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Gesundheit, Natur & Spiritualität

Die schmutzigen Machenschaften der Konzerne – Zerstörung von Regenwald, Wasserverschmutzung, Landraub, Kinderarbeit (+Videos)

16. Juli 2021

Wenn es um ethisches Verhalten geht, warten Sie nicht auf die Regierung! Die Regierungen sind unerträglich langsam bei der Änderung der Gesetzgebung und werden stark von mächtigen Lobbygruppen beeinflusst. Wissen Sie zum Beispiel, woher die Zutaten für Ihre Kosmetik kommen? In fast allen Make-up Produkten sind unethisch gewonnene Inhaltsstoffe. So arbeiten in den Glimmerminen in Indien, Kinder für Ihr Make-Up. Viele Verbraucher wissen nicht, woher die Komponenten oder Zutaten für viele Produkte stammen. Zum Beispiel wird das Produkt Schokolade ebenfalls durch Kinderarbeit ermöglicht. Oder die Kleidung, die Sie gerade gekauft haben, wurde in unsicheren, baufälligen Fabriken nicht nur mit modernen Sklaven hergestellt, sondern auch mit Kinderarbeit.

Wenn diese Grausamkeiten in der Lieferkette ans Licht kommen würden, gäbe es sicherlich öffentlichen Protest. Daher verhindern die Konzerne, dass die Grausamkeiten in deren Lieferkette bekannt werden.  Am Anfang steht der Rohstoff – Die Schweiz ist mittlerweile Europas wichtigste Drehscheibe im Rohstoffhandel. Mehr als 500 Handelshäuser sind hier dank niedriger Steuern und schwacher staatlicher Kontrolle tätig. Während die Rohstoffhändler Milliarden verdienen, bleiben die Menschen der Förderländer arm und haben mit Korruption, Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden zu kämpfen. ADM, Cargill, Nestlé und aber auch deutsche Unternehmen wird vorgeworfen, Tausende Hektar Naturwald für Palmölanbau in Guatemala zerstört zu haben. Cargill, Mars und Nestlé müssen sich sogar in den USA wegen Kindersklaverei vor Gericht verantworten. Es ist ein undurchsichtiges System, die Konzerne verfügen sogar über ihre eigenen NGOs, die angeblich die Welt retten wollen. Es ist die Hölle, denn für europäische Konzerne arbeiten mehr als 10.000 Kinder, von denen die jüngsten erst knapp 5 Jahre alt sind,  in Madagaskar in Glimmerminen. Im Kongo   arbeiten Kinder in Minen oder werden in  einem blutigen Krieg als Kindersoldaten missbraucht, damit Europa die Rohstoffe für Smartphones und Elektroautos bekommt. Der neue Report zu Kinderarbeit von ILO und Unicef zeigt, dass erstmals seit 20 Jahren die Zahl ausgebeuteter Kinder wächst. Weltweit ist die Zahl der Kinderarbeiter*innen auf 160 Millionen gestiegen – das ist eine Zunahme um 8,4 Millionen Kinder in den letzten vier Jahren. Würde auf den Produkten, wie bei Zigaretten üblich, ein arbeitendes Kind abgebildet sein, würden Sie das Produkt dann noch kaufen?

Die grausame Wahrheit hinter den Produkten, die Sie kaufen

Etwa 90 Prozent der in Deutschland verkauften Mode stammen zum größten Teil aus China, Bangladesch, der Türkei oder aus Myanmar. Eigentlich, denn was viele Verbraucher nicht wissen, ist, dass China in anderen Ländern nähen lässt, und zwar von „modernen Sklaven“. Genau zu dem Zeitpunkt, als Entwicklungsminister Gerd Müller den „Grünen Knopf“ vorstellte, wurde in Thailand aufgedeckt, dass dort Flüchtlinge aus Myanmar nähen. Fairer Lohn? Fehlanzeige!

Dass nicht nur in Thailand Flüchtlinge für billige Mode nähen, haben bereits Recherchen aus der Türkei gezeigt, denn in türkischen Ausbeuterbetrieben nähen syrische Kinder, um zu überleben. In Äthiopien nähen „moderne Sklaven“ in chinesischen Fabriken „Made in China“ und in Thailand Flüchtlinge aus Myanmar für große Konzerne. Und vielleicht sind es „moderne Sklaven“, die dann das Label „Grüner Knopf“ in ein Kleidungsstück nähen. Bekleidungsfirmen sind Nomaden, sie gehen dorthin, wo es für sie am billigsten ist. Steigen Löhne und Nebenkosten in Ländern zu stark, zieht die Karawane weiter.

The MAP Foundation, a non-profit, says many garment factory worke

Während die Welt eher nach Bangladesch schaut, seit bei einem Einsturz der Fabrik Rana Plaza über 1130 Menschen ihr Leben verloren und mehr als 2000 teilweise schwerst verletzt wurden, ist die sogenannte Karawane schon längst weiter gezogen. Siehe Wird Äthiopien das „neue Myanmar“ der Bekleidungsindustrie?- Is Ethiopia becoming the “new Myanmar” of the garment industry?

Das dunkle Geheimnis hinter Ihren Lieblings-Make-up-Produkten

Wissen Sie woher die Zutaten für Ihre Kosmetik kommen? In fast allen Make-up Produkten sind unethisch gewonnene Inhaltsstoffe. So arbeiten in den Glimmerminen in Indien Kinder für Ihr Make-Up.

Die Make-up-Branche ist riesig und wächst weiter. Prominente zeigen die neuen Make-up-Trends. Die Kosmetikriesen nutzen die  Social-Media-Plattformen, wo bereits Kinder Produkte empfehlen. Und damit Make-up-Produkte Ihnen Glanz und Schimmer verleihen, entdeckten die  Unternehmen Glimmer für sich, ein Naturprodukt, das Make-up-Produkten die schimmernde Qualität verleiht.  Aber was ist Glimmer? In diesem Dokumentarfilm reist Lexi Lebsack zu den Glimmerminen in Indien, um die Wahrheit über Kinderarbeitsringe hinter diesem Mineral aufzudecken.

Cargill, Mars, Nestlé und Hershey müssen sich in den USA wegen Kindersklaverei vor Gericht verantworten

A sign warns against child labour in cocoa production in Ghana. Photograph: jbdodane/Alamy

Das letzte Stück Schokolade, das Sie gegessen haben, hat wahrscheinlich seinen Ursprung in Westafrika, wo zwei Drittel der Kakaobohnen produziert werden. Seitdem bekannt wurde, dass Versklavung von Kindern zum Alltag auf den Kakaoplantagen an der Elfenbeinküste gehört, kämpfen die großen Schokoladenhersteller, u. a. auch Nestlé, um das Vertrauen der Verbraucher. Obwohl die großen Schokoladenhersteller wie Nestlé und Mars bereits 2001 ein Abkommen zur Beendigung von Kinderarbeit unterzeichnet haben und obwohl 2010 die Konzerne wie Mars, Hershey, Nestle und Cargill sich darauf einigten, die schlimmsten Formen der Kinderarbeit in Ghana und den Kakaosektoren der Elfenbeinküste bis 2020 um 70 Prozent zu reduzieren, ist die Zahl der Kinder, die auf den Plantagen ausgebeutet werden, sogar noch gestiegen. In Westafrika arbeiten schätzungsweise 2,1 Millionen Kinder auf Kakaoplantagen und laut einer aktuellen Studie steigt die Kinderarbeit auf den Kakaofarmen an. Es ist das erste Mal, dass eine Sammelklage dieser Art gegen die Kakaoindustrie vor einem US-Gericht eingereicht wurde. In den Gerichtsdokumenten wird unter anderem unter Berufung auf Untersuchungen des US-Außenministeriums, der Internationalen Arbeitsorganisation und der Unicef behauptet, dass sich die Erfahrungen der Klägerinnen mit Kindersklaverei mit denen von Tausenden anderen Minderjährigen decken. Die Kinder wurden aus anderen armen Länder rekrutiert, arbeiteten, ohne jemals bezahlt zu werden und dabei oft mit Pestizide und Herbizide ohne Schutzkleidung. Siehe: Cargill, Mars, Nestlé und Hershey müssen sich in den USA wegen Kindersklaverei vor Gericht verantworten- Cargill, Mars, Nestlé and Hershey to face child slavery lawsuit in US

Zocken auf Kosten der Ärmsten, Kinderarbeit incl. – die schmutzigen Machenschaften der Konzerne

Weltweit ist die Zahl der Kinderarbeiter*innen auf 160 Millionen gestiegen – das ist eine Zunahme um 8,4 Millionen Kinder in den letzten vier Jahren.

Die neuen Schätzungen sind ein Weckruf. Wir können nicht tatenlos zusehen, wie eine neue Generation von Kindern in Gefahr gerät. Guy Ryder, ILO-Generalsekretär

Am Anfang steht der Rohstoff

Die Schweiz ist mittlerweile Europas wichtigste Drehscheibe im Rohstoffhandel. Mehr als 500 Handelshäuser sind hier dank niedriger Steuern und schwacher staatlicher Kontrolle tätig. Während die Rohstoffhändler Milliarden verdienen, bleiben die Menschen der Förderländer arm und haben mit Korruption, Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden zu kämpfen.

 Kinderarbeit auf Kakakoplantagen in Burkina Faso, verschmutzte Flüsse im Kongo oder vergiftete Bäuerinnen und Bauern auf Baumwollfeldern in Indien

Zahlreiche Schweizer Unternehmen sind direkt oder über Tochterfirmen im Ausland tätig. Schon lange stehen die Konzerne in der Schweiz von Menschenrechts- und Umweltorganisationen im Visier. Sechs der zehn umsatzstärksten Schweizer Unternehmen sind Rohstoffkonzerne mit reichlich Skandalen auf Kosten der Ärmsten dieser Welt. So brachte eine dreijährige Recherchen von Public Eye  ein bis dann nur Insidern bekanntes globales Geschäftsmodell ans Licht.

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Die Rohstoffhandelsfirmen nutzten die laschen afrikanischen Standards systematisch aus. So wurden aus Togo knapp sieben Tonnen Gold in die Schweiz eingeführt, und das, obwohl Togo kaum Gold produziert. Die Edelmetalle wurden im Nachbarland Burkina Faso abgebaut. Nicht nur, dass die Menschen dort in 12-Stunden-Schichten existenziellen Sicherheits- und Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind, etwa 30 bis 50 Prozent dieses Goldes wurde von Kindern gefördert.

Durch den Schmuggel entgingen Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt, zudem wichtige Einnahmen. Die Tessiner Firma Valcambi, wo das Gold aus Kinderhänden raffiniert wurde, wäre eigentlich durch einen Branchenstandard und ihren eigenen „Code of Conduct“ freiwillig zur Überprüfung ihrer Lieferkette verpflichtet gewesen.

Auch der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé steht immer wieder wegen zahlreichen Menschenrechts- und Umweltverstößen in der Kritik, doch Konzernverantwortung sucht man vergebens, wie aktuelle Recherchen zeigen. Auch die vier größten Rohstoffhändler der Welt mit zusammen mehr als 100 Milliarden Dollar im Jahr erwirtschaften ihre Umsätze auf Kosten der Ärmsten.

Konzerne sollen endlich gezwungen werden, ihre Lieferketten besser zu kontrollieren und Verantwortung übernehmen. Immer mehr Verbraucher fordern von Konzernen mehr Transparenz in ihren Lieferketten und eine Haftung bei Menschenrechts- und Umweltverletzungen. 

Wenn wir in unserem echten Leben „Monopoly“ spielen, dann bedeutet das für die Verlierer den sicheren Tod!

Wer ist Eigentümer der Lebensgrundlagen der Menschen? – Das ist die wichtigste Frage des Lebens; Denn wer die Lebensgrundlagen der Menschen besitzt, kontrolliert deren gesamtes Leben, entscheidet über Krieg und Frieden, über Leben und Tod.

Wie in den Vorstandsetagen gearbeitet wird, zeigt das folgende Beispiel:

Wenn Sie irgendwann mal 10 Milliarden Euro benötigen und die Bank gibt es ihnen nicht, müssen Sie wissen, wen Sie anrufen können. So machen es auch die Konzerne untereinander, denn man kennt sich.

Als Igor Setschin, der Vorsitzende der Rosneft, entschied, TNK-BP zu kaufen, war der weltweit größte börsennotierte Ölproduzent mit einem Problem konfrontiert – die Banken waren nicht in der Lage, ihm die vollen $ 55 Mrd. zur Verfügung zu stellen. Herr Setschin suchte eine andere Lösung und fand sie auch – er rief zwei der weltweit größten Titanen an: Ian Taylor und Ivan Glasenberg, die Vorstände von Vitol und Glencore. Die Vorstände von Vitol und Glencore überlegten nicht lange und boten ihm ein $ 10 Mrd.-Darlehen an, das künftige Rohöllieferungen vom staatlichen russischen Unternehmen Rosneft garantiert. Dieser Deal ging als Größter seiner Art in die Geschichte der Ölbranche ein – Nutznießer sind Vitol und Glencore – wie gesagt, man kennt sich.

Konzernverantwortung – Glencore: „Sie lassen uns hier langsam sterben“

Glencore Antapaccay bei dem Versuch, Menschen von ihrem Land aus ihrem Land zu vertreiben

Die Glencore plc ist die weltweit größte im Rohstoffhandel tätige Unternehmensgruppe. Ihr operativer Hauptsitz befindet sich in Baar in der Schweiz.

Laut den Kleinbauern in Espinar, Peru, macht der Zuger Rohstoffmulti ­Glencore sie krank. Wie im Work vom 20.11.2020) berichet wird,  baut die Bergbaugesellschaft Antapaccay für den Schweizer Rohstoffmulti Glencore in der Region Kupfer ab. Dabei werden 17 verschiedene Schwermetalle freigesetzt, die Gewässer und Böden verschmutzen und bei den Menschen zu Organschäden, Lungen- und Prostatakrebs, Osteoporose und Bluthochdruck führen. Glencore weigert sich, die in einem Rahmenabkommen festgelegten Unterstützungsgelder auszuzahlen. Deshalb haben die Bewohnerinnen und Bewohner von Espinar am 15. Juli 2020 einen unbefristeten Protest ausgerufen. Sie blockierten strategische Hauptverkehrsachsen und veranstalteten friedliche Protestmärsche. Die staatlichen Sicherheitskräfte gingen jedoch mit Gewalt gegen die Demonstrierenden vor und schossen in die Menge. Nur durch Glück wurde diesmal – anders als bei früheren Protesten – niemand getötet. Auch der Journalist Vidal Merma (37), der die Lage in Espinar seit 2005 dokumentiert, geriet in Lebensgefahr.

«Die Polizei hat auf mich geschossen, weil ich gefilmt und fotografiert habe, doch zum Glück hat mich die Kugel nicht getroffen. In Peru gibt es keine Pressefreiheit. Die Wahrheit zu berichten ist zu einem Delikt geworden.»

Cargill ist das schlimmste Unternehmen der Welt!

Cargill ist das größte von nur sehr wenigen Agrarunternehmen, die einen Großteil des globalen Agrarhandels dominieren. Cargill kontrolliert weite Teile des Handels mit zum Beispiel Sojafuttermitteln, Palmöl, Rindfleisch und Kakao. Alles Agrarprodukte, die mit großflächigen Endwaldungen, Menschenrechtsverletzungen, Kinderarbeit und Vertreibungen einhergehen. Cargill hat keine eigene Marke, die den Verbraucher*innen bekannt wäre, sondern ist immer nur der Zulieferer. Zum Beispiel beliefert Cargill den Futtermittel- und Hähnchenfleischproduzenten, die dann wiederum bekannte Supermärkte und Fast-Food-Restaurants beliefert.

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Kaum jemand kennt Cargill. Dabei mischt das Unternehmen überall mit: Ob Cornflakes, Katzenfutter, Schokolade oder Weizenmehl – der US-Konzern kauft und verkauft weltweit Agrarrohstoffe. Doch Cargill wird vorgeworfen, die lokale Landwirtschaftsproduktion zu zerstören.

Cargill wurde 1865 gegründet, hat ca. 131.000 Mitarbeiter und ist in 67 Ländern mit einem Jahresumsatz von ca 115 Milliarden Dollar viermal so groß wie Coca-Cola. Mehr Informationen: Unglaublich! Patent auf Stevia! Coca Cola, Cargill oder Pepsi hoffen auf ein Milliardengeschäft, die EU mischt mit – das Volk der Guaraní geht leer aus!

Für Mighty Earth ist Cargill «das schlimmste Unternehmen der Welt». Dessen Spur führt – wie bei so vielen globalen  Konzernen – auch in die Schweiz.  Die Tochterfirma Cargill International SA hat ihren Sitz in Genf.  Auf der Firmen-Website heißt es: «Die Schweiz ist ein wichtiger Standort für Cargill weltweit durch den Handel mit Getreide und Ölsaaten in Genf; hier ist auch unser globaler Hauptsitz für den Frachthandel und den Schiffsbetrieb.»

Die wichtigsten Ergebnisse laut Mighty Earth.

  • Cargill ist bereit, an empfindlichen Ökosystemen in Brasilien noch mehr verheerenden Schaden anzurichten und macht sich dabei die Zurücknahme von grundlegenden Umweltschutzregelungen durch Präsident Bolsonaro zunutze. 2014 versprach Cargill, bis 2020 die Entwaldung für alle Rohstoffe in seiner Lieferkette zu beenden. Ein Jahr vor diesem Termin schafft Cargill weiterhin Anreize für die Entwaldung und bleibt damit einer der schlimmsten Akteure auf der Weltbühne. Nun steht das Unternehmen kurz davor, den Beginn einer von Bolsonaro eingeläuteten Ära der Anarchie in den Wäldern Brasiliens auszunutzen.
  • Im November 2017 wurde Cargill von der Commodity Futures Trading Commission mit einer Geldstrafe in Höhe von 10 Millionen US-Dollar belegt, nachdem es jahrelang falsche Angaben zu den eigenen Handelswerten gemacht hatte – und zwar um bis zu 90 Prozent –, mit der Absicht, sowohl die Regierung als auch seine Handelspartner zu betrügen. Im Oktober 2018 wurde der für diese Vergehen verantwortliche Direktor bei Cargill, David Dines, zum Chief Financial Officer befördert.
  • Mit Cargill verbundene Sojaplantagen in Brasilien nehmen Land ein, das indigenen Völkern gehört, die von den Wäldern abhängig sind. Sie werden von ihrem traditionellen Land vertrieben und erfahren einen starken Anstieg an Krebserkrankungen, Geburtsfehlern, Fehlgeburten und anderen Krankheiten, die mit im Sojaanbau eingesetzten, häufig von Flugzeugen direkt über ihren Köpfen versprühten Pestiziden und Herbiziden in Verbindung gebracht werden.
  • In der US-Lebensmittelindustrie ist Cargill mit mehr als einem Dutzend Umweltschadstoffen, einschließlich Formaldehyd, Blei, Asbest, Blausäure und Quecksilber, in den Top Ten der Umweltverschmutzer.

Nestlé und die Konzerninitiative

Dass Nestlé nicht gerade begeistert sein wird, sollte die Konzerninitiative erfolgreich sein, zeigte der Konzern bereits in Australien, denn dort kämpfte Nestlé gegen das Sklaverei-Gesetz. Wenn es um Unternehmen geht, die ohne Rücksicht auf die menschliche Gesundheit und Sicherheit arbeiten, scheint das Nestle-Unternehmen wirklich in einer eigenen Liga zu spielen, denn eigentlich hätte Nestlé den neuen australischen Gesetzesvorschlag gegen moderne Sklaverei tatkräftig unterstützen müssen. War es doch der Konzern selbst, der mehr Transparenz in seiner Lieferkette haben wollte. Man stelle sich vor, da möchte ein Kontinent endlich ein Gesetz gegen moderne Sklaverei verabschieden und ausgerechnet Nestlé hat etwas dagegen. Nestlè wurde bereits mehrfach wegen Beihilfe zur Sklaverei angezeigt und nicht nur wegen der „bitteren Schokolade„, sondern auch wegen der Unterstützung der Sklaverei in Thailand. Siehe Nestlé, das Wasser abgräbt – kämpft gegen Sklaverei-Gesetz und wird in den USA erneut verklagt! – Child Labour and Modern Slavery, the truth about Nestle

Zur Erinnerung: Nestlé wurde vorgeworfen, in Teilen Asiens und in Teilen Afrikas Kindersklaven beschäftigt zu haben. Es hat versucht, überall, von Brasilien bis nach Flint, Michigan, Wasser zu stehlen. Leider ist die Geschichte von Nestlé scheinbar immer noch nicht bei allen Menschen angekommen. Ein Teil davon ist wahrscheinlich auf die Tatsache zurückzuführen, dass das von Nestlé kontrollierte Unternehmen einen großen Teil unseres Essens produziert, was es zu einem großen Werbetreibenden in den Medien macht.

Zurzeit steht Nestlé wieder einmal in der Kritik wegen Palmöl und es will den Handel mit Palmöl, aber auch im Bereich „bittere Schokolade“ steigt die Kinderarbeit in Ghana und auf Kakaofarmen der Elfenbeinküste. Siehe Immer noch bittere Schokolade! Kinderarbeit in Ghana und auf Kakaofarmen der Elfenbeinküste steigt – Bitter chocolate! Child labour rising in Ghana and Ivory Coast’s cocoa farms: Study

DIE GEHEIMEN DEALS DER ROHSTOFFHÄNDLER

„Die geheimen Deals der Rohstoffhändler“ ist der erste Dokumentarfilm, der die Funktionsweise des internationalen Rohstoffmarkts mit Folgen auf wirtschaftlicher, politischer und welternährungstechnischer Ebene aufdeckt. Er zeigt den Arbeitsalltag der Händler, die die Rohstoffe vor Ort prüfen, erstehen und weiterverkaufen, und durchleuchtet das Business der Trader, die mit Termingeschäften auf die Preisentwicklung der kostbaren Güter spekulieren.

Von afrikanischen Baumwollplantagen bis zu brasilianischen Sojafeldern, von Importfirmen in Hongkong über die Handelshäfen von Porto de Santos und Le Havre bis zur Börse von Chicago – in aufwändigen Recherchen auf vier Kontinenten und auf hoher See enthüllt der Film die geheimen Gesetze des internationalen Rohstoffgeschäfts.

Billige Rohstoffe = mehr Umsatz für die Giganten. Doch wollen wir Konsumenten diese Bedingungen akzeptieren? Und was macht die Industrie? Weiß sie, woher ihre Rohstoffe kommen? Hat sie überhaupt ein Interesse an „sauberen“ Rohstoffen?

Fakt ist: Ob Waschmaschine, Handys, Autos und Computer, Kleidung, Kosmetikprodukte oder Nahrungsmitteln – für Profit nutzen die Konzerne Sklaven- und Kinderarbeit  – Die Nutznießer dieser Ausbeutung sind wir Verbraucher. Ein hoher blutiger Preis!

Informieren Sie sich, woher die Produkte kommen. Schreiben Sie eine Mail an die Hersteller und Discounter und verlangen Sie eine Veränderung. Bestehen Sie auf gesetzgeberische Maßnahmen für eine klare Kennzeichnung.

Die Regierungen sind unerträglich langsam bei der Änderung der Gesetzgebung und werden leider auch stark von mächtigen Lobbygruppen beeinflusst. Als Verbraucher müssen wir Verantwortung für unseren Einfluss auf einen Planeten übernehmen, der es wert ist, zu kämpfen!

Netzfrau Doro Schreier


Quelle: netzfrauen.org