Gesundheit, Natur & Spiritualität

Die Biene wurde zum wichtigsten Lebewesen auf dem Planeten erklärt (+Video)

14. Juni 2021

In nur 100 Jahren gingen auf Grund von Monokulturen über 75 Prozent der biologischen Vielfalt verloren. Pflanzen, Insekten und Organismen sind für die Nahrungsmittelproduktion von entscheidender Bedeutung, doch diese Artenvielfalt geht verloren. Es wird sogar schon vor der Bedrohung der weltweiten Nahrungsmittelproduktion durch mangelnde Artenvielfalt in der Umwelt gewarnt. Wildbienen sind einer breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Sie bauen keine Waben und produzieren keinen Honig. Trotzdem sind sie für uns von unschätzbarem Wert. Tomaten, Äpfel, Zwetschgen, Mandeln – weltweit müssen viele Kulturpflanzen auch von wildlebenden Insekten bestäubt werden. Mit dem besorgniserregenden Rückgang der Wildbienen eng verbunden ist auch ein Schwund von insektenblütigen Pflanzen in unserer heutigen Landschaft. Mehr als die Hälfte aller Arten der Wildbienen gelten in Deutschland bereits als bestandsgefährdet. Ihr Stich tut sehr weh, aber sollten sie verschwinden, würde dies noch viel mehr schmerzen.

Welt­weit sterben massen­weise Bienen. Für ihren Tod ist vor allem der Mensch verantwort­lich. Bienen auf der ganzen Welt sind laut neueren Studien bis zu 90% verschwunden. Die Gründe sind je nach Region unterschiedlich, aber zu den Hauptgründen gehören u. a. massive Abholzung, Mangel an sicheren Nistplätzen, Mangel an Blumen, Einsatz unkontrollierter Pestizide, Veränderungen im Boden. Eine aktuelle Studie betätigt, dass Glyphosat  Bienen schädigt. Die Landwirtschaft der Welt hängt zu 70% von  Bienen ab, um es deutlicher und direkter auszudrücken, könnte man sagen, dass 70 von 100 Lebensmitteln von Bienen favorisiert werden. Wenn das Bienensterben nicht bald endet, könnte es ernsthafte Folgen für die Nahrungsmittelversorgung weltweit haben. Müssen wir, wie schon in China üblich, das Bestäuben mit der Pinzette übernehmen, damit wir überhaupt noch Obst erhalten? Denn viele Pflanzen sterben ohne Bestäubung aus und die Lebensmittelversorgung ist bedroht. Das ist auch der Grund, warum die Biene  zum wichtigsten Lebewesen des Planeten erklärt wurde.

Bienen sind bereits dem Aussterberisiko ausgesetzt

Wissenschaftler der University of Texas haben den Zusammenhang zwischen Bienen und Glyphosat untersucht. Das  Ergebnis: Das Herbizid Glyphosat ist für Bienen gefährlich. Die Studie wurde in dem Wissenschaftsmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS) veröffentlicht. Zur Studie: Glyphosate perturbs the gut microbiota of honey bees 

Der weit verbreitete Unkrautvernichter kann also zum Tod von Honigbienen und einheimischen Bienen auf der ganzen Welt beitragen. Die Forscher der Universität von Texas in Austin erklärten, dass Honigbienen, die der Organophosphor-Verbindung, dem Wirkstoff in Monsantos Roundup, ausgesetzt sind, nützliche Bakterien in ihrem Darm verlieren und so anfälliger für Infektionen und Tod durch schädliche Bakterien sind.

Der Wirkstoff schädigt die Darmflora von Honigbienen

In der Studie der University of Texas stellten die Wissenschaftler fest, nachdem sie die Honigbienen die gleiche Menge Glyphosat mit einer Zuckerlösung fütterten, die auf Feldern, Höfen und Straßenrändern bekannt sind, dass drei Tage später sich die Darm-Mikrobioten signifikant reduziert hatten.

„Wir brauchen bessere Richtlinien für die Verwendung von Glyphosat, insbesondere im Hinblick auf die Bienenexposition, denn derzeit gehen die Richtlinien davon aus, dass Bienen durch das Herbizid nicht geschädigt werden“, sagt Forschungskoordinator Erick Motta. „Unsere Studie zeigt, dass das nicht stimmt.“

Die Glyphosate Renewal Group will die Zulassung von Glyphosat nach 2022

Die Glyphosate Renewal Group (GRG) ist ein Zusammenschluss aus Unternehmen, die sich für eine erneute Zulassung des Wirkstoffs Glyphosat in der EU bis 2022 stark machen. Hierzu bereiten die Mitglieder der Glyphosate Renewal Group mit vereinten Kräften einen gemeinsamen Antrag mit wissenschaftlichen Studien und Informationen zur Sicherheit von Glyphosat vor. Obwohl mittlerweile bekannt ist, was Glyphosat anrichtet, soll Glyphosat weiterhin zugelassen bleiben.

Bayer und Co. behaupten sogar, dass Glyphosat und glyphosatbasierte Produkte nicht giftig für Bienen sind. Doch auch eine aktuelle Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das berühmt-berüchtigte Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat auch Insekten bedroht: Es kann symbiotische Bakterien, die für die Bildung des Außenskeletts einiger Arten notwendig sind, hemmen, geht aus Untersuchungen an Käfern hervor. Durch diese Schwächung könnte Glyphosat somit auch eine Rolle beim Insektensterben spielen. Vor dem Hintergrund geplanter Anwendungsverbote gilt somit: Bei der Suche nach Alternativen zu Glyphosat müssen mögliche Wirkungen auf Symbiosepartner von Lebewesen berücksichtigte werden, geht aus der Studie hervor. Quelle: Max-Planck-Institut für chemische Ökologie, Fachartikel: Communications Biology, doi: 10.1038/s42003-021-02057-6

Die Glyphosate Renewal Group (GRG) ist eine Sammlung von Unternehmen, die die Erneuerung der EU-Zulassung des Wirkstoffs Glyphosat im Jahr 2022 anstreben.

  • Die GRG änderte ihren Namen Ende 2019 von Glyphosate Task Force 2, um Verwechslungen mit früheren Glyphosat-Einreichungen zu vermeiden. Die Glyphosate Renewal Group (GRG) ist ein Zusammenschluss aus Unternehmen, die sich für eine erneute Zulassung des Wirkstoffs Glyphosat in der EU bis 2022 stark machen. Hierzu bereiten die Mitglieder der Glyphosate Renewal Group mit vereinten Kräften einen gemeinsamen Antrag mit wissenschaftlichen Studien und Informationen zur Sicherheit von Glyphosat vor.
  • Die GRG begrüßt das Interesse anderer Unternehmen, die die Erneuerung von Glyphosat unterstützen, so die GRG.

Den größten negativen Einfluss auf die Bestände von Bienen und Wildbienen hat nachweislich die intensive Landwirtschaft.

Die Supermärkte sind voll mit Lebensmitteln, aber es handelt sich hauptsächlich um Importe aus anderen Ländern, und es gibt nicht viele Sorten. Missbildungen, Krankheiten und Viehsterben, das ist der tatsächliche Preis von Glyphosat & GVO! Die Probleme der modernen Landwirtschaft sind nicht von der Hand zu weisen.

Es passiert jetzt, hier und heute. Es gibt keine Ausreden mehr. Es wird kritisch, sagen immer mehr Zustandsberichte über die Biodiversität in unserem Land und auf dem gesamten Planeten. Es gibt immer weniger brachliegende Flächen, dafür Korn- und Weizenfelder, so weit das Auge reicht – und diese Monokulturen werden massiv mit Pestiziden besprüht, die das gesamte Ökosystem kontaminieren.

Fordern Sie jetzt einen Ausstieg aus Pestiziden!
Unterzeichnen Sie die Europäische Bürgerinitiative “Bienen und Bauern retten”!

Die Biene wurde zum wichtigsten Lebewesen des Planeten erklärt

Das Earthwatch Institute kam in der letzten Debatte der Royal Geographical Society of London zu dem Schluss, dass Bienen das wichtigste Lebewesen auf dem Planeten sind, aber auch Wissenschaftler teilten mit: Bienen sind bereits dem Aussterberisiko ausgesetzt.

Bienen auf der ganzen Welt sind laut neueren Studien bis zu 90% verschwunden. Die Gründe sind je nach Region unterschiedlich, aber zu den Hauptgründen gehören u. a. massive Abholzung, Mangel an sicheren Nistplätzen, Mangel an Blumen, Einsatz unkontrollierter Pestizide, Veränderungen im Boden.

Warum wurden die Bienen zum wichtigsten Lebewesen des Planeten erklärt?

Das Imkerei-Entrepreneurship Center der Universidad Mayor (CeapiMayor) und die Imkerei Corporation of Chile (Cach) haben mit Unterstützung der Foundation for Agrarian Innovation (FIA) eine Studie durchgeführt, in der festgestellt wurde, dass Bienen die einzigen Lebewesen sind, die keine Krankheiten jeglicher Art übertragen, egal, ob es sich um einen Pilz, ein Virus oder ein Bakterium handelt.

Die Landwirtschaft der Welt hängt zu 70% von diesen Insekten ab, um es deutlicher und direkter auszudrücken, könnte man sagen, dass 70 von 100 Lebensmitteln von Bienen favorisiert werden.

Auch die Bestäubung der Bienen ermöglicht es den Pflanzen, sich zu vermehren, von denen sich Millionen von Tieren ernähren. Ohne sie würde die Fauna bald zu verschwinden beginnen.

Der von den Bienen produzierte Honig dient nicht nur als Nahrung, sondern bietet auch viele Vorteile für unsere Gesundheit und unsere Haut.

„Nach einem Zitat von Albert Einstein hätten die Menschen, wenn die Bienen verschwinden, noch vier Jahre zu leben“.

 

Gründe und Hypothesen zum vorzeitigen Verschwinden der Bienen?

Die Eidgenössische Technische Hochschule der Schweiz schlägt eine Theorie vor, die die Wellen, die dank der Mobiltelefonie erzeugt werden, verantwortlich macht. Sie erklären, dass diese Wellen, die bei Anrufen ausgesendet werden, in der Lage sind, Bienen die Orientierung zu nehmen, was dazu führt, dass […] ihr Leben in Gefahr gerät.

Der Forscher und Biologe Daniel Favre hat zusammen mit anderen Forschern 83 Experimente durchgeführt, die zeigen, dass Bienen in Gegenwart dieser Wellen einen zehnmal höheren Lärm erzeugen als üblich, ein Verhalten, das beobachtet wurde, um es anderen Bienen mitzuteilen, dass sind in Gefahr sind und dass es wichtig ist, den Stock zu verlassen.

Der wichtigste Grund für ihr Verschwinden ist zweifellos das ständige Spritzen von Nutzpflanzen. Ein Beispiel dafür ist das, was in Kolumbien geschieht, denn in den letzten drei Jahren sind 34% der Bienen durch Ackergifte gestorben.

Gibt es Lösungen für das Problem?

Es gibt in der Tat Lösungen. Das Problem ist, dass es sehr schwierig ist, sie umzusetzen, denn es gibt sehr festgefahrene Praktiken in Produktion und Landwirtschaft.

Jedoch werden drei Lösungen vorgeschlagen in der Hoffnung, dass sie in kurzer Zeit umgesetzt werden können:

  1. Den Einsatz giftiger Pestizide verbieten, nicht: reduzieren.
  2. Völlig natürliche landwirtschaftliche Alternativen fördern.
  3. Ständige Forschung und Überwachung der Gesundheit, des Wohlbefindens und der Erhaltung der Bienen.

Dies ist ein Beispiel für das Problem der Bienen und die Dringlichkeit, Veränderungen in unserem Ressourcenmanagement herbeizuführen, sagt Luciano Grisales, Vertreter der Handelskammer von Kolumbien.


Quelle: netzfrauen.org