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Das pas­siert mit Ihrer Seele, während Sie schlafen (es ist kein Traum)

Was pas­siert mit uns, wenn wir schlafen? Wie defi­nieren wir Träume? Fragen, auf die Wis­sen­schaftler bis heute keine ein­heit­lichen Ant­worten gefunden haben. Die Psych­ia­terin und Ster­be­for­scherin Eli­sabeth Kübler Ross glaubte, eine Antwort gefunden zu haben. Sie war über­zeugt, dass wir im Schlaf auf das Sterben vor­be­reitet werden. Von Frank Schwede

25 Jahre, so viel Zeit unseres Lebens ver­schlafen wir in der Regel. Wir legen uns hin, schließen die Augen – Herz­schlag und Stoff­wechsel ver­lang­samen sich, die Kör­per­tem­pe­ratur sinkt, die Mus­ku­latur ent­spannt und wir ent­schwinden in das Reich der Träume. Was pas­siert mit uns während dieser Zeit?

Ganz klar ist das nicht. Viele Medi­ziner ver­treten die Auf­fassung, dass der Schlaf der Rege­ne­ration und Zell­re­pa­ratur dient. Die Psych­ia­terin und Ster­be­for­scherin Eli­sabeth Kübler Ross war anderer Meinung. Sie glaubte, dass der Schlaf eine Art Vor­be­reitung auf den Tod ist.

Pati­enten, die eine Nah­tod­erfahrung hatten, lie­ferten Kübler Ross ver­blüf­fende Berichte, erzählten von Begeg­nungen mit ver­stor­benen Ange­hö­rigen und dass sie ein Gefühl des Friedens und der Liebe ver­spürten, wie sie es zuvor noch nie erlebt hatten. Das könnte ein klarer Hinweis sein, dass das Bewusstsein auch nach dem Tod weiterexistiert.

Von dieser Theorie war auch der nie­der­län­dische Kar­diologe Pim van Lommel über­zeugt. Als Kar­diologe war van Lommel nahezu täglich mit dem Tod kon­fron­tiert. Oft musste er Pati­enten mit Herz­still­stand ins Leben zurückholen.

Eine Nah­tod­erfahrung ist ein spe­zi­eller Bewusst­seins­zu­stand, der während eines dro­henden Todes oder wirk­lichen kör­per­lichen Todes oder auch bei Todes­angst auf­tritt. Das Thema Nah­tod­erfahrung hin­ter­lässt eine Menge Fragen:

Worin liegt der Ursprung des Lebens, wann und wie wird das Leben enden und geht das Leben auf irgendeine Art und Weise nach dem Tod weiter? Bis heute gibt es keine befrie­di­genden Ant­worten auf diese Fragen. Nur eine Tat­sache ist klar: Geburt und Tod sind Realität.

2005 beschäf­tigte sich die Redaktion der Wis­sen­schafts­zeit­schrift Science in der Jubi­lä­ums­son­der­ausgabe mit 125 Fragen, auf die die Wis­sen­schaft bis heute keine Ant­worten gefunden hat. Unter anderem ging es auch um die Frage: Welche bio­lo­gische Grundlage hat das Bewusstsein?

Viel wich­tiger aber wäre die Frage zu klären, ob das Bewusstsein ein Anfang und ein Ende hat, oder ob es fließend und gren­zenlos ist. Diese Frage können For­schende nur dann beant­worten, wenn sie eine umfas­sende Ein­sicht in die Zusam­men­hänge der Hirn­funk­tionen und des Bewusst­seins erlangen.

In diesem Zusam­menhang gilt es natürlich auch die Frage zu klären: Wo bin ich, wenn ich schlafe und kann mir im Schlaf noch etwas bewusst sein? Es gibt eine ganze Reihe inter­es­santer Berichte von Pati­enten, die von Ärzten für hirntot erklärt wurden und nach einigen Wochen das Bewusstsein wie­der­erlangt hatten. (See­len­falle: Du bist gefangen, ohne es zu wissen (Video))

Zu sterben heißt nicht, tot zu sein…

Sie konnten sich bei­spiels­weise an Details des Kran­ken­zimmers, an Gespräche der Ärzte oder an Hand­lungen der Pfleger erinnern, Van Lommel kommt in seinem Buch „End­loses Bewusstsein“ zu dem Schluss, dass das Bewusstsein auch über das Grab hinaus Bestand hat. Er ist im Laufe seiner kli­ni­schen Tätigkeit zu dem Ergebnis gekommen:

„Zu sterben heißt nicht, tot zu sein, denn der Tod ist nur eine andere Form des Lebens.“

Bewusstsein geht nach Meinung der über­wie­genden Mehrheit der Wis­sen­schaftler aus­schließlich aus der Materie unseres Gehirns hervor.

Träfe dieses Annahme zu, wäre nach Meinung van Lommels jede Bewusst­seins­er­fahrung nur das Produkt einer Maschine, die von den Gesetz­mä­ßig­keiten der klas­si­schen Physik und Chemie gelenkt würde, sodass unser Ver­halten aus­nahmslos das Werk der Ner­ven­zellen im Gehirn wäre.

Pim van Lommel glaubt, dass Bewusstsein weder an eine bestimmte Zeit noch an einen bestimmten Ort gebunden ist. Er schreibt:

„Unser Gehirn und unser Körper dienen nur als eine Annah­me­station. Sie emp­fangen einen Teil unseres gesamten Bewusst­seins und unserer Erin­ne­rungen in unserem Wach­be­wusstsein. Das nicht-lokale Bewusstsein umfasst jedoch viel mehr als unser Wach­be­wusstsein.“ 

Van Lommel ver­gleicht das Gehirn mit einem Fern­seher, der aus elek­tro­ma­gne­ti­schen Feldern Infor­ma­tionen emp­fängt und sie zu Bildern und Tönen deko­diert. Das heißt: Das Bewusstsein gibt Infor­ma­tionen an das Gehirn weiter und emp­fängt durch das Gehirn Infor­ma­tionen aus dem Körper und den Sinnesorganen.

In diesem Fall lässt sich das Gehirn mit der Funktion eines Trans­ceivers, eines Send­emp­fängers ver­gleichen, weil, es hat keine pro­duktive, sondern eine befä­hi­gende Funktion.

Es ermög­licht nämlich Bewusst­seins­er­fah­rungen. Das heißt auch, dass Bewusstsein endlos ist und schon immer unab­hängig von unserem Körper exis­tierte – und auch zukünftig weiter exis­tieren wird. Unser Bewusstsein hat also weder Anfang noch Ende.

Deshalb sollten wir immer die Möglich in Betracht ziehen, dass der Tod ebenso wie die Geburt nur ein Übergang in einen anderen Bewusst­seins­zu­stand ist.

Dem 2016 ver­stor­benen US-ame­ri­ka­nische Hyp­no­the­rapeut Dr. Michael Newton ist gelungen, seine Kli­enten mittels Hypnose in die Sphäre zwi­schen ihren Leben zurück­zu­ver­setzen, um einen Blick in die geistige Zwi­schenwelt zu werfen.

Die Pro­to­kolle seiner Sit­zungen können belegen, dass sich seine Kli­enten unter Hypnose auf über­ein­stim­mende Art an ihre See­len­reise erinnern konnten. Newton in Erfahrung bringen, wie es in der geis­tigen Welt aus­sieht, wer und was die geis­tigen Führer sind und warum jede Seele zu einer anderen See­len­gruppe gehört.

Gibt es eine Schule der Seele?

Newtons Kli­enten berich­teten von einer Schule für die Seele, in dessen Zentrum weise, lie­be­volle Wesen aus reiner Energie, Men­toren und Führer stehen.

Außerdem gäbe es eine Gruppe von Seelen, mit denen wir über unzählige Exis­tenzen hinweg ver­bunden seien, unsere eigent­liche spi­ri­tuelle Familie sowie einen Pro­jektplan, ein Buch der Lek­tionen und Wachs­tums­schritte, die sich jede Seele für die gerade lau­fende Inkar­nation vor­ge­nommen hat.

Ver­lässt unsere Seele im Schlaf bewusst den Körper, um in diesen erwei­terten nicht­lo­kalen Zustand ein­zu­treten? Wenn ja, würde das bedeuten, dass die Tief­schlaf­phase kein Zustand der abso­luten Bewusst­lo­sigkeit ist, sondern ein nächt­liches Briefing der Seele.

Eli­sabeth Kübler Ross bemerkte, dass Ster­bende oft von bereits Ver­stor­benen sprachen, von denen sie abgeholt wurden. Was, wenn diese Abholung nichts anderes ist als ein täg­liches nächt­liches Ritual unserer Seelengruppe?

Sie holen uns zum Briefing ab, gleich­zeitig begegnen wir auch jene tief ver­bun­denen Seelen, die wir häufig auch als See­len­ver­wandte oder Zwil­lings­seelen bezeichnen. Die Treffen könnten der Abstimmung unserer wahren Mission dienen.

Die Bespre­chungen wären ein Gedan­ken­aus­tausch von Wissen, von Gefühlen, von reiner bedin­gungs­loser Liebe. Wenn das Briefing zu Ende ist, kehren wir kurz vor dem Erwachen zurück in unseren Körper.

Kann es also sein, dass das Briefing der vor­an­ge­gan­genen Nacht unsere Handlung am fol­genden Tag prägen – bei­spiels­weise das Gespräch mit einer bestimmten Person, der Besuch eines Ortes, an den wir tags zuvor noch nicht gedacht hatten, den wir viel­leicht nie zuvor besucht haben?

Wenn das tat­sächlich so ist, schlafen wir nicht, um uns aus­zu­ruhen, sondern wir schlafen um uns neu aus­zu­richten, um uns an unseren See­lenplan zu erinnern, um Kraft und Weisheit aus der Quelle zu tanken.

Doch warum erinnern wir uns nach dem Auf­wachen nicht daran? Eine mög­liche Antwort auf diese Frage kommt von Psych­iater Carl Gustav Jung. Jung sprach nicht vom Leben zwi­schen den Leben.

Er erforschte die Tiefen der mensch­lichen Psyche und stieß dabei auf etwas, das er das kol­lektive Unbe­wusste nannte, bestehend aus Urbildern, Arche­typen und sym­bo­li­schen Grundmustern.

Jung betrachtete Träume als essen­tielle, sym­bo­lische Bot­schaften aus dem Unter­be­wusstsein, die Selbst­er­kenntnis fördern und den Indi­vi­du­al­prozess, die Ent­faltung des wahren Selbst, unterstützt.

Er ana­ly­sierte rund 80.000 Träume und sah sie als kom­pen­sa­to­rische Selbst­dar­stellung der psy­chi­schen Lage. Träume geben nach Meinung von Jung außerdem Hin­weise, wohin unsere Ent­wicklung gehen könnte, ermög­lichen uns wieder Interesse am Leben, neue Sinn­erfahrung und ver­weisen auf Verdrängtes.

Lernen, die Sprache der Seele zu verstehen

Unser Gehirn ist jedoch nicht darauf trai­niert, die Sprache der Seele direkt zu ver­stehen. Das heißt, der Grund, warum wir nicht dazu in der Lage sind, spi­ri­tuelle Erfah­rungen im Schlaf zu ver­stehen, ist, dass wir das Erlebte mit wachem Ver­stand nicht oder nur schwer deuten können.

Viel­leicht sollten wir deshalb vielmehr auf unsere Gefühle achten, die wir oft nach einem Traum ver­spüren, als auf den Inhalt des Traums selbst. In den Gefühlen könnte nämlich die wahre Bot­schaft des Traums zu finden sein.

Betrachten wir an dieser Stelle zwei kon­krete Aufwachmomente:
Sze­nario 1: Wir wachen auf und erinnern uns an einen wirren, hek­ti­schen Traum. Viel­leicht wurden wir gejagt, ver­passten den Zug oder standen unvor­be­reitet vor einer Prüfung.

Der emo­tionale Zustand unmit­telbar nach dem Erwachen ist beklemmend. Wir fühlen uns ver­wirrt. Der Grund eines solchen Traums könnte sein, dass unser Gehirn mög­li­cher­weise unge­löste Ängste oder Erleb­nisse des Tages im Schlaf ver­ar­beitet hat.

Sze­nario 2: Wir wachen auf und können uns an keinen ein­zigen kon­kreten Traum erinnern. Aber wir spüren ein Gefühl, als hätten wir die ganze Nacht in warmem gol­denem Licht gebadet und befinden uns in einem tiefen Gefühl von Ruhe und Frieden.

Eine Frau Mitte 50 berichtete Eli­sabeth Kübler Ross von einem rät­sel­haften Phä­nomen. Seit Monaten wache sie fast jede Nacht zwi­schen 3 und 4 Uhr morgens auf. Nicht aus Angst, nicht mit Herz­rasen, sondern mit einem so inten­siven Gefühl reiner blü­hender Freude, dass sie manchmal Tränen in den Augen habe.

Sie konnte sich nie an einen Traum erinnern. Es war nur dieses Gefühl der Freude. Erst als sich Kübler Ross aus­giebig mit dem Fall beschäftig hat, kam die Lösung zutage.

Ihre Kli­entin arbeitete intensiv mit der Energie ihrer ver­stor­benen Mutter an der Heilung einer sehr alten, gene­ra­ti­ons­über­grei­fenden Wunde. Die Freude, die ihre Kli­entin spürte, war der Erfolg der Heilarbeit.

Ein wei­terer Klient, ein Mann Mitte sechzig, war von tief­sit­zender Todes­angst geplagt. Nach meh­reren zwei­wö­chigen Sit­zungen schrieb er Kübler Ross in einem Brief:

„Es ist merk­würdig. Jetzt wo ich weiß, dass ich jede Nacht auf eine bestimmte Art und Weise sterbe und jeden Morgen wieder zurück­komme, hat der Tod seinen exis­ten­zi­ellen Schrecken für mich ver­loren. Er fühlt sich nicht mehr wie ein Absturz in ein Nichts an. Er fühlt sich an wie heimkommen.“ 

Eli­sabeth Kübler Ross sagte einmal, der Tod sei das, worauf uns das ganze Leben vor­be­reitet. Aber was, wenn das Leben uns nicht nur auf den einen großen finalen Übergang vor­be­reitet, sondern wir ihn in tausend kleinen Schritten jede Nacht immer und immer wieder proben?

Für die Psych­ia­terin und Ster­be­for­scherin war das Sterben so etwas wie der letzte große Übergang von der Abhän­gigkeit in die Unab­hän­gigkeit. Wir lösen uns von der Hülle und kehren heim an den Ort, an dem wir einst auf­ge­brochen sind – im Schlaf nicht als end­gül­tiger tra­gi­scher Abschied, sondern als ein täg­liches Update.

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Quellen: PublicDomain/Frank Schwede für PRAVDA TV am 19.02.2026

Der Artikel erschien zuert bei Pravda-tv.com.

 

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