Foto: https://pixabay.com/de/photos/stadt-römisch-tempel-antiquität-3659506/

Ver­lorene antike Städte, die noch nie jemand gefunden hat

Hinweis vornweg. Hier geht es um ver­lorene Städte und nicht um frag­würdige Inter­net­theorien auf Basis von Fotos und Videos.

 

Wenn die meisten Men­schen die Worte „ver­lorene antike Städte“ hören, denken sie zuerst an Atlantis, das, wie ich in einem Beitrag aus dem Jahr 2019 bereits erläutert habe, defi­nitiv Fiktion ist und nie exis­tiert hat.

Es gibt jedoch viele reale und bedeu­tende antike Städte, deren genaue Lage noch immer unbe­kannt oder umstritten ist. Das wohl bekann­teste Bei­spiel ist die antike Stadt Akkad.

Die meisten Men­schen haben schon einmal vom antiken Akka­di­schen Reich und seinem Grün­der­könig Sargon von Akkad (Regie­rungszeit ca. 2334–ca. 2279 v. Chr.) gehört, aber nicht jeder weiß, dass Archäo­logen sich noch immer nicht sicher sind, wo genau diese berühmte antike Stadt lag.

Starke Indizien deuten darauf hin, dass sie sich in der Gegend des heu­tigen Bagdad befand, doch niemand konnte ihre Ruinen je ein­deutig identifizieren.

Akkad ist bei Weitem nicht die einzige antike Stadt, die sich der modernen Archäo­logie bisher ent­zogen hat. In diesem Beitrag werde ich weitere bedeu­tende antike Städte vor­stellen, die noch immer als „ver­loren“ gelten, und ihre mög­lichen Standorte nach den aktu­ellen Hypo­thesen der Archäo­logen erläutern.

Wo liegt das antike Akkad?

Archäo­logen gehen mit ziem­licher Sicherheit davon aus, dass Akkad in der Gegend des heu­tigen Bagdad lag. Zahl­reiche Hin­weise in alten Keil­schrift­texten deuten darauf hin, dass die Stadt in Zen­tral­me­so­po­tamien an einem Übergang des Tigris lag.

So erwähnt bei­spiels­weise eine alt­ba­by­lo­nische Hand­schrift, die angeblich von einer älteren Hand­schrift aus der Regie­rungszeit Sargons abge­schrieben wurde, Boote, die am Kai von Akkad vor Anker lagen, was beweist, dass die Stadt am Fluss gelegen haben muss.

Eine Rei­se­route aus der alt­ba­by­lo­ni­schen Zeit, die in Mari (einem Ort in Syrien westlich des Euphrat) beginnt, ver­ortet Akkad zwi­schen den iden­ti­fi­zierten Städten Sippar (etwas westlich von Bagdad im Gou­ver­nement Bagdad gelegen) und Tutub (elf Kilo­meter östlich von Bagdad gelegen) auf dem Weg nach Esh­nunna, das östlich von Bagdad, jen­seits des Tigris, liegt.

Andere antike Quellen deuten darauf hin, dass Akkad relativ nahe an Eschnuna lag. In Erzähl­texten wird berichtet, dass Rei­sende von Eschnuna Akkad schnell erreichten, und eine Gefan­ge­nen­liste aus der Regie­rungszeit von Rim-Anum von Uruk führt Gefangene aus Eschnuna und Akkad gemeinsam auf.

Die Tat­sache, dass Archäo­logen die Ruinen von Akkad selbst nach über einem Jahr­hundert Suche noch nicht gefunden haben, lässt ver­muten, dass es sich um einen für Aus­gra­bungen unzu­gäng­lichen Ort handeln könnte (z. B. unter dem heu­tigen Bagdad oder seinen Vororten).

Die gän­gigsten Hypo­thesen zur Lage des antiken Akkad ver­orten es in einem Umkreis von dreißig Kilo­metern um das heutige Bagdad. Die Nähe zur modernen Stadt ist der größte Hin­de­rungs­grund für die genaue Loka­li­sierung, da das Gebiet um Bagdad stark urba­ni­siert und dicht besiedelt ist, was Aus­gra­bungen in weiten Teilen dieses Gebiets unmöglich macht.

Andere ver­lorene antike Städte

Auch die genaue Lage der Stadt Thinis, der ersten Haupt­stadt des ver­ei­nigten Ägyptens während der früh­dy­nas­ti­schen Zeit, ist Archäo­logen unbe­kannt. Die meisten Wis­sen­schaftler gehen davon aus, dass sie sich in der Gegend um Abydos befand, mög­li­cher­weise in Girga oder Birba, doch der genaue Standort ist umstritten.

Wir kennen auch den genauen Standort von Itj-Tawy nicht, der Haupt­stadt Ägyptens während der 12. Dynastie, der Blü­tezeit des Mitt­leren Reiches. Wir haben eine recht genaue Vor­stellung davon, dass Itj-Tawy in der Nähe von al-Lischt liegt, wo Amen­emhet I. und Sesostris I. (beide Pha­raonen der 12. Dynastie) ihre Pyra­miden errichteten.

Doch wie bei Akkad konnte die Rui­nen­stadt nie ein­deutig iden­ti­fi­ziert werden. Heute ist der größte Teil des mut­maß­lichen Stadt­ge­biets land­wirt­schaftlich genutzt, obwohl dort auch eine moderne Stadt existiert.

Es gibt viele weitere antike Städte, deren Standorte bekannt sind, die aber für Archäo­logen nicht zugänglich sind. So ist bei­spiels­weise der Standort der antiken Stadt Babylon bekannt, und etwa 5 % der Über­reste aus dem ersten Jahr­tausend v. Chr. wurden bereits aus­ge­graben. Die Über­reste aus der Zeit Ham­mu­rabis liegen jedoch unter dem Grund­was­ser­spiegel und sind daher nicht zugänglich.

Viele weitere bedeu­tende antike Städte sind für Aus­gräber weit­gehend unzu­gänglich, da ihre Ruinen unter modernen Städten wie Athen, Alex­andria, Rom und Kon­stan­ti­nopel liegen. Die Über­la­gerung durch eine moderne Stadt ist der häu­figste Grund dafür, dass eine bedeu­tende antike Stadt nicht aus­ge­graben werden kann.

Mehr über die echte gefälschte Geschichte lesen Sie im Buch „Die Schlammflut-Hypo­these“ und mehr über die Alte Welt Ordnung in „Die Welt-Illusion“ oder über die Innere und Flache Erde in „DUMBs 2“ oder die Eiswand und die Gefal­lenen Engel in „Ant­arktis: Hinter der Eiswand“ sowie über „Die ver­gessene Welt der Rie­sen­bäume

Zuerst erschienen bei anti-matrix.com.

  • Top Artikel

  • Service-Hotline:
    0179-6695802

  • Servicezeiten:
    Mo. und Do.: 10:00 - 12:00 Uhr
    Mi.: 15:00 - 18:00 Uhr