Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat einen weltweiten Rückruf für rund 94.000 Elektrofahrzeuge der Marken Volkswagen und Cupra angeordnet. Der Grund ist ein potenzielles Problem mit Modulen der Hochvoltbatterie, das zu Brandgefahr führen kann. Betroffene Fahrzeuge erhalten ein Software-Update und eine Prüfung in der Werkstatt.
Und schon wieder ist VW in den negativen Schlagzeilen. Es gibt Probleme mit den E‑Autos.
Fast 95.000 Fahrzeuge weltweit betroffen
Der Rückruf umfasst 74.579 Volkswagen-Modelle der Baureihen ID.3, ID.4, ID.5, ID.Buzz und ID.Buzz Cargo sowie 19.452 Exemplare des Cupra Born. In Deutschland sind etwa 22.000 VW-Fahrzeuge und knapp 6.000 Cupra Born involviert.

Die Aktion wird vom KBA unter den Referenznummern 16271R (VW-Modelle, interner Code 93MI) und 16269R (Cupra Born, interner Code 93S4) überwacht.
Fehlerhafte Batteriemodule als Ursache
Nicht der Spezifikation entsprechende Module in der Hochvoltbatterie können eine erhöhte Selbstentladung verursachen. Dadurch sinkt die Reichweite, und eine gelbe Kontrollleuchte leuchtet auf. In seltenen Fällen droht eine thermische Überlastung bis hin zu einem Fahrzeugbrand.
Bislang sind keine Schäden an Sachwerten oder Personen bekannt. Das Problem wurde offenbar bei internen Qualitätskontrollen entdeckt.
Die Batteriezellen stammten in den betroffenen Baujahren von externen Lieferanten, die Module wurden bei Volkswagen montiert.
Software-Update und Modulprüfung als Lösung
Volkswagen behebt den Mangel in zwei Schritten. Zunächst wird in der Werkstatt ein Software-Update aufgespielt, das die Überwachung der Batterie verbessert. Anschließend prüfen Techniker die Hochvoltbatterie. Weichen einzelne Module von den Vorgaben ab, werden sie gezielt ausgetauscht. Alle Arbeiten erfolgen kostenlos für die Halter.
Volkswagen empfiehlt betroffenen Besitzern, sich umgehend bei einer Vertragswerkstatt zu melden. Eine offizielle Benachrichtigung per Post oder über das KBA folgt in den nächsten Wochen.
Als Erstes hatte das Fachportal Kfz-Betrieb über den Rückruf informiert. Die Meldung wurde anschließend in der KBA-Rückrufdatenbank veröffentlicht. Der Konzern reagiert damit auf eine Qualitätsabweichung in der MEB-Plattform, die mehrere Elektromodelle teilen. Ähnliche Batterieprobleme bei anderen Herstellern zeigen, wie sensibel die Hochvolttechnik bei Elektroautos ist. Halter sollten den Rückruf ernst nehmen, auch wenn bislang keine akuten Vorfälle gemeldet wurden.
Zuerst erschienen bei freiewelt.net.

























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