Foto: KI-Bild (ChatGPT)

»Boden, Macht, Kapital« – Wem gehört Deutschland? (2)


Wem gehört Deutschland wirklich? Offi­ziell heißt es: dem Volk. Doch hinter dieser Beru­hi­gungs­formel ver­birgt sich eine andere Rea­lität. Alte Adels­netz­werke, globale Finanz­mächte und poli­tische Macht­zirkel ziehen im Hin­ter­grund die Fäden – während der Nor­mal­bürger zusieht, wie Ein­fluss, Eigentum und demo­kra­tische Kon­trolle schlei­chend aus den Händen der Öffent­lichkeit gleiten. Also stellt sich eine unbe­queme Frage: Wer besitzt dieses Land tat­sächlich – und wer zahlt den Preis dafür?


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Roh­stoffe und Res­sourcen – offi­ziell Gemeingut, prak­tisch Goldmine für wenige

Ob Lithium, Uran, Kohle, Erdgas, Kobalt, Graphit oder Kupfer – die Boden­schätze gehören den Eigen­tümern des Landes, in dem sie liegen. Was nach natio­naler Sou­ve­rä­nität klingt, bedeutet in der Praxis: Wer das Land besitzt, kon­trol­liert die Ressourcen.

Über die Nutzung der Roh­stoffe in der Nord- und Ostsee ver­fügen die jewei­ligen Anrai­ner­staaten im Rahmen der „Aus­schließ­lichen Wirt­schaftszone (AWZ).

Grund­wasser und Luft sind zwar formal „Gemein­güter“, doch ihre Nutzung ist streng regu­liert – und wo Regu­lie­rungen sind, öffnen sich Türen für Lob­by­in­ter­essen und exklusive Nutzungsrechte.

Die Macht des Kapitals – Deutschland in aus­län­di­scher Hand

Der Blick auf den DAX offenbart eine unbe­queme Wahrheit:

  • Nur gut ein Drittel der 40 größten bör­sen­no­tierten DAX-Titel wird direkt von deut­schen Anlegern gehalten.
  • Die Schlüs­sel­macht beim füh­renden deut­schen Akti­en­index liegt bei US-Inves­toren wie BlackRock (100 Mil­li­arden Dollar im DAX), Van­guard oder der Capital Group.
  • Auch der nor­we­gische Staats­fonds mischt mit – ein aus­län­di­scher Staat, der Divi­denden aus deut­schen Unter­nehmen kassiert.

Die stra­te­gische Kon­trolle vieler Schlüs­sel­in­dus­trien liegt also längst nicht mehr in Deutschland – und damit auch nicht mehr in den Händen deut­scher Bürger. Das Sagen im DAX haben Inves­toren aus Übersee. Und das bereits seit geraumer Zeit.

Ver­mögen – Ungleiche Verteilung

Ver­mögen in Deutschland ist fast aus­nahmslos mit dem Eigentum an großen Unter­nehmen ver­bunden. Das jeden­falls zeigt ein Blick auf die Liste der reichsten Deut­schen, die fast aus­schließlich von Unter­neh­mer­fa­milien domi­niert wird.

Dadurch ist die Ver­teilung des Net­to­ver­mögens extrem ungleich: Rund 54 % des gesamten Ver­mögens ent­fallen auf das reichste Zehntel der Bevöl­kerung. Die ärmere Hälfte der Deut­schen besitzt zusammen nur etwa 3 %.

Bei den Wohl­ha­bendsten wächst das Ver­mögen zudem deutlich schneller, da sie über­pro­por­tional in ren­di­te­starke Anlagen wie Aktien und Invest­ment­fonds inves­tieren. Oder in hoch­wertige Immo­bilien, deren Wert kon­ti­nu­ierlich steigt.

Wohnraum – Vom Grund­recht zum Spekulationsobjekt

Deutschland ist euro­pa­weites Schluss­licht bei der Eigentumsquote:

  • Nur 47 % leben im Eigentum, 53 % zur Miete.
  • In Ländern wie Rumänien, Kroatien oder der Slo­wakei sind es über 90 %.

Der Grund? His­to­rische Struk­turen aus Kai­ser­reich, Indus­tria­li­sierung und Nach­kriegszeit haben ein Mie­ter­modell ver­festigt, das heute ein Eldorado für Immo­bi­li­en­in­ves­toren ist – dar­unter inter­na­tionale Fonds, die ganze Stra­ßenzüge aufkaufen.

Die Republik der Vermögenskonzentration

Bei der Antwort auf die Frage also, wem Deutschland wirklich gehört, muss zunächst fest­ge­stellt werden, dass es dies­be­züglich um Macht, Ein­fluss und das Selbst­ver­ständnis einer Gesell­schaft geht.

Dabei sprechen die Zahlen eine klare Sprache: Eigentum – ob Grund und Boden, Kapital oder Wohnraum – ist in Deutschland in hohem Maße kon­zen­triert. Zugleich gärt ein tief ver­wur­zeltes Unbe­hagen gegenüber dieser Ordnung: Viele fühlen sich aus­ge­schlossen, nicht beteiligt, aus­ge­liefert an undurch­sichtige Strukturen.

Die stille Macht­ver­schiebung – und warum sie kaum einer bemerkt

Diese Kon­zen­tration von Boden, Kapital und Wohnraum bedeutet nicht nur wirt­schaft­liche Ungleichheit – sie ver­ändert das Macht­gefüge einer ganzen Nation.

  • Gesetze werden oft im Sinne von Groß­be­sitzern und Kon­zernen gestaltet.
  • Medi­en­kon­zerne gehören selbst zu wirt­schaft­lichen Macht­blöcken und berichten selektiv.
  • Lob­by­ismus sorgt dafür, dass wirt­schaft­liche Inter­essen nicht als das erscheinen, was sie sind: eine stille, aber kon­ti­nu­ier­liche Übernahme.

Warum das bri­santer ist als je zuvor

In einer Welt, in der geo­po­li­tische Span­nungen zunehmen und wirt­schaft­liche Abhän­gig­keiten als Druck­mittel genutzt werden, bedeutet der Verlust von Eigentum an aus­län­dische Inves­toren auch den Verlust poli­ti­scher Handlungsfreiheit.

Wer den Boden, die Res­sourcen und die Unter­nehmen kon­trol­liert, kon­trol­liert die Zukunft.

Die Eigen­tums­frage ist also bei weitem nicht nur eine Sta­tis­tik­de­batte – sie ist der Schlüssel zur Frage, wer in den nächsten Jahr­zehnten über Deutsch­lands Wirt­schaft, Politik und Gesell­schaft bestimmt.

Letztlich aber gehört Deutschland zum großen Teil nicht mehr den Deut­schen – und das ist poli­tisch gewollt.


Quellen:

https://publikationen.bundesbank.de/publikationen-de/berichte-studien/monatsberichte/monatsbericht-april-2025–954594?article=vermoegen-und-finanzen-privater-haushalte-in-deutschland-ergebnisse-der-vermoegensbefragung-2023–954598

https://www.uni-potsdam.de/de/rechtskunde-online/rechtsgebiete/zivilrecht/eigentum-und-besitz

https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Landwirtschaft-Forstwirtschaft-Fischerei/Flaechennutzung/Tabellen/bodenflaeche-insgesamt.html

https://www.bundeswaldinventur.de/

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Bür­ger­liches Gesetzbuch (BGB), §§ 854 ff. BGB; §§ 903 ff. BGB

https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/ILC_LVHO02__custom_3462892/bookmark/table?lang=en&bookmarkId=bf0879f1-9638–4868-8d59-5800871c15aa

https://publikationen.bundesbank.de/publikationen-de/berichte-studien/monatsberichte/monatsbericht-april-2025–954594?article=vermoegen-und-finanzen-privater-haushalte-in-deutschland-ergebnisse-der-vermoegensbefragung-2023–954598

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/714692/milliardaere-forbes-liste-immer-mehr-superreiche-wie-reiche-trotz-krisen-profitieren

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/714128/blackrock-die-unsichtbare-macht-eines-finanzgiganten

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/715688/boden-macht-kapital-wem-deutschland-heute-tatsaechlich-gehoert?utm_content=link_23&utm_medium=email&utm_campaign=dwn_telegramm&utm_source=mid3603&f_tid=ImP7ANDIBRN8vKhYQbyvbw


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