Gesundheit, Natur & Spiritualität

Leck im Gehirn. Warum es so wichtig ist, die Blut-Hirn-Schranke vor Schadstoffen zu schützen

22. März 2021

„Schnelle Gewissheit in der Apotheke“, unter dieser Schlagzeile wird seit Anfang Februar Werbung gemacht für COVID-19-Tests in der Apotheke. Gerne werden diese Artikel illustriert mit dem Foto eines Nasenabstrichs. Solche Bilder machen mir Gänsehaut, ich frage mich, ob bei den Menschen, die von Nasenbluten nach dem Test berichten, möglicherweise die Funktion der Blut-Hirn-Schranke beeinträchtigt wurde. Wissenschaftliche Belege gibt es dafür nicht, bisher… Selbst ohne diese rabiate und schmerzhafte Testmethode erlebt zu haben, leiden immer mehr Menschen unter einem „Leaky Brain“, also einem Leck im Gehirn.  Das macht ihren Körper anfällig für viele Krankheiten, ebenso wie ein „Leaky Gut“, eine durchlässige Darmschleimhaut, bei der unerwünschte Stoffe in die Blutbahn gelangen.

Die Blut-Hirn-Schranke (BHS) ist eine zelluläre Barriere zwischen der Blutbahn und dem Gehirn, die verhindert, dass Giftstoffe und Krankheitserreger aus dem Blut ins Gehirn gelangen können. Ist die BHS geschädigt, wird sie durchlässig nicht nur für Stoffe, die dem Gehirn nützen, sondern auch für solche, die toxisch sind für das Gehirn; es kann zu Depressionen, Autismus, ADHS, Demenz, Multipler Sklerose kommen. Mit einem gesunden Lebensstil können Sie vieles tun, um die BHS vor Schäden zu schützen. Dazu gehört, die Belastung durch elektromagnetische Strahlungen so weit wie möglich zu reduzieren, denn Handys, WLAN-Geräte und Mikrowellen schädigen nachweislich die Blut-Hirnschranke. Schlafen Sie niemals mit dem Handy auf dem Nachttisch, schalten Sie nachts den WLAN-Router aus, filtern bei Ihrem PC und beim Smartphone das Blaulicht heraus. Vermeiden Sie Elektrosmog und Strahlung im Schlafzimmer, indem Sie nachts den Stromkreislauf durch einen Netzfreischalter gegen Elektrosmog unterbrechen – oder einfach die Sicherung abschalten. Auch oxidativer Stress schädigt die BHS: Psychischer Stress, Schlafmangel, Überanstrengung, Nikotin, Alkohol, Drogen.

Die Gesundheit beginnt im Darm, die Gesundheit des Gehirns ebenfalls. Darm und Gehirn kommunizieren über Nerven und Hormone miteinander. Die BHS ist ähnlich aufgebaut wie die Darmbarriere und steht in direktem Zusammenhang mit der Darmflora. Wenn Sie mit Fastfood, Glutamat, Aspartam, Aromen, Farbstoffen, Transfetten, Gluten ihren Darm ruinieren, schädigen Sie automatisch die Barriere, die Ihr Gehirn schützt. Wenn Sie gerne Gummibärchen, Limonade, Marmelade, Dosenfrüchte oder Schmelzkäse essen, dann nehmen Sie oft das Konservierungsmittel Zitronensäure zu sich. Zitronensäure bindet Metalle, so gelangt mehr Aluminium in Ihr Gehirn. Es lagert sich mit zunehmendem Alter in den grauen Zellen ab und steht im Verdacht, eine Rolle zu spielen bei der Entstehung von Krankheiten wie Alzheimer oder Multipler Sklerose. Wenn Sie durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung Ihre Darmflora stärken, stärken Sie automatisch auch die BHS.

  • Meiden Sie entzündungsfördernde Lebensmittel (Süßigkeiten, Weizenprodukte, zu viel Fleisch, v.a. Wurst
  • Achten Sie auf eine gute Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren
  • Nehmen Sie Pflanzenstoffe zu sich, die die BHS passieren und sich positiv auf das Gehirn auswirken: Sulforaphan (Brokkoli, Kohl), Curcumin (Kurkuma), Astaxanthin (Algen), Alpha-Liponsäure (Spinat, Brokkoli), Lutein und Zeaxanthin (Spinat, Grünkohl)
  • Trinken Sie Kaffee. Studien haben gezeigt, dass der regelmäßige Konsum von Koffein vor Alzheimer und Parkinson schützen kann.
  • Achten Sie auf eine gute Versorgung mit Mineralstoffen. Magnesium stärkt die BHS. Magnesiummangel spielt eine Rolle bei der Entstehung von Alzheimer, Schlaganfällen, Epilepsie und Parkinson.

Lassen Sie außerdem abklären, ob ein Vitamin-B12-Mangel vorliegt, er steht in engem Zusammenhang mit Alzheimer. Auch ein guter Vitamin-D-Spiegel ist wichtig.

Tanken Sie regelmäßig Licht und treiben Sie regelmäßig Sport, das regt die Bildung neuer Nervenzellen an der Blut-Hirn-Schranke an. Wenn Sie draußen an der frischen Luft trainieren und dabei tief (ohne Maske!) ein- und ausatmen, wirkt das wie eine Energiedusche für Ihre Zellen – und Ihr Gehirn.

www.weihrauchplus.de

Quellen:

https://www.deutschlandfunk.de/meldungen-liste-forschung-aktuell.1508.de.html?drn:news_id=75263

https://www.krebspatientenadvokatfoundation.com/schuetzen-sie-ihre-blut-hirn-schranke/

Zeitschrift natur & heilen,. „Leaky Brain: wenn die Blut-Hirn-Schranke undicht ist.“ S. 56 – 57 3/2021