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Bildungsnotstand ist in deutschen Lehrerzimmern angekommen

29. November 2020

Während Deutschland über den schlechten Bildungsstand seiner Schüler klagt, erweisen sich einige Lehrer als wenig besser.

Während es in Deutschland zum guten Ton gehört, über den schlechten Bildungsstand seiner Schüler zu klagen, wird eine andere Gruppe zu wenig beachtet: die Lehrer. Wie steht es um ihren Bildungsstand? Könnten sie vielleicht der Grund für die Bildungsmisere unter Schülern sein?

Ein Fall aus einer Bremer Grundschule legt den Verdacht zumindest nahe. Dort tauchte ein Arbeitsblatt auf, berichtet der Weser-Kurier, dass zum herzlichen Lachen anregen würde, wäre es nicht so traurig.

Das Arbeitsblatt ist laut Weser-Kurier überschrieben: »Ich kann historische Ereignisse der deutschen Geschichte aufsagen« und nennt Drittklässlern der Grundschule am Buntentorsteinweg einige wichtige Daten zwischen der Zeit Karls des Großen bis zum Zusammenbruch des Sozialismus 1989 und der Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland. Einige Daten und Ereignisse lesen sich dann wie folgt:

Nach dem Ersten Weltkrieg sei das Deutsche Reich in »Republik Deutschland« umbenannt worden. »Nun bekamen die Bürger im Land ein Wahlrecht. Mit dem Wahlrecht konnten sie mitbestimmen.« – »1933 bekam Deutschland wieder einen König. Er wurde auch Führer genannt.« – »Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Deutsche Reich in zwei Teile aufgeteilt. Einen Teil bekam Russland, den anderen Teil die Alliierten (England, Frankreich, Amerika).« Wiedervereinigt wurde das geteilte Land schließlich 1998.

Linksradikale Indoktrination und links-liberale Betonung der sogenannten Gesellschaftswissenschaften haben also vor allem eines bewirkt: Daten und Fakten sind zweitrangig geworden. Warum also sollte ein Lehrer wissen, was wann geschah ? (Und es sei unserem Leser überlassen, die Fehler zu finden.)

Die Schulverwaltung, konfrontiert mit dem Arbeitspapier, reagierte konsterniert. »Es darf nicht sein«, erklärte die Sprecherin der Senatorin Claudia Bogedan, SPD, »dass so ein Unsinn verbreitet wird. Dafür kann man sich nur entschuldigen«.

Die Schule hat von dem Arbeitsblatt durch Eltern erfahren. Sie schrieb anschließend das Kollegium an und hat laut Schulverwaltung darauf verwiesen, »dass Inhalte, Materialien und Strukturen in den zuständigen Fachkonferenzen abgestimmt werden müssen«.

Auch mit den Kindern der betroffenen Lerngruppe wurde umgehend gesprochen worden, »um die eklatanten Fehler korrigieren zu können«.

Und was ist mit der Lehrerin ? – Denn die »Verfasserin des Arbeitsblatts« ist eine Frau und Lehrerin, keine dem Genderismus geschuldete Wortwahl. Wurde sie angesprochen ? Hat die Schulleitung die Ursachen untersucht?

Darüber hält sich die Schule, die 2015 den Deutschen Schulpreis gewann, bedeckt. Aber vielleicht geben die Gründe, warum gerade diese Schule den Preis erhielt, einen Hinweis: Sie setzt auf Inklusion und lehrt nach dem Motto: »Vielfalt betrachtet man hier als Chance für alle!« – offenbar auch für Lehrerinnen, die man andernorts umgehend vom Unterricht freistellen würde.


Quelle: freiewelt.net