Gesundheit, Natur & Spiritualität

Hurra! Bundesgericht in Kalifornien erklärt gentechnisch veränderten Lachs für rechtswidrig

18. Dezember 2020

Lachs gehört immer noch zu den beliebtesten Speisefischen, obwohl bekannt sein dürfte, dass gerade der Zuchtlachs eines der giftigsten Lebensmittel der Welt ist. Wie giftig der Zuchtlachs ist, zeigen die entkommenen, mit Parasiten und Antibiotika belasteten, Millionen Lachse und dass sogar vor dem Verzehr gewarnt wurde, sollte man diese entkommenen Lachse fangen wollen. Immer wieder kommt es vor, dass Lachse aus Lachsfarmen entkommen. Doch wie würden Sie reagieren, wenn Sie plötzlich erführen, dass Sie anstatt einen herkömmlichen Lachs einen genetisch veränderten Lachs gegessen haben?

Sie wurden also unwissentlich zu einem Versuchskaninchen. Es gibt ihn, den Gen-Lachs – den keiner will. Denn nicht nur, dass der Lachs genmanipuliert ist, er bekommt auch noch Genfutter. Und dieser gentechnisch veränderte Lachs landet sogar in den Regalen, und keiner vermag zu sagen, wo sie noch verkauft werden. Es handelt um atlantische Lachse, die für ein schnelleres Wachstum mit Genen pazifischer Lachse behandelt werden. Allein um den gentechnisch manipulierten Lachs auf den Tisch der Verbraucher zu bekommen, investiert ein Konzern Milliarden Dollar. Schon lange wird gegen den genmanpulierten Lachs geklagt, denn Studien haben gezeigt, dass ein hohes Risiko besteht, dass sie in die Umwelt gelangen können und sich dort mit einheimischen Fischen kreuzen. Endlich hat das US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien bestätigt, dass die Food and Drug Administration (FDA) bei der Zulassung des GVO-Lachses gegen die wichtigsten Umweltgesetze verstoßen hat. „Die heutige Entscheidung ist ein entscheidender Sieg für gefährdete Lachse und unsere Ozeane“, so die NGOs, die gegen die Zulassung geklagt haben.

Bundesgericht in Kalifornien erklärt gentechnisch veränderten Lachs für rechtswidrig

Nach Bekanntgabe der Zulassung 2015 hatten sich sofort mehr als 60 Lebensmittel-Ketten mit 9.000 Läden gegen den Verkauf des gentechnisch veränderten Lachses ausgesprochen, außerdem wurde eine Petition mit ca. 2 Millionen Unterschriften gegen die Zulassung eingereicht. Es folgte eine Klage 2016 vom Zentrum für Lebensmittelsicherheit (CFS) und Erdjustiz, die eine breite Koalition aus Umwelt-, Verbraucher-, Handels- und Freizeitfischereiorganisationen vertritt, die FDA wegen der Zulassung des ersten kommerziellen gentechnisch veränderten Tieres, eines Atlantik-Lachses, entwickelt, um doppelt so schnell zu wachsen wie sein wildes Gegenstück. Die FDA war die erste Regierungsbehörde der Welt, die ein gentechnisch verändertes Lebensmittel für den Verkauf und den menschlichen Verzehr zugelassen hatte. „Nun ist der „Frankenfish“ da, in den USA darf erstmals ein gentechnisch verändertes Tierprodukt in den Handel kommen“, so die weltweite Empörung.

 

Endlich, am 05. November 2020 entschied das US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien, dass die Food and Drug Administration (FDA) bei der Zulassung des GVO-Lachses gegen die wichtigsten Umweltgesetze verstößt.

Der Gerichtshof entschied, dass die FDA die schwerwiegenden Folgen für die Umwelt der Zulassung von gentechnisch verändertem Lachs und das volle Ausmaß der Pläne zum Anbau und zur Vermarktung des Lachses in den USA und auf der ganzen Welt ignorierte, was gegen den National Environmental Policy Act verstieß. Der Gerichtshof entschied auch, dass die einseitige Entscheidung der FDA, dass gentechnisch veränderter Lachs keine möglichen Auswirkungen auf stark gefährdeten, wilden Atlantiklachs haben könnte, unter Verstoß gegen das Gesetz über gefährdete Arten falsch war. Das Gericht befahl der FDA, die Folgen für die Umwelt, zum Beispiel bei einer Flucht gentechnisch veränderter Lachse in die Wildnis, gründlich analysieren.

  • Die amerikanische Lebensmittelbehörde FDA hatte den Zulassungsantrag bereits seit Jahren auf dem Prüfstand, denn die Risiken sind groß. Eines der wichtigsten Probleme: Die Lachse könnten aus den Zuchtfarmen entkommen und sich mit wild lebenden Artgenossen paaren. Wegen ihrer Größe würden sie sich dabei besser durchsetzen und so ihr Erbgut schnell verbreiten. Dabei sind die Turbo-Lachse weit weniger widerstandsfähig und sterben früher. Trotzdem genehmigte die FDA den genmanipulierten Lachs, was rechtswidrig war, wie ein Gericht bestätigte.

Kennen Sie Randal J. Kirk – Chairman and Chief Executive Officer von Intrexon?

Noch vor dem Urteil, dass die Zulassung des genmanipulierten Lachses rechtswidrig sei, veröffentlichte AquaBounty Technologies, Inc. den Standort für die geplante 10.000-Tonnen-Lachsfarm bekannt, und zwar Mayfield, Kentucky. Die neue Farm wird die erste große kommerzielle Anlage von AquaBounty mit einer geplanten jährlichen Produktionskapazität von 10.000 Tonnen sein – oder etwa dem Achtfachen der derzeit in Betrieb befindlichen Farm in Albany, Indiana, mit einer jährlichen Produktionskapazität von 1.200 Tonnen, so der Konzern am 29.Oktober 2020.

Billionaire investor R.J. Kirk

Randal J. Kirk ist Milliardär und kauft seit Jahren Biotech-Unternehmen auf. Seine Milliarden hat er aus dem Verkauf von zwei früheren Pharmaunternehmen. Die King Pharmaceuticals verkaufte er an den Pharma-Giganten Pfizer. Bekannt ist Pfizer wegen Viagra. Außerdem verkaufte Pfizer seine Babynahrungssparte an Nestlé.

King Pharmazeuticals stellte eine große Anzahl von verschiedenen Medikamenten her, insbesondere Altace zur Herzinfarktvorsorge, Levoxyl gegen Hyphothyreoidismus (Schilddrüsenunterfunktion), Sonata, ein Medikament gegen Schlafstörungen, und Skelaxin, ein Muskelentspannungsmedikament. 2004 entwickelte das Unternehmen  VYVANSE, ein Medikament, welches für die Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizitstörung entwickelt wurde. 2007 bekam es die Zulassung der FDA.. Monarch Pharmaceuticals, Inc. war ein Tochterunternehmen.

Kirk ist kein Arzt, Biologe oder Forscher, sondern sein Interesse an der synthetischen Biologie gilt eindeutig der Profitgier, daraus macht er auch kein Geheimnis.

Kirk besitzt eine 6900 Morgen (28 km²) große Farm in Virginia. Er unterstützt nicht nur Universitäten mit Spenden, sondern auch Parteien. Welche, ist ihm egal. 1999 gab er $ 1.000.000 der Radford University, was ihm den Vorteil eines Vorstandspostens verschaffte.
Welche Macht Kirk als Geschäftsmann hat, machen Akquisitionen wie Aquabounty mit dem GM Lachs deutlich. Fünfundsechzig Prozent der Amerikaner wollen keine genmanipulierten Fische. Doch nachdem Intrexon die Firma Aquabounty übernommen hatte, stimmte die FDA trotz Protesten der Genehmigung zu.

Den größten Anteil der Einnahmen bezieht Intrexon aus der Viehzucht, natürlich genmanipuliert. Dieser Bereich wurde legalisiert und er dient der Erschaffung der besten Milchkühe. Auch durch Klonen der Milchkühe verdient Mister Frankenstein viel Geld. Kirk will die Welt verändern, natürlich genmanipuliert, denn damit verdient er viel Geld. Vergessen Sie also nicht den Namen Randal J. Kirk. Er selbst steht sicher nicht im Labor, aber er finanziert es.

Der gentechnisch veränderte Lachs wird von AquaBounty Technologies, Inc. produziert, es ist die Firma des Milliardärs Randal Kirk , der auch Eigentümer des Hauptkonzerns Intrexon ist. Er besitzt auch Trans Ova Genetics die sich mit Klonen beschäftigt. Auch die Firma Oxitec  gehört ihm, bekannt durch die GMO-Moskitos; Siehe Menschen als Versuchskaninchen – In Florida sollen 750 Millionen gentechnisch veränderte Insekten freigesetzt werden – Florida mosquitoes: 750 million genetically modified insects to be released

Und auch der Apfel wurde durch seinen Konzern unter Arctic® Apple (GMO-Apfel) genmanipuliert. Etwa 30 gentechnisch veränderte Fischarten – einschließlich Tilapia und Forelle – sind weltweit in Entwicklung, ebenso GV-Kühe, Hühner und Schweine. Unter dem Motto: Better Genetics, Better World – hat einer der reichsten Menschen der Welt Patente auf Schimpansen, Mäuse, Ratten, Kaninchen, Katzen, Hunde, Rinder, Ziegen, Schweine, Pferde und Schafe. Obwohl, die Patente auf gentechnisch veränderte Menschenaffen sind nach jahrelangem Rechtsstreit nicht mehr gültig.

Erster gentechnisch veränderter Lachs wurde in Kanada verkauft, doch keiner hat es gewusst

Während in den USA die FDA wegen der Zulassung verklagt wurde, landeten bereits 2017 4,5 Tonnen genmanipulierter Lachs in den Regalen in Kanada und 2018 noch weitere 10 Tonnen. Außerdem genehmigte die FDA  eine Fischfarm in Albany (Indiana), die zunächst 1200 Tonnen gv-Lachs pro Jahr produzieren soll. Doch wohin sollen diese 1200 Tonnen genmanipulierter Lachs verkauft werden? Man hüllte sich in Schweigen und genau das beunruhigt die Menschen. Die Verbraucher in Kanada waren entsetzt, als sie erfuhren, dass sie genmanipulierten Lachs bekamen, ohne überhaupt informiert worden zu sein. Nur durch Zufall wurde bekannt, dass der genetisch veränderte Lachs den Tisch erreicht hatte. Niemand wusste es, bis Vigilance OGM, eine Lebensmittelüberwachung in Quebec, Zugang zu den Importdokumenten erhielt. Import-Export-Daten zeigen, dass ein Unternehmen mit Sitz in Panama namens Soterion Development etwa die Hälfte der 4,5 Tonnen an Montreal Fish Co. und die andere Hälfte an Sea Delight Canada geliefert hat, beide an den Pierre Elliott Trudeau International Airport in Montreal. Die gekühlten Lachsfilets in Montreal gingen laut Dokumentation an Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe. „Der Verkauf wurde von seinen Kunden in Kanada sehr gut angenommen“, stellt AquaBounty im Jahresabschlussbericht fest. Doch die Verbraucher wussten gar nicht, dass sie genmanipulierten Lachs verzehrt hatten.

Jetzt stellen Sie sich vor: Sie protestieren seit Jahren gegen den genmanipulierten Lachs und plötzlich haben sie den gegessen, ohne es gewusst zu haben.

Eine Angus-Reid-Umfrage aus dem Jahr 2017 ergab, dass 83 Prozent der Kanadier glauben, dass einige genetisch veränderte Lebensmittel in Lebensmittelgeschäften obligatorisch gekennzeichnet werden sollten. Doch die Kennzeichnung aller genetisch veränderten Lebensmittel könnte unnötige Angst erzeugen – was für eine Aussage!

AquaBounty hat seit 20 Jahren daran gearbeitet, den gentechnisch veränderten Fisch auf den Markt zu bringen und so ein größeres Stück vom Kuchen des globalen Fischmarktes zu bekommen, der auf $100 Milliarden geschätzt wird.

AquaBounty testet auch Veränderungen auf Forellen und wer weiß, was noch alles genmanipuliert wird. Frankenstein 2.0 lässt grüßen.

Netzfrau Doro Schreier


Quelle: netzfrauen.org