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78 Prozent der Unter­nehmen ohne Not­fallplan – Kollaps in 20 Stunden

Deutsch­lands Unter­nehmen im Blindflug: Nur jede zehnte Firma übt den Ernstfall eines Stromausfalls.

Es ist eine Zahl, die fas­sungslos macht: Gerade einmal zehn Prozent der deut­schen Unter­nehmen führen über­haupt Kri­sen­übungen für den Fall eines Strom­aus­falls oder eines groß­flä­chigen Blackouts durch.

In einer Zeit, in der hybride Bedro­hungen – von Cyber­an­griffen bis hin zu gezielten Anschlägen auf kri­tische Infra­struktur – längst keine theo­re­ti­schen Sze­narien mehr sind, sondern bittere Rea­lität, ope­rieren 78 Prozent der Firmen ohne jeg­liches eta­bliertes Not­fall­ma­nagement. Man reibt sich die Augen.

20 Stunden bis zum Stillstand

Besonders alar­mierend ist eine weitere Erkenntnis: Im Durch­schnitt könnten deutsche Unter­nehmen ihren Geschäfts­be­trieb bei einem Inter­net­ausfall lediglich 20 Stunden aufrechterhalten.

Zwanzig Stunden. Weniger als ein Tag. Danach herrscht Still­stand – in der Pro­duktion, in der Logistik, in der Kom­mu­ni­kation. Was das für die viert­größte Volks­wirt­schaft der Welt bedeutet, mag sich jeder selbst ausmalen.

Die Abhän­gigkeit von digi­taler Infra­struktur ist in den ver­gan­genen Jahren expo­nen­tiell gewachsen, doch die Absi­cherung gegen deren Ausfall hinkt in geradezu gro­teskem Ausmaß hinterher.

Dabei sind die Warn­zeichen seit Jahren unüber­sehbar. Die Sabotage an den Nord-Stream-Pipe­lines im Sep­tember 2022, die wie­der­holten Cyber­an­griffe auf kom­munale Ver­wal­tungen und Kran­ken­häuser, die mys­te­riösen Kabel­schäden in der Ostsee – all das hätte ein Weckruf sein müssen. Doch offenbar hat die deutsche Wirt­schaft den Wecker einfach auf Schlummern gestellt. (Not­strom und Vorräte: Darf der Staat private Vor­sorge bei einem Blackout kon­fis­zieren?)

Poli­ti­sches Ver­sagen als Brandbeschleuniger

Man darf sich durchaus die Frage stellen, welchen Anteil die Politik an dieser gefähr­lichen Sorg­lo­sigkeit trägt. Während die Vor­gän­ger­re­gierung unter der Ampel­ko­alition jah­relang damit beschäftigt war, ideo­lo­gische Pro­jekte vor­an­zu­treiben und die Ener­gie­wende mit der Brech­stange durch­zu­setzen, blieb die Resi­lienz der deut­schen Infra­struktur sträflich vernachlässigt.

Man inves­tierte Mil­li­arden in Wind­räder und Solar­panels, vergaß aber offenbar, dass ein Stromnetz auch dann funk­tio­nieren muss, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint.

Die neue Große Koalition unter Bun­des­kanzler Friedrich Merz hat zwar ein 500-Mil­li­arden-Euro-Son­der­ver­mögen für Infra­struktur ange­kündigt – doch ob davon tat­sächlich aus­rei­chend Mittel in die Härtung kri­ti­scher Systeme fließen werden, bleibt abzuwarten.

Die Erfahrung lehrt: Zwi­schen poli­ti­schen Ankün­di­gungen und deren Umsetzung klafft in Deutschland tra­di­tionell ein Abgrund.

Die unter­schätzte Gefahr hybrider Kriegsführung

Was viele Unter­nehmer offenbar noch immer nicht begriffen haben:

Wir leben längst in einer Ära der hybriden Kriegs­führung. Staat­liche und nicht­staat­liche Akteure nutzen Cyber­an­griffe, Des­in­for­mation und gezielte Sabotage als Waffen – unterhalb der Schwelle eines offenen mili­tä­ri­schen Kon­flikts, aber mit ver­hee­render Wirkung. Russ­lands Krieg gegen die Ukraine hat diese Bedro­hungslage noch einmal dra­ma­tisch verschärft.

Und Deutschland, als wirt­schaft­liches Herz Europas, steht besonders im Fadenkreuz.

Dass unter diesen Umständen fast vier von fünf Unter­nehmen kein Not­fall­ma­nagement vor­weisen können, ist nicht nur fahr­lässig – es ist ein Sicher­heits­risiko für die gesamte Nation.

Ein koor­di­nierter Angriff auf die Strom­ver­sorgung oder die digitale Infra­struktur könnte Lie­fer­ketten zusam­men­brechen lassen, Kran­ken­häuser lahm­legen und das öffent­liche Leben innerhalb weniger Stunden zum Erliegen bringen.

Eigen­ver­ant­wortung statt Staatsvertrauen

Es wäre naiv, allein auf den Staat zu setzen. Unter­nehmen müssen selbst Ver­ant­wortung über­nehmen – durch regel­mäßige Kri­sen­übungen, red­un­dante Systeme und belastbare Notfallpläne.

Wer heute noch glaubt, ein Blackout sei ein Sze­nario aus Kata­stro­phen­filmen, der hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann der Ernstfall eintritt.

Für den ein­zelnen Bürger und Anleger unter­streicht diese Ent­wicklung einmal mehr die Bedeutung von phy­si­schen Werten als Absicherung.

In einer Welt, in der digitale Systeme binnen Stunden kol­la­bieren können, behalten Edel­me­talle wie Gold und Silber ihren Wert – unab­hängig von Strom­netzen, Servern oder Inter­net­ver­bin­dungen. Sie sind das ulti­mative Not­fall­ma­nagement für das per­sön­liche Vermögen.

Quellen: PublicDomain/kettner-edelmetalle.de am 12.02.2026

Der Artikel erschien zuerst bei Pravda-tv.com.

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