Rolle der Sonne bzgl. Klima erneut bestätigt

Die wis­sen­schaft­liche Gemein­schaft war sich bisher nicht im Klaren darüber, welche Rolle die Son­nen­va­ria­bi­lität bei der Beein­flussung von Wetter- und Kli­ma­er­eig­nissen hier auf der Erde spielt. Diese Studie zeigt, dass es Gründe zu der Annahme gibt, dass dies absolut der Fall ist und warum der Zusam­menhang in der Ver­gan­genheit über­sehen worden sein könnte.

(von Dr. David White­house, GWPF Science Editor)

Ozea­ni­scher El Niño Index von NOAA. Rote und blaue Kästen mar­kieren die El Niño- und La Niña-Perioden im sich wie­der­ho­lenden Muster. Quelle: Climate Etc, Sep­tember 2019

Wenn Sie die meisten Kli­ma­wis­sen­schaftler fragen, werden sie Ihnen sagen, dass die solare Varia­bi­lität viel zu gering ist, um das Klima zu beein­flussen. Sie müssen ihre Meinung viel­leicht ändern, wenn sich eine neue For­schungs­linie bestätigt. Es scheint, dass die Son­nen­va­ria­bi­lität die Kli­ma­va­ria­bi­lität auf der Erde auf deka­di­schen Zeit­skalen beein­flussen kann (die deka­dische Kli­ma­va­ria­bi­lität, von der Michael Mann kürzlich „bewiesen“ hat, dass sie nicht exis­tiert). Das ist die Schluss­fol­gerung einer neuen Studie, die eine Kor­re­lation zwi­schen dem Ende von Son­nen­zyklen und einem Wechsel von El Nino- zu La Nina-Bedin­gungen im Pazi­fi­schen Ozean zeigt. Ein Ergebnis, das die Vor­her­sag­barkeit der größten El-Nino- und La-Nina-Ereig­nisse, die mehrere globale Kli­ma­aus­wir­kungen haben, deutlich ver­bessern könnte.

Die Energie der Sonne ist der Haupt­an­trieb für unser gesamtes Erd­system und macht das Leben auf der Erde über­haupt erst möglich“, sagt Scott McIntosh vom National Center for Atmo­s­pheric Research, ein Mit­autor der Studie.Die wis­sen­schaft­liche Gemein­schaft war sich bisher nicht im Klaren darüber, welche Rolle die Son­nen­va­ria­bi­lität bei der Beein­flussung von Wetter- und Kli­ma­er­eig­nissen hier auf der Erde spielt. Diese Studie zeigt, dass es Gründe zu der Annahme gibt, dass dies absolut der Fall ist und warum der Zusam­menhang in der Ver­gan­genheit über­sehen worden sein könnte“.

Der etwa 11-jährige Son­nen­zyklus – das Erscheinen (und Ver­schwinden) von Flecken auf der Sonne – ist seit Hun­derten von Jahren bekannt. In dieser neuen Studie ver­wenden die For­scher eine 22-jährige „Uhr“ für die Son­nen­ak­ti­vität, die aus dem magne­ti­schen Pola­ri­täts­zyklus der Sonne abge­leitet wurde und die sie für eine regel­mä­ßigere Alter­native zum 11-jäh­rigen Son­nen­zyklus halten. Die Ergeb­nisse dieser For­schung wurde letztes Jahr veröffentlicht.

Zufall ist unwahrscheinlich“

Bei der Anwendung auf Kli­ma­studien fanden die For­scher heraus, dass die fünf Zeit­punkte des Endes eines Son­nen­zyklus‘, die zwi­schen 1960 und 2010-11 auf­traten, alle mit einem Umschwung von einem El Nino (wenn die Mee­res­ober­flächen-Tem­pe­ra­turen höher als der Durch­schnitt sind) zu einem La Nina (wenn die Mee­res­ober­flächen-Tem­pe­ra­turen nied­riger als der Durch­schnitt sind) zusam­men­fielen. Das Ende des jüngsten Son­nen­zyklus – der jetzt statt­findet – fällt eben­falls mit dem Beginn eines La Nina-Ereig­nisses zusammen. Robert Leamon von der Uni­versity of Maryland-Bal­timore County sagte: „Fünf auf­ein­an­der­fol­gende Fälle, die mit einem Wechsel in der El-Nino-Oszil­lation zusam­men­fallen, sind wahr­scheinlich kein Zufall.“

Tat­sächlich besteht nur eine Chance von 1 zu 5.000 oder weniger (je nach sta­tis­ti­schem Test), dass alle fünf Ter­mi­nator-Ereig­nisse, die in der Studie berück­sichtigt wurden, zufällig mit dem Umschwung der Mee­res­tem­pe­ra­turen zusam­men­fallen. Jetzt, da ein sechstes Ter­mi­nator-Ereignis – und der ent­spre­chende Beginn eines neuen Son­nen­zyklus im Jahr 2020 – eben­falls mit einem La Nina-Ereignis zusam­men­fällt, ist die Chance eines zufäl­ligen Auf­tretens noch geringer.

Die Arbeit geht nicht darauf ein, welche phy­si­ka­lische Ver­bindung zwi­schen der Sonne und der Erde für die Kor­re­lation ver­ant­wortlich sein könnte, aber die Autoren merken an, dass es mehrere Mög­lich­keiten gibt, die weitere Unter­su­chungen recht­fer­tigen, ein­schließlich des Ein­flusses des Magnet­feldes der Sonne auf die Anzahl der kos­mi­schen Strahlen, die in das Son­nen­system ent­weichen und schließlich die Erde bom­bar­dieren. Eine robuste phy­si­ka­lische Ver­bindung zwi­schen den Schwan­kungen der kos­mi­schen Strahlung und dem Klima muss jedoch noch ermittelt werden.

„Wenn weitere For­schungen belegen können, dass es eine phy­si­ka­lische Ver­bindung gibt und dass Ver­än­de­rungen auf der Sonne tat­sächlich Schwan­kungen in den Ozeanen ver­ur­sachen, dann können wir viel­leicht unsere Fähigkeit ver­bessern, El-Nino- und La-Nina-Ereig­nisse vor­her­zu­sagen“, sagte McIntosh.

Link: https://www.thegwpf.com/the-suns-climate-role-confirmed/

Über­setzt von Chris Frey EIKE


Quelle: eike-klima-energie.eu