Bild: Symbolbild. KI.

Unsi­chere E‑Autos — Bat­terie-Brand­gefahr: Volks­wagen ruft rund 94.000 Elek­tro­autos zurück

Das Kraft­fahrt-Bun­desamt (KBA) hat einen welt­weiten Rückruf für rund 94.000 Elek­tro­fahr­zeuge der Marken Volks­wagen und Cupra ange­ordnet. Der Grund ist ein poten­zi­elles Problem mit Modulen der Hoch­volt­bat­terie, das zu Brand­gefahr führen kann. Betroffene Fahr­zeuge erhalten ein Software-Update und eine Prüfung in der Werkstatt.

 

Und schon wieder ist VW in den nega­tiven Schlag­zeilen. Es gibt Pro­bleme mit den E‑Autos.

Fast 95.000 Fahr­zeuge weltweit betroffen

Der Rückruf umfasst 74.579 Volks­wagen-Modelle der Bau­reihen ID.3, ID.4, ID.5, ID.Buzz und ID.Buzz Cargo sowie 19.452 Exem­plare des Cupra Born. In Deutschland sind etwa 22.000 VW-Fahr­zeuge und knapp 6.000 Cupra Born involviert.

Die betrof­fenen Autos stammen aus den Pro­duk­ti­ons­zeit­räumen zwi­schen Februar 2022 und August 2024, je nach Modell und Werk (vor allem Zwickau und Hannover).

Die Aktion wird vom KBA unter den Refe­renz­nummern 16271R (VW-Modelle, interner Code 93MI) und 16269R (Cupra Born, interner Code 93S4) überwacht.

Feh­ler­hafte Bat­te­rie­module als Ursache

Nicht der Spe­zi­fi­kation ent­spre­chende Module in der Hoch­volt­bat­terie können eine erhöhte Selbst­ent­ladung ver­ur­sachen. Dadurch sinkt die Reich­weite, und eine gelbe Kon­troll­leuchte leuchtet auf. In sel­tenen Fällen droht eine ther­mische Über­lastung bis hin zu einem Fahrzeugbrand.

Bislang sind keine Schäden an Sach­werten oder Per­sonen bekannt. Das Problem wurde offenbar bei internen Qua­li­täts­kon­trollen entdeckt.

Die Bat­te­rie­zellen stammten in den betrof­fenen Bau­jahren von externen Lie­fe­ranten, die Module wurden bei Volks­wagen montiert.

Software-Update und Modul­prüfung als Lösung

Volks­wagen behebt den Mangel in zwei Schritten. Zunächst wird in der Werk­statt ein Software-Update auf­ge­spielt, das die Über­wa­chung der Bat­terie ver­bessert. Anschließend prüfen Tech­niker die Hoch­volt­bat­terie. Weichen ein­zelne Module von den Vor­gaben ab, werden sie gezielt aus­ge­tauscht. Alle Arbeiten erfolgen kos­tenlos für die Halter.

Volks­wagen emp­fiehlt betrof­fenen Besitzern, sich umgehend bei einer Ver­trags­werk­statt zu melden. Eine offi­zielle Benach­rich­tigung per Post oder über das KBA folgt in den nächsten Wochen.

Als Erstes hatte das Fach­portal Kfz-Betrieb über den Rückruf infor­miert. Die Meldung wurde anschließend in der KBA-Rück­ruf­da­tenbank ver­öf­fent­licht. Der Konzern reagiert damit auf eine Qua­li­täts­ab­wei­chung in der MEB-Plattform, die mehrere Elek­tro­mo­delle teilen. Ähn­liche Bat­te­rie­pro­bleme bei anderen Her­stellern zeigen, wie sen­sibel die Hoch­volt­technik bei Elek­tro­autos ist. Halter sollten den Rückruf ernst nehmen, auch wenn bislang keine akuten Vor­fälle gemeldet wurden.

Zuerst erschienen bei freiewelt.net.

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