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Woke Ideo­logen: Kritik an weib­licher Genital­verstümmelung ist rassistisch

Ein umstrit­tener wis­sen­schaft­licher Beitrag, der in dem renom­mierten medi­zi­ni­schen Fach­journal „Journal of medical ethics“ erschienen ist, hat eine heftige öffent­liche Debatte aus­gelöst. In dem Artikel ver­treten 25 For­scher die These, dass die bis­herige Kritik an weib­licher Geni­tal­ver­stüm­melung (Female Genital Muti­lation, FGM) auf ras­sis­ti­schen Ste­reo­typen und einer ver­zerrten Wahr­nehmung west­licher Gesell­schaften beruhe. (von David Berger)

Mit dem Kampf gegen die Geni­tal­ver­stüm­melung schon bei kleinen Mädchen werde der „kul­turell-kom­plexen“ Praxis und den betrof­fenen, v.a. afri­ka­nisch-mus­li­mi­schen Gemein­schaften nicht in ange­mes­sener Weise begegnet. Die Autoren argu­men­tieren, das Verbot und die pau­schale Ablehnung der Praktik könnten migran­tische Gemein­schaften stig­ma­ti­sieren und ste­reotype Bilder vom „pri­mi­tiven“ Anderen reproduzieren.

So ähnlich wie „Designer-Vaginas“

Zudem wird vor­ge­schlagen, statt von „Ver­stüm­melung“ von „weib­lichen Geni­tal­prak­tiken“ zu sprechen und ver­harm­lo­sende Par­al­lelen zu kos­me­ti­schen Geni­tal­ope­ra­tionen im Westen zu ziehen.  Dass sich im „Glo­balen Norden“ immer mehr Frauen „Designer-Vaginas“ ope­rieren ließen, sei doch eine ganz „ähn­liche Praktik“, über die sich keiner aufrege.

Bei so viel Irrsinn, wundert es einen fast noch, dass die For­schungs­gruppe hier nicht auch noch auf die Geni­tal­ver­stüm­me­lungen schon bei Kindern im Rahmen der Trans-Kon­ver­si­ons­the­rapien hin­ge­wiesen haben.

Men­schen­rechts- und Frau­en­rechts­or­ga­ni­sa­tionen sowie poli­tische Beob­achter betonen seit vielen Jahren, dass die „weib­liche Beschneidung“ (FGM) eine ernst­hafte Ver­letzung der kör­per­lichen Unver­sehrtheit und ein ein­deu­tiger Men­schen­rechts­verstoß ist, mit Schmerzen, Infek­tionen und lang­fris­tigen, häufig irrever­siblen, gesund­heit­lichen Schäden verbunden.

Post­hu­ma­nis­tische Abschaffung der Menschenrechte

Sie warnen davor, die Praxis zu ver­harm­losen oder kul­tu­relle Rela­ti­vierung über den Schutz von Kindern und Mädchen zu stellen. Besonders der Ver­gleich mit ästhe­ti­schen Ein­griffen im Westen stößt auf Empörung, da er das Gewalt­po­tenzial und die feh­lende Ein­wil­li­gungs­fä­higkeit bei Min­der­jäh­rigen außer Acht lasse.

Das Fach­journal selbst ver­tei­digte die Ver­öf­fent­li­chung als Beitrag zu einer offenen ethi­schen Debatte, betonte jedoch, dass die Mei­nungen der Autoren nicht unbe­dingt die Position der Redaktion wider­spiegeln. Die Kon­tro­verse zeigt die schwierige Balance zwi­schen kul­tu­reller Sen­si­bi­lität und dem Schutz fun­da­men­taler Menschenrechte.

Hier zeigt sich bereits sehr anschaulich die For­derung der Ideo­logen der „neuen Nor­ma­lität“ die Men­schen­rechte durch eine prag­ma­tische Ethik des Augen­blicks zu ersetzen. Vor diesem Hin­ter­grund ist es nur noch eine Frage der Zeit bis auch die auch hier immer wieder vor­ge­brachte Kritik an mus­li­mi­schen Kin­derehen, bei denen es nicht selten vor­kommt, dass ein 50-jäh­riger Mann ein 7‑jähriges Mädchen hei­ratet, als „ras­sis­tisch“ ver­un­glimpft werden.

Logische Kon­se­quenz des „Rassismus“-schreienden Islam-Appeasements

Der Artikel der Wis­sen­schaftler sei „schwer erträglich. Die frei­willige Life­style-Ent­scheidung erwach­sener Frauen gleich­zu­setzen mit der Gewalt­handlung an wehr­losen Mädchen, ist grotesk. Ebenso der Vorwurf, der Westen setze mit dem Verbot eine schüt­zens­werte «Kultur» herab.

Aber die Argu­men­tation ist die logische Folge eines weit­ver­brei­teten Denkens in aka­de­mi­schen Kreisen. Wenn die Kritik an Burka oder Kopftuch ras­sis­tisch genannt wird und Sta­tis­tiken als ras­sis­tisch gelten, weil sie zeigen, dass gewisse Migran­ten­gruppen häu­figer Sexu­al­de­likte begehen, dann sind eben auch jene ras­sis­tisch, welche die genitale Ver­stüm­melung von aus­län­di­schen Mädchen anklagen.

Dass die woke Ideo­logie damit die Frauen verrät: offenbar egal.“ – so Bettina Weber im Schweizer Tages­an­zeiger.  Was zudem immer deut­licher wird: Der „Rassismus“-Begriff ist zu einer toxi­schen Waffe gegen den gesell­schaft­lichen Frieden und die Men­schen­rechte geworden. Die links­fa­schis­ti­schen Ideo­logen haben ihn – ähnlich wie den Begriff „Nazi“ – so sehr miss­braucht, dass er keinen Sinn mehr hat. Wenn wir wirklich etwas gegen den Ras­sismus tun wollen, ver­graben wir diesen Begriff für min­destens 50 Jahre komplett.

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Der Artikel erschien zuerst hier: philosophia-perennis.com.

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