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Niemand hätte ihre Schreie gehört: Gefängnis-Container und Folterkammer – Ermittlern gelang Schlag gegen „Unterwelt-Bosse“ (+Video)

9. August 2020

Der Einsatz kam vielleicht im allerletzten Moment. Niederländische Fahnder haben vor einigen Tagen im Rahmen der Operation 26 Lemont in Rotterdam sieben umgebaute Schiffscontainer entdeckt, die von der Unterwelt zu Gefängnissen und schallisolierter Folterkammer umgebaut wurden.

(von Frank Schwede)

Die Behörden sprechen von schockierenden Bildern. In einem Container fanden die Ermittler neben einem Zahnarztstuhl diverse Folterinstrumente. Wie die Staatsanwaltschaft in Rotterdam mitteilte, sitzen sechs Personen mittlerweile in Untersuchungshaft, darunter auch der mutmaßliche Anführer der Bande, Robin van O.

Den siebten Container nennen die Ermittler das „Behandlungszimmer“. Hier sollten  Menschen auf bestialische Weise gefoltert werden sollten – möglicherweise bis zum Tod. Neben einem voll funktionsfähigen Zahnarztstuhl fanden die Beamten auch eine ganze Reihe an Folterinstrumenten, zu denen unter anderem Heckenscheren, Zangen und chirurgisches Besteck gehörten.

Sechs Tatverdächtige wurden laut Informationen der Staatsanwaltschaft schon vor zwei Wochen unter dem Verdacht einer geplanten Geiselnahme in Gewahrsam genommen, darunter auch der 40jährige Hauptverdächtige Robin van O. Wie die niederländische Zeitung Telegraaf und AD berichteten, war van O. Betreiber eines Fitnessstudios – nebenher soll er aber auch im Drogengeschäft kräftig mitgemischt haben.

Wie es weiter in dem Bericht heißt, soll van O. auch zusammen mit anderen Gruppen in einem blutigen Bandenkrieg mit dem marokkanisch-niederländischen Drogenboss Rodouan Taghi verwickelt gewesen sein. Taghi wurde bereits im Dezember vergangenen Jahres von der niederländischen Polizei verhaftet. Ihm wird unter anderem Schmuggel mit Kokain und diverse andere Delikte zur Last gelegt.

Die niederländischen Ermittler sind der Bande über Telefon- und Chatgespräche auf die Spur gekommen, die sie abfangen und mit verfolgen konnten. Laut den Ermittlungsbehörden haben die mutmaßlichen Tatverdächtigen über das mittlerweile geschlossene Netzwerk EncroChat kommuniziert – im Wesentlichen soll es hierbei um Entführung und Folter gegangen sein.

EncroChat hatte bereits am 13. Juni seine Kunden gewarnt und empfohlen, die Handys nicht mehr zu benutzen, weil das Unternehmen den Verdacht hatte, dass die Ermittlungsbehörden den Chatverkehr mit verfolgen. Wie es seitens der Ermittlungsbehörden heißt, soll der Anbieter zu diesem Zeitpunkt 60.000 Nutzer weltweit gehabt habe, rund 10.000 davon in Großbritannien.

Weiter wird berichtet, dass 90 bis 100 Prozent der EncroChat-Kunden Verbindungen zum organisierten Verbrechen hatten, was darauf schließen lässt, dass die Kommunikation lediglich dem illegalen Handel, der Geldwäsche und Mordaufträgen diente.

Krypto-Handys gehören zum Standartpaket in der Unterwelt

Gelungen ist der Durchbruch dadurch, weil es den Ermittlern gelungen ist, die verschlüsselte Kommunikation von Krypto-Mobiltelefonen, die über EncroChat liefen, zu knacken. Nicht nur Politiker nutzen diese speziell abgeschirmten Handys, mittlerweile gehören sie auch in der Unterwelt zum Standardpaket.

Anders als bei gewöhnlichen Mobiltelefonen verschlüsseln Krypto-Handys die Kommunikation nach außen. Die abgeschirmten Geräte beschränken die Kommunikation in der Regel nur auf kryptische Nachrichten und nur über identisch ausgerüstete Smartphones, meistens handelt es sich hier um Geräte der Marke BlackBarry, deren Kosten sich im Schnitt auf 1500 Euro für ein Halbjahresabonnement nebst Verschlüsselungssoftware belaufen.

Besonders in den Niederlanden gehen Ermittler gezielt gegen Anbieter derartiger Sicherheitssoftware vor. So verhafteten niederländische Fahnder bereits 2016 den Chef der Firma Ennetcom, zu dessen Kundenkreis unter anderem auch Drogendealer und Auftragskiller gehörten.

Allerdings bestreitet das Unternehmen bis heute die Vorwürfe. Bis Ende 2016 gelang es niederländischen IT-Analytikern mehr als 1000 Nutzer von Ennetcom-BlackBarry-Smartphones zu identifizieren, um deren unknackbaren PGP-Mails zu endcodieren.

Wie die europäische Justizbehörde Eurojust jüngst berichtete, ist die Container-Bande Teil der organisierten Kriminalität an, was darauf schließen lässt, dass es sich hier nicht um Einzeltäter handelt, sondern um ein ganzes Netzwerk.

Laut Aussage von Eurojust ist es den Ermittlungsbehörden durch diese Aktion außerdem gelungen, 19 Drogenlabore auszuheben und Tausende Kilo Kokain, Chrytal Meth und andere Drogen zu beschlagnahmen. Auch in anderen Ländern ist es mittlerweile zu Festnahmen gekommen, so gab es allein in Großbritannien 746 Verhaftungen, wie es in einer Mitteilung der National Crime Agency und dem Verband der britischen Polizeibehörden heißt. Im Rahmen dieser Aktion konnten auch 5 Millionen Britische Pfund, das sind umgerechnet knapp 60 Millionen Euro, 77 Schusswaffen und mehr als zwei Tonnen Drogen beschlagnahmt werden.

Auch in Frankreich waren rund 60 Sonderermittler erfolgreich. Unter dem Codenamen Emma 95  konnte unter anderem Bargeld in Höhe von fast 20 Millionen Euro sichergestellt werden.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Container bisher nicht genutzt wurden, aber möglicherweise kurz vor der Inbetriebnahme standen. Wie es von Seiten der Staatsanwaltschaft heißt, ging die Bande hochprofessionell vor, zu den Opfern und zum Hintergrund der geplanten Entführung gab es bisher keine Stellungnahme, allerdings seien die für die Tat ausspionierten Opfer identifiziert und rechtzeitig gewarnt worden.

Niemand hätte ihre Schreie gehört

Offenbar wollte die Bande getarnt als Mitglieder eines Sonderkommandos der Polizei zuschlagen. Die Ermittler fanden neben PS starken PKW bei den festgenommenen Tatverdächtigen unter anderem Polizeiuniformen, Waffen, kugelsichere Westen, Blaulichter sowie eine chinesische Variante der Kalaschnikow AK-47 und ein Sturmgewehr.

Für die Opfer wäre die Geiselhaft zu einem Martyrium geworden. Alle Container waren schallisoliert und mit Spezialfolie ausgelegt, sodass niemand die Schreie der Opfer hätte hören können, wenn sie in der Folterkammer bearbeitet worden wären.

Außerdem waren die Gefängnis-Container mit WC und Handschellen an Decken und Boden sowie Kameras ausgerüstet. Auch gab es eine spezielle Kabine für das Wachpersonal. Entdeckt wurden die Seecontainer in einer Lagerhalle in Wouwse Plantage im Süden der Niederlande.

Möglicherweise aber steckt hinter den geheimnisvollen Containern mehr als aktuell aus den Mainstream-Medien zu erfahren ist.

Laut Informationen des Investigativ-Journalisten Timothy Holmseth erhielt die Pentagon Pädophile Task Force bereits im vergangenen Jahr Informationen über derartige Container, die während der Ermittlungen des Joint Special Operations Command der US Army gesammelt wurden.

(Anm. d. Red.: Holmseth sagt weiter, es handelt sich um Fake News, eine Täuschung der Massen von den Mainstream-Medien und selbsternannten Eliten initiiert, um von der Tatsache abzulenken, dass Kinder weltweit verschleppt, eingesperrt und missbraucht werden, obgleich diese Container genau für diese Zwecke auch gebraucht werden können, stattdessen wird ein Unterwelt-Bosse-Szenario aufgebaut).

Nähere Einzelheiten liegen dazu bisher nicht vor, allerdings lässt diese Information vermuten, dass es dieser Bande offenbar nicht nur um Drogen und Waffen ging, sondern dass hier möglicherweise auch Kinderhandel eine Rolle gespielt hat.

Bleiben Sie aufmerksam!


Quellen: Frank Schwede für PRAVDA TV