Stress verursacht Schmerzen – das musste Elena Olokotsidis am eigenen Leib erfahren. Bevor sie zur Schmerzpatientin wurde, war sie ein lebenslustiges „Frankfurter Girl“, wie sie selbst augenzwinkernd sagt: glücklich verheiratet, erfolgreich im Beruf, topfit. Doch dann kam alles anders: Im Jahr 2019 wurde Elena Mutter. Als ihre Tochter einen Kitaplatz hatte, kehrte Elena 2023 zurück in ihren Beruf als Marktleiterin einer großen Drogeriemarkt-Filiale – es war der Beginn einer dreijährigen Leidensgeschichte.

Abb. 1: Schmerzpatientin Elena Olokotsidis
Der erste Tag im Job: purer Stress. Das Kind den ersten Tag in der Kita, sie selbst zum ersten Mal wieder an ihrem alten Arbeitsplatz. „Dies ist nicht mehr mein Platz“, sagt Elena zu ihrem Vorgesetzten. Doch mitten in der Pandemie, in Zeiten von akutem Klopapier-Notstand und Digitalisierung, will sie ihr Team nicht im Stich lassen. Sie bittet um Unterstützung durch einen Kollegen und erklärt sich bereit, ihn einzuarbeiten.
An dem Tag, an dem sie sich mit ihm zu einem ersten Gespräch treffen will, wirft sie nach dem Duschen ihren Kopf mit dem langen Haar nach hinten – und plötzlich geht nichts mehr: der Nacken ist völlig blockiert, er lässt sich in keine Richtung mehr bewegen. Statt in die Notaufnahme zu gehen oder einen Arzttermin zu vereinbaren, fährt Elena unter Schmerzen zu der Besprechung. Ein halbes Jahr hält sie durch, arbeitet ihren Kollegen ein, trotz übler Schmerzen. Ihr Kopf fühlt sich an wie Blei; wenn sie es nicht mehr aushält, legt Elena sich im Lager auf Kartons auf den Boden. Dann kommt der Tag, an dem sie fünf Stunden lang nicht mehr aufstehen kann und daran denkt, den Notarzt zu rufen. Endlich erkennt sie: Nichts geht mehr. Elena meldet sich krank, macht eine Mutter-Kind-Kur, eine sechswöchige Reha, doch das Krafttraining tut ihr nicht gut, im Gegenteil. Der Schmerz wandert vom Nacken in den unteren Rücken, strahlt bis zu den Rippen aus, der Ischias entzündet sich. Seit 2023 kann Elena nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten.
Im Januar entdeckt sie in der Praxis ihres Hausarztes einen Flyer zu meinem Buch „Trink Meer – Gesund wie ein Delfin mit Meerwasser und Sauerstoff“. Sie bestellt es sofort und ist fasziniert vom Kapitel über den französischen Arzt François Epineuze, der 1998 eine Methode entwickelte, mit der er nicht operierte Bandscheibenvorfälle und Rückenschmerzen erfolgreich behandelte: Er injizierte aufbereitetes Meerwasser subkutan. „Das ist meine Chance.“, sagt sich Elena. Am 19. Januar beginnt sie mit der Therapie. Ludmilla injiziert mehrere Ampullen aufbereitetes Meeresplasma – Quinton isotonic, benannt nach dem Pionier der Meerwassertherapie René Quinton – in Elenas Rücken. Der Effekt nach der ersten Behandlung ist erstaunlich: Elena ist einen Tag lang völlig schmerzfrei – ein Zustand, den sie schon lange nicht mehr kannte. Zwar kehren die Schmerzen zurück, jedoch nicht mehr so stark wie zuvor.

Abb. 2: Subkutane Injektion von aufbereitetem Meeresplasma.
Elena ist glücklich – sie kann das Leben wieder genießen. Seit Januar lässt sie sich wöchentlich die subkutanen Meerwasser-Injektionen geben, sie wirken keine Wunder, doch der schmerzlindernde Effekt ist erstaunlich: Auf einer Skala von 1 bis 10 lag Elena zu Beginn der Therapie durchschnittlich bei 6, nun bei 2.

Abb. 3: Durch das Meerwasser wird das verklebte Gewebe durchflutet und remineralisiert.
Die Schmerzen kommen und gehen wie Ebbe und Flut – doch sie sind längst nicht mehr so heftig wie zu Beginn der Meerwasser-Therapie. Sie verstärken sich immer dann, wenn es stressig wird. Elena hat die Botschaft verstanden: In ihren alten Beruf wird sie nicht zurückkehren. Doch sie ist zuversichtlich, dass, nachdem diese Tür sich geschlossen hat, eine andere aufgehen wird.
Fotos: Vera Wagner


























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