Die „tickende Kli­ma­bombe“ der Arktis: Steht eine kleine Eiszeit bevor?

Das mit der kom­menden Eiszeit haben auf­merksame (und reifere) Leser sicherlich schon erlebt: Einmal in den 70er Jahren, als alle „Experten“ wussten, dass die Men­schen in den ent­wi­ckelten Ländern daran schuld sind. Und nun, wenn der Golf­strom ver­siegt oder auch nur seine Richtung ändert, könnte uns wieder eine Eiszeit drohen. Nach der Periode der Erwärmung, wäre das eigentlich keine Über­ra­schung. – Ein­leitung durch den Übersetzer.

(von Cap Allon)

Das rekord­ver­dächtige Wachstum des ark­ti­schen Meer­eises in dieser Saison mag zwar eine gute Nach­richt sein, aber nicht aus den gleichen Gründen, wie die Horden stu­pider Kli­maalar­misten glauben. Stellen Sie alles in Frage, was diese War­misten jemals sagten –es wird nun ange­nommen, dass der Verlust von Eis an den Polen, der Aus­löser für die globale Abkühlung und Eis­zeiten war.

Seit zwei Jahr­zehnten sagt uns die NASA , dass sich die Pole in den Perioden einer ansonsten „glo­balen“ Abkühlung tat­sächlich erwärmen – dies ist wahr­scheinlich auf einen GSM-indu­zierten meri­dio­nalen (wel­ligen) Jet­stream zurück­zu­führen, der die tro­pische Wärme anomal weit nach Norden umleitet, und / oder ein Abbau der Ozon­schicht hoch über den Polen, der zusätz­liche solare / kos­mische Strahlung – ein­schließlich ultra­vio­letter Strahlung – zulässt. Unab­hängig vom genauen Mecha­nismus – ein noch wenig ver­stan­denes For­schungs­gebiet – ist das ark­tische Meereis in den letzten Jahr­zehnten auf natür­liche Weise zurück­ge­gangen. Dieses Ereignis droht nun, eine echte und unver­meid­liche Kata­strophe in Gang zu setzen: eine Bedrohung, die häufig als „tickende Kli­ma­bombe“ bezeichnet wird.

Der Beaufort Gyre ist eine massive wind­ge­triebene Strömung im Ark­ti­schen Ozean. Die Region regu­liert seit Jahr­tau­senden das Klima und die Meer­eis­bildung an der Welt­spitze. In letzter Zeit ist jedoch etwas schiefgegangen.

 

Der Beaufort Gyre ist ein wind­ge­trie­benes Zir­ku­la­ti­ons­system, das Süß­wasser und Eis auf­fängt und um den Ark­ti­schen Ozean schiebt. Quelle: National Snow and Ice Data Center NSIDC / AMAP

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Der Gyre beein­flusst das Klima. Bild­nachweis: Eric S. Taylor (Woods Hole Ocea­no­graphic Institution)

[Gyre – Wirbel, hier genutzt für Mee­res­wirbel … ~strömung; Gyroskop – Kreisel]

Während der zweiten Hälfte des 20. ten Jahr­hun­derts behielt der Gyre seinen Zyklus, in dem er alle fünf bis sieben Jahre und vor­über­gehend seine Dreh­richtung (Spin) gegen den Uhr­zei­gersinn ver­schob, was Eis und Süß­wasser in den öst­lichen Teil des Ark­ti­schen Ozean und den Nord­at­lantik trieb. Aber seit mehr als 17 Jahren dreht sich dieses Karussell aus Eis und Süß­wasser schneller im Uhr­zei­gersinn und sammelt immer mehr Süß­wasser aus drei Quellen: schmel­zendes Meereis, Abfluss in den Ark­ti­schen Ozean aus Russland und Nord­ame­ri­ka­ni­scher Flüsse und das relativ frische Wasser, das aus dem Beringmeer (ein-)fließt.

e360.yale.edu berichtet : Heute enthält der Beaufort Gyre so viel Süß­wasser wie alle Großen Seen zusammen, und sein anhal­tender Wirbel im Uhr­zei­gersinn ver­hindert, dass dieses enorme Volumen an Eis und kaltem Süß­wasser in den Nord­at­lantik fließt. Wis­sen­schaftler sagen, dass der Gyre sich unver­meidlich abschwächen und die Richtung umkehren wird, und wenn dies der Fall ist , könnte er eine große Menge eisigen Süß­wassers in den Nord­at­lantik aus­stoßen .

Der polare Ozea­no­graph Andrey Pro­shutinsky von der Woods Hole Ocea­no­graphic Insti­tution hat diesen erwar­teten Was­ser­schwall als „ tickende Kli­ma­bombe“ bezeichnet und fest­ge­stellt, dass selbst ein teil­weiser Abfluss dieses wach­senden Reser­voirs – etwa nur 5 Prozent – das Klima Islands und Nord­eu­ropas vor­über­gehend abkühlen könnte. Bei einem grö­ßeren Abfluss könnte es tat­sächlich drohen, das der Golf­strom „abge­schaltet“ wird, ein Ereignis, bei dem die Eis­zeiten fast über Nacht über Nord- und West­europa hinweg fegen würden.

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Grafik vom Autor über­nommen (Ori­ginale Her­kunft dieser sehr oft ver­wen­deten Grafik habe ich leider nicht fest­stellen können – Google-Such­funktion; der Über­setzer)

Der Golf­strom ist der Schlüssel zu einem milden, bewohn­baren Klima in Europa.

Wir wissen, dass dies geschieht, und haben detail­lierte Auf­zeich­nungen über ein relativ neues Ereignis: In den 1960er und 1970er Jahren wurde ein Schwall fri­sches ark­ti­sches Wasser frei­ge­setzt, der die obere halbe Meile von Teilen des Nord­at­lantiks abkühlte. Der bri­tische Ozea­no­graph Robert R. Dickson, bekannt als Great Salinity Anomaly , sagte, das Ereignis sei eine der hart­nä­ckigsten und extremsten Varia­tionen des glo­balen Oze­an­klimas, die im letzten Jahr­hundert beob­achtet wurden. Der Anstieg von Eis und Süß­wasser kühlte Nord­europa dra­ma­tisch ab und störte die Nah­rungs­kette im Nord­at­lantik. Zwi­schen 1951 und 2010 ereig­neten sich viele der außer­ge­wöhnlich kalten Winter in Europa während der Zeit der Ano­malie des großen Salzgehalts.

Der dis­ku­tierte Mecha­nismus wird von vielen als Aus­löser der Eiszeit ange­sehen, und eine neu ver­öf­fent­lichte wis­sen­schaft­liche Studie stützt dieses. Die neue Studie trägt den Titel „“Evi­dence for extreme export of Arctic sea ice leading the abrupt onset of the Little Ice Age“, „Hin­weise auf einen extremen Export von ark­ti­schem Meereis, der zum plötz­lichen Ein­setzen der Kleinen Eiszeit führt “ Die Studie kom­bi­niert marine Sedi­ment­kerne, die vom Ark­ti­schen Ozean bis zum Nord­at­lantik gebohrt wurden. Diese Auf­zeich­nungen zeigen, dass ein plötz­licher Anstieg des ark­ti­schen Meer­eises und des expor­tierten kalten Süß­wassers bis zum Nord­at­lantik zu ver­zeichnen ist. Beginn um 1300, erreichte Mitte des Jahr­hun­derts seinen Höhe­punkt und endete zum Schluss  des 13. Jahr­hun­derts abrupt. Ent­scheidend ist, dass die Studie zu dem Schluss kommt, dass ein externer Antrieb durch Vulkane oder eine andere Ursache mög­li­cher­weise nicht erfor­derlich ist, damit große Kli­ma­schwan­kungen auf­treten – [im Gegensatz zu] eine[r] bisher weit verbreitete[n] Annahme: „Diese Ergeb­nisse deuten stark darauf hin, dass diese Dinge auf­grund interner Varia­bi­lität aus hei­terem Himmel im Kli­ma­system auf­treten können“, sagte Dr. Martin Miles, For­scher am Institut für Arktis- und Alpen­for­schung der Uni­versity of Colorado.

Das Kli­ma­puzzle wird, wenn auch langsam, weiter zusammengesetzt.

Die nächste starke Abkühlung ist fällig – das Klima ist zyklisch, niemals linear – und die Frei­setzung des Beaufort Gyre in Über­ein­stimmung mit einer schnell abneh­menden Magne­to­sphäre und einem sich ver­schär­fenden Grand Solar Minimum enthält alle not­wen­digen Punkte.

Die kalten Zeiten kehren zurück, die mitt­leren Breiten gefrieren.

Die „tickende Kli­ma­bombe“ geht los.

https://electroverse.net/the-arctics-ticking-climate-bomb-little-ice-age-imminent/ 

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Über­setzt durch Andreas Demmig


Quelle: eike-klima-energie.eu