Bild: Symbolbild. Pixabay

“Der Staat ist für mich da”: Schüler wollen Bür­ger­geld­emp­fänger werden — Schüler ohne Leis­tungs­willen sehen die Zukunft im Bürgergeld

Selbst Schüler haben ver­standen, dass es sich nicht lohnt arbeiten zu gehen. Auch stei­gende Min­dest­löhne helfen nicht. Wenn der Staat Faulheit ali­men­tiert und Nichtstun fördert, wenn mündige Bürger dieses Ver­sagen der Insti­tu­tionen schweigend zur Kenntnis nehmen, gibt es bald keinen Staat mehr.

Der jüngste Bericht eines Lehrers im “Fokus” ist sym­pto­ma­tisch für eine pro­ble­ma­tische Ent­wicklung. Er ist kein Ein­zelfall und auch nicht wirklich über­ra­schend. Die Spreng­kraft seiner Aus­sagen ist aber enorm und gefährdet das deutsche Selbst­ver­ständnis eines funk­tio­nie­renden Staates.

Der Lehrer Jonas Schreiber berichtet in einem Welt Interview, dass Schüler häufig nur noch phy­sisch anwesend sind, an den Inhalten oder den Ange­boten der Schule nicht mehr aktiv teil­nehmen. So werde im Unter­richt weder auf­ge­passt, noch in Klas­sen­ar­beiten mit­ge­macht. Sechsen werden akzep­tiert und hin­ge­nommen. Auch beim Sport­un­ter­richt zeige sich das gleiche Bild: Statt zu rennen, spielen oder turnen säße die junge Gene­ration nur noch am sprich­wört­lichen Sei­tenrand des Spiel­feldes. Mit­machen? Nein, Danke.

Falsche Bür­ger­geld­po­litik erzeugt Gene­ration ohne Perspektive

Nach der beruf­lichen Per­spektive gefragt, sei vielen Schülern egal, was nach der Schule käme, so Schreiber. Das Bür­gergeld scheint mitt­ler­weile eine lukrative Alter­native für junge Men­schen mit geringen Bil­dungs­ab­schlüssen und geringer Arbeits­mo­ti­vation dar­zu­stellen. “Jeder kommt in unserer Gesell­schaft irgendwie durch. Die Schüler sehen, dass Ange­stellte mit einem Min­destlohn kaum mehr haben als Bür­ger­geld­emp­fänger”, so Schreiber im Interview mit Welt.

Damit unter­streicht er, was längst der all­ge­meinen Wahr­nehmung ent­spricht. Das Bür­gergeld ali­men­tiert das Nichtstun in einem solchen Maße, dass es von jungen Men­schen sogar als akzep­table Alter­native, gar als erstre­bens­werter Dau­er­zu­stand nach der Schule, ange­sehen wird.

Kos­ten­ex­plosion und mediale Dau­er­präsenz des Bürgergeldes

Die Kosten des Bür­ger­geldes sind eine enorme Belastung des deut­schen Staats­haus­haltes. Für den Haushalt 2026 sind für das Bür­gergeld über 50 Mil­li­arden Euro vor­ge­sehen, das wäre das dritte Jahr in Folge, in denen das Bür­gergeld die Marke von 50 Mil­li­arden Euro über­steigt, und damit 10% des Bun­des­haus­haltes übersteigt.

Gleich­zeitig ist das Bür­gergeld ständig medial präsent und damit für junge Men­schen als Alter­native zu einem selbst bestimmten Lebensweg greifbar. Eine Selbst­be­stimmung setzt jedoch gewisse schu­lische Leis­tungs­be­reit­schaft voraus. Wie der Deutsch­landfunk berichtet, sind Jungen dabei anfäl­liger, sie haben im Schnitt schlechtere Schul­ab­schlüsse als Mädchen. Sie sind offener für Gaming und auch von einer geschlech­ter­spe­zi­fi­schen Sozia­li­sation betroffen, in der Lernen und Fleiß in der Schule häufig als “unmännlich” ein­ge­stuft werden. So kommt Erzie­hungs­wis­sen­schaftler Jürgen Budde zu der Aussage, dass eine “gewisse Läs­sigkeit im Ange­sicht von schu­li­schen Anfor­de­rungen“ das Ergebnis dieser männ­lichen Sozia­li­sation sei.

Wie aber soll ein Staat bestehen, dessen Jüngste in der Schule nicht mehr inter­es­siert sind, und die sich in einem Zustand der Pas­si­vität vom sel­bigen Staat durch das Leben tragen lassen wollen? Das, so viel steht fest, wird nicht funktionieren.

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