Die Biene wurde zum wich­tigsten Lebe­wesen auf dem Pla­neten erklärt (+Video)

In nur 100 Jahren gingen auf Grund von Mono­kul­turen über 75 Prozent der bio­lo­gi­schen Vielfalt ver­loren. Pflanzen, Insekten und Orga­nismen sind für die Nah­rungs­mit­tel­pro­duktion von ent­schei­dender Bedeutung, doch diese Arten­vielfalt geht ver­loren. Es wird sogar schon vor der Bedrohung der welt­weiten Nah­rungs­mit­tel­pro­duktion durch man­gelnde Arten­vielfalt in der Umwelt gewarnt. Wild­bienen sind einer breiten Öffent­lichkeit weit­gehend unbe­kannt. Sie bauen keine Waben und pro­du­zieren keinen Honig. Trotzdem sind sie für uns von unschätz­barem Wert. Tomaten, Äpfel, Zwetschgen, Mandeln – weltweit müssen viele Kul­tur­pflanzen auch von wild­le­benden Insekten bestäubt werden. Mit dem besorg­nis­er­re­genden Rückgang der Wild­bienen eng ver­bunden ist auch ein Schwund von insek­ten­blü­tigen Pflanzen in unserer heu­tigen Land­schaft. Mehr als die Hälfte aller Arten der Wild­bienen gelten in Deutschland bereits als bestands­ge­fährdet. Ihr Stich tut sehr weh, aber sollten sie ver­schwinden, würde dies noch viel mehr schmerzen.

Welt­weit sterben massen­weise Bienen. Für ihren Tod ist vor allem der Mensch verantwort­lich. Bienen auf der ganzen Welt sind laut neueren Studien bis zu 90% ver­schwunden. Die Gründe sind je nach Region unter­schiedlich, aber zu den Haupt­gründen gehören u. a. massive Abholzung, Mangel an sicheren Nist­plätzen, Mangel an Blumen, Einsatz unkon­trol­lierter Pes­tizide, Ver­än­de­rungen im Boden. Eine aktuelle Studie betätigt, dass Gly­phosat  Bienen schädigt. Die Land­wirt­schaft der Welt hängt zu 70% von  Bienen ab, um es deut­licher und direkter aus­zu­drücken, könnte man sagen, dass 70 von 100 Lebens­mitteln von Bienen favo­ri­siert werden. Wenn das Bie­nensterben nicht bald endet, könnte es ernst­hafte Folgen für die Nah­rungs­mit­tel­ver­sorgung weltweit haben. Müssen wir, wie schon in China üblich, das Bestäuben mit der Pin­zette über­nehmen, damit wir über­haupt noch Obst erhalten? Denn viele Pflanzen sterben ohne Bestäubung aus und die Lebens­mit­tel­ver­sorgung ist bedroht. Das ist auch der Grund, warum die Biene  zum wich­tigsten Lebe­wesen des Pla­neten erklärt wurde.

Bienen sind bereits dem Aus­ster­be­risiko ausgesetzt

Wis­sen­schaftler der Uni­versity of Texas haben den Zusam­menhang zwi­schen Bienen und Gly­phosat unter­sucht. Das  Ergebnis: Das Her­bizid Gly­phosat ist für Bienen gefährlich. Die Studie wurde in dem Wis­sen­schafts­ma­gazin „Pro­cee­dings of the National Academy of Sci­ences“ (PNAS) ver­öf­fent­licht. Zur Studie: Gly­phosate per­turbs the gut micro­biota of honey bees 

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Der weit ver­breitete Unkraut­ver­nichter kann also zum Tod von Honig­bienen und ein­hei­mi­schen Bienen auf der ganzen Welt bei­tragen. Die For­scher der Uni­ver­sität von Texas in Austin erklärten, dass Honig­bienen, die der Orga­no­phosphor-Ver­bindung, dem Wirk­stoff in Mon­s­antos Roundup, aus­ge­setzt sind, nütz­liche Bak­terien in ihrem Darm ver­lieren und so anfäl­liger für Infek­tionen und Tod durch schäd­liche Bak­terien sind.

Der Wirk­stoff schädigt die Darm­flora von Honigbienen

In der Studie der Uni­versity of Texas stellten die Wis­sen­schaftler fest, nachdem sie die Honig­bienen die gleiche Menge Gly­phosat mit einer Zucker­lösung füt­terten, die auf Feldern, Höfen und Stra­ßen­rändern bekannt sind, dass drei Tage später sich die Darm-Mikro­bioten signi­fikant redu­ziert hatten.

„Wir brauchen bessere Richt­linien für die Ver­wendung von Gly­phosat, ins­be­sondere im Hin­blick auf die Bie­nen­ex­po­sition, denn derzeit gehen die Richt­linien davon aus, dass Bienen durch das Her­bizid nicht geschädigt werden“, sagt For­schungs­ko­or­di­nator Erick Motta. „Unsere Studie zeigt, dass das nicht stimmt.“

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Die Gly­phosate Renewal Group will die Zulassung von Gly­phosat nach 2022

Die Gly­phosate Renewal Group (GRG) ist ein Zusam­men­schluss aus Unter­nehmen, die sich für eine erneute Zulassung des Wirk­stoffs Gly­phosat in der EU bis 2022 stark machen. Hierzu bereiten die Mit­glieder der Gly­phosate Renewal Group mit ver­einten Kräften einen gemein­samen Antrag mit wis­sen­schaft­lichen Studien und Infor­ma­tionen zur Sicherheit von Gly­phosat vor. Obwohl mitt­ler­weile bekannt ist, was Gly­phosat anrichtet, soll Gly­phosat wei­terhin zuge­lassen bleiben.

Bayer und Co. behaupten sogar, dass Gly­phosat und gly­pho­sat­ba­sierte Pro­dukte nicht giftig für Bienen sind. Doch auch eine aktuelle Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das berühmt-berüch­tigte Unkraut­ver­nich­tungs­mittel Gly­phosat auch Insekten bedroht: Es kann sym­bio­tische Bak­terien, die für die Bildung des Außen­ske­letts einiger Arten not­wendig sind, hemmen, geht aus Unter­su­chungen an Käfern hervor. Durch diese Schwä­chung könnte Gly­phosat somit auch eine Rolle beim Insek­ten­sterben spielen. Vor dem Hin­ter­grund geplanter Anwen­dungs­verbote gilt somit: Bei der Suche nach Alter­na­tiven zu Gly­phosat müssen mög­liche Wir­kungen auf Sym­bio­se­partner von Lebe­wesen berück­sich­tigte werden, geht aus der Studie hervor. Quelle: Max-Planck-Institut für che­mische Öko­logie, Fach­ar­tikel: Com­mu­ni­ca­tions Biology, doi: 10.1038/s42003-021–02057‑6

Die Gly­phosate Renewal Group (GRG) ist eine Sammlung von Unter­nehmen, die die Erneuerung der EU-Zulassung des Wirk­stoffs Gly­phosat im Jahr 2022 anstreben.

  • Die GRG änderte ihren Namen Ende 2019 von Gly­phosate Task Force 2, um Ver­wechs­lungen mit frü­heren Gly­phosat-Ein­rei­chungen zu ver­meiden. Die Gly­phosate Renewal Group (GRG) ist ein Zusam­men­schluss aus Unter­nehmen, die sich für eine erneute Zulassung des Wirk­stoffs Gly­phosat in der EU bis 2022 stark machen. Hierzu bereiten die Mit­glieder der Gly­phosate Renewal Group mit ver­einten Kräften einen gemein­samen Antrag mit wis­sen­schaft­lichen Studien und Infor­ma­tionen zur Sicherheit von Gly­phosat vor.
  • Die GRG begrüßt das Interesse anderer Unter­nehmen, die die Erneuerung von Gly­phosat unter­stützen, so die GRG.

Den größten nega­tiven Ein­fluss auf die Bestände von Bienen und Wild­bienen hat nach­weislich die intensive Landwirtschaft.

Die Super­märkte sind voll mit Lebens­mitteln, aber es handelt sich haupt­sächlich um Importe aus anderen Ländern, und es gibt nicht viele Sorten. Miss­bil­dungen, Krank­heiten und Vieh­sterben, das ist der tat­säch­liche Preis von Gly­phosat & GVO! Die Pro­bleme der modernen Land­wirt­schaft sind nicht von der Hand zu weisen.

Es pas­siert jetzt, hier und heute. Es gibt keine Aus­reden mehr. Es wird kri­tisch, sagen immer mehr Zustands­be­richte über die Bio­di­ver­sität in unserem Land und auf dem gesamten Pla­neten. Es gibt immer weniger brach­lie­gende Flächen, dafür Korn- und Wei­zen­felder, so weit das Auge reicht – und diese Mono­kul­turen werden massiv mit Pes­ti­ziden besprüht, die das gesamte Öko­system kontaminieren.

Fordern Sie jetzt einen Aus­stieg aus Pestiziden!
Unter­zeichnen Sie die Euro­päische Bür­ger­initiative “Bienen und Bauern retten”!

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Die Biene wurde zum wich­tigsten Lebe­wesen des Pla­neten erklärt

Das Ear­thwatch Institute kam in der letzten Debatte der Royal Geo­gra­phical Society of London zu dem Schluss, dass Bienen das wich­tigste Lebe­wesen auf dem Pla­neten sind, aber auch Wis­sen­schaftler teilten mit: Bienen sind bereits dem Aus­ster­be­risiko aus­ge­setzt.

Bienen auf der ganzen Welt sind laut neueren Studien bis zu 90% ver­schwunden. Die Gründe sind je nach Region unter­schiedlich, aber zu den Haupt­gründen gehören u. a. massive Abholzung, Mangel an sicheren Nist­plätzen, Mangel an Blumen, Einsatz unkon­trol­lierter Pes­tizide, Ver­än­de­rungen im Boden.

Warum wurden die Bienen zum wich­tigsten Lebe­wesen des Pla­neten erklärt?

Das Imkerei-Entre­pre­neurship Center der Uni­ver­sidad Mayor (Cea­pi­Mayor) und die Imkerei Cor­po­ration of Chile (Cach) haben mit Unter­stützung der Foun­dation for Agrarian Inno­vation (FIA) eine Studie durch­ge­führt, in der fest­ge­stellt wurde, dass Bienen die ein­zigen Lebe­wesen sind, die keine Krank­heiten jeg­licher Art über­tragen, egal, ob es sich um einen Pilz, ein Virus oder ein Bak­terium handelt.

Die Land­wirt­schaft der Welt hängt zu 70% von diesen Insekten ab, um es deut­licher und direkter aus­zu­drücken, könnte man sagen, dass 70 von 100 Lebens­mitteln von Bienen favo­ri­siert werden.

Auch die Bestäubung der Bienen ermög­licht es den Pflanzen, sich zu ver­mehren, von denen sich Mil­lionen von Tieren ernähren. Ohne sie würde die Fauna bald zu ver­schwinden beginnen.

Der von den Bienen pro­du­zierte Honig dient nicht nur als Nahrung, sondern bietet auch viele Vor­teile für unsere Gesundheit und unsere Haut.

„Nach einem Zitat von Albert Ein­stein hätten die Men­schen, wenn die Bienen ver­schwinden, noch vier Jahre zu leben“.

 

Gründe und Hypo­thesen zum vor­zei­tigen Ver­schwinden der Bienen?

Die Eid­ge­nös­sische Tech­nische Hoch­schule der Schweiz schlägt eine Theorie vor, die die Wellen, die dank der Mobil­te­le­fonie erzeugt werden, ver­ant­wortlich macht. Sie erklären, dass diese Wellen, die bei Anrufen aus­ge­sendet werden, in der Lage sind, Bienen die Ori­en­tierung zu nehmen, was dazu führt, dass […] ihr Leben in Gefahr gerät.

Der For­scher und Biologe Daniel Favre hat zusammen mit anderen For­schern 83 Expe­ri­mente durch­ge­führt, die zeigen, dass Bienen in Gegenwart dieser Wellen einen zehnmal höheren Lärm erzeugen als üblich, ein Ver­halten, das beob­achtet wurde, um es anderen Bienen mit­zu­teilen, dass sind in Gefahr sind und dass es wichtig ist, den Stock zu verlassen.

Der wich­tigste Grund für ihr Ver­schwinden ist zwei­fellos das ständige Spritzen von Nutz­pflanzen. Ein Bei­spiel dafür ist das, was in Kolumbien geschieht, denn in den letzten drei Jahren sind 34% der Bienen durch Acker­gifte gestorben.

Gibt es Lösungen für das Problem?

Es gibt in der Tat Lösungen. Das Problem ist, dass es sehr schwierig ist, sie umzu­setzen, denn es gibt sehr fest­ge­fahrene Prak­tiken in Pro­duktion und Landwirtschaft.

Jedoch werden drei Lösungen vor­ge­schlagen in der Hoffnung, dass sie in kurzer Zeit umge­setzt werden können:

  1. Den Einsatz gif­tiger Pes­tizide ver­bieten, nicht: reduzieren.
  2. Völlig natür­liche land­wirt­schaft­liche Alter­na­tiven fördern.
  3. Ständige For­schung und Über­wa­chung der Gesundheit, des Wohl­be­findens und der Erhaltung der Bienen.

Dies ist ein Bei­spiel für das Problem der Bienen und die Dring­lichkeit, Ver­än­de­rungen in unserem Res­sour­cen­ma­nagement her­bei­zu­führen, sagt Luciano Gri­sales, Ver­treter der Han­dels­kammer von Kolumbien.

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Quelle: netzfrauen.org