Von Werner Pilipp
Nachdem ich die vergangene Regierung in meinem Artikel „Die Olaf-Horror-Bundesshow“ schon gewürdigt habe, will ich es natürlich nicht versäumen, auch der neuen zu huldigen. Bei ihr fühlt man sich wie im Hapag-Lloyd Reisebüro, also „von Anfang an in guten Händen.“ Apropos Reisebüro. „Für einen Tagestrip nach Rom soll die Bundesregierung gleich sechs Regierungsjets eingesetzt haben.“ Man fühlt sich wie im Märchen, denn anders kann man dies auch nicht mehr fassen.
Eines muss ich noch vorwegnehmen. Durch den Abgang unseres begabtesten politischen Wunderkinds ist die Politik wirklich etwas trister geworden. Auch sind die Fachmänner Robert Habeck und Karl, der Kiffer, Lauterbach nur schwer zu ersetzen. Aber schauen wir mal und fangen an.
Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: Reem Alabali-Radovan
Beginnen wir mit der Namensgeberin für unseren Artikel. „Der Kampf gegen Armut, gegen Hunger und Ungleichheit bleibt unsere DNA. Der Schwerpunkt der deutschen Entwick-lungspolitik.“ Wow, und wie wollen wir dies schaffen? „‚Klimapolitik ist eine Chance und auch ein wirtschaftlicher Faktor‘, hob Alabali Radovan hervor. ‚Wir schaffen damit Jobs, Innovation und neue Märkte, besonders da, wo wir in erneuerbare Energien investieren‘, betonte die SPD-Politikerin.“ Ja, dieses Konzept hat die letzten Jahre schon bei uns im Land hervorragend funktioniert. So stieg die Armutsquote in Deutschland in den vergangenen Jahren kontinuierlich. Um es passend zu unserem Berliner Kindergarten mit Jumbobücher zu sagen: „Einfach riesig!“ Einen weiteren Erfolg konnte Frau Alabali Radovan auch schon verbuchen. Ihre Ankündigung „Und wir werden die deutsche Wirtschaft bei ihrem Engagement im Globalen Süden noch stärker unterstützen.“ wurde über veränderte Rahmenbedingungen umgesetzt, so dass immer mehr Unternehmen aus Deutschland abwandern und andere Länder stärken.
Doch bleibt entspannt. „Unser wahrer Luxus“ sind laut Grün.Wert Frankfurt, einer Initiative der Stadt und der Grünen Frankfurt, mehr Grünflächen. Ja, unsere neue freie Zeit werden wir luxuriös im Grünen verbringen können.
Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit: Carsten Schneider
Kommen wir gleich zu Alabalis siamesischen Klimaschutzzwilling. Bei den beiden ist es wie bei DuoLivo: „Zwei Herzen. Ein Weg.“ Dazu schauen wir auf seine Rede auf dem Energiewendekongress der dena. Da sagte er u. a.:
„Damals, 1999, da haben wir das Erneuerbare-Energien-Gesetz im Bundestag beschlossen und wurden belächelt. Das hat nicht nur dazu geführt, dass wir in Deutschland unsere Energie zu großen Teilen aus Erneuerbaren jetzt beziehen können, mit steigender Tendenz, sondern, dass es ein weltweiter Exportschlager geworden ist und wir in diesem Jahr erstmals mehr Verstromungen aus Erneuerbaren hatten als aus Kohle. Riesiger Erfolg, auf den wir hier in Deutschland stolz sein können.“ Ja, ein wahrer Exportschlager, so dass wir nun wahrlich nicht mehr belächelt werden; wir werden verlacht. Das belegen auch die steigenden Zahlen weltweit an neuen Kohle- und Atomkraftwerken. So prognostiziert unser tapferes Schneiderlein noch mal kurz einen Handelskonflikt mit den USA wegen der kommenden Klimazölle. „Diesen Kampf müsse Europa jedoch suchen, da sonst eine Dekarbonisierung der heimischen Industrie nicht möglich sei.“ Na, dann viel Erfolg!
Auf oben genannter Rede bei der dena sagte Schneider auch: „Bei der anstehenden Novelle des Gebäudeenergiegesetzes werden wir die Umsetzung erleichtern, aber nicht das Ambitionsniveau absenken. Es bleibt dabei, dass neue Heizungen 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen müssen. Ich bin dafür, dass wir sehr schnell zu klaren Entscheidungen kommen, dass der Attentismus, der sich in Teilen ausbreitet, nicht weiter Futter kriegt.“ Da freuen wir uns doch alle, dass wir künftig mit Strom heizen sollen, den wir in diesem Umfang nicht haben.
Und während wir in Deutschland unsere Wälder für den Bau von Windrädern abholzen, sagen wir „eine Milliarde Euro für innovativen Fonds zum Schutz der Regenwälder zu“. „Auf unsere Natur“ mit einem Krombacher.
Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung: Dr. Karsten Wildberger
Dr. Karsten Wer? Schauen wir mal, wie er die Verwaltung digitaler und moderner macht. Der Beginn ist absolut dynamisch. So warnt Wildberger vor zu hohen Erwartungen. Offen ist er jedoch für eine Social-Media-Sperre für Kinder unter 16 Jahren nach australischem Vorbild. Ein wahrer Kämpfer für unsere Kinder. Da wird wohl eine eindeutige Identifizierung nötig werden, um im Netz aktiv zu werden. Der staatliche frühmorgendliche Weckdienst lässt grüßen. Dazu passt auch eine andere seiner Forderungen. „Ganz konkret: Die Wallet – also eine digitale Brieftasche für den digitalen Personalausweis, Führerschein oder Versicherungskarten – soll Anfang 2027 stehen.“ Doch wie „komplexe e‑Lösungen einfach meistern“? Frag bei Elektro-Jahn. Und wenn es dann klappt, dann fahr ich mit meinem Peugeot weg, denn das ist „Freiheit. Und der Weg dorthin“.
Auch findet unser laut Handelsblatt „Hoffnungsträger des Jahres“, dass Grundrechte wie die Meinungsfreiheit wieder auf staatsmodernes, also vordemokratisches Niveau zurückgeführt werden müssen. Deshalb erarbeitete er ein neues Gesetz, das nach seiner Verabschiedung „Durchsuchungen von Tech-Konzernen und journalistischen Redaktionen sowie Beschlagnahmen ermöglichen soll, und dies teilweise ohne richterlichen Beschluss.“
„Und Sie bestimmen, wo’s langgeht.“, definiert Dertour und eigentlich sollte es in einer Demokratie genauso sein, doch in „unsere Demokratie“ …
Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat: Alois Rainer
Alois Rainer möchte einen starken Bürokratieabbau in der Landwirtschaft. Und als Metzgermeister einen höheren Fleischkonsum. Trotz seiner Beteuerung zum Klimaschutz, heult die Presse auf. Probiere mal Katjes, Loisl, denn so bist Du „born to be veggie“.
Aber sein mit Abstand wichtigster Beitrag ist die Forderung, „Dosenravioli für den Kriegsfall zu bunkern“.
Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt: Dorothee Bär
Betrachten wir nun Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, „Dorothee wer? Sie ist eine CSU-Frau, die ihr Leben lang zu den schönsten Hoffnungen berechtigt, aber noch wenige erfüllt hat.“ Ja, „Gutes zieht Kreise“ wie es die österreichische Volksbank ausdrückt. So schauen wir einfach mal, was kommt. Die beiden letzten Innovationen, die unser Land erlebt hat, waren doch das Lastenfahrrad und der festhängende Flaschenverschluss. „Unerwartet erstaunlich“ wie das Paderborner Land. Hoffen wir mal, dass wir weiter solch gewinnbringende Fortschritte sehen.
Bundesminister für Verkehr: Patrick Schnieder
Minister werden und rummeckern. Laut Schnieders Investitionsrahmenplan „beläuft sich die Finanzierungslücke für Fernstraßen und Schienenwege im Zeitraum 2025 bis 2029 auf insgesamt rund 13,5 Milliarden Euro.“
Außerdem ist fast jeder zweite Fernzug unpünktlich. Oder sagen wir es positiv. Immerhin ist jeder zweite pünktlich. Aber die Bahn kämpft für eine Verbesserung der Statistik. So lässt man potentiell unpünktliche Züge ausfallen. Kreative Mathematiker am Werk. Vielleicht sollte man doch seinen Ford benutzen, denn damit soll man ja „besser ankommen“.
Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: Verena Hubertz
Um die Krise der Bauwirtschaft zu beenden, damit wieder Wohnraum entsteht, zündet sie den „Bau-Turbo“. Dadurch werden gemeindliche Genehmigungsverfahren für Wohnraum extrem beschleunigt. Mädchen, „mach dein Plus an.“ Nein, nicht bei RTL+. Jetzt geht’s los, wären da nicht wieder die Bedenkenträger aus der Wirtschaft. So benötigt es in den Gemeinden auch weiterhin politische Mehrheiten für den Ausweis von Bauland. „Auch brauche es weiterhin umweltrechtliche Gutachten.“ Und die dauern wohl länger als die im Gesetz anvisierten drei Monate. Ach Verena, „wenn’s mal wieder länger dauert“, iss ein Snickers. Außerdem habe man in manchen Gemeinden „schon heute mehr Baugenehmigungen erteilt als Wohnungen gebaut würden.“ Nein, warum das denn? Nun, weil nur Häuser mit sehr hohem Effizienzhausstandard gefördert werden, was die Baukosten enorm in die Höhe treibt. Dies garniert man dann auch noch mit einer Mietpreisbremse. Da jedoch Frau Hubertz weder die Baukosten senkt, indem sie Vorschriften lockert, noch die Mietpreisbremse abschaffen möchte, wird der Turbo wohl nicht zünden. Fahren Sie einfach nach Schwäbisch Hall, denn „auf diese Steine können Sie bauen“. Vielleicht klappt es ja dann mit dem Bau.
Bei so viel Kritik beklatscht sie sich dann eben selbst. Und die Stimmen, sie würde damit die Nöte der Menschen verhöhnen? Bah, sicherlich nur Rechte. Noch ein Tipp des deutschen Maurerhandwerks zum Abschluss: „Wenn uns jemand Steine in den Weg legt, bauen wir ein Haus draus.“ Und Frau Ministerin?
Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz: Dr. Stefanie Hubig
Um den Bau-Turbo von Bauministerin Hubertz noch ganz abzuwürgen, plant unsere Steffi „mit einem Gesetzentwurf neue Regelungen im Mietrecht. Das betrifft möblierte Wohnungen, Kündigungsschutz und Indexmieten.“ Noch mehr Regelungen, die potenziellen Vermietern die Lust nehmen.
Aber sie kann auch anders. So will sie mit dem Gesetz zur Stärkung des strafrechtlichen Schutzes des Gemeinwesens Polizisten, medizinisch Tätige oder sonstige für das Gemeinwohl arbeitende Menschen schützen. Doch hat man in diesem Gesetzesentwurf auf Seite 28 klammheimlich auch den Volksverhetzungsparagrafen verschärft. „Nach dem Willen der Bundesjustizministerin Hubig soll künftig, wer wegen Volksverhetzung verurteilt wurde, sein passives Wahlrecht für bis zu fünf Jahre verlieren.“ Eine typische Tesa-Politikerin. Klebt auf ihrem Stuhl und macht „keine halben Sachen“.
Bundesminister für besondere Aufgaben/Chef des Bundeskanzleramtes: Thorsten Frei
Ein wahrer Tausendsassa ist unser Minister. Muss auch so sein. Schließlich ist er für besondere Aufgaben zuständig. Dabei ist er schon ein harter Hund. „Generell gilt aber aus meiner Sicht: Eine Koalition muss die Kraft haben, sich neuen Herausforderungen zu stellen, die man zu Beginn noch nicht absehen konnte.“ Gesagt, getan oder eigentlich erstmal nur gesagt. Gönn Dir in paar Kellogg’s Frosties, denn die „wecken den Tiger in Dir!“
Hat sofort geklappt, denn „klar ist auch, dass manche Leistungen entfallen müssen, um das Gesundheitssystem günstiger zu machen, was in anderen Ländern auch funktioniert“. Jetzt reformiert er unser Gesundheitssystem. Und wenn Ihnen von diesem Geschwätz der Kopf dröhnt, weiß unser Profi auch Bescheid: „Kopfschmerzen? Da hab´ ich was für Sie.” „Wir wissen nicht, was dieser freundliche Minister empfiehlt. Wir empfehlen bei Kopfweh Togal.”
Das brauchen Sie auch, denn von den rund 2,3 Millionen Euro, die die Amadeu-Antonio-Stiftung von Stasi-Anetta Kahane an staatlicher Unterstützung erhält, steuert allein die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration 1,07 Mio. bei, die beim Kanzleramt von Thorsten Frei angesiedelt ist. „Geiz ist geil“ war sowohl bei Saturn als auch bei Frei gestern.
Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Karin Prien
Frau Prien, ist eine der intensivsten Kämpferinnen für Demokratie oder sagen wir besser für „unsere Demokratie“. So will sie das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ sogar noch aufzustocken. In Zeiten unsicherer Haushalte ein wichtiges und richtiges Ziel. „Prien will mit staatlichen Mitteln NGOs finanzieren, die insofern hoheitliche Aufgaben übernehmen, dass sie mit den Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten.“ Ein kurzer Blick zur Volksbank und „wir machen den Weg frei“, um mit durch die Regierung finanzierten Nichtregierungsorganisationen gegen Hass und Hetze vorzugehen. Was Hass und Hetze auch immer sind. Darunter erhielt das Zentrum Liberale Moderne, 2017 von den Grünen-Politikern Ralf Fücks und Marieluise Beck gegründet, allein 2025 fast € 900.000 aus dem Bundeshaushalt. Hinzu kommen nochmals gut € 200.000 für ein dreijähriges Projekt (2023 – 2025) Rechte Hetzer schreiben dazu: „Unser Mediensystem ist zum Schlachtfeld geworden: Aktivistische Plattformen wie ‚Volksverpetzer‘ und ‚Gegneranalyse‘ dienen der Denunziation politischer Feinde. Finanziert werden solche Angriffe auch mit Steuergeldern – und das ausgerechnet über das Zentrum Liberale Moderne des Grünen-Politikers Ralf Fücks.“ Außerdem war sie dort Gastrednerin beim LibMod & Friends Jahresempfang 2024. Wobei Gastrednerin nicht ganz passt, Da sie seit dem 01.11.2019 Gesellschafterin dieser Organisation ist. Und nein, Ihr Verschwörungstheoretiker, sie gibt als Ministerin nicht Geld an eine Plattform, deren Mitgesellschafterin sie ist. Oder vielleicht doch, denn sie ist als Gesellschafterin nicht ausgeschieden. Vielmehr ruhen „ihre Mitgliedschaft und Stimmrechte als Gesellschafterin der Zentrum für die liberale Moderne gGmbH“.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Ministerin, unsere Pink Lady, „so saftig, so knackig, so cool“, auf der guten Seite steht. Auf einem CDU-Parteitag „sagte die Merz-Stellvertreterin Karin Prien höchst aufgewühlt folgende Sätze: ‚Meine, unsere DNA ist anti-faschistisch, und die ist anti-totalitär … Wir brauchen keinen anti-faschistischen Nachhilfeunterricht von niemandem in diesem Land …‘“ Ja, die neue Antifa in der CDU. Früher gab es „die frische Fa“. Heute gibt es Karin Prien.
Bundesministerin für Gesundheit: Nina Warken
„Und wir alle müssen uns unter Umständen auf Einschnitte einstellen.“ Und weiter: „Leistungskürzungen können nicht von vornherein ausgeschlossen werden.“ So soll an den Gesundheitsausgaben gespart werden. Zu dem Ziel, zwei Milliarden Euro einzusparen, sollen die Krankenhäuser allein 1,8 Mrd. beitragen. So seien laut Prof. Dr. Henriette Neumeyer (Deutsche Krankenhausgesellschaft) bereits jetzt 80% der Krankenhäuser in den roten Zahlen. Halt schlecht gewirtschaftet.
Doch sollen wenigstens die Beiträge 2026 stabil bleiben, außer einer klitzekleinen Ausnahme. So sollen die Zuzahlungen (Medikamente, Krankenhausaufenthalte) um läppische 50% steigen. Wenn es nicht mehr ist.
Aber in einer Sache wird dann doch mehr Geld für uns ausgeschüttet, nämlich beim Impfen. Um die positiven Gesundheitserfahrungen mit hoher Übersterblichkeit während der Impfphase der Pandemie in die Gegenwart zu retten, müssen Hausärzte jetzt eine gewisse Impfquote erreichen. „Wer künftig im Herbst nicht mindestens ein Viertel der Patienten impft, muss finanziell büßen.“ Man muss eben diese Impfverweigerer zu ihrem Glück zwingen. Da hilft es doch, dass nach dem Bundestag auch der Bundesrat der Änderung der Internationalen Gesundheitsvorschriften der WHO zugestimmt hat. Endlich können „unliebsame Meinungen, die der Regierungslinie in der Pandemie widersprechen“, unterbunden werden. Nina Warken „geht es darum, das Beste für die Menschen … in unserem Land zu erreichen.“ Na also.
„Für alle, die noch etwas vorhaben“, empfehle ich allerdings keinen Gang zur Deutschen Bank, sondern einen Urlaub, bevor uns die WHO wieder einsperrt. „Der Duft der großen weiten Welt“, den uns Peter Stuyvesant verspricht ist dann vorbei. Egal, denn Rauchen ist eh ungesund.

Sie hat „ein Gutachten in Auftrag gegeben. Der sogenannte Monitoring-Bericht soll den deutschen Stromverbrauch und den Ausbaustand Erneuerbarer Energien prüfen.“ Die Energiewende! „Wir öffnen Horizonte“ hat sich unsere Kati bei den R&V‑Versicherungen abgeschaut. Unsere Grünen befürchteten schon die Abkehr von unserer erfolgreichen Energiewende. Aber gemach, liebe Grünenden, denn „entsprechend der Grundlage der grundgesetzlichen Verankerung, der Berücksichtigung im Koalitionsvertrag sowie der für das diesem Gutachten zugrunde gelegten Leistungsbeschreibung ist dabei die Einhaltung des Treibhausgasneutralitätsziels bis 2045 zentrale Leitplanke für dieses Gutachten.“ Die Treibhausgasneutralität ist also Grundlage für dieses Gutachten. Unsere Zukunft ist gerettet.
Und trotzdem hatte Katherina die Reiche vor, „neue Gaskraftwerke mit einer Gesamtkapazität von mindestens 20 Gigawatt (GW) zu bauen.“ Nach anfänglichem Widerstand genehmigte uns die EU doch zwölf Gigawatt. Herzlichen Dank, dass wir als läppischer größter Nettozahler so großzügig bedacht wurden. Die Nörgelei des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft, dies sei zu wenig, ist nur noch undankbar. Da wir jedoch für neue Gaskraftwerke zu wenig Gas haben, hilft uns die EU mit einem Importverbot für russisches Gas, das die Lage noch dramatisiert. Nur Schwurbler behaupten, die Preise würden dadurch steigen. Kati, trink deshalb ein Glas Henkell mit uns, „mach den Moment unvergesslich“, denn das ist Energiepolitik für Reiche, äh nein, von Reiche.
Und es kommen noch mehr gute Nachrichten, denn um weiter vorwärts in die Vergangenheit durchstarten zu können, wird „Micha Sygusch, der frühere Büroleiter des damaligen Wirtschaftsministers Robert Habeck, … Referatsleiter für das neu geschaffene Referat ‚Kerntechnologien‘.“ Ja, alles für den Politikwechsel.
Und dann warnt uns Frau Reiche vor dem wirtschaftlichen Abstieg im Land. Hm, das sollte unsere Regierung unbedingt wissen. Kennt hier jemand den Wirtschaftsminister unseres Landes, damit Frau Reiche ihm dies auch mitteilen kann, damit gegengesteuert werden kann?
Bundesminister des Auswärtigen: Dr. Johann Wadephul
Eigentlich wäre er die Paradebesetzung bei einer Neuverfilmung von Don Quichote, dem Ritter der traurigen Gestalt. Er wirkt etwas wie ein Kind, mit dem niemand spielen möchte. So musste er auch seine geplante Chinareise absagen, weil ihn außer seinem pflichtbewussten chinesischen Amtskollegen niemand empfangen wollte. Da nahm unser Oberdiplomat seine TV Movie zur Hand und „nie mehr im falschen Film.“ Deshalb flog er stattdessen nach Syrien, denn „weltweit reisen zu besten Preisen!“ Da schlagen seine Reisekosten sogar FTI. Die Flugbereitschaft ist eben wie Öger Tours, also „gut wie immer – günstig wie nie!“ In Syrien angekommen zweifelte er an, „dass angesichts der massiven Zerstörung kurzfristig eine große Zahl syrischer Flüchtlinge freiwillig dorthin zurückkehren werde.“ Doch „neun Monate nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Baschar al-Assad am 8. Dezember 2024 sind bereits eine Million Menschen nach Syrien zurückgekehrt.“ Nur meist halt nicht aus Deutschland, denn wie in einem Peugeot haben sie hier „mit Sicherheit mehr Vergnügen“. Nur Nazis würden behaupten, dies geschehe zu Lasten unserer Sicherheit.
Aber er hat fest im Blick, dass Russland „immer ein Feind“ sein werde. Nein, die Russen sind doch unser Fisherman’s Friend, denn „sind sie zu stark, bist Du zu schwach.“
Bundesminister des Innern: Alexander Dobrindt
Nach großen Erfolgen als Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (2013 – 2017), so bei der Vorbereitung der Pkw-Maut, die dann letztendlich vor dem EuGH scheiterte oder beim Breitbandausbau, wo er „Milliardenbeträge in die kupferbasierte Übergangstechnik Vectoring“ versenkte, statt auf „auf echte Glasfaseranschlüsse zu setzen“, beglückt er uns nun als Bundesminister des Innern. Dabei geht er mit Michelin konform, denn „Höchstleistung ist unser Anspruch“, und knüpft an seine oben aufgelisteten Erfolge an. So ordnete er seit dem 07.05.2025 strengere Grenzkontrollen an: „Wir verstärken die Grenzkontrollen und erhöhen die Zurückweisungen an den Grenzen. Damit reduzieren wir die illegale Migration nach Deutschland …“ So wurden seitdem bis fast Ende August etwa 11.900 Menschen zurückgewiesen, „darunter 660 mit Asylbegehren“, während es in den ersten vier Monaten des Jahres 12.481 waren. Eine ähnlich starke Leistung gibt es auch bei den Asylerstanträgen zu vermelden. Während im April 2025, dem letzten Monat unter der alten Regierung 9.108 Anträge gestellt wurden, waren es im September 2025 9.126. Größte Erfolge auch bei der Erhöhung der Abschiebungen. Während in den ersten sechs Monaten dieses Jahres durchschnittlich 1.968 das Land verlassen mussten, waren es in den drei Folgemonaten im Schnitt 1.948 Hätte er mal die gelben Seiten zur Hand genommen, denn die „machen das Leben leichter.“
„Links ist vorbei.“ versprach Friedrich Merz. Auch dieses Versprechen setzt Alexander Dobrindt konsequent um. So erhöht er die jährliche Förderung für die Amadeu-Antonio-Stiftung sogar noch und finanziert „die linke NGO ‚Radikale Töchter‘, die am Dienstagabend vor dem Konrad-Adenauer-Haus gegen Friedrich Merz mobil machte.“
Aber eines funktioniert dann doch: „‚Wir wollen eine Umkehr der Beweislast: Wer Vermögen besitzt, dessen Herkunft unklar ist, muss künftig beweisen, dass dieses Geld legal erworben wurde. Das ist ein echter Paradigmenwechsel,‘ erklärt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt.“ Ja, so soll die Geldwäsche bekämpft werden, doch hoffe ich, dass Sie nachweisen können, dass Oma Klara die Ihnen vererbte Goldkette auch legal erworben hat.
Bundesministerin für Arbeit und Soziales: Bärbel Bas
Unsere äußerst sympathische Barbie Bas gibt wirklich Gas. „Mich muss man hier auch nicht zum Jagen tragen.“, gibt sie den Weg vor. Sie „plant die Gründung einer sogenannten ‚Work-and-Stay-Agentur‘. Die Einrichtung soll die Einwanderung von Fachkräften beschleunigen, digitalisieren und zentralisieren.“ Na endlich! Schließlich haben wir in den vergangenen zehn Jahren wahrlich nicht genug Fachkräfte ins Land bekommen. Und dann behauptet Andrea Nahles, Chefin der Bundesagentur für Arbeit, dass die „Chancen für Arbeitslose so schlecht wie nie“ seien.
Auch soll das Bürgergeld gerechter werden. „Dafür soll das Vermögen der Betroffenen früher herangezogen werden.“ Richtig so, nehmt den faulen Almans ihr Eigentum weg.
Apropos Fachkräftemangel. In den Jahren von 2012 bis 2022 wuchs die Beschäftigtenzahl im öffentlichen Dienst inklusive Beschäftigter der Sozialversicherungen sowie Beschäftigter in öffentlich bestimmten Einrichtungen (z.B. Zweckverbände) und Unternehmen in privater Rechtsform (z.B. Deutsche Bahn) um 943.000. Zwischen 2022 und 2024 nahm der öffentliche Dienst nochmals um 174.000 Beschäftigte zu.
Und wenn die blöde Wirtschaft nicht die ganzen Fachkräfte beschäftigen würde, könnte man tatsächlich noch mehr einstellen. Doch Lösung naht, denn „Arbeitsministerin Bärbel Bas ruft zum ‚Kampf gegen Arbeitgeber‘ auf.“ „Die Zukunft kann kommen.“ Dies weiß nicht nur die Deutsche Bank. Doch „ich geb mir die Kugel.“ Zumindest die von Ferrero Rocher. Süßes soll ja beruhigen.
Bundesminister der Verteidigung: Boris Pistorius
Unser Bum-bum-Boris Pistolerius ist der einzig Verbliebene aus der Olaf-Horror-Bundes-show. „Man sagt, er habe magische Kräfte.“ Denn mit Fernet Branca will er mittlerweile höher hinaus und möchte € 35.000.000.000 (35 Milliarden) für die Weltraumsicherheit ausgeben. „Auch im Weltraum müssen wir abschrecken können, um verteidigungsfähig zu sein.“ Anscheinend will uns der böse Putin jetzt mit Ufos angreifen. Oder hat man Angst vor dem Sportwagen, den Elon Musk in den Weltraum geschossen hat? Da kann ich beruhigen, denn es war ein Tesla, so dass das Verbrennerverbot so nicht umgangen werden kann.
Aber dieser Mann schaut nicht nur nach vorne, sondern er ist gleich der Württembergischen auch „der Fels in der Brandung“ bei der Bewahrung alter Traditionen. So hält er das Wandern hoch und will die damals so beliebte Volkswanderung gen Moskau zu neuer Blüte führen. „Vom Vater zum Sohn. So war es immer schon.“, wie Gilette es immer wusste. Nur dass es dieses Mal vom Großvater zum Enkelsohn heißen müsste. Da sind wir dann „mittendrin statt nur dabei“. Mehr noch als beim DSF. Und die Absicht hinter dieser Wanderung? „Gemeinsam Frieden sichern“, wie die Bundeswehr von sich behauptet. Ja. So klappt es mit „Wir produzieren Sicherheit“.
Doch auch in anderen Bereichen ist unser militärisches Wunderkind äußerst traditionsbewusst. So huldigte er in der Regierungsbefragung im Bundestag am 05.06.2024 mit dem Satz „‚Wir müssen bis 2029 kriegstüchtig sein‘“ Dr. Joseph Goebbels, der das deutsche Volk in der nationalsozialistischen Wochenzeitung Das Reich vom 09.07.1944 aufforderte, „‚Kriegstüchtig wie nur je‘“ zu sein. Natürlich straffrei. Und falls doch nicht, hat er sicher die Advocard, denn „Advocard ist Anwalts Liebling“.

„‚Die nächsten Jahre werden uns viel abverlangen‘, so Klingbeil. Und er fordert: ‚Alle müssen ihren Beitrag leisten, ich wiederhole: alle.‘“ Deswegen gingen die Bundestagsabgeordneten mit gutem Beispiel voran und erhöhten ihre Aufwandsentschädigung zum 01.07.2025 nur um knapp 600 Euro oder 5,4% nach läppischen 635 Euro im Vorjahr. Bei diesen kleinen Beträgen versteht jeder, warum deren Einkünfte auch Diäten heißen. Aber es hilft nichts, wir alle müssen in der Krise verzichten. „Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) bringt deswegen Steuererhöhungen ins Spiel.“ Doch die ganze Debatte um mehr Besteuerung der Reichen wird die Löcher nicht stopfen. Im Gegenteil, denn so „verlor der norwegische Staat durch den Kapitalabfluss rund 40 Milliarden Kronen an Steuereinnahmen – jedes Jahr. Gerechnet wurde mit Milliardengewinnen.“ Nur eine Erhöhung der Mehrwertsteuer brächte genug Einnahmen. Aber „keine Sorge, Volksfürsorge“. Vertraut dem Lars, der sorgt für uns und es ist ja für alle. Wirklich alle? Nun ja, es gibt klitzekleine Ausnahmen. „Deutschland steht weiter fest an der Seite der Ukraine: Die Unterstützung der Ukraine, militärisch und zivil, wird daher auch in den künftigen Haushalten sichergestellt. Für das Jahr 2026 sind rund 11,5 Milliarden Euro an Militärhilfe für die Ukraine vorgesehen.“ Wahrscheinlich haben wir bisher nicht genug gegeben. „Die Bundesregierung hat seit Beginn des russischen Angriffskriegs am 24.02.2022 bilaterale zivile Unterstützung für die Ukraine in Höhe von rd. 36 Mrd. EUR geleistet und militärische Unterstützung in Höhe von rd. 40 Mrd. EUR geleistet bzw. für die kommenden Jahre bereitgestellt.“ Da lachte Selenskyj sein Perlweiß-Lachen, denn „warum wollen Sie sich mit weniger zufrieden geben?“ Trinken wir mit hm ein Holsten und stoßen „auf die Freundschaft“ an.
So zeigt Klingbeil seine Liebe zu seinem Land mit seinen Menschen. Mehr wert ist unserem Antifa-Lars nur seine Frau Lena-Sophie Müller bzw. der Verein „Initiative D21“, dessen Geschäftsführerin sie ist. Und deshalb erhielt der Verein seiner Frau, romantisch wie Lars eben ist, über € 100.000 Staatsgelder. Ob die Übergabe bei Kerzenschein erfolgte, ist nicht überliefert.
Unser Finanzgenie ist wie Zewa, denn er „saugt schneller denn je.“ Zumindest unser sauer verdientes Geld ab. Und „mit einem Wisch ist alles weg“.
Bundeskanzler: Friedrich Merz
Kommen wir zum krönenden Abschluss, unserem Kanzler der Herzen. Was wurde uns alles versprochen. So wollte er nach seiner Wahl am ersten Tag seiner „Amtszeit das Bundesinnenministerium im Wege der Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers anweisen, die deutschen Staatsgrenzen zu allen unseren Nachbarn dauerhaft zu kontrollieren und ausnahmslos alle Versuche der illegalen Einreise zurückzuweisen“. Außerdem wollte unser alter Fritz keine Änderung der Schuldenbremse. „‚Ich schließe eine Zustimmung meiner Fraktion zu einer Aufweichung der Schuldenbremse des Grundgesetzes heute von dieser Stelle aus erneut aus‘, sagte Merz seinerzeit vor dem Bundestag. ‚Wir dürfen unseren Kindern nicht immer mehr Schulden hinterlassen. Denn alle Schulden müssen bezahlt werden.‘“ Wow, „der guten Mär bring ich so viel, davon ich singen und sagen will“. Und es war wie bei der Deutschen Bank, denn „Vertrauen ist der Anfang von allem.“ So dachte auch das Wahlvolk und erwählte unseren Old Schwurhand. Doch man hätte es schon von der Deutschen Bank wissen müssen, denn es kam anders. Am 18. März beschloss der alte Bundestag kurz vor der konstituierenden Sitzung des neuen eine Reform der Schuldenbremse Mehr Ausgaben für die Rüstung und mehr zusätzliche Schulden, äh Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität. Da mag sich mancher (und nicht nur Lieferando) gedacht haben, „Wasabi da nur bestellt?“ Vielleicht hätte man ihm Theramed empfehlen sollen, „das Deo für den Mund.“ Dann wäre das Ergebnis eventuell wohlriechender. Doch die Quittung kam auf den Fuß. So wurde Merz am 06.05.2025 als erster Kanzler erst im zweiten Wahlgang gewählt, wurde also zum Zweite-Wahl-Kanzler.
Und nach der Wahl klappte es mit der Richtlinienkompetenz bei der Grenzkontrolle richtig gut. So wurden in den ersten sechs Monaten seiner Amtszeit beeindruckende 993 Asyl-suchende an den Grenzen abgewiesen, während zur selben Zeit lediglich 86.924 Asylanträge gestellt wurden. Dazu kamen von Januar bis November 2025 101.756 Familienangehörige nach Deutschland, wobei es in den ersten vier Monaten (also vor Merzens Amtszeit) des Jahres 39.500 waren. Dann kommen noch die eingeflogenen Afghanen hinzu. Ja, die Grenzen sind dicht.
So wundert es nicht, dass böse Zungen Friedrich Merz als Lügenkanzler betiteln. Das ist eine infame Unterstellung. Für mich ist er der Kanzler der Sonderwahrheiten. Komm Merz, nimm einen Schluck Merziger, den „Merziger macht herziger.“ Täte Dir gut.
Aber sonst ist unser Zweite-Wahl-Kanzler ein mutiger Mann, denn „manchmal muss es eben Mumm sein“. So habe er keine Angst vor einem Atomkrieg. Wundert auch nicht, denn in diesem Fall wird er wohl nicht in Deutschland sein. Wie sang schon Udo Lindenberg in seinem Lied „Dr. Kimbel auf der Flucht“: „Und dann in Neuseeland, Champagnerflaschen in der Hand, sehen sie im TV, wie Deutschland knallt und raucht und zischt, und sie sagen: Prost, uns hat’s nicht erwischt“. Das ist dann wie auf dem Underberg, „denn der schmeckt zwar ganz schön bitter“ (für das Volk), „doch dafür hilft er Dir schnell übern Berg“ (für die Rüstungsindustrie und deren Aktionäre wie z.B. BlackRock). Um dann nochmals Udo Lindenberg zu zitieren: „Und sie liegen in der Südsee in den Bambusbetten und giftgelbe Killerwolken über deutschen Städten. Und sie tanzen Hulahula im Tropenwald und zu Haus Millionen Leichen auf dem Asphalt. Pervers!“
So bekommen wir den Frieden, den Merz sich vorstellt, denn „Frieden gibt es auf jedem Friedhof“
Da empfehle ich ihm bei der nächsten Erkältung: „Wick dich, du Hustensohn!“


























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