Bild: https://pixabay.com/de/photos/sowjetische-russland-udssr-symbol-2815791/

Der Welt­staat als Dik­tatur – Elliots Goodmans Analyse des sowje­ti­schen Uni­ver­sa­lismus: Der sowje­tische Traum von der Weltgemeinschaft

Elliot R. Goodman beschreibt in seinem Werk »The Soviet Design for a World State« die ideo­lo­gische Blau­pause der Sowjet­union für eine zen­tra­li­sierte Welt­ordnung – eine Warnung, die bis heute aktu­eller ist als je zuvor.

Als 1960 Elliot Raymond Goodman sein Buch »The Soviet Design for a World State« ver­öf­fent­lichte, stand die Welt am Schei­deweg zwi­schen Freiheit und kol­lek­ti­vis­ti­scher Kon­trolle. Goodman, Poli­tik­wis­sen­schaftler an der Columbia Uni­versity, legte in akri­bi­scher Detail­arbeit offen, wie der sowje­tische Mar­xismus-Leni­nismus nicht nur eine nationale Revo­lution, sondern ein glo­bales Projekt war – das Projekt einer poli­tisch und geistig ein­heit­lichen Welt­ge­sell­schaft unter Moskaus Führung.

Goodman zeigt, dass der sowje­tische Inter­na­tio­na­lismus nie bloß ein Ideal des Friedens war, sondern der ideo­lo­gische Überbau eines Systems, das darauf abzielte, jede sou­veräne Ordnung durch eine ein­heit­liche Welt­macht zu ersetzen. Die »Welt­ge­mein­schaft des Sozia­lismus« sollte kein plu­ra­lis­ti­sches Forum der Nationen sein, sondern ein zentral gelenkter Apparat, in dem öko­no­mische, kul­tu­relle und mora­lische Vielfalt abge­schafft würden. Ziel: die totale Kon­trolle über Denken, Wirt­schaft und Religion – global, nicht nur national.

Der Mar­xismus als Ersatzreligion

Goodman erkennt in der sowje­ti­schen Idee des Welt­staats den Versuch, die reli­giöse Sehn­sucht des Men­schen nach Einheit zu per­ver­tieren. Der Kom­mu­nismus ersetzt Gott durch die Partei, und das Heil durch die plan­wirt­schaft­liche Utopie. Die Sowjet­union ver­stand sich als »Erlö­serin« der Welt – ein säku­larer Mes­sia­nismus, der die Gewalt recht­fer­tigte. Für Goodman ist diese Uni­ver­sal­ideo­logie das eigent­liche Herz des Tota­li­ta­rismus: der Glaube, durch die Abschaffung der Freiheit könne der Mensch erlöst werden.

Aktuelle Par­al­lelen

Was Goodman 1960 ana­ly­sierte, klingt heute wie eine pro­phe­tische Vor­weg­nahme moderner Glo­ba­lismus-Ideo­logien. Die Idee eines »Welt­staats«, der durch tech­no­kra­tische Planung Frieden, Gleichheit und Fort­schritt sichern soll, lebt fort – diesmal unter dem Banner von Kli­ma­po­litik, digi­taler Gover­nance oder »glo­baler Gesundheit«. Auch hier wird Vielfalt als Problem, Zen­tra­li­sierung als Lösung dar­ge­stellt. Der alte Traum vom »ein­heit­lichen Men­schen« kehrt wieder, nur mit neuen Begriffen und digi­talen Werkzeugen.

Ein Appell an die Gegenwart

Goodman schrieb sein Buch als Warnung an den Westen: Wer den Uni­ver­sa­lismus des Kom­mu­nismus nicht ver­steht, wird ihm früher oder später zum Opfer fallen. Freiheit, so sein impli­ziter Appell, exis­tiert nur dort, wo der Mensch sich selbst gehört – nicht einer »Welt­ordnung«, die ihn erziehen, steuern oder erlösen will.

Sein Werk bleibt ein his­to­ri­sches Dokument und zugleich ein Schlüssel zur Gegenwart. Denn auch heute gilt: Die Idee des Welt­staats mag sich modern geben, doch ihr Kern bleibt der­selbe – der Anspruch, den Men­schen von außen zu per­fek­tio­nieren. Goodman ent­larvt diesen Anspruch als das, was er ist: der schön ver­packte Traum vom Ende der Freiheit.

Zuerst erschienen bei freiewelt.net.

  • Top Artikel

  • Service-Hotline:
    0179-6695802

  • Servicezeiten:
    Mo. und Do.: 10:00 - 12:00 Uhr
    Mi.: 15:00 - 18:00 Uhr

Zahlungsarten:

Lieferung:

Zertifizierungen:

Zahlungsarten:

Lieferung:

Zertifizierungen:

Die Unbestechlichen