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Vorne Erz­feinde, hinten Mil­lionen: Die kaum bekannte Geld­ver­bindung zwi­schen Soros und der Kushner-Familie

Donald Trump zeichnet George Soros seit Jahren als einen seiner großen poli­ti­schen Gegner. Im August 2025 ging er noch einen Schritt weiter: Soros und dessen Sohn Alex sollten nach dem RICO-Gesetz ange­klagt werden, for­derte Trump öffentlich. Er warf ihnen vor, „gewalt­tätige Pro­teste“ in den USA zu unter­stützen. Beweise dafür legte der Prä­sident nicht vor.

Umso bemer­kens­werter ist eine weit weniger bekannte Geschichte aus dem unmit­tel­baren Umfeld der Trump-Familie.

Bereits 2015 ging Soros Fund Management eine bedeu­tende Geschäfts­be­ziehung mit Cadre ein, der Immo­bilien-Invest­ment­plattform von Ryan Wil­liams sowie Jared und Josh Kushner. Soros Fund Management erwarb eine Betei­ligung und stellte eine Finan­zie­rungs­ab­si­cherung von 250 Mil­lionen Dollar bereit. Forbes bestä­tigte später aus­drücklich diese Verbindung.

Das war kein bedeu­tungs­loser Kontakt. Ein ehe­ma­liger Cadre-Mit­ar­beiter sagte später gegenüber The Real Deal, Soros und Kushner hätten Ryan Wil­liams ver­mutlich rund 100 Kon­takte ver­mittelt, die dem jungen Unter­nehmen ent­schei­denden Schwung gegeben hätten.

Besonders brisant wurde die Ange­le­genheit, als Jared Kushner ins Weiße Haus wech­selte. Seine Betei­ligung an Cadre tauchte zunächst nicht in seinen finan­zi­ellen Offen­le­gungs­un­ter­lagen auf. Erst später wurde sie nach­ge­meldet. Die Washington Post bezif­ferte Kushners Anteil damals auf 5 bis 25 Mil­lionen Dollar. Kushner erklärte die ursprüng­liche Nicht­angabe als Versehen.

Damit ergibt sich ein bemer­kens­werter Kon­trast: Auf der poli­ti­schen Bühne wurde Soros zu einem der größten Feind­bilder Trumps. Hinter den Kulissen hatte Soros Fund Management jedoch längst erheb­liches Kapital in ein Unter­nehmen gesteckt, das von Trumps eigenem Schwie­gersohn und dessen Bruder mit­ge­gründet worden war.

Das beweist keine geheime poli­tische Allianz zwi­schen Soros und Trump – eine solche Behauptung wäre durch die bekannten Fakten nicht gedeckt. Aber es zeigt ein­drucksvoll, wie wenig die öffentlich gepflegten poli­ti­schen Fronten manchmal mit den Netz­werken des großen Geldes übereinstimmen.

Vorne Feindbild, hinten Geschäft: Während Trump heute Soros straf­rechtlich ver­folgen lassen will, gehörte Soros-Kapital einst zu den wich­tigen finan­zi­ellen Stützen eines Unter­nehmens der Kushner-Brüder.

Viel­leicht ist genau das die inter­es­santere Geschichte: In der Politik können Welten zwi­schen ihnen liegen – beim Geld waren die Grenzen offenbar deutlich durchlässiger.

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