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modRNA-„Impfstoffe“ schützen vor plötz­lichem Tod? Freches von der Junk Science Front

Von einer gerade auf Plos One ver­öf­fent­lichten „Studie“ werden Sie in den nächsten Tagen viel hören. Sie wird vor­her­sagbar durch die Shit­stream-Medien gereicht werden, denn das Ergebnis ist für Pfizer/Biontech/Moderna und Co. „phan­tas­tisch“, phan­tas­tisch kommt von „Phan­tasie“…

Wir reden von dieser Studie:

Abdel-Qadir, Husam, Hardil Anup Bhatt, Sarah Swayze, Michael Paterson, Dennis T. Ko, David N. Juurlink, and Jeffrey C. Kwong (2026). Asso­ciation between COVID-19 vac­ci­nation and sudden death in appar­ently healthy younger indi­vi­duals: A popu­lation-based case-control study. PLoS medicine 23, no. 3: e1004924.

Das Ergebnis: Wer mit COVID-19 Spritz­brühen trak­tiert wurde, besonders mit modRNA-Spritz­brühen trak­tiert wurde, der hat ein gerin­geres Risiko auf einen plötz­lichen Herztod – oder so. „Oder so“ wird noch bedeutsam, im wei­teren Verlauf, wenn wir auf­dröseln, was hier eigentlich gemessen wurde.

Wie Sie sehen, alle Ergeb­nisse liegen links von 1, reprä­sen­tieren also ein gerin­geres plötz­liches Todes­risiko. Indes, wo wir gerade bei „plötz­lichem Tod“ sind: Es wird nicht wirklich klar, was die Autoren hier als „plötz­lichen Tod“ gemessen haben, denn in ihrem Text wird lediglich zwi­schen Leuten unter­schieden, die vor dem „Index-Ereignis“, das ist ihr Tod, mit COVID-19 Brühe gespritzt wurden und solchen, die innerhalb von sechs Wochen vor ihrem „plötz­lichen Tod“ mit COVID-19 Spritz­brühe intimen Kontakt gepflegt haben.

Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber unter „plötz­lichem Tod“ stelle ich mir etwas anderes als ein Ver­sterben innerhalb von sechs Wochen oder noch mehr vor. Ein typi­scher Fall von Augen­wi­scherei, den die Autoren hier betreiben, bei Lesern den Ein­druck erwecken, es ginge um Leute, die plötzlich und unmit­telbar nach einer COVID-19 Spritze ver­storben sind, wenn es um Leute geht, die irgendwie uner­wartet und nach zuweilen meh­reren Monaten, die zwi­schen ihrer Spritze und ihrem Tod ver­gangen sind, ver­storben sind.

Damit nicht genug. Die Autoren haben kei­nerlei Inter­es­sen­kon­flikt wie sie alle ein­ver­nehmlich erklären, nachdem sie beschrieben haben, dass ihre Studie von genau den kana­di­schen Regie­rungs­in­sti­tu­tionen finan­ziert wurde, die während der Plan­demie Kanadier an die COVID-19 Spritze gezwungen haben, sofern diese Kanadier ein ansatz­weise nor­males Leben führen wollten. Keinen Inter­es­sen­kon­flikt darin sehen zu wollen, dass die Insti­tu­tionen, die ein her­aus­ra­gendes Interesse an posi­tiven Ergeb­nissen haben, die eigene Studie fördern, die „positive Ergeb­nisse“ erbringt, das ist ent­weder eine Frechheit, die einen sprachlos zurück­lässt oder eine Form von Stu­pi­dität, die das­selbe erreicht.

Com­peting inte­rests: The authors have declared that no com­peting inte­rests exist.

Funding: This work was sup­ported by funding from the Canadian Immu­nization Research Network (CIRN, [https://landing.cirnetwork.ca]) through a grant from the Public Health Agency of Canada and the Canadian Insti­tutes of Health Research (CNF 151944), and funding from the Public Health Agency of Canada, through the Vaccine Sur­veil­lance Working Party and the COVID-19 Immunity Task Force (both grants to JCK). This study was sup­ported by Public Health Ontario and by ICES, which is funded by an annual grant from the Ontario Ministry of Health (MOH) and Ministry of Long-Term Care (MLTC). This work was also sup­ported by the Ontario Health Data Platform (OHDP), a Pro­vince of Ontario initiative to support Ontario’s ongoing response to COVID-19 and its related impacts. HA‑Q is sup­ported by a Tier 2 Canada Research Chair in Car­dio­vas­cular Disease Epi­de­miology and Out­comes (from the Government of Canada), a Hold’em for Life Pro­fes­sorship in Cancer Research (from the Uni­versity of Toronto) and was pre­viously sup­ported by a Chair in Women’s Heart and Brain Health (from the Heart and Stroke Foun­dation of Canada). JCK is sup­ported by a Cli­nician-Sci­entist Award from the Uni­versity of Toronto Department of Family and Com­munity Medicine. The funders had no role in study design, data coll­ection and ana­lysis, decision to publish, or pre­pa­ration of the manuscript.

Die große Fallzahl, so schreiben die Autoren zum Ende ihres Textes, das sei eine Stärke ihres Bei­trags: 6.345.451 Kanadier aus Ontario bilden die Grund­ge­samtheit, dar­unter 4.963 Fälle von Leuten im Alter von 12 bis 50 Jahren, die außerhalb eines Kran­ken­hauses oder innerhalb von 24 Stunden nach Auf­nahme in ein Kran­kenhaus ver­storben sind. 4.448 (89,6 %) der 4.963 Fälle werden von Leuten bei­gesteuert, die außerhalb eines Kran­ken­hauses ver­storben sind, 515 (10,4 %) von Pati­enten, die ein Kran­kenhaus für weniger als 24 Stunden belegt haben und für die die Todes­ur­sache als Herz­leiden iden­ti­fi­ziert wurde.

Eigentlich…

Die fol­genden Todes­ur­sachen haben die Autoren für die­je­nigen, die im Kran­kenhaus und innerhalb von 24 Stunden ver­storben sind, ihren Ana­lysen zugrunde gelegt:

S1 Table. ICD-10 dia­gnostic codes used for defining a case.

Codes for inclusion
I46 Cardiac arrest
I47.0 Re-entry ven­tri­cular arrhythmia
I47.2 Ven­tri­cular tachycardia
I49.0 Ven­tri­cular fibril­lation and flutter
I49.8 Other spe­cified cardiac arrhythmias
I49.9 Cardiac arrhythmia, unspecified
R96 Other sudden death, cause unknown
R98 Unat­tended death

R96 und R98 sind etwas irri­tierend, denn: Warum sollte man die eigenen Daten mit Fällen belasten, von denen man nichts weiß, wenn man zuvor Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hat, um alle Leute aus­zu­schließen, deren Ver­sterben an einem Herz­leiden einem Herz­leiden geschuldet sein könnte:

„We then applied exclusion cri­teria to limit the study popu­lation to people who did not have diseases that would pre­dispose them to sudden car­dio­vas­cular death or adverse out­comes from COVID-19, and those with docu­mented mental illness (excluding mood/anxiety dis­orders) [15,16]. Exclu­sions included age 50 years or older, long-term care resi­dence, schi­zo­phrenia [17], healthcare encounters for alcohol or illicit drug use in the 5 years pre­ceding April 1, 2021 [18], car­dio­vas­cular disease (CVD; including coronary artery disease, heart failure, and atrial fibril­lation) [19], dia­betes [20], cancer [21], dementia [22], chronic obs­tructive pul­monary disease (COPD) [23], chronic liver or kidney disease [24,25], inflamm­atory bowel disease [26], auto­immune rheu­ma­to­logic disease [27,28], human immu­n­ode­fi­ciency virus (HIV) infection [29], frailty (as per the Johns Hopkins ACG System Version 10 frailty indi­cator) [30], other forms of immu­n­o­com­pro­mised status/autoimmune diseases [31], or receipt of chronic home care in the 5 years before April 1, 2021. „

Das alles ist nur vor dem Hin­ter­grund nach­voll­ziehbar, dass die Toten im Kran­kenhaus, die ver­storben sind, ohne dass klar wäre, woran, so zahl­reich sind, dass ein Aus­schluss die Fallzahl in die Knie bringen würde. Indes: 515 Kran­ken­haus­toten stehen 4.448 ohne Kran­kenhaus-ärzt­liches Zutun Ver­storbene gegenüber, die die Fallzahl wieder auf die Beine bringen könnten, könnten ist das ent­schei­dende Wort hier, denn bei den­je­nigen, die außerhalb von Kran­ken­häusern im Zeitraum vom 1. April 2021 (Zufall oder Scherz?) bis 30. Juni 2023 in Ontario ver­storben sind, scheinen die Autoren noch weniger zu wissen, woran sie eigentlich ver­storben sind, für sie ist offen­kundig ihr als „plötzlich“ beschrie­bener Tod, Auf­nah­me­kri­terium gewesen:

  1. Death outside of hos­pital; OR
  2. Death in an emer­gency department (ED), with a most respon­sible discharge dia­gnosis of cardiac arrest, sudden death, or signi­ficant ven­tri­cular arrhythmia, and where none of the other dia­gnostic codes indi­cated trauma, mental illness, or sub­s­tance use

Man beginn sich langsam zu fragen, was diese Autoren da eigentlich zusam­men­ge­rechnet haben und während man sich das fragt, liest man den fol­genden Satz:

„A major limi­tation of this study is that we could not confirm the under­lying cause of death out of hos­pital, so could not exclude deaths out of hos­pital that were due to motor vehicle col­li­sions, vio­lence, or suicides.“

Es wäre bedau­erlich, dass die unter den „plötzlich Ver­stor­benen“ sich fin­denden an einem Ver­kehrs­unfall, Gewalt oder Selbstmord Ver­stor­benen nicht hätten her­aus­ge­rechnet werden können, vor allem vor dem Hin­ter­grund, dass die Todes­ur­sache der außerhalb von Kran­ken­häusern Ver­stor­benen unbe­kannt sei. Zu den Toten unbe­kannter Todes­ur­sache aus dem Kran­kenhaus kommen noch Tote, die zwar plötzlich, aber nicht an irgend­einer Krankheit ver­storben sind und von denen, die an irgend einer Krankheit „plötzlich“ ver­storben sind, fehlt für die­je­nigen, die nicht im Kran­kenhaus ver­storben sind, jede Infor­mation zur tat­säch­lichen Todesursache.

Das ist Junk Science an der Grenze zum Betrug.
Aber die Autoren erklären kei­nerlei Interessenkonflikt.
Das beruhigt.

Der Artikel erschien zuerst bei ScienceFiles.org.

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