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Entzug finan­zi­eller Auto­nomie: Zah­lungs­verkehr erschweren

Ein Leser hat uns einen Kom­mentar geschickt, in dem es um das neue Instrument geht, mit dem der euro­päische Zah­lungs­verkehr für Private erschwert werden soll. Ein Instrument aus dem Bereich dessen, was man im Eng­li­schen als „Scare-Tactics“ bezeichnet, also den Versuch, Angst und Schrecken zu ver­breiten, um eine Reihe von ideo­lo­gisch uner­wünschten Hand­lungen direkt oder indirekt zu unter­binden oder psy­cho­lo­gisch zu erschweren.

Vor­der­gründig geht es darum, den „Emp­fänger“ einer Zahlung zu über­prüfen, um fest­zu­stellen, ob der Name, den Sie ein­ge­geben haben auch der Name ist, der bei IBAN hin­terlegt ist, denn es könnte ja sein, dass Sie nicht wissen, wie der Typ heißt, dem Sie gerade Geld über­weisen wollen:

„Bis zum 9. Oktober 2025 wird im euro­päi­schen Zah­lungs­verkehr eine neue gesetz­liche Pflicht ein­ge­führt: die Emp­fän­ger­über­prüfung. Ziel des Gesetzes ist es, den Über­wei­sungs­verkehr noch sicherer zu machen und Über­wei­sungen an … einen fal­schen Emp­fänger sowie mög­liche Betrugs­ver­suche zu ver­hindern. Künftig wird bei jeder Über­weisung oder Echt­zeit­über­weisung in Euro der ein­ge­gebene Name … des Zah­lungs­emp­fängers mit der zuge­hö­rigen IBAN abge­glichen. Ein abwei­chendes Ergebnis dieser Prüfung wird … dem Zahler ange­zeigt, die dann ent­scheiden können, ob die Über­weisung dennoch aus­ge­führt werden soll.“

Quelle: Ban­ken­verband

Was – wieder einmal – als Sicher­heits­maß­nahme, als Mittel zum Schutz der Kon­su­menten ver­kauft wird, lässt sich her­vor­ragend instru­men­ta­li­sieren, um z.B. ideo­lo­gisch uner­wünschte Zah­lungs­emp­fänger auf einer IBAN-Liste als solche zu mar­kieren, deren Daten bei ent­spre­chenden Prü­fungen als generell nicht über­ein­stimmend ange­zeigt werden.

Nichts leichter als das.

Weil dem so ist, ist die Erfahrung, die einer unserer Leser gemacht hat, wohl päd­ago­gisch wertvoll, denn sie zeigt, dass man diesen Mist am besten igno­riert …, schon weil bei inter­na­tio­nalen Zah­lungen in Echtzeit, die Prüfung per se nicht möglich ist. Kurz: Hier wird eine weitere Methode ein­ge­führt, um die Ver­fü­gungs­gewalt über das EIGENE Geld ein­zu­schränken, eine Art Geld­fluss­zensur…, in jedem Fall ein Entzug von finan­zi­eller Autonomie.

“Emp­fän­gername nicht prüfbar”,

moniert das Online-Banking, nachdem es via Halifax vorher bereits zweimal geklappt hatte mit “Michael Klein”.
Es gibt bei uns ein neues Gesetz, die ‘ver­pflich­tende Empfängerüberprüfung’.

“Der von Ihnen ein­ge­gebene Name des Zah­lungs­emp­fängers konnte nicht mit dem für diese IBAN hin­ter­legten Namen bei der Zah­lungs­emp­fän­gerbank abge­glichen werden”, heißt es weiter. “Dies kann vor­kommen, wenn ein tech­ni­sches Problem besteht, die Emp­fän­gerbank diesen Service nicht anbietet oder für das Emp­fän­ger­konto keine Prüfung möglich ist. Wollen Sie die Über­weisung trotzdem aus­führen lassen?”

Ich wollte.

“Bei Klick auf Weiter wird die Über­weisung ohne Kor­rektur aus­ge­führt. Dies kann dazu führen, dass das Geld auf ein Konto über­wiesen wird, dessen Inhaber nicht der von Ihnen ange­gebene Emp­fänger ist.”

Meine Bank ver­wirft dann also die ein­ge­ge­benen Kon­to­daten und mogelt meinen Obolus einem Men­schen in den Beutel, der zwar den­selben Namen trägt, aber womöglich noch nie einen Schach­telsatz ver­fasst hat?

Das glaube ich nicht.

Ich bin EMR = meine Initialen. Die Bank akzep­tiert den Mit­tel­namen nicht, es wird also in den nächsten Tagen ein im Über­wei­sungs­kom­mentar als ‘Trost­obolus’ bezeich­neter Betrag von ‘ER’ bei Euch ankommen.

Sollte er trotz meiner Zuver­sicht nicht auf­tauchen, bitte ich hier um Bescheid. Danke.

[Der Trost bezieht sich auf den Monu­men­tal­schach­tel­satz­ver­zicht nach erlit­tener Zurechtweisung.]

Falls Sie zu denen gehören, die eine ähn­liche Erfahrung gemacht haben, dann bitten wir Sie, sich bei uns zu melden, damit wir ihre Erfahrung anony­mi­siert berichten können.

Das Konto, dessen Inhaber angeblich nicht „prüfbar“ ist, ist dieses unser ScienceFiles-Spenden-Konto:

HALIFAX

(Bitte angeben: Zah­lungs­emp­fänger: Michael Klein, Zah­lungs­zweck: Sci­ence­Files-Spende / Schenkung):

  • IBAN: GB15 HLFX 1100 3311 0902 67
  • BIC: HLFXGB21B24

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Zuerst erschienen bei sciencefiles.org.

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