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Verschwörungen, Enthüllungen & Unglaubliches

Vatikanbank: Mechanismus zur Finanzierung der extremen Linken Lateinamerikas

10. September 2020

Der argentinische Diakon Jorge Sonnante verweist seit einigen Jahren auf Verbindungen zwischen die Vatikanische Bank und sozialistischen Politikern, insbesondere aus Lateinamerika, und erklärte in der ecuadorianischen Nachrichtensendung Antena Uno: »Francisco ist für die Festlegung der geopolitischen Agenda verantwortlich … Mit diesem Geld auf diesen Konten wird die Puebla Group, das São Paulo Forum, finanziert.«

Freie Welt: Was ist die Vatikanische Bank und was sind ihre Besonderheiten?

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René Fuchslocher: Das Institut für religiöse Werke (IOR), allgemein als »Vatikanische Bank« bekannt, ist eine Einrichtung der katholischen Kirche in der Vatikanstadt. Es wurde 1942 von Papst Pius XII. gegründet, um die Vermögenswerte natürlicher oder juristischer Personen zu erhalten und zu verwalten, deren Ziel religiöse oder wohltätige Aktivitäten sind. Es ist nicht offiziell gewinnorientiert und leiht kein Geld oder tätigt Direktinvestitionen. Es ist verpflichtet, die Kapitalisierung des Unternehmens und das Geld seiner Kunden aufrechtzuerhalten, sodass das erhaltene Kapital in Staatsanleihen, Verpflichtungen und auf dem Interbankenmarkt investiert wird.

Gemäß der Satzung der Bank können nur Geistliche-, Kirchliche- und Wohltätigkeitsorganisationen, sowie vatikanische Institutionen Konten beim IOR führen.

Freie Welt: Kann man dann, außerhalb der oben genannten Organisationen, dort keine Konten führen?

René Fuchslocher:
Offiziell nicht. Bereits 2013 berichtete die deutsche Wochenzeitung »Der Spiegel«, dass dort Konten von mehr als tausend Kunden gab, die dort keine Bankkonten haben könnten, und dass sie »Schwarzgeld« weitgehend verstecken. Die Veröffentlichung, in der Bankquellen zitiert wurden, versicherte, dass diese Daten nach der internen Überprüfung durch das neue Managementteam des IOR bekannt wurden, das von Papst Benedikt XVI. im Februar 2013 ernannt wurde – unter der Leitung des deutschen Bankiers Ernst von Freyberg -, um die Geschichte der Skandale zu beenden.

»Der Spiegel« fügte hinzu, dass das damalige Management der Bank befürchtete, dass einige Personen von der Tatsache profitiert hätten, dass in der Vatikanstadt man keine Steuern auf die Gewinne von Investitionen zählt, Geldwäsche erst 2011 verboten wurde und traditionell nicht mit ausländische Justizbehörden zusammengearbeitet hat, die dazu geführt hatten, dass sie in eine »schwarze Liste« der Finanzinstitutionen aufgenommen wurde. In der Tat genießt das IOR das Privileg, selbst von der italienischen Zentralbank nicht geprüft werden zu können, was ihren Kunden eine absolute Garantie für das Bankgeheimnis ermöglicht.

Als Benedikt XVI. aus dem Papsttum ausschied, wurde Ernst von Freyberg aus der allgemeinen Leitung des IOR entfernt und an seiner Stelle der französische Geschäftsmann Jean-Baptiste de Franssu ernannt, der bei seinem Amtsantritt erklärte: »Es ist eine Ehre, zur Ausführung berufen zu werden die Änderungen, die heute als notwendig erachtet werden, um die IOR weiter in einen Dienstleister für die Kirche zu verwandeln.« Ende 2015 ersetzte ihn Papst Franziskus I. durch den Italiener Gian Franco Mammì, der 1992 seine Karriere beim IOR als Kassierer begann und laut Vatikan »eine große Erfahrung in verschiedenen Positionen gesammelt hat« und mit italienischen und lateinamerikanischen Kunden gearbeitet hat.

Freie Welt: Welche Verbindungen hat die Vatikanische Bank zu Lateinamerika?

René Fuchslocher: Der argentinische Diakon Jorge Sonnante verweist seit einigen Jahren auf die angeblichen Verbindungen zwischen die Vatikanische Bank und sozialistischen Politikern, insbesondere aus Lateinamerika, und erklärte in der ecuadorianischen Nachrichtensendung Antena Uno: »Francisco ist für die Festlegung der geopolitischen Agenda verantwortlich … Mit diesem Geld auf diesen Konten wird die Puebla Group, das São Paulo Forum, finanziert.«

In einem Interview mit dem bekannten kolumbianischen Journalisten Herbin Hoyos enthüllte er ebenfalls, dass mehrere sozialistische Politiker Konten beim IOR gehabt hätten, und zeigte eine Liste der Bankguthaben bis dem 16. Januar 2019 an:

Juan Manuel Santos, Konto Nr. 001-3-16754, 395.000.000 €.
Evo Morales, Konto Nr. 051-3-02370, € 325.000.000.-
Luiz Inácio da Silva, Konto Nr. 001-3-24953C, 249.000.000 €.
Michelle Bachelet, Konto Nr. 001-3-17958C, € 206.000.000.-
Rafael Correa, Konto Nr. 001-3-45778, € 193.000.000.-
Enrique Peña Nieto, Konto Nr. 001-3-14778, € 175.000.000.-
Diosdado Cabello, Konto Nr. 001-3-17007, € 50.000.000.-

Obwohl diese Antezedenzien von verschiedenen Pressemedien als gefälschte Nachrichten gebrandmarkt wurden, hat Diakon Sonnante auch erklärt, dass diese Gelder von der venezolanischen Diktatur zu den apostolischen Nuntiaturen in diesen Ländern über das IOR trianguliert wurden »zur Finanzierung alle Arten von legalen und nicht legalen Aktivitäten verwendet würden« und dass es »eine geopolitische Strategie des Sozialismus gibt, die vom Forum von São Paulo und von (Papst) Franziskus und anderen Mitgliedern gebilligt wird, um alles zu tun, was jetzt geschieht«, unter Bezugnahme auf die Prozesse Aufstandsereignisse, die kürzlich in Chile, Kolumbien und Ecuador beobachtet wurden.

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René Fuchslocher wuchs in Osorno auf, wo er auch die Deutsche Schule besuchte. Anschließend studierte er an der Universidad Católica de Chile Jura und machte sein Magister in Steuerecht an der Universidad Adolfo Ibáñez. Seit dreizehn Jahren wohnt er in Puerto Montt, wo er mit seinen Geschäftspartnern die Kanzlei Fuchslocher, Bogdanic & Asociados und die Immobilienentwicklungsfirma Alpina gegründet hat. Dazu ist der 41-Jährige Mitglied in verschiedenen Institutionen der deutsch-chilenischen Gemeinschaft: des Deutschen Vereins zu Puerto Montt, der Corporación de Beneficencia Osorno (Deutsche Klinik in Osorno), des Deutschen Turnvereins zu Llanquihue, der Deutschen Schule zu Puerto Montt sowie Vorstandsmitglied von Agrollanquihue A.G. (Verband der Landwirte der Provinz Llanquihue).


Quelle: freiewelt.net