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Gesundheit, Natur & Spiritualität

Tödliche Krankheit bei New Yorker Kindern aufgetaucht – Könnte Covid-19 oder eine Impfung der Auslöser sein?

15. Mai 2020

Über 100 Kinder im Alter von fünf bis vierzehn Jahren sind im Bundesstaat New York ernsthaft erkrankt. Drei davon sind gestorben. Der Zustand gleiche dem „Kawasaki“-Krankheitsbild, informierte der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo. In 14 anderen Staaten und fünf europäischen Ländern soll es ähnliche Fälle geben. Die Auslöser und Gründe sind noch unklar.

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Das Kawasaki-Syndrom verursacht eine Entzündung der Gefäße (Vaskulitis) im gesamten Körper. Die Ursache für diese Krankheit ist unbekannt, man vermutet jedoch eine Infektion dahinter. Die erkrankten Kinder zeigen fast immer Fieber, Augenentzündung, Ausschlag, Rötungen in den Handinnenflächen und an den Fußsohlen, sowie eine rote Erdbeerzunge. In der zweiten bis dritten Krankheitswoche löst sich oft die Oberhaut an Fingerspitzen und Zehen in Fetzchen ab. Meist begleiten schmerzhafte Schwellungen der Halslymphknoten den Verlauf. Es können allerdings noch andere Symptome auftreten.

Gouverneur Cuomo sagte in der Pressekonferenz am 13. Mai, dass 60% der erkrankten Kinder positiv auf Covid-19 getestet wurden und 40 % positiv auf Antikörper. Unklar bleibt bei dieser Aussage, ob in der Gruppe der 60% positiv auf Covid-19 getesteten Kinder auch diejenigen enthalten sind, die auf Antikörper getestet wurden, ob die auf Antikörper Getesteten die anderen 40% der 100% sind, oder ob es auch eine Gruppe innerhalb der Erkrankten gibt, die weder positiv auf Covid-19 noch auf Antikörper getestet wurden.

Betroffen sind Kinder und Teenager: Gefäßentzündung im ganzen Körper

Die Erkrankungen tauchen quer durch alle Rassen auf und weisen ein breites Spektrum an Symptomen auf: Fieber, Bauchschmerzen, Hautausschlag, blutunterlaufene Augen, Veränderung der Hautfarbe, Atembeschwerden, Herzrasen und Lethargie, Reizbarkeit oder Verwirrung. Diese Menge an Anzeichen machen es für die Eltern schwer einzuschätzen, was gerade mit ihrem Kind geschieht.

Gouverneur Cuomo betonte noch einmal, dass die Problematik dieser Erkrankungen, anders als Covid-19, nicht in den Atemwegen stattfinde, sondern dass es eine, im ganzen Körper stattfindende Gefäßentzündung sei, die besonders die Blutgefäße betreffe und das Herz.

Da die Erkrankung Wochen nach einer möglichen Exposition zu Covid-19 auftrete und ganz anders verlaufe, sei es ungewiss, ob beides zusammenhänge könne. Die New York Times zitierte die Ärzte, die diese neue Krankheit als „pädiatrisches Multisystem-Entzündungssyndrom“ bezeichnen. Sie hat, was die Gefäßentzündungen betrifft, Ähnlichkeiten mit dem Kawasaki-Syndrom, sei jedoch nicht dasselbe. Manche Kinder erleiden beim Ausbruch der Krankheit einen toxischen Schock.

Der Bürgermeister von New York City, Bill de Blasio, meldete allein in der Stadt 52 erkrankte Kinder und dass sich deren Symptome mit der Kawasaki-Krankheit decken. Zehn weitere potentielle Fälle werden untersucht.

Wenige Fälle, aber bereits in mehreren Bundesstaaten

Einer der drei bedauerlichen Todesfälle war ein fünfjähriger Junge in New York. Ein Siebenjähriger verstarb in Westchester County und ein 18-jähriges Mädchen auf Long Island.

Als Antwort auf den Ausbruch dieser schrecklichen Krankheit will der Bundesstaat New York nun an allen Krankenhäusern im Bundesstaat die Kinder testen, die das Coronavirus hatten und möglicherweise Symptome dieser Kawasaki-ähnlichen Krankheit zeigen. Es gilt herauszufinden, welche die Risikogruppen sind und welche Auffälligkeiten dem Ausbruch der Krankheit vorangegangen sind. Forscher untersuchen mit Hochdruck, warum diese Krankheit ausschließlich Kinder oder Jugendliche betrifft.

Auch der Bundesstaat Connecticut meldete am Montag erste Fälle des Syndroms. Sechs Kinder mussten hier behandelt werden. Gouverneur Ned Lamont schätzt das Infektionsrisiko der neuen Kinderkrankheit zurzeit noch als „sehr, sehr gering“ ein. Er verwies darauf, dass das Kawasaki-Syndrom häufig in Asien vorkomme, aber dass die Mediziner bis heute nicht wirklich wissen, wodurch es hervorgerufen wird.

Die Gesundheitsbehörden von New Jersey meldeten am darauffolgenden Dienstag, dass auch dort 10 potentielle Fälle untersucht werden, von denen sich aber alle Kinder erholt haben.

Könnte eine Impfung oder Covid-19 der Auslöser des Quasi-Kawasaki-Syndroms sein?

2008 wurden dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) aus Deutschland drei Verdachtsfälle gemeldet, in denen bei Kindern ein Kawasaki-Syndrom diagnostiziert wurde, nachdem sie zum zweiten Mal mit RotaTeq® geimpft worden waren.

Das Auftreten des Kawasaki-Syndroms wurde häufiger nach Impfungen gegen das Rotavirus mit dem Impfserum „Rotarix“ oder „Rotateq“ beobachtet, wie das Arzneitelegram am 12. Oktober 2012 schreibt:

„In klinischen Studien wurde ein KAWASAKI-Syndrom sowohl unter ROTARIX als auch unter ROTATEQ numerisch häufiger beobachtet als unter Plazebo (a-t 2008; 39: 111-4). (…)  Das Paul-Ehrlich-Institut überblickt 13 Verdachtsberichte über KAWASAKI-Syndrom nach Rotavirus-Impfung aus dem Inland. Der europäischen Arzneimittelbehörde EMA liegen 9 Verdachtsberichte zu KAWASAKI-Syndrom nach ROTARIX- und 80 nach ROTATEQ-Impfung vor (PEI: Schreiben vom 2. und 4. Okt. 2012). (…) Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung nach wie vor nicht.“

„Auch in den USA hatte es solche Verdachtsfälle auf KS nach Rotavirus-Impfung gegeben. Die Fachinfo von RotaTeq® musste geändert werden, Ärzte wurden aufgefordert, Fälle von Kawasaki-Syndrom zu melden.“

Die New York Times legt sich allerdings trotz aller Unklarheiten bereits jetzt schon auf den Auslöser „Coronavirus“ fest:

„Woher wissen wir, dass es mit dem Coronavirus zusammenhängt?

Viele der Kinder, die an dem Syndrom erkrankt sind, wurden zum Zeitpunkt ihrer Symptome entweder positiv auf das Coronavirus getestet oder hatten positive Antikörpertests, die darauf hindeuten, dass sie möglicherweise Wochen zuvor infiziert waren. Dr. Schafer sagte, es sei möglich, dass ‚dies ein Zustand nach der Infektion ist und nicht unbedingt Teil der akuten Phase von Covid‘.“

Diese Schlussfolgerung ist unwissenschaftlich und gehört zu dem Beispiel der Storch-Baby-Korrelation. Nur weil es in einem kinderreichen Dorf viele Störche gibt, bringen diese noch lange nicht die Babys. Es wäre durchaus denkbar, dass das Immunsystem der Kinder vielleicht durch die Belastung mit den neuen Coronaviren angeschlagen war und so einer anderen Infektionskrankheit, die diese Kawasaki-ähnlichen Symptome aufweist, nicht mehr standhalten konnte. Vielleicht haben diese Kinder aber auch Kontakt mit Substanzen gehabt, die einen „toxischen Schock“ auslösen und speziell die Gefäße angreifen.