Während sich unzählige Familien in Deutschland aufgrund der Quasi-Masern-Impfpflicht zunehmend einer neuen Inkarnation des Obrigkeitsstaats ausgesetzt sehen, bleibt die Entstehung der Masern-Impfung ein medizinhistorisches Rätsel. Womit haben wir es hier wirklich zu tun? a) unglaubliche Inkompetenz? b) Verschwörung? c) was habe ich möglicherweise übersehen? Ein Hilferuf.
1890: Tausende von Maserntodesfällen in den USA
(ht, 5.1.26) Da die Masern-Impfung in den USA entwickelt wurde, schauen wir uns als Erstes die Entwicklung in den USA an. Großflächige Erhebungen der Todesfälle, die den Masern bzw. dem Masernvirus zugeschrieben werden, gibt es in den USA erstmals mit dem „Census” im Jahr 1890. Bis 1933 wurde die Statistik noch nicht ganzflächig erhoben, sondern nur in ausgewählten Gebieten. Die Daten sollten dennoch einigermaßen repräsentativ für die Gesamt-USA sein — und waren jedenfalls die maßgebliche Grundlage für die Bewertung der Masernentwicklung für die Bundesgesundheitsbehörden der Vereinigten Staaten.
1890 lag die Sterblichkeit laut dieser Erhebung bei 13,5 Masern-Todesfällen auf 100.000 Einwohnern. Gezählt wurden damals insgesamt 9.256 Todesfälle. Dieser Wert entspricht wie gesagt nicht einer Vollerhebung. Wenn wir also von wenigstens 9.256 Masern-Todesfällen im Jahr 1890 ausgehen, so ist es nachvollziehbar, dass sich die zuständigen US-Behörden mit der Frage auseinandersetzten, wie man diese Sterberate deutlich senken könnte.
1926: Erste Experimente mit der Passiv-Impfung
Eine mögliche Antwort auf diese Frage versuchten im Jahr 1926 die Wissenschaftler Park & Freeman zu geben, indem sie die ersten Versuche mit Blut von Menschen unternahmen, die von den Masern genesen waren. Das Ziel war, die Masernantikörper im Blut der Genesenen herauszufiltern und für eine Passiv-Impfung zu verwenden. 1926 hatte sich jedoch die Masernsterblichkeit bereits gesenkt, wenngleich dies aufgrund der enormen Schwankungen, die anhand der obigen Grafik zu sehen sind, noch nicht wirklich eindeutig zu sein scheint.
1944: Der ignorierter 90 %ige Rückgang der Sterblichkeit
Danach wird es aber interessant: Als die Passiv-Impfung im Jahr 1944 in die breite Anwendung kam (Stokes et al., 1944), war die Masernsterblichkeit im Vergleich zu 1890 bereits um sage und schreibe 90 % zurückgegangen!
Nun wäre es ja naheliegend, zumindest aus der Sicht des Gesunden Menschenverstandes, die Ursachen für diesen Rückgang näher zu untersuchen. Das Ziel müsste natürlich sein, diesen Effekt weiter zu verstärken oder doch zumindest einen Wiederanstieg zu verhindern. Solche Untersuchungen wurden meinen Recherchen zufolge nie durchgeführt. Dies ist einer der Punkte, bei denen ich bisher vielleicht etwas Wichtiges übersehen habe.
1954: Der ignorierte Rückgang der Sterblichkeit beträgt 98 %
Als im Jahr 1954 Enders & Peebles behaupteten, das Masernvirus im Labor erfolgreich übertragen zu haben, betrug der Rückgang der Masernsterblichkeit im Vergleich mit dem Jahr 1890 bereits ca. 98 %. Dennoch machten Enders und seine Schüler mit ihrer Forschung weiter. Dies hatte erklärtermaßen keineswegs einen reinen akademischen Zweck, sondern das Ziel war, einen Impfstoff gegen die Masern zu entwickeln.

Warum haben Forscher und Behörden diesen Umstand ignoriert — und ignorieren ihn bis heute?
1958: Trotzdem beginnt die Entwicklung eines Masern-Impfstoffs
Vier Jahre später meldeten Forscher die erfolgreiche „Abschwächung” des Masernvirus, was sie mit den Resultaten zahlloser Labor-Ansteckungsversuche mit Tieren und Zellkulturen begründeten. Derweil war die Masernsterblichkeit weiter am Rückgang, wenn auch aufgrund der bereits sehr niedrigen Sterberate natürlich nicht mehr so krass wie vorher.
1963 und 1973: Einführung der Masern-Impfung trotz Rückgangs von mehr als 98 %
Im Jahr 1963, als die allerersten Masernimpfstoffe in Form von sogenannten „Totimpfstoffen” zugelassen wurden, betrug der bisherige Rückgang der Sterblichkeit mehr als 98 % und als 1973 die heute noch verwendeten Lebendimpfstoffe eingeführt wurden, mehr als 99 %.
Was ist des Rätsels Lösung?
Ich verstehe das nicht: Warum haben die medizinische Forschung und die zuständigen Behörden in den USA diesen phänomenalen Rückgang der Masernsterblichkeit völlig ignoriert, statt ihn genau zu untersuchen und die notwendigen Lehren daraus zu ziehen? Bisher habe ich darauf noch keine einleuchtende Antwort gefunden, die ohne eine Verschwörungstheorie auskäme. Muss ich möglicherweise von einer kaum vorstellbaren Inkompetenz der zeitgenössischen Forscher und Behörden in den USA ausgehen — oder habe ich etwas elementar Wichtiges übersehen?
Wer kann mir helfen? Antworten bitte an: redaktion@impf-report.de.
Mehr Infos zum großen Masern-Rätsel:
Hans U. P. Tolzin
Die Masern-Lüge
Auf der Suche nach dem Masernvirus — und dem Sinn der Impfung
Der Artikel erschien zuerst hier: impfkritik.de


























Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.