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Computerspiele: Immer mehr Gaming-Abos

16. November 2020

Die Gaming-Branche wandelt sich gewaltig. In diesem Jahr gibt es nicht nur neue Konsolen mit noch mehr Möglichkeiten, sondern auch jede Menge neue Spiele-Abos, sozusagen als Netflix für Spieler. Wer in der Vergangenheit ein bestimmter Computer oder Konsolenspiel spielen wollte, ist entweder in einen Laden gegangen und hat sich das Spiel gekauft oder kostenpflichtig mit einer Einmalzahlung auf einer Spieleplattform wie Steam heruntergeladen.

Der Kauf und Downloads auf Spieleplattformen werden zwar auch auf absehbare Zeit noch möglich sein, jedoch gehen immer mehr Spieleanbieter dazu über, auf ein Abo umzustellen. Der Grund ist ganz einfach. Die Entwickler können so auf lange Sicht viel mehr und viel regelmäßiger Geld verdienen, als wenn ein Spiel verkauft wird und damit bezahlt ist. Microsoft hat es mit seinen Abo-Modellen vorgemacht und gezeigt, dass es funktioniert. Seit einigen Jahren schon werden mit dem Microsoft Gamepass für die Xbox gewaltige Gewinne eingefahren.

Kostenlos dagegen bleiben weiterhin viele Browserspiele, bei denen man allerdings In-Game-Einkäufe zum schnelleren Vorankommen tätigen kann und Echtgeldspiele in Online Casinos mit den Spielautomaten oder Live Casinospielen. In einer Online Casino Liste für Deutschland können sich Spieler zu den besten Anbietern, dem Spielangebot zu Boni informieren.

Welche Spiele-Abos gibt es derzeit?

Das derzeit am meisten genutzte Abo-Angebot ist der Microsoft Gamepass für die Xbox oder für den PC mit 200 Spielen wie Flight Simulator, Age of Empires: Definitive Edition, Halo, Ori and the Will of the Wisps, Forza Horizon 4, Paradox-Strategie und Oldschool-Rollenspiele. Das Abo kostet in der Basic-Version 10 Euro und in der Premium-Version 15 Euro monatlich. Der Gamepass für die Xbox von Microsoft ist deutlich erfolgreicher als Sonys Abodienst Playstation Now. Neu seit diesem Jahr ist, dass auch auf Spiele auf der Download-Plattform von Steam zugegriffen werden kann. EA Play mit Spielen wie Fifa 21 ist ebenfalls enthalten. Mit der neuen Xbox Series X wird erstmals auch eine Abwärtskompatibilität geboten.

EA Play im Einzelabo mit allen Spielen von EA Sports und Die Sims 4, Battlefield 5, Madden 20, Star Wars: Battlefront 2 sowie Star-Wars-Spiele gibt es ab 4 Euro monatlich. Das Exklusivangebot EA Play Pro mit Need for Speed, Command & Conquer und Star Wars Jedi: Fallen Order kostet 15 Euro.

Google Stadia mit derzeit insgesamt 80 Spielen, die allerdings noch zu einem verbilligten Preis dazugekauft werden müssen gibt es für eine Einmalzahlung von 130 Euro plus einen Monatsbeitrag von 10 Euro und beinhaltet unter anderem Destiny 2, Doom oder Assassin’s Creed: Odyssey sowie die Möglichkeit, alle Spiele unabhängig vom Gerät zu streamen.

Bei Uplay+ stehen für 15 Euro monatlich etwa 100 Spiele zur Auswahl wie Anno 1800 Königsedition, Rainbow Six: Siege, Assassin’s Creed, Far Cry, The Division, Ghost Recon. Bei Prime Gaming gibt es für 8 Euro monatlich 30 Spiele, darunter Layers of Fear, SNK 40th Anniversary Collection und Metal Slug 3 mit zahlreichen In-Game-Belohnungen.

Die größte Auswahl hat zurzeit Geforce Now mit über 1.000 Titeln im Angebot für 5 Euro monatlich. Jedoch fehlen hier zahlreiche Blockbuster, die nur mit anderen Abos gespielt werden können. Alternativ kann auch kostenlos gespielt werden, jedoch müssen dafür begrenzte Spielzeiten und Wartezeiten in Kauf genommen werden. Humble Choice kommt mit 90 Spielen und drei Paketen zwischen 4,50 Euro und 18 Euro im Monat unter anderem mit der Indie Trove Reihe.

Auch einzelne Spiele zukünftig im Abo

Kürzlich hat Epic Games angekündigt, dass Fortnite künftig ebenfalls im Abo angeboten wird. Dazu wurde eine Umfrage gestartet, um zu erfahren, welche Preise die Spieler zu zahlen bereit wären.

Die Spanne für die abgestuften Abos wird wohl zwischen 5 Euro und 15 Euro monatlich liegen, wobei dann auch zwischen 1.000 und 2.000 V-Bucks sowie in der Premium-Version auch seltene Items enthalten sein werden. Bislang konnte das Spiel kostenlos heruntergeladen werden. Spieler konnten jedoch V-Bucks und Items bislang auch schon in unbegrenzter Menge dazu kaufen.