Foto: Der Kölner Weihbischof Schwaderlapp, YouTube

Kölner Weih­bi­schof Schwa­derlapp: Dämonen existieren!

Wenn ein hoher Geist­licher heute öffentlich bestätigt, was in der kirch­lichen Tra­dition selbst­ver­ständlich ist, dann sollte das kein „skur­riles Rand­phä­nomen“ mehr sein, sondern ein ernster Weckruf. Es geht um die Aner­kennung der Wirk­lichkeit des Bösen – nicht nur als abs­traktes Konzept, sondern als reale, geist­liche Existenz, die das mensch­liche Leben tief prägt und her­aus­fordert. (von David Berger)

In einem offenen Gespräch im EWTN-Podcast „Himmel, Herz & Hirn“ erin­nerte Weih­bi­schof Schwa­derlapp daran, was die Kirche seit jeher lehrt: Dämonen und der Teufel sind keine Fabel­wesen, keine psy­cho­lo­gi­schen Pro­jek­tionen, sondern real exis­tie­rende geist­liche Akteure im Ringen um die Seele des Men­schen. Dabei stellte er klar, dass das Böse nicht als eigen­ständige Macht neben Gott steht – die Schöpfung ist gut, und Gott hat klare Grenzen gesetzt –, wohl aber durch Ver­su­chung und List im Alltag wirkt und Men­schen von Gott weg­zu­führen sucht.

Psy­chische Störung oder dämo­nische Besessenheit?

Der Weih­bi­schof wider­spricht dabei ein­deutig einer modernen Tendenz, biblische Exor­zismus-Berichte als bloße Symbole psy­chi­scher Stö­rungen zu deuten. Er betont, dass die Evan­gelien selbst zwi­schen Hei­lungen und Dämo­nen­aus­trei­bungen unter­scheiden – ein Unter­schied, der theo­lo­gisch wie pas­toral ernst genommen werden muss. Nur selten, so Schwa­derlapp, gebe es echte Beses­senheit; sie setze voraus, dass ein Mensch den Teufel bewusst ein­ge­laden habe. Für gewöhnlich aber wirkt das Böse „in ver­füh­re­ri­scher Gestalt“, subtil und ver­füh­re­risch – etwa in der Zer­störung zwi­schen­mensch­licher Bezie­hungen durch Ent­wertung des Anderen.

Doch was bedeutet diese Lehre für uns heute, in einer Zeit, in der viele geist­liche Rea­li­täten ver­leugnet oder ins Psy­cho­lo­gische ver­bannt werden? Schwa­derlapp sieht in der Betonung der realen Existenz des Bösen mehr als eine theo­lo­gische Fußnote: Sie ist ein Aufruf zur spi­ri­tu­ellen Wach­samkeit. Gegen die Dämonie hilft kein mora­li­scher Akti­vismus, sondern die Aus­richtung des Herzens auf Gott, das Gebet, das Weih­wasser und die Anrufung des Namens Jesu und des Erz­engels Michael – Mittel, die in der kirch­lichen Tra­dition tief ver­wurzelt sind und oft zu Unrecht als „mit­tel­al­terlich“ abgetan werden.

Wie C. S. Lewis in seinem kleinen Klas­siker „Dienst­an­wei­sungen an einen Unter­teufel“ zeigt, handelt der geist­liche Kampf nicht an der Ober­fläche des Lebens, sondern im Innersten unserer Her­zens­ent­schei­dungen – und jeder Chris­ten­men­schen ist darin auf­ge­rufen, das Licht Gottes gegen die Fins­ternis zu verteidigen.

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Der Artikel erschien zuerst bei philosophia-perennis.com.

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