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Kli­ma­wandel-Krea­tio­nismus: der kom­plette Klimawandel-Daten-Hoax

Krea­tio­nisten sind bekanntlich Leute, die die Bibel wörtlich nehmen, Sie wissen schon, das mit den sieben Tagen und der Arche und der Sintflut und so weiter. Als Folge ergibt sich eine Erd­ge­schichte von nicht mehr als 10.000 Jahren und kei­nerlei Evo­lution, denn alles ist vor­her­be­stimmt, von Gott.

Krea­tio­nisten gleichen in ihrem psy­cho­lo­gi­schen Make-Up denen, die seit Jahren der „Men­schen machen Klimawandel“-Geschichte wie gläubige Lem­minge hin­ter­her­laufen, in vie­lerlei Hin­sicht. Am offen­kun­digsten ist die Über­ein­stimmung im Hin­blick, auf die Über­zeugung, im Besitz ewiger und unab­wend­barer Wahrheit zu sein, eine Über­zeugung, die nicht­zu­letzt die Grundlage dafür bietet, den Lebens­standard der meisten Men­schen in west­lichen Ländern zu zerstören.

Deshalb sprechen wir im Hin­blick auf die „Menschen-machen-Klimawandel“-Jünger von Kli­ma­wandel-Krea­tio­nismus. Aber nicht nur deshalb. So wie Krea­tio­nisten einem Text, dessen über­lie­ferte und vielfach edi­tierte Frag­mente sie für authen­tisch halten, unbe­dingten Glauben schenken, so schenken Kli­ma­wandel-Krea­tio­nisten den Ver­kün­di­gungen der­je­nigen, die ihre pseu­do­wis­sen­schaft­lichen Absur­di­täten als Wis­sen­schaft aus­geben, voll­stän­digen und von Fakten unbe­ein­druck­baren Glauben.

Während die einen über­lie­ferte Text­frag­mente frag­wür­diger Genesis für reine ver­kündete Wahrheit halten, sind die anderen davon über­zeugt, von „wis­sen­schaft­lichen“ Methoden, von Modellen und Simu­la­ti­ons­rech­nungen, die für die Zwecke der Kli­ma­wis­sen­schaft, keine Wis­sen­schaft, eine Pseudo-Wis­sen­schaft, eine SINO, Science In Name Only. zweck­ent­fremdet und ihrer eigent­lichen instru­men­tellen Bestimmung ent­kleidet werden, die Wahrheit ser­viert zu bekommen.

So waren Modelle nie dazu gedacht, die Rea­lität vor­her­zu­sagen, sondern aus­schließlich dazu, die Über­ein­stimmung einer Theorie und der daraus ableit­baren Hypo­thesen MIT DER REA­LITÄT zu prüfen. Abwei­chungen zwi­schen Modell und Rea­lität galten ent­spre­chend als Fehler, die ent­weder durch eine Modi­fi­kation der Theorie behoben werden mussten, sofern möglich oder dazu geführt haben, dass die Theorie als Ganzes ver­worfen wurde, weil sie fal­si­fi­ziert wurde. Bei Klima“Wissenschaftlern“ dreht sich alles um die Modelle. Eine abwei­chende Rea­lität ist nicht etwa ein Problem für die Modelle, sondern ein Phä­nomen, das durch viele Annahmen und Ver­schleie­rungen weg-„erklärt“ werden muss. Während ein Wis­sen­schaftler Modelle benutzt, um seine Theorie an die Rea­lität anzu­nähern, ver­suchen die Pseudo-Wis­sen­schaftler, die ihr Geld mit „Kli­ma­wandel“ ver­dienen, die Rea­lität an ihre Modelle anzu­passen. Offen­kundig eine Form von Wahnsinn. Dessen unge­achtet genau das, was derzeit weltweit als „Kli­ma­wis­sen­schaft“ gilt.

Doch zurück zum Gospel, zum Kli­ma­wandel-Krea­tio­nismus, der nicht nur auf dem Miss­brauch wis­sen­schaft­licher Methoden beruht, er beruht in weiten Teilen auf nicht exis­tenten, auf inter- oder extra­po­lierten und somit ohne Mög­lichkeit ihre Akku­ratheit zu über­prüfen, geschätzten oder schlicht auf frei erfun­denen Daten. So wie „Bibel­for­scher“  große Lücken in den „Scrolls“, die sie am Toten Meer oder anderswo finden, auf­füllen müssen, mit ihrer Phan­tasie und dem, was sie auf Basis ihres „Kennt­nis­stands“ als wahr­scheinlich ansehen, ohne je die Mög­lichkeit zu haben, ihre „Schät­zungen“ zu über­prüfen, so füllen angeb­liche Kli­ma­wis­sen­schaftler riesige Lücken in ihren Daten mit Schät­zungen mit dem, was sie für einen wahr­schein­lichen Wert halten, auf und wie Krea­tio­nisten ver­kaufen sie die Ergeb­nisse ihrer in weiten Teilen WILDEN Schät­zungen als Wahrheit.

Ein Kult.
Ein Kult von Klimawandel-Kreationisten.

Und wie dieser Kult funk­tio­niert, das haben wir anhand der angeb­lichen Daten, die Coper­nicus zum „Kli­ma­wandel“ liefert, umfassend auf­ge­ar­beitet. Alle Daten­lücken und Schät­zungen, die Behaup­tungen, wie „das wärmste Jahr seit Beginn der Auf­zeich­nungen“ zu einem schlecht ver­packten Scherz machen, finden sich im fol­genden Text. Nach dem Lesen dieses Textes kann niemand mehr behaupten, die „Menschen-machen-Klimawandel“-Erzählung sei irgend etwas anderes als eine weit­gehend freie Erfindung, eine inter­es­sen­ge­leitete Inter­pre­tation weit­gehend nicht vor­han­dener Daten zum Zwecke der eigenen Berei­cherung, die auf einer Kol­lussion zwi­schen Regie­rungen und denen, die an der Men­schen-machen-Kliam­wandel-Erzählung ver­dienen, beruht. Letz­teres ist die Defi­nition von Faschismus. Das sei an dieser Stelle noch angemerkt.

Der Text, der nun folgt, ist lang. Aber es lohnt sich, ihn in Gänze und Punkt für Punkt zu lesen.

 

CLI­MA­TEGATE

Im November 2009 gelangte eine große Zahl von eMails aus der Climate Research Unit (CRU) der Uni­versity of East Anglia an die Öffent­lichkeit. Die kom­pletten Cli­ma­tegate eMails können hier nach­ge­lesen werden. Wer in die Abgründe wis­sen­schaft­licher Kor­ruption ein­tauchen will, dem sei der Link empfohlen.

Die eMails haben in einer Weise das Bild einer kor­rupten, kon­spi­ra­tiven Gruppe von Wis­sen­schaftlern gezeichnet, die mit gefälschten und mani­pu­lierten Daten, mit Modellen, die erstellt werden, um ein bestimmtes Ergebnis zu pro­du­zieren, nicht, um etwas vor­her­zu­sagen, der Welt vor­gaukeln wollen, es gebe eine auf mensch­liche Akti­vi­täten zurück­führbare globale Erwärmung.

Chris­topher Booker hat am 28. November 2009 in Tele­graph vom schlimmsten Wis­sen­schafts­skandal unserer Gene­ration gesprochen. Selbst linke Kom­men­ta­toren befänden sich im totalen Schock, und zwar deshalb, weil die Wis­sen­schaftler, die bis zum Haar­ansatz im Sumpf aus Kor­ruption und Fäl­schung stecken, nicht irgend­welche Wis­sen­schaftler sind, sondern

„the small group of sci­en­tists who have for years been more influ­ential in driving the worldwide alarm over global warming than any others, not least throuh the role they play at the heart of the UN’s Inter­go­vern­mental Panel of Climate Change“.

Der Betrug, dessen Auf­de­ckung wir hier einmal mehr wür­digen wollen, umfasst nicht nur die Wis­sen­schaftler der CRU in East Anglia, nicht nur Phil Jones, Keith Briffa, Tim Osborn und andere mehr, er umfasst auch Michael Mann von der Uni­versity of Penn­syl­vania, und der Betrug reicht bis in die Berichte des IPCC, findet sich in diesen als Daten­fäl­schung, Daten­un­ter­schlagung und in einer Reihe wei­terer Formen des Betrugs wieder.

Der bekannte Hockey­stick von Michael Mann, von dem man zwi­schen­zeitlich weiß, dass er eine weit­ge­hende Erfindung ist, die auf der Aus­lassung von, Umwidmung von, und dem „Her­um­spielen“ mit Daten basiert. Doku­men­tiert ist dieser Betrug in zwei Ver­fahren, die Andrew Weaver und Michael Mann gegen Tim Ball geführt haben, weil Tim Ball die Kli­ma­for­schung als korrupt bezeichnet und die wis­sen­schaft­liche Basis der angeblich von Men­schen gemachten Erwärmung als nicht valide bezeichnet hat. Beide Ver­fahren endeten mit einem Erfolg für Tim Ball. Das Urteil des Sur­preme Court of British Columbia im Fall Weaver gegen Ball kann hier nach­ge­lesen werden.

In beiden Fällen geht es letztlich um ein Güte­kri­terium, ein Maß, das die Über­ein­stimmung von Modell­werten mit der Rea­lität angibt, und das sys­te­ma­tisch in den Arbeiten, die den Hockey­stick von Mann befördern und in Manns Arbeiten selbst fehlt. Auch im rund 9 Jahre wäh­renden Rechts­streit mit Tim Ball ist es Mann nicht gelungen, die ent­spre­chenden Berech­nungen, mit denen seine ganze Behauptung des men­schen­ge­machten Kli­ma­wandels steht und fällt, vorzulegen.

Dazu kommen wir gleich.

Zurück ins Jahr 2009, als der Schock über die eMails aus East Anglia noch frisch war. Besonders erschreckt waren die­je­nigen, die damals gelesen haben, was unter angeb­lichen Kli­ma­for­schern aus­ge­tauscht wurde, dass die näm­lichen Kli­ma­for­scher über Jahre hinweg unter­ein­ander dis­ku­tiert haben, wie man es ver­meiden könne, die Daten, die ihrer For­schung zu Grunde liegen, zu ver­öf­fent­lichen, eine Dis­kussion, die in die umfas­sende Löschung von Emails und Daten gemündet ist, was in offi­zi­eller Version mit „die Daten wurden ver­loren“ bezeichnet wird. Dass dieser Verlust, der sich in den gele­akten eMails als Auf­for­derung, Daten und eMails zu löschen, wie­der­findet, dann, wenn er vor­ge­nommen wird, nachdem ein Antrag auf Ver­öf­fent­li­chung der Daten unter dem Freedom of Infor­mation Act des Ver­ei­nigten König­reichs vor­liegt, einen Straf­tat­be­stand dar­stellt, dazu kommen wir gleich noch.

Ins­be­sondere erschre­ckend, wenn man den Beitrag von Chris­topher Booker aus dem Jahre 2009 liest, ist, dass die in den eMails aus East Anglia breit dis­ku­tierten Methoden, die Daten zu fäl­schen, um die gewünschten Ergeb­nisse zu erhalten, so ver­traut klingen und Methoden beschreiben, die bis heute in GISTEMP, HadCRUT4 und anderen Daten­sätzen ver­wendet werden:

„The second and most sho­cking reve­lation of the leaked docu­ments is how they show the sci­en­tists trying to mani­pulate data through their tur­tuous com­puter pro­grammes, always to point only in the one desired direction – to lower past tem­pe­ra­tures and to ‚adjust‘ recent tem­pe­ra­tures upwards, in order to convey the impression of acce­le­rated warming“.

Die Fäl­schung von Daten und die inten­tionale Berechnung von Modell-Vor­her­sagen, die globale Erwärmung pro­du­zieren, die hier für die Zeit vor 2009 beschrieben wird, sie könnte auch die Gegenwart beschreiben, denn daran, dass Daten in offi­zi­eller Lesart „har­mo­ni­siert“ oder „adjus­tiert“ werden, was immer und ohne Aus­nahme zum Ergebnis hat, dass Roh­daten, die keine Erwärmung oder gar eine Abkühlung zeigen, nunmehr eine starke Erwärmung zeigen, hat sich über­haupt nichts geändert. Es ist, als wäre der riesige Betrug 2009 nicht aufgeflogen.

Der Betrug geht unver­mindert weiter, als Kon­spi­ration, wie wir unten zeigen.

Chris­topher Booker, der 2009 der Ansicht war, nach dem schlimmsten Wis­sen­schafts­skandal unserer Zeit gebe es kein Zurück mehr, denn der Skandal habe die Kli­ma­for­schung nicht nur in Verruf gebracht hat, er habe auch gezeigt hat, dass sich mafiöse Struk­turen aus­ge­bildet haben, in denen Wis­sen­schaftler nicht nur kol­lu­dieren, um durch gegen­seitige Peer Reviews ihre jewei­ligen Bei­träge in wis­sen­schaft­liche Zei­tungen zu bringen, sondern auch dass die­selben Inhaber wis­sen­schaft­licher Posi­tionen Verlage erpressen, um Bei­träge, die ihren eigenen Bei­trägen kri­tisch gegen­über­stehen, zu unter­drücken, er hat sich geirrt.

Wir leben im Jahr 2025 und es ist, als hätte es Cli­ma­tegate nie gegeben. Der Hockey-Stick von Mann wird immer noch pro­pa­giert. Die Daten­fäl­schung geht unver­mindert weiter. Die Erzählung, Men­schen seien am Kli­ma­wandel schuld, sie hat durch die Erkenntnis, dass alle ent­spre­chenden Behaup­tungen auf Lug und Betrug gebaut sind, keinen Schaden genommen.

Wie konnte es so weit kommen?

Stephen McIntyre und Ross McKitrik geben in einem Paper eine umfas­sende Antwort auf diese Frage (Cli­ma­tegate: Untangling Myth and Reality Ten Year Later). Wir haben die 33 Seiten gelesen und geben unseren Lesern unsere Zusam­men­fassung. Das Paper, in das man sich erst etwas ein­lesen muss, wenn man Cli­ma­tegate nicht mehr so parat hat, sei jedem emp­fohlen, der wissen will, wie ein Cover-up durch die­je­nigen funk­tio­niert, die am men­schen­ge­machten Kli­ma­wandel ver­dienen und kei­nerlei Interesse daran haben, den Goldesel, den sie melken, dadurch zu gefährden, dass sie durch­si­ckern lassen: „Es ist alles erstunken und erlogen“.

Weil wir bis hier soviel Text haben, hier ein zwei Abbil­dungen aus dem Beitrag von McIntyre und McKi­trick. Beide gehören übrigens zu den frü­hesten und hef­tigsten Kri­tikern der angeb­lichen Theorie von Michael Mann. Sie haben schon früh­zeitig gezeigt, dass die Arbeiten von Mann das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt sind und dass es ent­spre­chend unver­ant­wortlich ist, poli­tische Emp­feh­lungen, wie sie das IPCC gibt und ganze Poli­tiken darauf zu gründen.

Jetzt zu den Abbil­dungen. Sie doku­men­tieren einen groß­an­ge­legten Betrug.

Die beiden Abbil­dungen zeigen Fäl­schung (links) und Ori­ginal (rechts). Dar­ge­stellt ist die Rekon­struktion der his­to­ri­schen Tem­pe­ra­turen, die zwi­schen­zeitlich als Hockey­stick bekannt geworden ist. Wie man sieht, ist die Mit­tel­al­ter­liche Warmzeit in beiden Rekon­struktion nicht vor­handen. In den gele­akten Emails wird ein­gehend dis­ku­tiert, wie man die Mit­tel­al­ter­liche Warmzeit los­werden könne, weil sie die Aussage, dass Men­schen an der Erwärmung der Erde schuld seien, stört.

Hier geht es um die Datengrundlage.

Der Hockey­stick basiert auf einer Rekon­struktion der Erd­tem­pe­ratur auf der Basis von Baum­ringen. Wir haben vor einiger Zeit und im Rahmen unserer Dis­kussion von PAGES2K gezeigt, was für ein Humbug die ent­spre­chende Rekon­struktion ist und dies an zwei Studien fest­ge­macht, die auf­grund gleicher Daten zu ein­ander wider­spre­chenden Ergeb­nissen gelangen. McIntyre und McKi­trick dis­ku­tieren in ihrer Arbeit die näm­lichen Pro­bleme und zeigen, wie die an der Kli­ma­wandel-Kon­spi­ration Betei­ligten die Daten so mani­pu­liert haben, dass das her­aus­kommt, was sie zeigen wollen: globale Erwärmung im 20. Jahr­hundert. Die beiden Abbil­dungen sind ein Nie­der­schlag dieser Mani­pu­lation. Die Abbildung links findet sich als Beleg für von Men­schen ver­ur­sachte Erwärmung im Bericht des IPCC von 2001, die rechte Abbildung zeigt, was links aus­ge­lassen wurde: Denn die­selben Daten zeigen einmal eine Erwärmung, einmal eine Abkühlung. Dass die Daten, die rechts noch aus­ge­wiesen werden, im Bericht des IPCC gelöscht wurden, hat einen ein­fachen Grund, wenn schon für die Zeit, für die die meisten Daten­punkte vor­liegen, wider­sprüch­liche Ergeb­nisse erzielt werden, was bedeutet dies für die Ver­gan­genheit im Hockey-Stick, die mit viel weniger Daten­punkten berechnet wurde:

„if the tree ring proxies gave incon­sistent results in the 20th century, with a large popu­lation going the ‚wrong‘ way, how could anyone pre­clude similar behavior in the past? (McIntyre & McKitrik 2019: 9)

Mit anderen Worten, der Hockey­stick würde als der Junk aus­ge­wiesen, der er nun einmal ist. Nun gibt es natürlich eine ganz ein­fache Mög­lichkeit, um Zweifel an der Zuver­läs­sigkeit der Berech­nungen, die zum Hockey­stick von Michael Mann und zur Erzählung vom durch Men­schen ver­ur­sachten Kli­ma­wandel geführt haben, aus­zu­räumen: Die Vorlage der Roh­daten und die Doku­men­tation der Modell-Güte. Letztere wird unter anderem durch das Maß r2 ange­geben, das mit wach­senden Werten eine zunehmend bessere Passung zwi­schen Modell und Rea­lität, wie sie in den Roh­daten abge­bildet ist, beschreibt.

Mann und seine Kumpane haben sich Jahr­zehn­telang geweigert, ihre Daten offen­zu­legen. McIntyre und McKi­trick doku­men­tieren dies, und wer es liest, der muss, ange­sichts der Unver­fro­renheit mit der betrogen wird, frösteln. Mann und seine Kumpane haben sich auch geweigert, r2-Werte vor­zu­legen. Die Aus­flüchte, die vor­ge­bracht wurden, sind hin­rei­chend doku­men­tiert. For­scher, die sich bemüht haben, nach­zu­voll­ziehen, was Mann und Kon­sorten berechnet haben, kamen regel­mäßig mit derart schlechten Werten für r2 zurück (dis­as­trously low), dass man annehmen muss, die Berech­nungen von Mann und seinen Nach­folgern haben kei­nerlei Validität.

Die Tat­sache, dass sein Modell kei­nerlei Anspruch auf Über­ein­stimmung mit der Rea­lität erheben kann, war offen­kundig auch Mann bewusst. Die berühmte „Dirty Laundry“ Email, „Schmutzige Wäsche Email“, die in den gele­akten Emails enhalten ist, doku­men­tiert dies ein­drücklich. Darin schreibt Mann and Tim Osborn, der an der CRU in East Anglia sitzt (in unserer Übersetzung):

„p.s. Ich weiß, ich muss das ver­mutlich nicht ansprechen, ich tue es dennoch, um voll­ständige Klarheit in diesem Punkt zu haben: Ich stelle diese Daten für Deinen eigenen per­sön­lichen Gebrauch zur Ver­fügung, weil Du ein ver­trau­ens­wür­diger Kollege bist. Gib‘ die Daten also bitte an nie­manden weiter ohne zuvor mit mir Rück­sprache gehalten zu haben. Das ist nämlich die Art von „schmut­ziger Wäsche“, die man nicht in den Händen derer sehen will, die ver­suchen könnten, die Dinge zu verbiegen …“

Die Kon­spi­ration umfasst nicht nur Wis­sen­schaftler, sie umfasst auch das IPCC. Die linke Variante der Abbildung, die letztlich Eingang in den Bericht des IPCC von 2001 gefunden hat, wurde schon 1999 vor dem Hin­ter­grund der wider­sprüch­lichen Ergeb­nisse, die in der rechten Abbildung noch aus­ge­wiesen sind, dis­ku­tiert. Damals hat Chris Folland, der einen Teil des Berichts koor­di­nierte, eine eMail and Mann, Jones und Briffa geschickt, die man als Auf­for­derung zur Fäl­schung von Daten ver­stehen kann (und muss?):

„A proxy diagram of tem­pe­rature change is a clear favorite for the Policy Makers summary. But the current diagram (das rechte) with the tree rings only data somewhat con­tra­dicts the [Mann] mul­ti­proxy curve and dilutes the message rather significantly“.“

Die kor­rekten Daten ver­wässern also die Nach­richt, die die Ver­ant­wort­lichen des IPCC an die Poli­tiker senden wollen. Also wurden die wider­sprüch­lichen Ergeb­nisse gelöscht und im IPCC-Bericht eine Rea­lität prä­sen­tiert, die es nicht gibt. Das nennt man Betrug.

Nicht nur zeigen die gele­akten eMails, dass Daten gelöscht, ver­heim­licht, ver­schleiert, mani­pu­liert wurden, sie zeigen auch, dass sich die ver­ant­wort­lichen angeb­lichen Wis­sen­schaftler sehr bewusst darüber waren, was sie tun. Ein Bei­spiel dafür ist „Mike’s [Mann] Nature trick“, der ange­wendet wurde, um aus den Daten rechts, die Daten links zu machen (Abbildung unten). Dazu schreibt Philip Jones in einer eMail an Michael Mann und Keith Briffa:

I’ve just com­pleted Mike’s Nature trick of adding the real temps to each series for the last 20 years (ie from 1981) and from 1961 for Keith’s to hide the decline [Her­vor­hebung durch uns].“

Mike’s Nature Trick macht aus den Daten (rechts), die Fäl­schung (links).

Wir emp­fehlen unseren Lesern den umfas­senden Beitrag von McIntyre und McKi­trick und wollen an dieser Stelle nur in aller Kürze berichten, was sich dort auf rund 20 Seiten nach­lesen lässt: das Rei­ne­wa­schen der Täter durch ihre Universitäten.

Auf­ge­schreckt von dem Leak der Emails und den hef­tigen Reak­tionen der Öffent­lichkeit, haben sich die Uni­versity of East Anglia (u.a. Jones & Osborn) und die Uni­versity of Penn­syl­vania (Mann) bemüht, den Schaden zu begrenzen. Wie zumeist, wenn Uni­ver­si­täten zwi­schen öffent­lichen För­der­geldern und wis­sen­schaft­licher Lau­terkeit wählen müssen, so haben sie auch hier die öffent­lichen För­der­gelder gewählt. Die Arten und Weisen, in denen die beiden Uni­ver­si­täten, und zwei Unter­schungen, die das House of Commons und das House of Lords ange­strengt haben (Oxburg Inquiry und Muir Russel Inquiry) ein Rein­wasche-Projekt insze­niert haben, in dem sie sorg­fältig ver­mieden haben, die Fragen zu stellen, die zu stellen sie beauf­tragt waren, sind einen eigenen Post wert.

Wir wollen es an dieser Stelle mit einer sym­pto­ma­ti­schen Passage sein Bewenden haben lassen. Sie stammt aus einem Hearing im House of Commons zur Muir Russel Inquiry und wird von McIntyre und McKi­trick zitiert:

„Q (Graham Stringer, MP): I find it a bit sur­prising, that you didn’t ask directly when a lot of the con­tro­versy had been about the request to delete e‑mails. You didn’t per­so­nally ask Pro­fessor Jones … directly whether he had deleted those emails?

Sir Muir Russell: That would have been saying: ‚Did you commit a crime?‘, and we would have had to go into a com­pletely dif­ferent area of the rela­ti­onship and formal role for the inquiry“.

Mit anderen Worten, weil Muir Russel Angst hatte, die Antwort von Jones könnte einen Straf­tat­be­stand kon­sti­tu­ieren, hat er die Frage, die diese Antwort zur Folge gehabt hätte, gar nicht erst gestellt. Eine Form der Auf­klärung, deren Ziel darin besteht, nichts auf­zu­klären und die Zeit, die man mit Nicht­auf­klärung ver­bracht hat als Beleg für die Unschuld des Ange­klagten zu verkaufen.

Können Sie es noch hören?
Wir nicht mehr.
Wir haben die stän­digen Mel­dungen in Shit­stream-Medien, in denen mit Bezug auf „Coper­nicus“, den „Kli­ma­dienst der EU“ eine Super­lative mit der nächsten aus­ge­tauscht wird, satt – sie kommen uns zu den Ohren heraus:

  • Der wärmste Januar seit Beginn der Aufzeichnungen;
  • Der wärmste Februar seit Beginn der Messung;
  • Der wärmste März seit immer;
  • Das wärmste Jahr seit Erfindung des Thermometers;

Indes, je weniger Leute diesen BS glauben, desto fre­ne­ti­scher werden die­je­nigen, die ihn ver­breiten müssen/wollen/sollen:

Seinen neusten Aus­druck hat dieser Unfug heute bei der Tages­schau in der fol­genden Weise gefunden:

Coper­nicus, eines der her­aus­ra­genden Bei­spiele dafür, dass alles, was der EU in die Hände fällt, zu ideo­lo­gi­schen Zwecken miss­braucht wird, soll Erkennt­nisse zum Kli­ma­wandel haben, die zeigen, dass 2024 „das wärmste Jahr seit Beginn der Wet­ter­auf­zeich­nungen in Europa“ gewesen sein soll.

Und uns reicht es jetzt.
Wir haben keine Lust mehr, bei diesem pseudo-wis­sen­schaft­lichen Betrug zuzusehen.

Denn:

  • Die Refe­renz­pe­riode, auf die sich die Behauptung des wärmsten wasauch­immer bezieht, ist weit­gehend erfunden;
  • die Daten, die not­wendig wären, um solche Behaup­tungen auf­zu­stellen, sind nicht vorhanden;
  • die umfang­reichen Lücken, die es in den Daten gibt, werden ent­weder mit viel Phantasie
  • oder mit freier Erfindung geschlossen.

Es gibt KEI­NERLEI wis­sen­schaft­liche Grundlage, um Behaup­tungen auf­zu­stellen, wie sie regel­mäßig auf­ge­stellt werden, vom hei­ßesten Jahr bis zum hei­ßesten Monat seit Beginn der Klimalügen …

Und nun das Ganze ausführlich.

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Der Betrug mit der Referenzperiode

Um zu belegen, dass die indus­trielle Revo­lution und der Einsatz fos­siler Brenn­stoffe, der den Wohl­stand, den manche heute so furchtbar finden, dass sie ihn so vielen Men­schen wie möglich nehmen wollen, für den Kli­ma­wandel ver­ant­wortlich sind, ist der Zeitraum von 1850 bis 1900 ein ganz wich­tiger Zeitraum. Er gilt den Kli­ma­kul­tisten als „REFE­RENZ­ZEITRAUM“ oder REFE­RENZ­PE­RIODE, als Zeit, in der das Klima noch unver­schmutzt von mensch­lichen Emis­sionen quasi in einem reinen Zustand ver­harrt hat, einem Gleich­ge­wicht gefrönt hat, das Men­schen nun zer­stört haben.

Ein Bei­spiel für diese gelebte Mytho­logie finden Sie z.B. in der Tages­schau.

„So sprach die US-Kli­ma­be­hörde NOAA Mitte November von einer Wahr­schein­lichkeit von mehr als 99 Prozent, dass das Jahr das wärmste seit 1850 werde. Gänzlich fest­gelegt hatte sich bislang aber keine der rele­vanten Institutionen.

Samantha Burgess, stell­ver­tre­tende Direk­torin des Coper­nicus Climate Change Service (C3S), verwies in einer Mit­teilung darauf, dass das Jahr 2023 Tem­pe­ra­tur­re­korde für gleich mehrere Monate auf­ge­stellt habe – auch für November. „Die außer­ge­wöhn­lichen glo­balen November-Tem­pe­ra­turen, dar­unter zwei Tage, die einen Tem­pe­ra­turwert erreichten, der zwei Grad über der vor­in­dus­tri­ellen Tem­pe­ratur liegt, bedeuten, dass 2023 das wärmste Jahr seit Beginn der Auf­zeich­nungen ist.

Bis ein­schließlich November haben die glo­balen Durch­schnitts­tem­pe­ra­turen 1,46 Grad Celsius über dem vor­in­dus­tri­ellen Refe­renz­zeitraum 1850–1900 gelegen, wie Coper­nicus weiter mit­teilte. 2023 sei bislang 0,13 Grad wärmer als die ersten elf Monate des bis­he­rigen Rekord­halters 2016.“

Sie sehen die Bedeutung des Refe­renz­zeit­raums von 1850 bis 1900, jener reinen, von mensch­lichen Emis­sionen nicht ver­pes­teten Zeit, die wohl mit „Build Back Better“ ange­strebt wird. Indes, der Zeitraum 1850 bis 1900 ist ein etwas selt­samer 50 Jahre umspan­nender Refe­renz­zeitraum, von dem man sich fragt, wo seine Werte herkommen.

Sie kommen, wie man oben lesen kann, von Copernicus.

Coper­nicus gehört als von der EU finan­zierte und wohl auch gesteuerte Orga­ni­sation zu den Orga­ni­sa­tionen, die sich mit Daten­trans­parenz brüsten. Ergo haben wir uns die Daten, auf die Samantha Burgess in ihrem Wär­me­rekord­schreiben Bezug nimmt, besorgt, man bekommt sie hier und einmal aus­ge­zählt, auf welchen Mess­sta­tionen in welchen Teilen der Erde die für die Jahre 1850 bis 1900 errechnete globale Durch­schnitts­tem­pe­ratur basiert, die als Basis für die angeb­liche Stei­gerung um 1,46 Grad Celsius dient.

Nun, schicken wir gleich vorweg, dass für die Erd­tem­pe­ratur der Jahre 1850 bis 1900 China und Süd­ost­asien voll­kommen uner­heblich sind, weder China noch Japan noch Indien noch Thailand, Indo­nesien, die Phil­ip­pinen um nur einige zu nennen, kommen im „Refe­renz­zeitraum von 1850 bis 1900“ auch nur mit einem Mess­datum vor. Damit nicht genug: die globale Tem­pe­ratur, berechnet für die vor-indus­trielle Zeit von 1850 bis 1900 die zur Grundlage aller Behaup­tungen über die erheb­liche Zunahme der Tem­pe­ra­turen geworden ist, umfasst kei­nerlei Daten von nicht nur

  • Asien
  • sie umfasst kei­nerlei Daten für Süd­amerika und
  • Afrika ist auf Algerien, Marokko, Tunesien und Ägypten im Norden, sowie Süd­afrika im Süden geschrumpft.

Die Erd­tem­pe­ratur der Refe­renz­pe­riode 1850 bis 1900 ist im Wesent­lichen eine nord­ame­ri­ka­nische Tem­pe­ratur, die vor­nehmlich auf Mess­daten aus den USA basiert: 83,4% der Tem­pe­ra­tur­daten für die „globale Tem­pe­ratur“ der „Refe­renz­pe­riode 1850 bis 1900“ für die Nord­halb­kugel stammen aus den USA, 75,9% aller Mess­sta­tionen, auf deren Grundlage die globale Tem­pe­ratur der „Refe­renz­pe­riode 1850 bis 1900“ berechnet wird, stehen in den USA, weitere knapp 10% in Kanada. Diese Schlag­seite der Daten­grundlage nicht nur zu ver­schweigen, sondern die für den „Refe­renz­zeitraum von 1850 bis 1900“ errech­neten Tem­pe­ra­turen als „globale Tem­pe­ra­turen“ aus­zu­geben, das ist Betrug.

Eine weitere Mög­lichkeit, die Schlag­seite der Daten zu zeigen, auf deren Grundlage man bes­ten­falls Aus­sagen über die USA und Kanada machen kann, ist die Unter­scheidung der Mess­sta­tionen in die­je­nigen, die auf der Nord­halb­kugel stehen und die­je­nigen, die auf der Süd­halb­kugel stehen. Die fol­gende Abbildung zeigt u.a. das Ergebnis dieser Gegenüberstellung.

Gerade einmal 9% der Mess­sta­tionen, auf deren Daten­grundlage die Tem­pe­ratur der Refe­renz­pe­riode 1850 bis 1900 errechnet wird, als Maßzahl der vor­in­dus­tri­ellen Tem­pe­ratur, die für die Kli­ma­kul­tisten so wichtig ist, stehen auf der Süd­halb­kugel und dort finden sie sich im Wesent­lichen, von ein paar ver­sprengten Mess­sta­tionen in Süd­afrika und zwei Mess­sta­tionen auf Sri Lanka abge­sehen, in Aus­tralien. Die Erd­tem­pe­ratur ist offen­kundig eine Tem­pe­ratur, die unab­hängig von lokalen Tem­pe­ra­turen in Indien, China, Süd­ost­asien, Süd­amerika und weiten Teilen Afrikas errechnet werden kann.

Wenn es möglich ist, die Tem­pe­ratur der Erde für den Zeitraum von 1850 bis 1900 ohne dabei große Teile der Erde zu berück­sich­tigen, zu errechnen, dann stellt sich die Frage, ob man nicht gleich ganz ohne Mess­daten aus­kommen kann, zumal deren Ver­teilung über die Jahre sehr ungleich ist, ganze 32 Mess­sta­tionen bilden die Grundlage für die globale Erd­tem­pe­ratur-Berechnung der Jahre 1850 bis 1859, 62 weitere kommen von 1860 bis 1869 hinzu. Wie die Abbildung oben zeigt, ist auch die Behauptung, der gesamte Zeitraum von 1850 bis 1900 sei Refe­renz­pe­riode schlicht Betrug, denn 77% der Mess­sta­tionen wurden erst nach 1890 in Betrieb genommen.

Das alles ist ein rie­sen­großer Humbug, der letztlich Wis­sen­schafts­betrug dar­stellt, und wer vor diesem Hin­ter­grund einen Ver­gleich heu­tiger Daten mit den Daten der Refe­renz­pe­riode 1850 bis 1900 vor­nimmt und behauptet, daraus auch nur irgendeine Infor­mation über die Ent­wicklung der glo­balen Erd­tem­pe­ratur ent­nehmen zu können, der hat ent­weder nicht mehr alle Tassen im Schrank oder er ist ein Betrüger.

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Die Erfindung der vor­in­dus­tri­ellen Kaltzeit in Europa

Dass Coper­nicus von der Euro­päi­schen Kom­mission finan­ziert wird, das sieht man schnell:

Sie sehen, der nächste Schritt in der Ent­wicklung dieser Abbildung ist vor­her­be­stimmt: Die Abbildung fängt Feuer. Und genau diesen Ein­druck, dass die nächste Stufe der offene Brand ist, wollen die Leute bei Coper­nicus erwecken, und das ist genau der Grund dafür, dass man ihnen jede wis­sen­schaft­liche Ernst­haf­tigkeit bereits nach diesem kurzen Blick auf die Abbildung absprechen kann, getrost absprechen kann, mit einer Irr­tums­wahr­schein­lichkeit von weniger als 5%.

Wir wollen Ihre Auf­merk­samkeit auf die gestri­chelte Null-Linie richten, die mit „Refe­rence for pre-indus­trial level 1850 to 1900“ beschriftet ist und mit der der Ein­druck erweckt werden soll, dass seit Beginn der Indus­tria­li­sierung die globale Tem­pe­ratur um 2 Grad Celsius gestiegen sei. Viel­leicht haben Sie sich wie wir schon einmal gefragt, wie die „globale Tem­pe­ratur“ für den Zeitraum 1850 bis 1900 also der Tem­pe­ratur-Durch­schnitt über 50 Jahre berechnet wurde, auf welchen Daten er basiert.

Reka­pi­tu­lieren wir den vor­aus­ge­henden Abschnitt:

Wir haben anhand der Daten, aus denen Coper­nicus seine Infor­ma­tionen schöpft, die Anzahl der Mess­sta­tionen zusam­men­ge­stellt, die seit 1850 Tages­daten liefern. Dabei konnten wir nicht nur zeigen, dass die globale Durch­schnitts­tem­pe­ratur für die Jahre 1850 bis 1900 bes­ten­falls eine Durch­schnitts­tem­pe­ratur für Nord­amerika ist, denn rund 90% der Mess­sta­tionen, die von 1850 bis 1900 in Betrieb sind oder genommen wurden, stehen in den USA und Kanada, es ist auch eine globale Durch­schnitts­tem­pe­ratur, für die große Teile der Erde offen­kundig nicht relevant sind, denn China, Indien, Japan, Süd­ost­asien, Süd­amerika und der größte Teil von Afrika bleibt unbe­rück­sichtigt. Mit anderen Worten: die „Refe­rence for pre-indus­trial level 1850 to 1900“ ist ein Hoax.

Nun ist die vor­in­dus­trielle Tem­pe­ratur für die Kli­ma­kul­tisten eine sehr wichtige Größe, denn ihre gesammte Erzählung basiert auf der Behauptung, CO2, das es vor­in­dus­triell, in den Zeiten reiner Luft, sel­tener gab, dazu geführt hat, dass es kälter war. Und vor 1850 war alles reine Luft, wie man sie in der fol­genden Abbildung aus Man­chester sehen kann, die aus dem Jahr 1857 stammt und offen­kundig, wenn 1850 die Grenze zur vor­in­dus­tri­ellen Zeit festlegt, sind die vielen Fabriken von Cot­to­no­polis, die zu sehen sind, erst kürzlich errichtet worden… obschon Alexis de Toc­que­ville bereits 1835 von seinen Ein­drücken aus Man­chester, der Stadt, in der die Sonne nur eine fahle Scheibe hinter einer Wand aus Rauch sei, berichtet hat. Hat sich wohl getäuscht, der Alexis.

Wie akkurat die Messung der vor­in­dus­tri­ellen Tem­pe­ratur, die 1850 beginn, dem Jahr, ab dem das CO2 nur so in die Umwelt schwirrt, wegen der indus­tri­ellen Revo­lution und beginnt, das Klima zu ver­ändern, das ist eine Frage, die uns schon länger beschäftigt. Die Analyse oben hat ergeben, dass man, wenn man die vor­han­denen Daten für den Zeitraum von 1850 bis 1900 zur Grundlage von Aus­sagen über die Ent­wicklung der „glo­balen Tem­pe­ratur“ machen will, wie dies bei Copernicus/EU der Fall ist, bereit sein muss, seine wis­sen­schaft­liche Lau­terkeit in der Pfeife zu rauchen und sich ein­reden muss, dass global auch dann global ist, wenn Daten für mehr als die halbe bewohnte Erde fehlen.

Wie sehr man sich ver­kaufen muss, um den Zeitraum von 1850 bis 1900 zur Basis­messung der Tem­pe­ra­tur­ent­wicklung zu erklären, das zeigen wir in diesem Abschnitt am Bei­spiel der Daten für Europa.

Euro­päische Mess­sta­tionen, die Tages­tem­pe­ra­turen erfassen, sind im Zeitraum von 1850 bis 1900 eher selten. Im Verlauf der 50 Jahre addiert sich ihre Zahl auf 338. Im Jahr 1850 und in den fol­genden 5 Jahren bleibt ihre Zahl bei einer Mess­stelle, die sich in den Nie­der­landen befindet. Im Jahr 1856 gesellt sich noch eine weitere Mess­stelle in Öster­reich hinzu. Die beiden  Mess­stellen messen für ganz Europa die Tem­pe­ratur, bis sich 1858 eine dritte in Kroatien findet. Die Ent­wicklung der Tem­pe­ra­tur­messung in Europa ist in der fol­genden Abbildung dar­ge­stellt. Wie man sieht, ist die Behauptung, der Zeitraum von 1850 bis 1900 sei Referenz für in diesem Fall Europa eine wilde Behauptung, die sich von einer dreisten Lügen nicht unter­scheiden lässt.

An die Messung einer „euro­päi­schen Tem­pe­ratur“ ist vor 1881 über­haupt nicht zu denken und auch danach ist das, was gemessen wird, eher ekk­lek­tisch, spart weite Teile Europas, deren Tem­pe­ratur für die euro­päische Durch­schnitts­tem­pe­ratur, so muss man schließen, vor 1900 schlicht irrelevant ist, wenn es nach der EU und Coper­nicus geht, aus. So finden sich kei­nerlei Tem­pe­ra­tur­mes­sungen für den gesamten Zeitraum von 1850 bis 1900 für:

  • Belgien
  • Finnland
  • Island
  • Polen
  • Ungarn
  • Tsche­chien
  • die Slo­wakei
  • Slo­wenien
  • Serbien
  • Bul­garien
  • die Türkei
  • Albanien
  • Maze­donien
  • Mon­te­negro
  • Grie­chenland

Mit einer ein­zigen Mess­station wird in den 50 Jahren der vor­in­dus­tri­ellen Zeit, die Tem­pe­ratur in

  • Por­tugal,
  • Spanien,
  • Litauen,
  • Mol­dawien,
  • Bosnien-Her­ze­gowina und
  • auf Zypern

gemessen. Offen­kundig zeichnen sich die Daten zur Messung der Tem­pe­ratur für den Refe­renz­zeitraum von 1850 bis 1900 vor allem dadurch aus, dass es sie nicht gibt.

Ein gutes Maß dafür, wie lückenhaft die Messung für 1850 bis 1900, die dessen unge­achtet als valide Messung ver­kauft werden soll, tat­sächlich ist, gibt die Gegen­über­stellung der Anzahl der Mess­stellen pro Land, die 1850 bis 1900 genutzt wurden, mit denen, die heute genutzt werden. Die nächste Abbildung zeigt das Ergebnis dieser Gegenüberstellung.

Nicht nur, wird die Tem­pe­ratur für einen Refe­renz­zeitraum auf Basis von Daten berechnet, die sich vor­nehmlich dadurch aus­zeichnen, dass es sie nicht gibt, es werden zudem wenige Mess­daten einer viel grö­ßeren Menge von aktu­ellen Mess­daten gegen­über­ge­stellt. Das ist einer­seits ein Anfän­ger­fehler ande­rer­seits viel­leicht Absicht, immerhin geht es darum, den bren­nenden Pla­neten nicht nur farblich, sondern auch in Daten dar­zu­stellen, und wenn dazu die Daten inter­po­liert, extra­po­liert, erfunden werden müssen.

Was dem Ganzen einen gewissen Twist in die Bos­haf­tigkeit gibt, haben wir als Welt­karte dargestellt.

Sie sehen hier die Anzahl der Mess­sta­tionen für den Zeitraum von 1850 bis 1900 nach euro­päi­schem Land abge­tragen. Je blauer die Dar­stellung, desto größer die Anzahl der Mess­sta­tionen, je weißer desto geringer. Ist es nicht erstaunlich, dass die Anzahl der Mess­sta­tionen in den eher kalten Ländern Europas sehr hoch ist, während sie in den eher warmen Ländern im Süden Europas sehr gering bzw. dort über­haupt keine Mess­sta­tionen vor­handen sind?

Diese schiefe Ver­teilung der Mess­sta­tionen führt zwangs­läufig dazu, dass die tat­säch­liche Tem­pe­ratur, sofern es eine solche für Europa als Durch­schnitt geben kann, UNTER­SCHÄTZT als zu kalt aus­ge­wiesen wird, ein Daten­problem, das man in keiner Weise beheben kann, viel­leicht auch gar nicht beheben will…

Und wenn man es nicht beheben will, weil es gerade zweck­mäßig ist, dann ist der Betrug offenkundig.

Bleibt fest­zu­halten, dass die Ein­gangs dar­ge­stellte Abbildung Unsinn ist, denn die Berech­nungs­grundlage aller Kurven: „Refe­rence for pre-indus­trial level 1850 to 1900“ ist nicht vor­handen, sie ist ent­weder frei erfunden oder mit mathe­ma­ti­schen Tricks, die gewöhnlich genutzt werden, um Erfin­dungen als etwas Anderes aus­zu­geben, geschaffen worden.

Sie ist nicht real.
Es gibt keine vor­in­dus­trielle Tem­pe­ratur für Europa oder gar global, die nicht mehr oder minder frei erfunden ist, schon weil das Konzept einer Durch­schnitts­tem­pe­ratur für den Pla­neten kei­nerlei Sinn hat.

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Mut zur Lücke – 70% Fehler

70% der Erde sind mit Wasser bedeckt.

Ozeane sind für den Tem­pe­ra­tur­haushalt der Erde von großer Bedeutung, nicht nur, weil z.B. Ströme wie der Golf-Strom für recht ange­nehme Tem­pe­ra­turen in diesem Fall auf den bri­ti­schen Regen­inseln sorgen.

Man würde also annehmen, dass die Ober­flä­chen­tem­pe­ra­turen des Meeres dann, wenn vor­ge­geben wird, dass eine GLOBALE TEM­PE­RATUR für den gesamten Pla­neten berechnet wird, eine ent­spre­chende Bedeutung zukommt.
Die ent­spre­chende Bedeutung über­setzt sich in Mess­punkte, geo­gra­phische und zeit­liche, die die Daten für Behaup­tungen einer stei­genden Tem­pe­ratur auf dem Pla­neten SEIT VOR­IN­DUS­TRI­ELLER ZEIT zur Ver­fügung stellen.

Denn: Die VOR­IN­DUS­TRIELLE ZEIT ist der Dreh- und Angel­punkt der Kli­ma­wandel-Erzählung. Nur dann, wenn Men­schen damit beginnen, in großem Stil CO2 zu emit­tieren und diese große Menge mehr oder minder zu einem bestimmten Zeit­punkt beginnt und nur dann, wenn diese Emis­sionen mit einer stei­genden Tem­pe­ratur des Pla­neten ein­her­gehen, kann über­haupt ein Zusam­menhang zwi­schen CO2 und stei­genden Tem­pe­ra­turen her­ge­stellt werden. Ob dieser Zusam­menhang dann eine Kau­sa­lität oder Rau­schen abbildet, ist eine andere Frage.

Aus diesem Grund sind Tem­pe­ra­tur­mes­sungen VOR BEGINN der indus­tri­ellen Revo­lution, das ist in den Daten der ent­spre­chenden Klima-Erzähler, gemeinhin der Zeitraum von 1850 bis 1900 von erheb­licher Bedeutung, denn ohne diese Tem­pe­ra­tur­mes­sungen stürzt die ganze Kli­ma­wandel-CO2-Erzählung in sich zusammen.

Oben haben wir bereits gezeigt, dass Tem­pe­ra­tur­mes­sungen an Land für den Zeitraum von 1850 bis 1900 vor­nehmlich Mes­sungen in den USA und Kanada sind, während Asien, Afrika, Süd­amerika über­haupt nicht oder nur in sehr geringem Umfang mit Daten zur ver­meint­lichen Messung der glo­balen Tem­pe­ratur beitragen.

Ein genauer Blick auf die wenigen Daten aus Europa zeigt, dass vor allem aus Ländern mit käl­terem Klima, wie Schweden, Nor­wegen oder Russland, Tem­pe­ra­tur­mes­sungen für den Zeitraum von 1850 bis 1900 vor­handen sind, während süd­liche Länder ent­weder über­haupt keine Berück­sich­tigung finden (Grie­chenland und die Türkei zum Bei­spiel) oder lediglich einen Mess­zeit­punkt zum gesamten Zeitraum bei­steuern (wie Italien, Por­tugal und Spanien).

Schon die Mes­sungen, die für 30% Land­masse der Erde vor­handen sind, erlauben eigentlich nur dem­je­nigen die Behauptung auf­zu­stellen, er könne die globale Tem­pe­ratur berechnen, der Lau­terkeit schon seit jeher im Bereich ihm unver­ständ­licher Fremd­worte führt. Indes, die Erzählung der glo­balen Erwärmung, die über den Kli­ma­wandel zur Kli­ma­krise eska­liert wurde, steht auf noch tönernen Füßen, immerhin fehlen noch 70% der Erde, die Tem­pe­ra­tur­daten liefern können.

Vor diesem Hin­ter­grund haben wir uns auf die Suche nach den Daten gemacht, die Auf­schluss über die Tem­pe­ratur auf Welt­meeren geben können, und zwar für diese Tem­pe­ratur in vor­in­dus­tri­eller Zeit, also ab 1850 und bis 1900. Die ent­spre­chenden Daten haben wir – dieses Mal nach etwas Suche – bei Coper­nicus gefunden. Die fol­gende Seite stellt den Stand der Daten bzw. die umfas­sende Misere dessen, was Tem­pe­ra­tur­messung sein soll, in ihrem ganzen Elend dar.

Quelle: Coper­nicus

Gehen wir die Seite der Reihe nach durch.

Die Abbildung im Kasten zu Beginn der Seite gibt eine Ein­schätzung ab, wie viele Mes­sungen jeweils für Qua­dranten von einem Grad Länge und einem Grat Breite vor­liegen. Je röter der „Daten­punkt“, desto weniger Mes­sungen. Je gelber der Daten­punkt, desto häu­figer die Messung.

Das sind offen­kundig Angaben, mit denen man herzlich wenig anfangen kann. Gehen wir daher in die Zahlen: 1.380.628 Beob­ach­tungen liegen für den Zeitraum von 1850–1925 vor, wie man der Legende zu Beginn der Seite ent­nehmen kann. Das ent­spricht 53 Mes­sungen pro Tag, die 70% der Ober­fläche der Erde reprä­sen­tieren sollen. Wie absurd bereits dieses Ergebnis ist, wird schnell deutlich, wenn man bedenkt, dass die Erde in 180 Breiten- und 360 Län­gen­grade ein­ge­teilt ist, was 64.800 Qua­dranten zu je einem Längen- und Brei­tengrad zur Folge hat, davon – der Ein­fachheit halber auf Basis von 70% Welt­meer­anteil an der Ober­fläche der Erde: 45.360 Qua­dranten im Meer. 53 davon werden im Durch­schnitt der Jahre 1850 bis 1921 erfasst und zur Grundlage der Messung der glo­balen Tem­pe­ratur gemacht.

Irrer geht es kaum noch – oder?
Doch.

Gehen wir zur rechten Seite der Abbildung im Kasten.
Die erste Abbildung zeigt einen ein­samen Balken, die zweite Abbildung fügt einen wei­teren ein­samen Balken hinzu. Beide Balken stehen für die Häu­figkeit, mit der Tem­pe­ra­tur­mes­sungen für bestimmte Breiten- oder Län­gen­grade in den Daten vor­handen sind. Die Tem­pe­ra­tur­mes­sungen sind weit­gehend für die­selben Längen- und Brei­ten­grade vor­handen, wie man sehr leicht erkennen kann. 53 Mes­sungen am Tag, Mes­sungen für 0,12% der Mee­res­fläche, die sich weit­gehend im selben Längen- oder Brei­tengrad finden.

Irre hoch zwei.
Aber damit ist nun Schluss – oder?
Das ist nicht mehr stei­gerbar – oder?
Doch, ist es.

Im unteren Bereich der Seite finden sich Bal­ken­dia­gramme, eines davon ist mit SST [Sea-Surface-Tem­pe­rature] beschriftet. Es zeigt, zu welchen Zeit­punkten die wenigen Tem­pe­ra­tur­daten, die für im Wesent­lichen einen Längen- und Brei­tengrad Mee­res­fläche gesammelt wurden, vor­handen sind.

Sie sind im Wesent­lichen für den Zeitraum Mitte 1880 bis 1900 vorhanden.

Die Aus­sagen über die globale Tem­pe­ratur im Zeitraum von 1850 bis 1900, also für die vor­in­dus­trielle Refe­renz­pe­riode, auf der alle Behaup­tungen, es sei um x Grad wärmer geworden gründen, basieren somit für 70% der Erde, die mit Wasser bedeckt sind auf

  • Mes­sungen, die weit­gehend im selben Bereich gemacht werden,
  • maximal 0,12% der Was­ser­ober­fläche abbilden,
  • bes­ten­falls den Zeitraum von 1885 bis 1900 umfassen

Zu diesem Trau­er­spiel an Daten, das wirklich nur Leute als Daten­basis aus­geben können, die jede Form wis­sen­schaft­licher Lau­terkeit ver­missen lassen, gesellt sich – kommen wir noch einmal darauf zurück – das Trau­er­spiel der Land­daten, die für den Zeitraum von 1850 bis 1900

  • zu gut 90% aus den USA und Kanada stammen,
  • Daten im Wesent­lichen ab 1890 abbilden,
  • in Europa ein klares Über­ge­wicht für Tem­pe­ra­tur­daten aus käl­teren Ländern aufweisen.

Mit der­ar­tigen Daten kann man beim besten Willen nichts anfangen.
Aber man kann natürlich extra­po­lieren und inter­po­lieren und Lücken füllen, wird sich aber fragen lassen müssen, warum man die Daten nicht gleich selbst erfunden hat.

Noch der Voll­stän­digkeit halber:
Wie die ersten vier Bal­ken­dia­gramme unter der Abbildung zeigen, stammen die wenigen Daten fast aus­schließlich von Schiffen (Ship), so gut wie gar nicht von festen Mess­bojen (mbuoy) oder trei­benden Bojen (dbuoy). Unter „other“ wird u.a. der Anteil von feh­lenden Daten dar­ge­stellt. Rote Balken bilden alle vor­han­denen Daten ab, blaue Balken die ver­füg­baren Daten.

 

Erfinden wir, der Ein­fachheit halber, doch gleich die Daten

Nehmen wir einmal mehr eine Pres­se­meldung des EU-Kli­ma­dienstes, Coper­nicus, zum Ausgangspunkt:

Was da im Ein­zelnen steht, ist irrelevant. Relevant für uns ist, dass hier behauptet wird, dass ein Wert, der irgendwie gemessen wurde, über dem Durch­schnitt einer Reihe anderer Werte liegt, die eben­falls irgendwie gemessen wurden.

Reka­pi­tu­lieren wir die Datenlage ein wei­teres Mal anhand zweier zwi­schen­zeitlich bekannter Abbil­dungen: Die beiden fol­genden Abbil­dungen zeigen das Ausmaß der Fehl­stellen, die sich ergeben, wenn man nur Aus­sagen über die „Tem­pe­ratur-Ent­wicklung“ in Europa machen will, ein insofern ein­fa­cheres Unter­fangen für die Ermittlung der „glo­balen Tem­pe­ratur“ als es in Europa immerhin spo­ra­disch Daten gibt, die man zur Bestimmung der Monats- oder Jah­res­durch­schnitts­tem­pe­ratur (für sich schon eine Absur­dität) her­an­ziehen kann.

 

 

Das ist indes die Aus­nahme, wie die fol­gende Abbildung zeigt:

Die Abbildung zeigt die Grundlage der Berechnung der „glo­balen Tem­pe­ratur“, wie sie am Hadley Center for Climate Science and Ser­vices der bri­ti­schen MET Office vor­ge­nommen wird: Alle grauen Flächen, die in der Abbildung oben ent­halten sind, sind Orte, Regionen auf der Erde, für die KEI­NERLEI Mess­werte vor­liegen, es sind feh­lende Wert, mit denen man umgehen muss, wenn man, wie es in allen Daten­sätzen üblich ist, für jede Hemi­sphäre einen ein­fachen oder gewich­teten Mit­telwert errechnen und als globale Tem­pe­ratur aus­geben will.

Wir haben diese Abbildung, die das tat­säch­liche Ausmaß der Fehl­stellen in glo­baler Tem­pe­ra­tur­messung angibt, hier ein­gefügt, um das fol­gende Video von Coper­nicus damit zu unter­bauen, in dem eine sehr geschönte und in weiten Teilen mit der Rea­lität nicht mehr in Ein­klang zu brin­gende Dar­stellung der Methoden gegeben wird, mit denen die Fehl­stellen, bei Coper­nicus wird der Ein­druck erweckt, es seien viel weniger, gefüllt werden.

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Das Erstaun­liche an diesem Video ist zunächst einmal, dass ganz offen zuge­geben wird, dass die Daten, auf deren Grundlage dann Aus­sagen wie: „hei­ßester Sommer seit Beginn der Auf­zeich­nungen“ gemacht werden, über­haupt nicht vor­handen sind. Dass es lediglich ein paar punk­tuelle Mes­sungen, zuweilen Erzäh­lungen, Mes­sungen, die an zwei Jahren auf einem Schiff entlang der Fahrt­route zwi­schen dem UK und den USA gemacht wurden und so weiter, gibt, deutlich weniger Mes­sungen als Mess­zeit­punkte und Orte. Freilich wird im Video durch die Puzzle-Dar­stellung nicht nur der Ein­druck erweckt, die Art des Teils, das ein­ge­passt werden soll, sei bekannt, was falsch ist, es wird auch der Ein­druck erweckt, dass die Zahl der unbe­kannten Puz­zle­teile viel geringer sei als sie tat­sächlich ist.

Wie auch immer, die Leute von Coper­nicus wollen tat­sächlich den Ein­druck ver­mitteln: Man nehme die bekannten Daten, nutze die heu­tigen Kli­ma­mo­delle, die bereits auf ANNAHMEN darüber, wie sich die Tem­pe­ratur in den letzten Jahr­hun­derten ent­wi­ckelt hat – sie ist gestiegen, zumindest in diesen Modellen, basieren, ziehe eine tolle Glei­chung hinzu und fertig sei die REANALYSE und die kor­rekte Tem­pe­ra­tur­messung für das Jahr 1837.

Das grenzt an Betrug.

Nicht nur, weil dann, wenn man in den eigenen Kli­ma­mo­dellen annimmt, dass die Tem­pe­ra­turen im Verlauf der Zeit gestiegen sind, die für die Ver­gan­genheit berech­neten Tem­pe­ra­turen deshalb natürlich geringer aus­fallen werden als die heu­tigen Tem­pe­ra­turen, auch, weil tat­sächlich ver­sucht wird, eine Inter­po­lation, eine Schätzung der Ergeb­nisse für die wir KEI­NERLEI Mög­lichkeit haben, fest­zu­stellen, ob sie richtig ist, weil niemand ins Jahr 1876 zurück­reisen kann, um die globale Tem­pe­ratur zu nehmen, als wahre Messung als kor­rekte Messung aus­zu­geben und das Ganze mit dem Begriff „Reanalyse“ noch in einer betrü­ge­ri­schen Weise zu benennen, die den Ein­druck ver­mitteln muss, man würde nur BEKANNTES neu analysieren.

Das ist nicht der Fall: Es wird UNBE­KANNTES geschätzt, und niemand hat eine Mög­lichkeit zu prüfen, ob diese Schätzung weit daneben, voll­kommen daneben oder kaum daneben ist.

Um das Vor­gehen, das hier als reliable Methode ver­kauft werden soll, einmal als das dar­zu­stellen, was es ist:

Stellen Sie sich vor, sie wollen die durch­schnitt­liche Größe der Ein­wohner von Berlin im Jahr 1865 bestimmen. Eine – ver­glichen mit der Aufgabe, die man bei Coper­nicus als einfach zu lösende Aufgabe aus­geben will – geradezu über­schaubare Aufgabe. Als Daten haben sich ein­zelnen Berichte von Ärzten, von Mus­te­rungs­kom­mis­sionen, den ein oder anderen Tage­buch­eintrag und ein paar rudi­mentäre Sta­tis­tiken, die bei Ein­schu­lungs­un­ter­su­chungen in christ­lichen Schulen geführt wurden.

Die ein­zelnen Daten zur Größe unter­schied­licher Bewohner von Berlin ordnen sie nun Ber­liner Bezirken zu und errechnen, dass man für jeden Bezirk rund 50 Daten­punkte für unter­schied­liche Bewohner benötigt, um ein Bild über die durch­schnitt­liche Größe der Bewohner zu gewinnen. Heute sind die Men­schen größer als damals, so folgern Sie, weil Sie es folgern wollen, denn heute ist alles größer, schöner, besser, also auch die Men­schen. Außerdem haben Sie für Berlin aktuelle Daten über die Grö­ßen­ver­teilung der Ein­wohner, von der sie annehmen, dass man sie mit einem Abzug von 0,012% pro Jahr auf das Jahr 1865 zurück­rechnen kann. Und zwar mit einer ganz tollen Formel, wie im Video oben.

In Berlin haben wir, sagen wir 20 Bezirke, die mit zwi­schen 10 und 60 Leuten gefüllt sind. Wir haben also zu wenige Daten­punkte und zu viele. Letz­teres ist ein schnell zu lösendes Problem: Wir schließen einfach die Aus­rei­ßer­werte, sowohl in Kör­perhöhe nach oben als auch nach unten aus. Ers­teres Problem lösen wir durch Inter­po­lation, indem wir jeden Ber­liner Bezirk in 50 Grö­ßen­qua­drate ein­teilen und die Daten, die wir haben, darauf ver­teilen. Wir ordnen die pro Bezirk vor­han­denen Daten im Abstand von einem Qua­dranten zuein­ander an und errechnen die Kör­per­größe des feh­lenden Qua­dranten, über unsere tolle Formel, die letztlich einen Durch­schnitt aus den beiden bekannten Kör­per­größen bildet, der wie­derum vor dem Hin­ter­grund dessen, was wir über die Ver­teilung der Kör­per­größe im Jahre 1865 auf Basis der heu­tigen Ver­teilung und unserer Annahme, dass damals alle kleiner waren, zu wissen glauben. Auf diese Weise füllen wir Quadrat um Quadrat, was selbst kein Problem ist, wenn nur zwei Aus­gangs­daten vor­handen sind: wir inter­po­lieren einfach zwi­schen bereits inter­po­lierten Qua­draten. Am Ende sind alle Qua­drate gefüllt. Alle Daten errechnet, ob die Ergeb­nisse indes richtig sind, das wissen wir nicht. Wir nehmen es an. So wie wir ange­nommen haben, dass 1865 alle im Durch­schnitt kleiner waren und sind stolz auf unsere Rechnung ohne demons­trier­baren Wert.

Indes, dass kei­nerlei Mög­lichkeit besteht, unsere Rechnung zu prüfen, unser Ergebnis als korrekt aus­zu­weisen, ist insofern kein Problem, als wir die Ideo­logen auf unserer Seite haben und die­je­nigen, die aus der zuneh­mende Kör­per­größe von Men­schen einen Gewinn zu schlagen im Stande sind, indem sie Eltern Wachs­tums­blocker für ihre Kinder ver­schreiben, denn im 21. Jahr­hundert hat sich die lukrative Ansicht durch­ge­setzt, dass eine Kör­perhöhe von nicht mehr als 175 Zen­ti­meter der optimale Aus­gangs­punkt für ein gesundes Leben ist.

Eine her­me­tische Dar­stellung, an der nur die Kör­per­höhen-Leugner Anstoß nehmen, die wir durch Zensur aus dem Diskurs aus­schließen. Und damit auch rele­vante Anteile der Eltern Wachs­tums­blocker für ihre Kinder kaufen, kaufen wir ein paar Deppen in Redak­tionen, die dann Mel­dungen in die Welt schreiben wie: Größte globale Kör­perhöhe seit Beginn der Auf­zeichnung. Kör­perhöhe ist mit einer Vielzahl von Krank­heiten asso­ziiert: Ärzte emp­fehlen Wachs­tums­blocker bereits bei Säug­lingen zum Einsatz zu bringen. Pfizer und Biontech arbeiten gerade an einem neuen mRNA-Körperhöhenschrumpfer…

Sofern Sie darüber lachen können, lachen Sie über EXAKT die Art und Weise, in der aus nicht vor­han­denen Daten eine globale Tem­pe­ratur errechnet wird, die wie­derum zur Grundlage für idio­tische Mel­dungen, wie wir sie ein­gangs zitiert haben, gemacht wird.

Unser Bei­spiel ist der Vor­ge­hens­weise von Coper­nicus analog.

Die his­to­ri­schen Tem­pe­ra­tur­daten, die regel­mäßig von den Min­der­in­tel­li­genten in den Medien ver­breitet werden, sind frei erfunden. Und wer das bestreitet, der möge belegen, dass es im Jahre 1846 im August genau die Tem­pe­ratur global gegeben hat, die Eingang in die Modelle gefunden hat und somit zum Aus­gangs­punkt für Aus­sagen, wie sie ein­gangs zitiert wurden, gemacht wird.

Ende der Copernicus-Files.
Abschluss der Auf­ar­beitung einer der Grund­lagen, auf denen Kli­ma­wandel-Krea­tio­nismus basiert.
Wir brauchen nun min­destens einen Kaffee…


Zuerst erschienen bei ScienceFiles.org.

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