Im letzten Newsletter hatte ich das Thema „Zombies“ aufgegriffen, wobei ich jedoch nicht die „Untoten“ meinte, sondern einen bestimmten Teil an Menschen um uns herum, dessen Verhalten dem von Zombies verblüffend ähnelt: Ignoranz, Interessenlosigkeit, Belämmertsein, leerer Blick, bleich wie der Tod usw. Zu diesen „Zombies“ gehört auch ein Teil der Jugendlichen, die zu blöde sind, das Ziffernblatt einer Uhr abzulesen, ihre Schuhe nicht mehr selbst binden können und darüber hinaus kaum zu einer vernünftigen Kommunikation fähig sind, das Haus aufgrund von Videospiel-Sucht kaum verlassen, permanent ins Handy stieren, weswegen viele übergewichtig sind und Begriffe wie Durchhaltevermögen und oder Disziplin nur aus dem Wörterbuch kennen.
Einen wichtigen Aspekt, wie es vor allem ab den 1960er-Jahren so kommen konnte, also dass unsere Jugend verweichlicht, unselbständig wird und das eigene Volk und Vaterland ablehnt, kann Dr. Erwin Rigo erklären, der in seinem Buch „Umerziehung zum neuen Menschen“ darlegt, wie der Sozialismus mit seiner Form der Erziehung wie ein Gift schon die 68er-Bewegung erkennbar umerzogen hat. Dies hat dazu geführt, dass in unseren heutigen Institutionen, Gerichten und Schulen politisch indoktrinierte Menschen zu finden sind, die dann ebensolche Entscheidungen treffen. Diese Gesellschaftstransformation seit über 100 Jahren ist auf reformpädagogische Postulate zurückzuführen, wird allerdings mit einer Wohlfühlrhetorik verschiedener reformpädagogischer Experimente verschleiert. In diesem Zuge hat man alle traditionellen Werte (Familie, Glaube, Sitten = Sekundärtugenden) über Bord geworfen.
Dr. Erwin Rigo ist Pädagoge (Lehramt Englisch und Leibesübungen), Bildungsforscher und erfahrener Projektleiter mit über 40 Jahren Unterrichtserfahrung an allgemein- und berufsbildenden Schulen. Er promovierte an der Universität Wien (1997) über die Wirkung John Deweys in der deutschsprachigen Pädagogik, organisierte über Jahrzehnte Schüleraustauschprojekte (GB, IRL, USA) und engagierte sich für EU-Comenius-Projekte, z.B. „Bridging the Digital Gap“ mit NL, RU, CY, worauf er als Österreichs Vertreter von Schulen mit diesem Projekt zum WSIS in Tunis 2005 eingeladen wurde. In der Folge initiierte er die ersten Erasmus-Projekte (internships in GB), Ferialjobs für Schüler der HTL. Als Language Trainer am WIFI begleitete er zudem Cambridge-Kurse und Berufsreifeprüfungen. Seine Arbeit verband immer Theorie und Praxis, Forschung und internationale Bildungsprojekte – immer mit dem Ziel, Lernen als Schlüssel für persönliche und gesellschaftliche Entwicklung zu gestalten.
Ich bat ihn, mir ein paar Sätze zu seinem beruflichen Werdegang zu schildern und mir darüber hinaus zu erklären, wie es zu seinem kritischen Buch kam.
„Fast dreißig Jahre nach meiner erziehungswissenschaftlichen Promotion zum Dr. phil., die sich auf didaktische und methodische Aspekte konzentrierte, und vor dem Hintergrund einer für mich zunehmend spürbaren Gleichschaltung im Bildungsbereich, waren es vor allem die Jahre ab 2020, die mich erneut dazu brachten, gängige Narrative zu hinterfragen und mich aus gesellschaftspolitischer und kulturkritischer Perspektive intensiver mit dem Thema Erziehung zu befassen.
Seit 2023 organisiere ich deshalb Veranstaltungen zum Themenkomplex „Aufklärung, Eigenverantwortung und Standhaftigkeit“. Zu den jüngsten größeren Formaten zählen das Symposium „Wozu noch Bildung?“ (12./13. Januar 2024) und die Veranstaltung „Der mündige Bürger“ (29. März 2025).
Beim Symposium „Wozu noch Bildung?“ wurden zentrale Probleme unserer Bildungslandschaft sichtbar gemacht und mögliche Lösungsansätze diskutiert:
- Die Würde des Menschen wird nicht mehr ausreichend respektiert.
- Eigenverantwortliches Handeln ist nicht mehr Ziel der Erziehung.
- Selbstständiges Denken wird zunehmend durch „betreutes Denken“ ersetzt.
- Der Begriff der Selbstbestimmung wird verzerrt und missbraucht.
- Erziehung verkommt mehr und mehr zur Indoktrination.
In „Der mündige Bürger“ standen die Themen Freiheit und Selbstbestimmung im Mittelpunkt. Besonderes Augenmerk legte ich dabei auf die Aspekte Souveränität, Bargeld und Rechtsstaatlichkeit. Während der Pause sammelte ich Fragen aus dem Publikum; anschließend stellte ein professioneller Moderator (Daniel Matissek) diese den drei Experten, die Lösungsansätze vorstellten und mögliche Zukunftsperspektiven skizzierten.
Weitere Informationen zu meinem Wirken finden Sie auf meiner Website:
Abbildung mit Jan
Dr. Erwin Rigo (Mitte) ist Pädagoge, Bildungsforscher und Projektleiter mit über 40 Jahren Unterrichtserfahrung an allgemein- und berufsbildenden Schulen. Links ist Armin Elbs, der beim Buch das Layout übernommen hatte – beide sind Corona-Maßnahmenkritiker aus Bregenz.
Zusätzliche Hintergründe zu meiner Person
Während meiner Recherchen (1994–1997) für meine Dissertation „John Deweys Einfluss auf die deutschsprachige Pädagogik seit 1945“ fiel mir bereits beim Studium seiner Biografie der weltweit außergewöhnliche Einfluss dieser reformpädagogischen Leitfigur auf. Damals konzentrierte ich mich allerdings auf seinen Beitrag zu Methodik und Didaktik. Aber es wurde mir bewusst, dass Dewey 1937 – im Auftrag der US-Regierung und als emeritierter Professor der Columbia University, an der sich die Frankfurter Schule zwischen 1933 und 1950 weiterentwickelt hatte – die „Dewey-Kommission“ leitete, die Leo Trotzki im mexikanischen Exil freisprach. Trotzki war 1928 von Stalin verbannt worden, weil er den internationalen Sozialismus im Sinne Lenins vertrat, und in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden war. In meinem Buch habe ich versucht, faktenbasiert verschiedene Mosaiksteine zu einem Gesamtbild der Umerziehung zum „Neuen Menschen“ zusammenzufügen.
Als engagierter Lehrer hatte ich mich bereits in den 1980er-Jahren intensiv für außerschulische Projekte eingesetzt. Gleichzeitig kritisierte ich jedoch, wenn Projektarbeit auf Kosten des Regelunterrichts, der fachlichen Bildung ging, und die Lehrplanerfüllung auf der Strecke blieb. Zusammen mit vielen renommierten Allgemeinpädagogen beklagte ich den akademischen Niveauverlust, der unter Schlagworten wie „Lehrplanentrümpelung“ propagiert und durch „wohlfühlpädagogische Rhetorik“ im Namen der Egalität in der Bevölkerung mehrheitlich positiv aufgenommen wurde.
Im März 2020 wurde ich in Wien fälschlich positiv getestet, ohne Symptome in einem Krankenhaus in Quarantäne gesteckt, und erlebte die damalige Panik hautnah. Erst am 1. April durfte ich zurück nach Bregenz reisen. Am 23. August 2020 nahm ich an meiner ersten Demonstration überhaupt teil und hörte Bodo Schiffmann und Samuel Eckert vor dem Festspielhaus in Bregenz sprechen. Danach sprach ich mit dem Organisator, Armin Elbs, bekannt als „der Querdenker“, und bot meine Unterstützung an. Ab diesem Moment arbeiteten wir als Team zusammen, bis Armin im April 2021 nach Bulgarien auswanderte.
Zwischen meinen genannten Großveranstaltungen widmete ich mich weiteren Schwerpunkten, etwa dem Thema Frühsexualisierung (u.a. mit Uwe Kranz und Daniel von Wachter). Zudem begann ich, meine Artikel in der Broschüre „Über 100 Jahre Umerziehung zum Neuen Menschen“ zusammenzufassen und dazu eine begleitende Vortragsreihe zu halten.
Das durchweg positive Feedback – ich gab über 350 Broschüren bei Veranstaltungen zum Selbstkostenpreis aus – motivierte mich, weitere offene Fragen zu recherchieren und schließlich das vorliegende Buch zu verfassen.
Obwohl ich die Obmannschaft des Vereins Akademie für Persönlichkeitsbildung zurückgelegt habe, führte mich Armins erneutes Engagement für Frieden und Freiheit bei den Wiedererwachen-Veranstaltungen am 9. Mai und 18. Oktober dazu, mich nochmals einzubringen. Gemeinsam fanden wir die Idee einer länderübergreifenden Kundgebung für Neutralität und Souveränität überzeugend.
Wir hoffen daher auf ein weiteres Aufbäumen der Bevölkerung – zumal die Korruption in der Ukraine und in der EU zunehmend ans Licht kommt.“
Armin Elbs, der eben erwähnt wurde, hatte sich für Dr. Rigos Buch am Feinschliff beteiligt und Satz und Layout übernommen. Auch er ist ein sehr kritischer Zeitgenosse, der über sich selbst zu berichten weiß:
„Aufgewachsen bin ich in einem gesellschaftskritischen Elternhaus, in dem politische Diskussionen zum Alltag gehörten. Ich entschied mich für den Beruf des Universal-Technikers, ohne dabei Kunst und Kultur aus den Augen zu verlieren. Bereits als U21 nahm ich an einem bundesweiten Redewettbewerb teil und hielt dort eine viel beachtete Rede zum Thema „Künstlerische Freiheit ohne Verantwortung?“. Besonders die Musik sehe ich als völkerverbindendes Element, und als Multiinstrumentalist und (Mit-)Organisator bringe ich mich gerne im Rahmen von Veranstaltungen ein.
Während einer beruflichen Station als Entwickler in der Medizintechnik entschied ich mich, Gesundheitswissenschaften als Zweitstudium zu wählen. Zu Beginn der Corona-Zeit hatte ich früh das Gefühl, dass die Pandemie weltweit vor allem instrumentalisiert wurde und Maßnahmen als politisches Machtinstrument missbraucht werden. Die Kenntnis von „Event 201“ und später das Lesen des Buches „COVID-19: The Great Reset“ bestätigten meine Befürchtungen und führten zu meinem Engagement.
In meiner unparteiischen politischen Tätigkeit ist mein Hauptziel, ein gutes Zusammenleben in einer sozial stabilen Gesellschaft. Ich setze mich dafür aktiv ein. Mein Motto „Natur formt Kultur und Kultur formt Region“ führte mich zu der Erkenntnis, dass auf regionaler und nationaler Ebene ein hohes Maß an Souveränität für ein harmonisches Zusammenleben erforderlich ist, während für internationale Zusammenarbeit Neutralität notwendig ist.
Als Techniker und Mitglied internationaler Normungsgremien erkenne ich die Vorteile einer einheitlichen Gesetzgebung in Bereichen, in denen die Physik oder andere „Grundwahrheiten“ eine bestimmende Rolle spielen. Durch gemeinsame Arbeit können unterschiedliche Ansichten sinnvoll zusammengeführt werden. Dagegen betrachte ich rein politisch geschaffene und missbrauchte Blockbildungen als großes Übel, dem man sich auch als Mitgliedsstaat, der die Interessen seiner Bevölkerung wahren will, aktiv entgegenstellen muss. Freiheit und das Recht auf Selbstbestimmung sind für mich die höchsten Güter. Sie sind zu erwerben, zu bewahren und entschlossen zu verteidigen; besonders durch mündige Bürger.“
Mehr zum Inhalt des Buches „Umerziehung zum neuen Menschen“ erfahren Sie hier: Umerziehung zum neuen Menschen
Das Buch ist ab dem 15. Dezember 2025 im Handel, vom Autor signierte Exemplare gibt es über den obigen Link zu unserem Shop.
Beide – Dr. Erwin Rigo und Armin Elbs – sind am 13. Dezember in Bregenz auf der „Kundgebung für Souveränität und Neutralität“ und freuen sich auf spannende Gespräche (ab 14 Uhr beim Festspielhaus).
Details zur Bregenzer Veranstaltung finden Sie hier: www.frieden-durch-freiheit.at
Den Flyer kann man dort herunterladen: https://frieden-durch-freiheit.at/Flyer_Souveraenitaet_und_Neutralitaet_px_vorne.jpg




























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