Wachs­tumsrate der Welt­be­völ­kerung erstmals seit 1950 auf unter ein Prozent pro Jahr gesunken

Im Jahr 2020, dem ersten Jahr der welt­weiten Corona-Krise, sei „die Wachs­tumsrate der Welt­be­völ­kerung erstmals seit 1950 auf unter ein Prozent pro Jahr gesunken“, so die Ver­einten Nationen zufrieden anlässlich des Welt­be­völ­ke­rungs­tages mit.

Der Direktor der UN-Bevöl­ke­rungs­ab­teilung, John Wilmoth, zeigt sich zufrieden. Der globale Trend des Welt­be­völ­ke­rungs­rück­gangs sei eine enorme Chance besonders für die Ent­wick­lungs­länder, Armut und Hunger könnten dadurch gemildert, die Bildung ver­bessert werden:

Human­ka­pital

„Wenn die durch­schnitt­liche Fami­li­en­größe sinkt, wird es sowohl Familien als auch Gesell­schaften möglich, mehr in jedes Kind zu inves­tieren, die Qua­lität der Bildung zu ver­bessern und das Human­ka­pital der Bevöl­kerung zu ent­wi­ckeln“, so Wilmoth gegenüber der Nach­rich­ten­agentur dpa.

Dennoch sehen sich die Ver­einten Nation noch nicht am Ziel ange­langt: Man befürchte, dass die Marke von acht Mil­li­arden Men­schen auf der gesamten Welt noch in diesem Jahr über­schritten werde.

Und in Europa?

Dif­fe­ren­zierter als die Ver­einten Nationen sieht dies Ent­wicklung Papst Fran­ziskus. Vor einem guten Monat zeigte er sich besorgt über die sin­kenden Gebur­ten­raten in Europa. Diese seien ein „echter sozialer Notfall“: „Die Schönheit einer kin­der­reichen Familie droht zur Utopie zu werden, zu einem schwer zu ver­wirk­li­chenden Traum“, so Franziskus.

Er for­derte daher „dass auf allen Ebenen – insti­tu­tionell, medial, kul­turell, wirt­schaftlich und sozial – kon­krete Maß­nahmen zur Wie­der­be­lebung der Gebur­tenrate und der Familie gefördert, ver­bessert und umge­setzt werden“.

Einen ganz anderen Blick auf die Ent­wicklung werfen die Kli­maf­a­na­tiker: Die reichsten 10 Prozent der Welt­be­völ­kerung seien für mehr als die Hälfte der welt­weiten CO2-Emis­sionen ver­ant­wortlich. Das reichste 1 Prozent habe zwi­schen 1990 und 2015 mehr als doppelt so viel CO₂ aus­ge­stoßen wie die ärmere Hälfte der Welt­be­völ­kerung, – so Oxfam, ein inter­na­tio­naler Dach­verband ver­schie­dener Hilfs- und Entwicklungsorganisationen.

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