes wie „Die Autoritäten setzen Maßnahmen, die eigentlich keinen Hintergrund haben und nicht nachvollziehbar sind“, und die Menschen seien ihrer sozialen Beziehungen „beraubt und in Isolation geschickt worden“. Der Ehrenrat, nach Auskunft dessen Sprechers Sascha Bunda ein „beratendes Gremium“, befindet, dass der beschuldigte Mediziner durch diese Äußerungen „jegliche Richtigkeit der Informationen betreffend Corona leugne“ und zum „zivilen Ungehorsam aufrufe“. Der Ehrenrat müsse daher prüfen, ob die „Vertrauenswürdigkeit eines Arztes noch gegeben ist“, erklärte Herr Bunda am Mittwoch dem österreichischen Medium „Kurier“. Erst nach dieser Beratung gebe es eine gemeinsam verfasste Empfehlung des Ehrenrates an die österreichische Ärztekammer. Deren Vorstandsgremium werde allerdings letztlich zu entscheiden haben, ob der steirische Arzt tatsächlich seine Zulassung verlieren werde. Sollte das geschehen, dürfte der Mann nicht mehr in Österreich als Arzt praktizieren.

Zuerst einmal ist ein Arzt kein weisungsgebundener, öffentlicher Angestellter oder Beamter, der beruflich nicht befugt ist, die Weisungen und die Politik seiner Vorgesetzten beziehungsweise der Regierung zu verweigern. Er ist ein Freiberufler, der nur an den von allen Ärzten abgelegten Hippokratischen Eid gebunden ist. Für Behandlungsfehler ist er persönlich haftbar und solange er nicht gegen seinen Berufsethos verstößt oder durch sein Behandeln nachweislich mindestens fahrlässig Schaden angerichtet hat, nicht zu bestrafen.

Zum Zweiten macht sich der Ehrenrat zum Büttel der Obrigkeit, wenn er ohne Erörterung der Gründe und Beweise dieses Arztes den Entzug der Zulassung empfiehlt. Sollte sich – und dafür spricht Einiges – am Ende der ganzen Covid-19-Pandemie herausstellen, dass es tatsächlich nur eine Ansteckungs- und Mortalitätsrate gibt, die sich im Bereich der üblichen Grippewellen bewegt, hat der Ehrenrat sich unsterblich blamiert, der steirische Arzt müsste in allen Ehren wieder eingesetzt werden und könnte seinen wirtschaftlichen Schaden bei Ehrenrat und Ärztekammer einklagen.

Ganz am Ende des Berichtes des Kuriers steht noch die Frage, ob der Fall des steirischen Mediziners denn überhaupt ein Einzelfall sei. Offenbar ist es auch den Funktionären der österreichischen Ärztekammer nicht völlig entgangen, dass seit einigen Wochen aus den Reihen der Ärzte und Wissenschaftler scharfer Gegenwind gegen die „Killerpandemie-Lehre“ bläst. Zahlreiche Mediziner, darunter sehr viele, die direkt „an der Front“ stehen entlarven die künstlich geschürte Panik um das neue Coronavirus als vollkommen überzogen und sogar schädlich. Absolut seriöse Statistiken, wie die von EuroMoMo (Europäischer Mortalitätsmonitor) belegen, dass die Todesrate von Covid-19 über alle Altersklassen in der gleichen Höhe liegt, wie bei der Grippe-Epidemie 2016-2017. Bei Kindern unter 15 liegt sie erstaunlicherweise sogar deutlich unter dem Durchschnitt, bei den Altersgruppen zwischen 15 und 65 Jahren höher als in den letzten vier Jahren und bei den Älteren als 65 liegt sie in etwa auf derselben Höhe wie 2016/17.

Hier ein Screenshot:

 

Statt Mediziner in ihrer Existenz zu vernichten und zu rufmorden wäre es dringend angebracht, dass die Ärzteschaft und Wissenschaftler am Ende gemeinsam eine echte und offene Evaluierung der Covid-19 Pandemie vornimmt und deren Ergebnisse mit Ländern wie Schweden abgleicht, wo die Regierung keine strengen Eindämmungsmaßnahmen verhängte – und das anscheinend auch nicht schlechter dasteht, als die Länder, die einen Lockdown verordnet haben. Das Ergebnis dieser medizinischen Evaluierung sollte dann zusammen mit den wirtschaftlichen Vor- und Nachteilen ausgewertet werden. Das wäre vernünftig und für die Zukunft wichtig.

Zuletzt sei noch anzumerken, dass es doch sehr verwundert, wenn begründeter ziviler Ungehorsam neuerdings eine Straftat darstellt, wie der Sprecher des Ehrenrates es offensichtlich sieht. Selbst wenn es so wäre, wäre der Ehrenrat der Ärztekammer sicher nicht der befugte Gerichtshof, so etwas zu entscheiden. Und auch Herrn Bundas Auffassung, dass eine gut begründete Kritik an gesundheitspolitischen Maßnahmen als strafbares „Leugnen“ geahndet werden müsse, ist erschreckend und sollte dem Herrn Bunda ein Anlass sein, über sein wissenschaftliches und berufliches Ethos sowie seine demokratische Grundeinstellung nachzudenken. Wir sind (noch) nicht in nordkoreanischen Verhältnissen angekommen.