Die Umer­ziehung, die aus Amerika kam — Jan van Helsing zu Dr. Erwin Rigo und dessen Buch „Umer­ziehung zum neuen Menschen“

Im letzten News­letter hatte ich das Thema „Zombies“ auf­ge­griffen, wobei ich jedoch nicht die „Untoten“ meinte, sondern einen bestimmten Teil an Men­schen um uns herum, dessen Ver­halten dem von Zombies ver­blüffend ähnelt: Ignoranz, Inter­es­sen­lo­sigkeit, Beläm­mertsein, leerer Blick, bleich wie der Tod usw. Zu diesen „Zombies“ gehört auch ein Teil der Jugend­lichen, die zu blöde sind, das Zif­fern­blatt einer Uhr abzu­lesen, ihre Schuhe nicht mehr selbst binden können und darüber hinaus kaum zu einer ver­nünf­tigen Kom­mu­ni­kation fähig sind, das Haus auf­grund von Video­spiel-Sucht kaum ver­lassen, per­manent ins Handy stieren, wes­wegen viele über­ge­wichtig sind und Begriffe wie Durch­hal­te­ver­mögen und oder Dis­ziplin nur aus dem Wör­terbuch kennen.

Einen wich­tigen Aspekt, wie es vor allem ab den 1960er-Jahren so kommen konnte, also dass unsere Jugend ver­weich­licht, unselb­ständig wird und das eigene Volk und Vaterland ablehnt, kann Dr. Erwin Rigo erklären, der in seinem Buch „Umer­ziehung zum neuen Men­schen“ darlegt, wie der Sozia­lismus mit seiner Form der Erziehung wie ein Gift schon die 68er-Bewegung erkennbar umer­zogen hat. Dies hat dazu geführt, dass in unseren heu­tigen Insti­tu­tionen, Gerichten und Schulen poli­tisch indok­tri­nierte Men­schen zu finden sind, die dann eben­solche Ent­schei­dungen treffen. Diese Gesell­schafts­trans­for­mation seit über 100 Jahren ist auf reform­päd­ago­gische Pos­tulate zurück­zu­führen, wird aller­dings mit einer Wohl­fühl­rhe­torik ver­schie­dener reform­päd­ago­gi­scher Expe­ri­mente ver­schleiert. In diesem Zuge hat man alle tra­di­tio­nellen Werte (Familie, Glaube, Sitten = Sekun­där­tu­genden) über Bord geworfen.

Dr. Erwin Rigo ist Päd­agoge (Lehramt Eng­lisch und Lei­bes­übungen), Bil­dungs­for­scher und erfah­rener Pro­jekt­leiter mit über 40 Jahren Unter­richts­er­fahrung an all­gemein- und berufs­bil­denden Schulen. Er pro­mo­vierte an der Uni­ver­sität Wien (1997) über die Wirkung John Deweys in der deutsch­spra­chigen Päd­agogik, orga­ni­sierte über Jahr­zehnte Schü­ler­aus­tausch­pro­jekte (GB, IRL, USA) und enga­gierte sich für EU-Comenius-Pro­jekte, z.B.  „Bridging the Digital Gap“ mit NL, RU, CY, worauf er als Öster­reichs Ver­treter von Schulen mit diesem Projekt zum WSIS in Tunis 2005 ein­ge­laden wurde. In der Folge initi­ierte er die ersten Erasmus-Pro­jekte (intern­ships in GB), Feri­aljobs für Schüler der HTL. Als Lan­guage Trainer am WIFI begleitete er zudem Cam­bridge-Kurse und Berufs­rei­fe­prü­fungen. Seine Arbeit verband immer Theorie und Praxis, For­schung und inter­na­tionale Bil­dungs­pro­jekte – immer mit dem Ziel, Lernen als Schlüssel für per­sön­liche und gesell­schaft­liche Ent­wicklung zu gestalten.

Ich bat ihn, mir ein paar Sätze zu seinem beruf­lichen Wer­degang zu schildern und mir darüber hinaus zu erklären, wie es zu seinem kri­ti­schen Buch kam.

„Fast dreißig Jahre nach meiner erzie­hungs­wis­sen­schaft­lichen Pro­motion zum Dr. phil., die sich auf didak­tische und metho­dische Aspekte kon­zen­trierte, und vor dem Hin­ter­grund einer für mich zunehmend spür­baren Gleich­schaltung im Bil­dungs­be­reich, waren es vor allem die Jahre ab 2020, die mich erneut dazu brachten, gängige Nar­rative zu hin­ter­fragen und mich aus gesell­schafts­po­li­ti­scher und kul­tur­kri­ti­scher Per­spektive inten­siver mit dem Thema Erziehung zu befassen.

Seit 2023 orga­ni­siere ich deshalb Ver­an­stal­tungen zum The­men­komplex „Auf­klärung, Eigen­ver­ant­wortung und Stand­haf­tigkeit“. Zu den jüngsten grö­ßeren For­maten zählen das Sym­posium „Wozu noch Bildung?“ (12./13. Januar 2024) und die Ver­an­staltung „Der mündige Bürger“ (29. März 2025).

Beim Sym­posium „Wozu noch Bildung?“ wurden zen­trale Pro­bleme unserer Bil­dungs­land­schaft sichtbar gemacht und mög­liche Lösungs­an­sätze diskutiert:

  • Die Würde des Men­schen wird nicht mehr aus­rei­chend respektiert.
  • Eigen­ver­ant­wort­liches Handeln ist nicht mehr Ziel der Erziehung.
  • Selbst­stän­diges Denken wird zunehmend durch „betreutes Denken“ ersetzt.
  • Der Begriff der Selbst­be­stimmung wird ver­zerrt und missbraucht.
  • Erziehung ver­kommt mehr und mehr zur Indoktrination.

In „Der mündige Bürger“ standen die Themen Freiheit und Selbst­be­stimmung im Mit­tel­punkt. Beson­deres Augenmerk legte ich dabei auf die Aspekte Sou­ve­rä­nität, Bargeld und Rechts­staat­lichkeit. Während der Pause sam­melte ich Fragen aus dem Publikum; anschließend stellte ein pro­fes­sio­neller Mode­rator (Daniel Matissek) diese den drei Experten, die Lösungs­an­sätze vor­stellten und mög­liche Zukunfts­per­spek­tiven skizzierten.

Weitere Infor­ma­tionen zu meinem Wirken finden Sie auf meiner Website:

www.wozu-noch-bildung.at

Abbildung mit Jan

Dr. Erwin Rigo (Mitte) ist Päd­agoge, Bil­dungs­for­scher und Pro­jekt­leiter mit über 40 Jahren Unter­richts­er­fahrung an all­gemein- und berufs­bil­denden Schulen. Links ist Armin Elbs, der beim Buch das Layout über­nommen hatte – beide sind Corona-Maß­nah­men­kri­tiker aus Bregenz.

Zusätz­liche Hin­ter­gründe zu meiner Person

Während meiner Recherchen (1994–1997) für meine Dis­ser­tation „John Deweys Ein­fluss auf die deutsch­spra­chige Päd­agogik seit 1945“ fiel mir bereits beim Studium seiner Bio­grafie der weltweit außer­ge­wöhn­liche Ein­fluss dieser reform­päd­ago­gi­schen Leit­figur auf. Damals kon­zen­trierte ich mich aller­dings auf seinen Beitrag zu Methodik und Didaktik. Aber es wurde mir bewusst, dass Dewey 1937 – im Auftrag der US-Regierung und als eme­ri­tierter Pro­fessor der Columbia Uni­versity, an der sich die Frank­furter Schule zwi­schen 1933 und 1950 wei­ter­ent­wi­ckelt hatte – die „Dewey-Kom­mission“ leitete, die Leo Trotzki im mexi­ka­ni­schen Exil frei­sprach. Trotzki war 1928 von Stalin ver­bannt worden, weil er den inter­na­tio­nalen Sozia­lismus im Sinne Lenins vertrat, und in Abwe­senheit zum Tode ver­ur­teilt worden war. In meinem Buch habe ich ver­sucht, fak­ten­ba­siert ver­schiedene Mosa­ik­steine zu einem Gesamtbild der Umer­ziehung zum „Neuen Men­schen“ zusammenzufügen.

Als enga­gierter Lehrer hatte ich mich bereits in den 1980er-Jahren intensiv für außer­schu­lische Pro­jekte ein­ge­setzt. Gleich­zeitig kri­ti­sierte ich jedoch, wenn Pro­jekt­arbeit auf Kosten des Regel­un­ter­richts, der fach­lichen Bildung ging, und die Lehr­plan­erfüllung auf der Strecke blieb. Zusammen mit vielen renom­mierten All­ge­mein­päd­agogen beklagte ich den aka­de­mi­schen Niveau­verlust, der unter Schlag­worten wie „Lehr­pla­nen­trüm­pelung“ pro­pa­giert und durch „wohl­fühl­päd­ago­gische Rhe­torik“ im Namen der Ega­lität in der Bevöl­kerung mehr­heitlich positiv auf­ge­nommen wurde.

Im März 2020 wurde ich in Wien fälschlich positiv getestet, ohne Sym­ptome in einem Kran­kenhaus in Qua­rantäne gesteckt, und erlebte die damalige Panik hautnah. Erst am 1. April durfte ich zurück nach Bregenz reisen. Am 23. August 2020 nahm ich an meiner ersten Demons­tration über­haupt teil und hörte Bodo Schiffmann und Samuel Eckert vor dem Fest­spielhaus in Bregenz sprechen. Danach sprach ich mit dem Orga­ni­sator, Armin Elbs, bekannt als „der Quer­denker“, und bot meine Unter­stützung an. Ab diesem Moment arbei­teten wir als Team zusammen, bis Armin im April 2021 nach Bul­garien auswanderte.

Zwi­schen meinen genannten Groß­ver­an­stal­tungen widmete ich mich wei­teren Schwer­punkten, etwa dem Thema Früh­sexua­li­sierung (u.a. mit Uwe Kranz und Daniel von Wachter). Zudem begann ich, meine Artikel in der Bro­schüre „Über 100 Jahre Umer­ziehung zum Neuen Men­schen“ zusam­men­zu­fassen und dazu eine beglei­tende Vor­trags­reihe zu halten.

Das durchweg positive Feedback – ich gab über 350 Bro­schüren bei Ver­an­stal­tungen zum Selbst­kos­ten­preis aus – moti­vierte mich, weitere offene Fragen zu recher­chieren und schließlich das vor­lie­gende Buch zu verfassen.

Obwohl ich die Obmann­schaft des Vereins Aka­demie für Per­sön­lich­keits­bildung zurück­gelegt habe, führte mich Armins erneutes Enga­gement für Frieden und Freiheit bei den Wie­der­erwachen-Ver­an­stal­tungen am 9. Mai und 18. Oktober dazu, mich nochmals ein­zu­bringen. Gemeinsam fanden wir die Idee einer län­der­über­grei­fenden Kund­gebung für Neu­tra­lität und Sou­ve­rä­nität überzeugend.

Wir hoffen daher auf ein wei­teres Auf­bäumen der Bevöl­kerung – zumal die Kor­ruption in der Ukraine und in der EU zunehmend ans Licht kommt.“

Armin Elbs, der eben erwähnt wurde, hatte sich für Dr. Rigos Buch am Fein­schliff beteiligt und Satz und Layout über­nommen. Auch er ist ein sehr kri­ti­scher Zeit­ge­nosse, der über sich selbst zu berichten weiß:

„Auf­ge­wachsen bin ich in einem gesell­schafts­kri­ti­schen Elternhaus, in dem poli­tische Dis­kus­sionen zum Alltag gehörten. Ich ent­schied mich für den Beruf des Uni­versal-Tech­nikers, ohne dabei Kunst und Kultur aus den Augen zu ver­lieren. Bereits als U21 nahm ich an einem bun­des­weiten Rede­wett­bewerb teil und hielt dort eine viel beachtete Rede zum Thema „Künst­le­rische Freiheit ohne Ver­ant­wortung?“. Besonders die Musik sehe ich als völ­ker­ver­bin­dendes Element, und als Mul­ti­in­stru­men­talist und (Mit-)Organisator bringe ich mich gerne im Rahmen von Ver­an­stal­tungen ein.

Während einer beruf­lichen Station als Ent­wickler in der Medi­zin­technik ent­schied ich mich, Gesund­heits­wis­sen­schaften als Zweit­studium zu wählen. Zu Beginn der Corona-Zeit hatte ich früh das Gefühl, dass die Pan­demie weltweit vor allem instru­men­ta­li­siert wurde und Maß­nahmen als poli­ti­sches Macht­in­strument miss­braucht werden. Die Kenntnis von „Event 201“ und später das Lesen des Buches „COVID-19: The Great Reset“ bestä­tigten meine Befürch­tungen und führten zu meinem Engagement.

In meiner unpar­tei­ischen poli­ti­schen Tätigkeit ist mein Hauptziel, ein gutes Zusam­men­leben in einer sozial sta­bilen Gesell­schaft. Ich setze mich dafür aktiv ein. Mein Motto „Natur formt Kultur und Kultur formt Region“ führte mich zu der Erkenntnis, dass auf regio­naler und natio­naler Ebene ein hohes Maß an Sou­ve­rä­nität für ein har­mo­ni­sches Zusam­men­leben erfor­derlich ist, während für inter­na­tionale Zusam­men­arbeit Neu­tra­lität not­wendig ist.

Als Tech­niker und Mit­glied inter­na­tio­naler Nor­mungs­gremien erkenne ich die Vor­teile einer ein­heit­lichen Gesetz­gebung in Bereichen, in denen die Physik oder andere „Grund­wahr­heiten“ eine bestim­mende Rolle spielen. Durch gemeinsame Arbeit können unter­schied­liche Ansichten sinnvoll zusam­men­ge­führt werden. Dagegen betrachte ich rein poli­tisch geschaffene und miss­brauchte Block­bil­dungen als großes Übel, dem man sich auch als Mit­glieds­staat, der die Inter­essen seiner Bevöl­kerung wahren will, aktiv ent­ge­gen­stellen muss. Freiheit und das Recht auf Selbst­be­stimmung sind für mich die höchsten Güter. Sie sind zu erwerben, zu bewahren und ent­schlossen zu ver­tei­digen; besonders durch mündige Bürger.“

Mehr zum Inhalt des Buches „Umer­ziehung zum neuen Men­schen“ erfahren Sie hier: Umer­ziehung zum neuen Menschen

Das Buch ist ab dem 15. Dezember 2025 im Handel, vom Autor signierte Exem­plare gibt es über den obigen Link zu unserem Shop.

Beide – Dr. Erwin Rigo und Armin Elbs – sind am 13. Dezember in Bregenz auf der „Kund­gebung für Sou­ve­rä­nität und Neu­tra­lität“ und freuen sich auf span­nende Gespräche (ab 14 Uhr beim Festspielhaus).

Details zur Bre­genzer Ver­an­staltung finden Sie hier: www.frieden-durch-freiheit.at

Den Flyer kann man dort her­un­ter­laden: https://frieden-durch-freiheit.at/Flyer_Souveraenitaet_und_Neutralitaet_px_vorne.jpg

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