Zahl der Emp­fänger seit 2015 mehr als ver­doppelt: 2020 überwies die Merkel-Regierung fast 430 Mil­lionen Euro an Kin­dergeld ins Ausland

Die Merkel-Regierung über­sendete im Vorjahr 427,4 Mil­lionen Euro an Kin­dergeld ins Ausland, die Zahl der Kinder betrug 330.063 (zum Ver­gleich: 2015 wurde Kin­dergeld in Höhe von 261 Mil­lionen Euro für 158.169 im Ausland lebende Kinder gewährt).

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Das Kin­dergeld für im Ausland lebende Kinder gibt es, wenn die Eltern oder andere sor­ge­be­rech­tigte Ange­hörige in Deutschland leben oder arbeiten, ihre Kinder aber im Her­kunftsland ver­bleiben. Eine besondere Prüfung der Abstammung bedarf es nicht, die Vorlage einer Geburts­ur­kunde reicht in der Regel für die Aner­kennung des Eltern-Kind-Ver­hält­nisses aus. Seit 2015 ist die Summe der aus­ge­zahlten Bei­träge von damals 261 Mil­lionen Euro im Vorjahr auf die neue Rekordhöhe von 427,4 Mil­lionen Euro gestiegen. Auch die Zahl der berück­sich­tigten Kinder stieg von 158.169 in 2015 im Vorjahr auf den neuen Rekordwert von über 330.000 Kinder.

Unter den ersten fünf Emp­fän­ger­staaten befinden sich mit Polen, Rumänien, Tsche­chien und Ungarn gleich vier Länder, die beim Pro-Kopf-Ein­kommen deutlich unter EU-Schnitt (31.080 Euro) liegen. Vor allem für Rumänen (Pro-Kopf-Ein­kommen 11.440 Euro) wie auch viele andere ost­eu­ro­päische Länder und andere Staaten außerhalb der EU (unter anderem Serbien, Marokko und ins­be­sondere die Türkei) bildet das Kin­dergeld ein zweites Gehalt. Denn die Höhe des Kin­der­geldes richtet sich nicht etwa nach den Gege­ben­heiten im Zielland, sondern ori­en­tiert sich an den in Deutschland gel­tenden Bestimmungen.

Legt man die Lebens­hal­tungs­kosten in Deutschland mit 100 an, so beläuft sich der Ver­gleichswert für die Türkei auf etwa 46,3. Mit 204 Euro Kin­dergeld kann man in Deutschland wahrlich keine großen Sprünge machen, aber in der Türkei ent­spricht das einem Wert von 440 Euro, also mehr als der Hälfte. Eine Anpassung des Kin­der­geldes auf die Gege­ben­heiten des Ziel­landes, so wie sie in Öster­reich 2018 vor­ge­nommen wurde, lehnt die Merkel-Regierung aber wei­terhin ab.


Quelle: freiewelt.net