George Soros, World Copyright by World Economic Forum - flickr.com - by swiss-image.ch/Photo Mirko Ries - CC BY-NC-SA 2.0

Myanmar haut George Soros’ Profi-Umsturz-Orga­ni­sation OSF auf die Finger

Myanmar ist ein Land das westlich oberhalb von Thailand und direkt südlich unter China liegt und an den nord­öst­lichsten Zipfel Indiens grenzt. Früher hieß das Land Burma oder Birma. Es ist auch nicht gerade klein und beher­bergt fast 60 Mil­lionen Men­schen. Dort herrscht seit 1962 eine Mili­tär­re­gierung. Es gibt einige demo­kra­tische Züge, wie freie Wahlen, und bis vor kurzem auch einen zivilen Prä­si­denten bis zum 1. Februar 2021. Dann hat das Militär wieder gesamte Staats­gewalt an sich genommen. Einige gewählte Volks­ver­treter sitzen jetzt hinter Gittern und der Finanz­pro­kurist der Soros Orga­ni­sation Open Society Foun­dation Myanmar wurde fest­ge­nommen und verhört. Große Auf­regung, allent­halben, Reuters berichtet.

Die Nach­rich­ten­agentur nennt die Open Society Foun­dation natürlich gleich mal zur Ein­stimmung „eine phil­antro­pische Orga­ni­sation“. Nun ja, das kann man auch anders sehen. Seit län­gerem schon werden die stink­reichen „Philantropen“-Multimilliardäre, die überall auf der Welt ihre per­sön­lichen Vor­stel­lungen brutal durch­ziehen, all­gemein eher reser­viert betrachtet.

Selbst­ver­ständlich pro­tes­tiert und fordert man, die SOFORTIGE Frei­lassung des Inhaf­tierten Mit­ar­beiters, denn wie man zornig erklärt, die Vor­würfe – nämlich „finan­zi­elles Fehl­ver­halten“ — seien ganz falsch.

Der ver­haftete Mit­ar­beiter ist eine Frau, Phyu Pa Pa Thaw, die Finanz­ma­na­gerin der Open Society Myanmar. Das scheint aber erst der Anfang zu sein, denn elf weitere Mit­ar­beiter der men­schen­freund­lichen Soros-Orga­ni­sation werden noch gesucht. Die Orga­ni­sation steht im Ver­dacht, Gelder an Rebel­len­gruppen wei­ter­ge­leitet zu haben, die die Mili­tär­re­gierung stürzen wollten. Das nennt man im OSF-Sprech „Zivile Unge­hor­sam­keits­be­wegung (CDM – Civil Dis­obe­dience Movement), also das, was in Deutschland die Quer­denker und Anti-Corona-Ein­däm­mungs­maß­nahmen-Demos sind. Nur dass in Deutschland die Demons­tranten nicht bezahlt werden, schon gar nicht von Soros. Auch hier prügeln Poli­zisten auf alte Leute, junge Mädchen und halbe Kinder ein. Es regt sich nur niemand bei Reuters oder anderen Nach­rich­ten­agen­turen darüber auf. Die „zivile Unge­hor­sam­keits­be­wegung“ Myanmars startete laut Reuters auch Streiks, „um die Generäle dazu zu drängen, ihren Putsch rück­gängig zu machen, die inhaf­tierte Regie­rungs­chefin Aung San Suu Kyi frei­zu­sprechen und den Wahlsieg ihrer Partei am 8. November anzuerkennen.“

Man stelle sich das­selbe einmal hier vor.

Nun sind die Open Society Fonds (OSF) dieser Welt tief beun­ruhigt: Die Behörden Myanmars „ver­suchen“, andere Mit­ar­beiter des OSF zu ver­hören. Eine Unver­schämtheit. Da bekommen die Leute Geld von dem unei­gen­nüt­zigen Men­schen­freund George Soros, um „unge­horsam“ sein zu können, zetteln Streiks an und setzen die Regierung unter Druck … und dann werden die, die das Geld unan­ge­meldet in Mil­lio­nenhöhe von der Bank geholt und an die Auf­rührer zivilen Unge­hor­samen ver­teilt haben auch noch verhört?

Die OSF-Leute tauschten immerhin 1,4 Mil­lionen Dollar in die lan­des­eigene Währung „Kyat“ um, ohne die staat­lichen Vor­schriften und Regeln zu befolgen, heißt es in der Meldung. Und es wird ihnen noch vor­ge­worfen, das Geld bar an die Auf­rührer zivilen Unge­hor­samen aus­ge­zahlt zu haben.

Sehr hübsch ist auch die Ein­lassung der Open Society Foun­dation zu dem Vorwurf, das Geld für illegale Zwecke ver­wendet zu haben, sei falsch. Die Wertung dieses Tuns scheint hier auf sehr unter­schied­liche Betrach­tungs­weisen zu stoßen. Die Mili­tär­re­gierung von Myanmar sieht wahr­scheinlich gemäß den Gesetzen des Landes in der Bezahlung und Ansta­chelung Auf­stän­di­scher eine Straftat, die etwa dem §125 Land­frie­dens­bruch in der deut­schen Gesetz­gebung ent­spricht, in diesem Falle könnte es auch der „auf­wie­gelnde Land­frie­dens­bruch“ sein. Das kann in Deutschland eine Gefäng­nis­strafe von bis zu drei Jahren bedeuten. Die OSF dagegen sieht sich in der Rolle als hel­den­hafte Freiheitskämpfer.

Bekann­ter­maßen bekommen wir im „Westen“, der überall seine eigenen Inter­essen ver­folgt, eine voll­kommen andere Dar­stellung der Vor­fälle. Wir erfahren immer eine volks­päd­ago­gisch „auf­be­reitete“ Version der Gescheh­nisse, indem man die Aktionen „Guten“ mög­lichst edel und die „Akti­visten“ als Opfer dar­stellt und die Reak­tionen des „bösen Regimes“ immer über­zeichnet und deren Gründe weit­gehend verschweigt.

So schreibt auch die Open Society Foun­dation selbst auf ihrer Web­seite im Brustton mora­li­scher Über­heb­lichkeit: „Die Open Society Foun­da­tions haben die Demo­kratie in Myanmar seit Jahr­zehnten vor­an­ge­bracht. Diese Arbeit begann in den 1990er Jahren, als die Stif­tungen Sti­pendien und Aus­bil­dungs­lehr­gänge für Stu­denten finan­ziell unter­stützten.“ Was im Klartext heißt, dass sich die OSF schon seit den 1990er Jahren sys­te­ma­tisch in die inneren Ange­le­gen­heiten Myanmars massiv ein­ge­mischt hat, wo es nur ging, gegen die Regierung arbeitete sowie an den Uni­ver­si­täten das Per­sonal für ihre Zivile Unge­hor­sam­keits­be­we­gungen trai­nierte. Und nun, nach dreißig Jahren Unter­wan­de­rungs­arbeit voll­kommen ent­setzt ist, dass die Mili­tär­re­gierung langsam die Faxen dicke hatte, als man nun auch noch in den Behörden die Beamten auf­wiegeln wollte und einen Auf­stand inszenierte.

Es ist immer inter­essant, die eng­lisch­spra­chigen, regie­rungs­nahen Internet-Nach­rich­ten­seiten eines Landes zu besuchen und deren Dar­stellung zu lesen. Die sind natürlich auch ein­ge­färbt, bieten aber ganz inter­es­sante Fakten. In Myanmar ist das „The Global New Light of Myanmar“.

Hier finden wir viel Inter­es­santes. Wie bei­spiels­weise den Bericht vom 16. März, dass der „Illegale Cashflow“ von George Soros und seinem Sohn Alex­ander an die Open Society Myanmar ein­ge­froren wurde. Das Arti­kelbild zeigt eine freund­schaft­liche Begegnung im Sep­tember 2016 von Herrn Soros mit der Poli­ti­kerin und Ex-Regie­rungs­chefin Daw Aung San Suu Kyi in New York. Eine innige Beziehung, so scheint es, denn der viel­be­schäf­tigte Herr Soros besuchte die Dame viermal in der Fol­gezeit in Myanmar. Sein Sohn Alex­ander kam sogar sieben Mal nach Myanmar. Er traf sich sechsmal mit Frau Daw Aung San Suu Kyi. (Hier ein Foto von einem Besuch George und Alex­ander Soros bei Daw Aung San Suu Kyi)

Da könnte natürlich die Mili­tär­re­gierung auf die Idee gekommen sein, dass Vater und Sohn Soros einen nicht zu unter­schät­zenden Ein­fluss auf die Regie­rungs­chefin eta­blieren konnten.

Während all dieser Besuche wurde die Open Society Myanmar gegründet, die im Oktober 2018 auch ein Konto dort bei der SMED-Bank eröffnete mit 100 US$ Gut­haben aus­stattete. Bereits im Dezember 2018 waren es schon fünf Mil­lionen US-Dollar, über die die OSF Myanmar ver­fügte. Dabei habe die OSF aber nicht die dafür vor­ge­schrie­benen Erlaub­nisse beim Foreign Exchange Management Department (FEMD) ein­geholt. Das Ganze war eine zins­freie Einlage und der dies­be­züg­liche Vertrag mit der Bank endet am 30. April 2021. Am 8. Februar 2021 hob die OS (Open Society) Myanmar davon 1,4 Mil­lionen US Dollar ab, eben­falls wieder ohne die Vor­schriften zu beachten. Der Artikel zählt sehr genau auf, was davon wofür ver­wendet wurde.

Dabei stieß man darauf, dass offenbar Bargeld aus dieser Summe an die „Zivile Unge­hor­sam­keits­be­wegung“ aus­ge­zahlt wurde. Die Web­seite zählt nun sehr pin­gelig auf, wer nun noch weiter ver­haftet und verhört werden soll und welchen Posten die­je­nigen bei der OS Myanmar bekleiden.

Überdies wird die SMED-Bank wegen Geld­wäsche belangt werden, da sie einfach eine Fünf-Mil­lionen US-Dollar Einlage akzep­tiert hatte, ohne die Erlaubnis der Zen­tralbank Myanmars ein­zu­holen und auch, ohne die Einlage an die Zen­tralbank oder den spä­teren Umtausch in die Lan­des­währung zu berichten, wie vorgeschrieben.

Wei­terhin, so „The Global New Light of Myanmar“, werde man die OS Myanmar dafür zur Rechen­schaft ziehen, dass sie die Regeln Myanmars für solche Orga­ni­sa­tionen gebrochen habe. Es sollte aber eigentlich auch in Myanmar bekannt sein, dass das Orga­ni­sieren und Finan­zieren von „Zivilem Unge­horsam“ gegen solche, dem „Westen“ läs­tigen Regie­rungen, einer der Haupt­zwecke der Open Society Foun­da­tions ist.

Am gest­rigen 6. April wurden weitere Akti­visten ver­haftet und ange­klagt. Darüber berichtet ein wei­terer Artikel auf „The Global New Light of Myanmar“. Die Beschul­digten sollen Regie­rungs­an­ge­stellte und Beamte dazu ange­stiftet haben, sich der „Zivilen Unge­hor­sam­keits­be­wegung“ (CDM) anzu­schließen, um die Regierung in ihren Geschäften zu behindern, um ihre Unter­stützung für diese Unge­hor­samen zu kom­mu­ni­zieren, Fal­sch­nach­richten und Infos zur Anzet­telung von Unruhen zu ver­breiten sowie in den sozialen Medien Unruhe und Bedro­hungen der öffent­lichen Sicherheit und Ordnung zu anzuzetteln.

Das Kom­plott ist jedoch gescheitert. Es ist nicht unwahr­scheinlich, dass das Geld auch zur Bestechung der Beamten gedacht gewesen sein könnte. Darüber wird im „The Global New Light of Myanmar“ sicher berichtet werden, wenn die Beschul­di­gungen im Verlauf der Pro­zesse belegt werden können.

All das hört sich doch schon ein bisschen anders an als das, was Reuters berichtet. Man sollte denken, dass man bei dieser global agie­renden Nach­rich­ten­agentur auch die lan­des­ei­genen Nach­rich­ten­seiten durch­liest, um nicht ganz so ein­seitig zu berichten.

Unter dem Beitrag sind die Ange­klagten mit Bild und Namen alle auf­ge­führt.

Ob die Vor­würfe so stimmen, kann man von hier aus natürlich nicht über­prüfen. Wir wissen aber, wie Herr George Soros arbeitet und dass er bereits aus Russland und Ungarn mit seinen Orga­ni­sa­tionen sehr harsch hin­aus­ge­worfen wurde.