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Azazel, der gefallene Dämon. Welche Bedeutung hat ein Sündenbock

Azazel, der gefallene Dämon, lehrte einst die Menschheit die Künste, die nun in Laster ver­sunken ist. Dieses Wesen ver­körpert Licht und Dun­kelheit zugleich, doch der Preis, den es für seine Lehren fordert, bleibt unklar.

Die mit Azazel in Ver­bindung gebrachte Ziege ver­weist auf das uralte Sün­den­bock­ritual, bei dem eine Ziege in die Wildnis geschickt wurde, um die Sünden der Men­schen zu tragen.

Der „Lehrer“ der Menschen

Azazel wird als Dämon der Tod­sünden dar­ge­stellt, als ein Wesen der Elite der Anderswelt. Anders als andere gefallene Wesen ist er nicht mit einer bestimmten Sünde ver­bunden. Darüber hinaus ver­mit­telte er der Menschheit viele nütz­liche Lehren. Laut dem Buch Henoch:

Azazel lehrte die Men­schen die Her­stellung von Schwertern, Messern, Schilden und Rüs­tungen sowie die Anfer­tigung von Spiegeln, Arm­bändern und ver­schie­denen Schmuck­stücken; er zeigte ihnen, wie man Rüs­tungen ver­ziert, Edel­steine ​​ver­wendet und alle Arten von Schmuck und Schminke her­stellt, was zur Ver­derbnis der Erde führte (Henoch 14).

Darüber hinaus trägt Azazel den Titel des Ban­ner­trägers der Höl­len­armee, was seinen außer­ge­wöhn­lichen Status unter den Wesen der dunklen Welt unterstreicht. 

Er vereint Eigen­schaften sowohl licht- als auch fins­terer Gott­heiten. Er lehrt die Menschheit und ent­hüllt Geheim­nisse, stürzt sie aber auch ins Unglück. So führte bei­spiels­weise das Wissen um die Waf­fen­her­stellung zu gewalt­samen Kon­flikten. (Das siebte Expe­riment: Ein Reptil Lacerta ent­hüllt die Wahrheit über unsere Schöpfung (Video))

Azazel führte Kos­me­tik­pro­dukte für Frauen ein und ermög­lichte ihnen so, ihre Schönheit zu unter­streichen. Was zunächst harmlos erschien, führte jedoch zu Lastern, da Kos­metik zu einem Mittel der Ver­führung wurde.

Es ist merk­würdig, wie Azazels Gaben des Wissens sich in Sünden ver­wan­delten. Die Menschheit scheint einen hohen Preis für diese Erleuchtung zu zahlen : die Aus­breitung der Sünde, die zu Verrat, Mord und Aus­schweifung führt. Das wirft die Frage auf, was mit Azazel vor seinem Fall geschah. Was führte zu seinem Abstieg?

Stolzer Engel

Azazels Fall war unspek­ta­kulär. Wie seine Engels­ge­nossen wurde auch er von Gott ange­wiesen, sich vor Adam zu ver­beugen. Azazel jedoch wei­gerte sich und erklärte, die Men­schen seien einer solchen Ehre unwürdig und würden in seiner Achtung niemals die Engel übertreffen.

Wegen dieses Trotzes befahl Gott den Erz­engeln, den hoch­mü­tigen Azazel zu stürzen. Doch er blieb unbeugsam und demons­trierte seine gewaltige Macht.

Da trennte der Erz­engel Raphael mit einem ein­zigen Hieb seines Schwertes Azazels sechs Flügel ab. Ohne sie stürzte der einstige Engel, nun Dämon, zur Erde.

Im Felsen eingemauert.

Die Erz­engel stiegen herab und sperrten Azazel in einen Felsen im Herzen der Wüste ein. Er besaß die Fähigkeit, Gedanken zu kontrollieren. 

Seine dämo­ni­schen Kräfte erlaubten es ihm, jede beliebige Gestalt anzu­nehmen, wie etwa die eines Phantoms oder einer Fata Morgana, sodass die Men­schen glaubten, einen realen Men­schen zu sehen. 

Mit der Zeit gelang es diesem Dämon jedoch, sich zu befreien und ver­schiedene mensch­liche Gestalten anzunehmen.

Als Kos­me­tik­händler mani­pu­lierte Azazel die Gedanken der Frauen, ver­führte sie und lehrte sie die Kunst der Täu­schung. Er ver­sorgte Männer mit Waffen, unterwies sie in ver­schie­denen Künsten und schürte Kon­flikte unter ihnen.

Darüber hinaus ver­zau­berte Azazel Männer, machte sie unwi­der­stehlich für Frauen und lockte Jung­frauen an. Er träumte von der Ent­stehung eines neuen Geschlechts – so stark und tapfer wie er selbst. 

Die Nach­kommen der von Azazel ver­führten Frauen waren halb Dämon, halb Mensch und sollten laut ihrem „Vater“ eine dämo­nische Legion bilden. Doch der höchste Gott ver­ei­telte die Pläne des gefal­lenen Engels.

Sün­denbock

Antike Texte erwähnen den Namen Azazel häufig im Zusam­menhang mit Opfer­ri­tualen. Die Juden, die Gott besänf­tigen und Ver­gebung ihrer Sünden erlangen wollten, legten Ziegen auf den Opferaltar. 

Während des Rituals wurden zwei Tiere ver­wendet: eines wurde auf dem Altar geopfert, das andere in die Wüste geschickt. Der Legende nach nahm Azazel diese Ziege mit, daher der Begriff „Sün­denbock“.

Der Legende nach ver­wan­delten sich diese Ziegen unter dem Befehl des Wüs­ten­dämons in finstere Wesen, seine Diener. 

Diese Gestalten, die Men­schen mit Zie­gen­köpfen ähnelten, durch­streiften ver­lassene Gegenden und voll­streckten den Willen ihres Herr­schers. Begeg­nungen mit diesen Ziegen endeten für die Unglück­lichen meist tödlich.

Azazel hat, abge­sehen von seinen Hörnern, kei­nerlei Ähn­lichkeit mit einer Ziege. Antike Texte beschreiben ihn als kräf­tigen Mann mit dichtem, schwarzem Bart, der über bemer­kens­werte Beweg­lichkeit und Stärke verfügt. 

Gele­gentlich wird er dar­ge­stellt, wie er eine hoch­ge­wachsene, pech­schwarze Ziege mit einer gol­denen Krone an der Leine führt.

Im Mit­tel­alter galt Azazel als furcht­erre­gender Dämon, der mensch­liche Wünsche erfüllen konnte. Obwohl er nicht so gefährlich war wie Satan, der Seelen raubte, konnte Azazel einen Men­schen nach der Erfüllung seiner Wünsche dennoch in eine öde Wüste versetzen.

In einem anderen Mythos erschien Azazel, oder Azazu, als stolze Tochter des himm­li­schen Gott­königs, ähnlich der krie­ge­ri­schen Pallas. 

Alle 52 Jahre flog sie in die Lüfte, um Urlaub zu machen und im Reich ihres Vaters Unheil anzurichten. 

Sie trug den Titel Pallas, bis die Mutter Gottes sie zur Befehls­ha­berin des himm­li­schen Heeres ernannte, in der Funktion des Erz­engels Michael.

Azazel, die mit Luzifer gleich­ge­setzt wurde, strebte jedoch danach, den Glanz ihres gött­lichen Vaters zu über­strahlen – ein Ziel, das sie auch erreichte und dabei alles Leben auf benach­barten Pla­neten aus­löschte. Ihr Abstieg nach Gaia wurde als Sün­denfall auf­grund von Hochmut gedeutet. 

Jahr­tau­sen­delang wurde diese himm­lische Königin, verehrt als näh­rende und mit­füh­lende Mutter, von der Menschheit angebetet. 

Es heißt sogar, der Prophet Mohammed habe ihr in seiner Jugend seine Ehr­erbietung erwiesen, wor­aufhin sie ihm einen Teil ihres Wesens schenkte, der angeblich bis heute in der Kaaba auf­be­wahrt wird.

Es ist fas­zi­nierend, wie alles mit­ein­ander ver­bunden ist. Manche Mythen – oder viel­leicht auch nicht – ver­schmelzen mit anderen, erzählen die­selbe Geschichte, tragen aber unter­schied­liche Namen. 

Der Mantel der alten Geschichte wan­derte durch alle Völker, und jedes fügte ihm seine eigene Note hinzu.

Azazels Dar­stellung weist Ähn­lich­keiten mit Pro­me­theus auf, der der Menschheit Weisheit ver­mit­telte und gött­liche Geheim­nisse offenbarte.

Doch anders als der rein gütige Pro­me­theus ver­körpert Azazel Licht und Schatten zugleich. Sein Geschenk des Wissens hat seinen Preis: Es stürzt die Menschheit in einen Abgrund der Sünde.

 

Mehr über die Gefal­lenen Engel in der Ant­arktis lesen Sie in: „Ant­arktis: Hinter der Eiswand“.

Mehr über die gefälschte und kopierte Geschichte in „Die Schlammflut-Hypo­these“

Die Wahrheit über die Rep­ti­loiden lesen Sie in „Die Welt-Illusion: Archonten, Anunnaki, Rep­ti­loiden, Vatikan, Alte Welt Ordnung und andere Pro­gramme

Quellen: PublicDomain/soulask.com am 12.11.2025

Zuerst erschienen bei pravda-tv.com.
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