Alabali und die 17 Räuber – eine Regierung aus tau­send­und­einer Nacht

Von Werner Pilipp

Nachdem ich die ver­gangene Regierung in meinem Artikel „Die Olaf-Horror-Bun­desshow“ schon gewürdigt habe, will ich es natürlich nicht ver­säumen, auch der neuen zu hul­digen. Bei ihr fühlt man sich wie im Hapag-Lloyd Rei­sebüro, also „von Anfang an in guten Händen.“ Apropos Rei­sebüro. „Für einen Tagestrip nach Rom soll die Bun­des­re­gierung gleich sechs Regie­rungsjets ein­ge­setzt haben.“ Man fühlt sich wie im Märchen, denn anders kann man dies auch nicht mehr fassen.

Eines muss ich noch vor­weg­nehmen. Durch den Abgang unseres begab­testen poli­ti­schen Wun­der­kinds ist die Politik wirklich etwas trister geworden. Auch sind die Fach­männer Robert Habeck und Karl, der Kiffer, Lau­terbach nur schwer zu ersetzen. Aber schauen wir mal und fangen an.

 

Bun­des­mi­nis­terin für wirt­schaft­liche Zusam­men­arbeit und Ent­wicklung: Reem Alabali-Radovan

Beginnen wir mit der Namens­ge­berin für unseren Artikel. „Der Kampf gegen Armut, gegen Hunger und Ungleichheit bleibt unsere DNA. Der Schwer­punkt der deut­schen Entwick-lungs­po­litik.“ Wow, und wie wollen wir dies schaffen? „‚Kli­ma­po­litik ist eine Chance und auch ein wirt­schaft­licher Faktor‘, hob Alabali Radovan hervor. ‚Wir schaffen damit Jobs, Inno­vation und neue Märkte, besonders da, wo wir in erneu­erbare Energien inves­tieren‘, betonte die SPD-Poli­ti­kerin.“ Ja, dieses Konzept hat die letzten Jahre schon bei uns im Land her­vor­ragend funk­tio­niert. So stieg die Armuts­quote in Deutschland in den ver­gan­genen Jahren kon­ti­nu­ierlich. Um es passend zu unserem Ber­liner Kin­der­garten mit Jum­bo­bücher zu sagen: „Einfach riesig!“ Einen wei­teren Erfolg konnte Frau Alabali Radovan auch schon ver­buchen. Ihre Ankün­digungUnd wir werden die deutsche Wirt­schaft bei ihrem Enga­gement im Glo­balen Süden noch stärker unter­stützen.“ wurde über ver­än­derte Rah­men­be­din­gungen umge­setzt, so dass immer mehr Unter­nehmen aus Deutschland abwandern und andere Länder stärken.

Doch bleibt ent­spannt. „Unser wahrer Luxus“ sind laut Grün.Wert Frankfurt, einer Initiative der Stadt und der Grünen Frankfurt, mehr Grün­flächen. Ja, unsere neue freie Zeit werden wir luxuriös im Grünen ver­bringen können.

 

Bun­des­mi­nister für Umwelt, Kli­ma­schutz, Natur­schutz und nukleare Sicherheit: Carsten Schneider

Kommen wir gleich zu Ala­balis sia­me­si­schen Kli­ma­schutz­zwilling. Bei den beiden ist es wie bei DuoLivo: „Zwei Herzen. Ein Weg.“ Dazu schauen wir auf seine Rede auf dem Ener­gie­wen­de­kon­gress der dena. Da sagte er u. a.:

Damals, 1999, da haben wir das Erneu­erbare-Energien-Gesetz im Bun­destag beschlossen und wurden belä­chelt. Das hat nicht nur dazu geführt, dass wir in Deutschland unsere Energie zu großen Teilen aus Erneu­er­baren jetzt beziehen können, mit stei­gender Tendenz, sondern, dass es ein welt­weiter Export­schlager geworden ist und wir in diesem Jahr erstmals mehr Ver­stro­mungen aus Erneu­er­baren hatten als aus Kohle. Rie­siger Erfolg, auf den wir hier in Deutschland stolz sein können.“ Ja, ein wahrer Export­schlager, so dass wir nun wahrlich nicht mehr belä­chelt werden; wir werden ver­lacht. Das belegen auch die stei­genden Zahlen weltweit an neuen Kohle- und Atom­kraft­werken. So pro­gnos­ti­ziert unser tap­feres Schnei­derlein noch mal kurz einen Han­dels­kon­flikt mit den USA wegen der kom­menden Kli­ma­zölle. „Diesen Kampf müsse Europa jedoch suchen, da sonst eine Dekar­bo­ni­sierung der hei­mi­schen Industrie nicht möglich sei.“ Na, dann viel Erfolg!

Auf oben genannter Rede bei der dena sagte Schneider auch: „Bei der anste­henden Novelle des Gebäu­de­en­er­gie­ge­setzes werden wir die Umsetzung erleichtern, aber nicht das Ambi­ti­ons­niveau absenken. Es bleibt dabei, dass neue Hei­zungen 65 Prozent erneu­erbare Energien nutzen müssen. Ich bin dafür, dass wir sehr schnell zu klaren Ent­schei­dungen kommen, dass der Atten­tismus, der sich in Teilen aus­breitet, nicht weiter Futter kriegt.“ Da freuen wir uns doch alle, dass wir künftig mit Strom heizen sollen, den wir in diesem Umfang nicht haben.

Und während wir in Deutschland unsere Wälder für den Bau von Wind­rädern abholzen, sagen wir „eine Mil­liarde Euro für inno­va­tiven Fonds zum Schutz der Regen­wälder zu“. „Auf unsere Natur“ mit einem Krombacher.

 

Bun­des­mi­nister für Digi­tales und Staats­mo­der­ni­sierung: Dr. Karsten Wildberger

Dr. Karsten Wer? Schauen wir mal, wie er die Ver­waltung digi­taler und moderner macht. Der Beginn ist absolut dyna­misch. So warnt Wild­berger vor zu hohen Erwar­tungen. Offen ist er jedoch für eine Social-Media-Sperre für Kinder unter 16 Jahren nach aus­tra­li­schem Vorbild. Ein wahrer Kämpfer für unsere Kinder. Da wird wohl eine ein­deutige Iden­ti­fi­zierung nötig werden, um im Netz aktiv zu werden. Der staat­liche früh­mor­gend­liche Weck­dienst lässt grüßen. Dazu passt auch eine andere seiner For­de­rungen. „Ganz konkret: Die Wallet – also eine digitale Brief­tasche für den digi­talen Per­so­nal­ausweis, Füh­rer­schein oder Ver­si­che­rungs­karten – soll Anfang 2027 stehen.“ Doch wie „kom­plexe e‑Lösungen einfach meistern“? Frag bei Elektro-Jahn. Und wenn es dann klappt, dann fahr ich mit meinem Peugeot weg, denn das ist „Freiheit. Und der Weg dorthin“.

Auch findet unser laut Han­dels­blattHoff­nungs­träger des Jahres“, dass Grund­rechte wie die Mei­nungs­freiheit wieder auf staats­mo­dernes, also vor­de­mo­kra­ti­sches Niveau zurück­ge­führt werden müssen. Deshalb erar­beitete er ein neues Gesetz, das nach seiner Ver­ab­schiedung „Durch­su­chungen von Tech-Kon­zernen und jour­na­lis­ti­schen Redak­tionen sowie Beschlag­nahmen ermög­lichen soll, und dies teil­weise ohne rich­ter­lichen Beschluss.

Und Sie bestimmen, wo’s langgeht.“, defi­niert Dertour und eigentlich sollte es in einer Demo­kratie genauso sein, doch in „unsere Demokratie“ …

 

Bun­des­mi­nister für Land­wirt­schaft, Ernährung und Heimat: Alois Rainer

Alois Rainer möchte einen starken Büro­kra­tie­abbau in der Land­wirt­schaft. Und als Metz­ger­meister einen höheren Fleisch­konsum. Trotz seiner Beteuerung zum Kli­ma­schutz, heult die Presse auf. Pro­biere mal Katjes, Loisl, denn so bist Du „born to be veggie“.

Aber sein mit Abstand wich­tigster Beitrag ist die For­derung, „Dosen­ra­violi für den Kriegsfall zu bunkern“.

 

Bun­des­mi­nis­terin für For­schung, Tech­no­logie und Raum­fahrt: Dorothee Bär

Betrachten wir nun Dorothee Bär, Bun­des­mi­nis­terin für For­schung, Tech­no­logie und Raum­fahrt, „Dorothee wer? Sie ist eine CSU-Frau, die ihr Leben lang zu den schönsten Hoff­nungen berechtigt, aber noch wenige erfüllt hat.“ Ja, „Gutes zieht Kreise“ wie es die öster­rei­chische Volksbank aus­drückt. So schauen wir einfach mal, was kommt. Die beiden letzten Inno­va­tionen, die unser Land erlebt hat, waren doch das Las­ten­fahrrad und der fest­hän­gende Fla­schen­ver­schluss. „Uner­wartet erstaunlich“ wie das Pader­borner Land. Hoffen wir mal, dass wir weiter solch gewinn­brin­gende Fort­schritte sehen.

 

Bun­des­mi­nister für Verkehr: Patrick Schnieder

Minister werden und rum­me­ckern. Laut Schnieders Inves­ti­ti­ons­rah­menplanbeläuft sich die Finan­zie­rungs­lücke für Fern­straßen und Schie­nenwege im Zeitraum 2025 bis 2029 auf ins­gesamt rund 13,5 Mil­li­arden Euro.

Außerdem ist fast jeder zweite Fernzug unpünktlich. Oder sagen wir es positiv. Immerhin ist jeder zweite pünktlich. Aber die Bahn kämpft für eine Ver­bes­serung der Sta­tistik. So lässt man poten­tiell unpünkt­liche Züge aus­fallen. Kreative Mathe­ma­tiker am Werk. Viel­leicht sollte man doch seinen Ford benutzen, denn damit soll man ja „besser ankommen“.

 

Bun­des­mi­nis­terin für Wohnen, Stadt­ent­wicklung und Bau­wesen: Verena Hubertz

Um die Krise der Bau­wirt­schaft zu beenden, damit wieder Wohnraum ent­steht, zündet sie den „Bau-Turbo“. Dadurch werden gemeind­liche Geneh­mi­gungs­ver­fahren für Wohnraum extrem beschleunigt. Mädchen, „mach dein Plus an.“ Nein, nicht bei RTL+. Jetzt geht’s los, wären da nicht wieder die Beden­ken­träger aus der Wirt­schaft. So benötigt es in den Gemeinden auch wei­terhin poli­tische Mehr­heiten für den Ausweis von Bauland. „Auch brauche es wei­terhin umwelt­recht­liche Gut­achten.“ Und die dauern wohl länger als die im Gesetz anvi­sierten drei Monate. Ach Verena, „wenn’s mal wieder länger dauert“, iss ein Sni­ckers. Außerdem habe man in manchen Gemeinden „schon heute mehr Bau­ge­neh­mi­gungen erteilt als Woh­nungen gebaut würden.“ Nein, warum das denn? Nun, weil nur Häuser mit sehr hohem Effi­zi­enz­h­aus­standard gefördert werden, was die Bau­kosten enorm in die Höhe treibt. Dies gar­niert man dann auch noch mit einer Miet­preis­bremse. Da jedoch Frau Hubertz weder die Bau­kosten senkt, indem sie Vor­schriften lockert, noch die Miet­preis­bremse abschaffen möchte, wird der Turbo wohl nicht zünden. Fahren Sie einfach nach Schwä­bisch Hall, denn „auf diese Steine können Sie bauen“. Viel­leicht klappt es ja dann mit dem Bau.

Bei so viel Kritik beklatscht sie sich dann eben selbst. Und die Stimmen, sie würde damit die Nöte der Men­schen ver­höhnen? Bah, sicherlich nur Rechte. Noch ein Tipp des deut­schen Mau­rer­hand­werks zum Abschluss: „Wenn uns jemand Steine in den Weg legt, bauen wir ein Haus draus.“ Und Frau Ministerin?

 

Bun­des­mi­nis­terin der Justiz und für Ver­brau­cher­schutz: Dr. Ste­fanie Hubig

Um den Bau-Turbo von Bau­mi­nis­terin Hubertz noch ganz abzu­würgen, plant unsere Steffi „mit einem Gesetz­entwurf neue Rege­lungen im Miet­recht. Das betrifft möblierte Woh­nungen, Kün­di­gungs­schutz und Index­mieten.“ Noch mehr Rege­lungen, die poten­zi­ellen Ver­mietern die Lust nehmen.

Aber sie kann auch anders. So will sie mit dem Gesetz zur Stärkung des straf­recht­lichen Schutzes des Gemein­wesens Poli­zisten, medi­zi­nisch Tätige oder sonstige für das Gemeinwohl arbei­tende Men­schen schützen. Doch hat man in diesem Geset­zes­entwurf auf Seite 28 klamm­heimlich auch den Volks­ver­het­zungs­pa­ra­grafen ver­schärft. „Nach dem Willen der Bun­des­jus­tiz­mi­nis­terin Hubig soll künftig, wer wegen Volks­ver­hetzung ver­ur­teilt wurde, sein pas­sives Wahl­recht für bis zu fünf Jahre ver­lieren.“ Eine typische Tesa-Poli­ti­kerin. Klebt auf ihrem Stuhl und macht „keine halben Sachen“.

 

Bun­des­mi­nister für besondere Aufgaben/Chef des Bun­des­kanz­ler­amtes: Thorsten Frei

Ein wahrer Tau­send­sassa ist unser Minister. Muss auch so sein. Schließlich ist er für besondere Auf­gaben zuständig. Dabei ist er schon ein harter Hund. „Generell gilt aber aus meiner Sicht: Eine Koalition muss die Kraft haben, sich neuen Her­aus­for­de­rungen zu stellen, die man zu Beginn noch nicht absehen konnte.“ Gesagt, getan oder eigentlich erstmal nur gesagt. Gönn Dir in paar Kellogg’s Fro­sties, denn die „wecken den Tiger in Dir!

Hat sofort geklappt, denn „klar ist auch, dass manche Leis­tungen ent­fallen müssen, um das Gesund­heits­system güns­tiger zu machen, was in anderen Ländern auch funk­tio­niert“. Jetzt refor­miert er unser Gesund­heits­system. Und wenn Ihnen von diesem Geschwätz der Kopf dröhnt, weiß unser Profi auch Bescheid: „Kopf­schmerzen? Da hab´ ich was für Sie.” „Wir wissen nicht, was dieser freund­liche Minister emp­fiehlt. Wir emp­fehlen bei Kopfweh Togal.”

Das brauchen Sie auch, denn von den rund 2,3 Mil­lionen Euro, die die Amadeu-Antonio-Stiftung von Stasi-Anetta Kahane an staat­licher Unter­stützung erhält, steuert allein die Beauf­tragte der Bun­des­re­gierung für Migration, Flücht­linge und Inte­gration 1,07 Mio. bei, die beim Kanz­leramt von Thorsten Frei ange­siedelt ist. „Geiz ist geil“ war sowohl bei Saturn als auch bei Frei gestern.

 

Bun­des­mi­nis­terin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Karin Prien

Frau Prien, ist eine der inten­sivsten Kämp­fe­rinnen für Demo­kratie oder sagen wir besser für „unsere Demo­kratie“. So will sie das Bun­des­pro­gramm „Demo­kratie leben!“ sogar noch auf­zu­stocken. In Zeiten unsi­cherer Haus­halte ein wich­tiges und rich­tiges Ziel. „Prien will mit staat­lichen Mitteln NGOs finan­zieren, die insofern hoheit­liche Auf­gaben über­nehmen, dass sie mit den Sicher­heits­be­hörden zusam­men­ar­beiten.“ Ein kurzer Blick zur Volksbank und „wir machen den Weg frei“, um mit durch die Regierung finan­zierten Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tionen gegen Hass und Hetze vor­zu­gehen. Was Hass und Hetze auch immer sind. Dar­unter erhielt das Zentrum Liberale Moderne, 2017 von den Grünen-Poli­tikern Ralf Fücks und Marie­luise Beck gegründet, allein 2025 fast € 900.000 aus dem Bun­des­haushalt. Hinzu kommen nochmals gut € 200.000 für ein drei­jäh­riges Projekt (2023 – 2025) Rechte Hetzer schreiben dazu: „Unser Medi­en­system ist zum Schlachtfeld geworden: Akti­vis­tische Platt­formen wie ‚Volks­ver­petzer‘ und ‚Geg­ner­analyse‘ dienen der Denun­ziation poli­ti­scher Feinde. Finan­ziert werden solche Angriffe auch mit Steu­er­geldern – und das aus­ge­rechnet über das Zentrum Liberale Moderne des Grünen-Poli­tikers Ralf Fücks.“ Außerdem war sie dort Gast­red­nerin beim LibMod & Friends Jah­res­empfang 2024. Wobei Gast­red­nerin nicht ganz passt, Da sie seit dem 01.11.2019 Gesell­schaf­terin dieser Orga­ni­sation ist. Und nein, Ihr Ver­schwö­rungs­theo­re­tiker, sie gibt als Minis­terin nicht Geld an eine Plattform, deren Mit­ge­sell­schaf­terin sie ist. Oder viel­leicht doch, denn sie ist als Gesell­schaf­terin nicht aus­ge­schieden. Vielmehr ruhen „ihre Mit­glied­schaft und Stimm­rechte als Gesell­schaf­terin der Zentrum für die liberale Moderne gGmbH“.

Zusam­men­fassend lässt sich fest­stellen, dass die Minis­terin, unsere Pink Lady, „so saftig, so knackig, so cool“, auf der guten Seite steht. Auf einem CDU-Par­teitag „sagte die Merz-Stell­ver­tre­terin Karin Prien höchst auf­ge­wühlt fol­gende Sätze: ‚Meine, unsere DNA ist anti-faschis­tisch, und die ist anti-tota­litär … Wir brauchen keinen anti-faschis­ti­schen Nach­hil­fe­un­ter­richt von nie­mandem in diesem Land …‘“ Ja, die neue Antifa in der CDU. Früher gab es „die frische Fa“. Heute gibt es Karin Prien.

 

Bun­des­mi­nis­terin für Gesundheit: Nina Warken

Und wir alle müssen uns unter Umständen auf Ein­schnitte ein­stellen.“ Und weiter: „Leis­tungs­kür­zungen können nicht von vorn­herein aus­ge­schlossen werden.“ So soll an den Gesund­heits­aus­gaben gespart werden. Zu dem Ziel, zwei Mil­li­arden Euro ein­zu­sparen, sollen die Kran­ken­häuser allein 1,8 Mrd. bei­tragen. So seien laut Prof. Dr. Hen­riette Neu­meyer (Deutsche Kran­ken­haus­ge­sell­schaft) bereits jetzt 80% der Kran­ken­häuser in den roten Zahlen. Halt schlecht gewirtschaftet.

Doch sollen wenigstens die Bei­träge 2026 stabil bleiben, außer einer klit­ze­kleinen Aus­nahme. So sollen die Zuzah­lungen (Medi­ka­mente, Kran­ken­haus­auf­ent­halte) um läp­pische 50% steigen. Wenn es nicht mehr ist.

Aber in einer Sache wird dann doch mehr Geld für uns aus­ge­schüttet, nämlich beim Impfen. Um die posi­tiven Gesund­heits­er­fah­rungen mit hoher Über­sterb­lichkeit während der Impf­phase der Pan­demie in die Gegenwart zu retten, müssen Haus­ärzte jetzt eine gewisse Impf­quote erreichen. „Wer künftig im Herbst nicht min­destens ein Viertel der Pati­enten impft, muss finan­ziell büßen.“ Man muss eben diese Impf­ver­wei­gerer zu ihrem Glück zwingen. Da hilft es doch, dass nach dem Bun­destag auch der Bun­desrat der Änderung der Inter­na­tio­nalen Gesund­heits­vor­schriften der WHO zuge­stimmt hat. Endlich können „unliebsame Mei­nungen, die der Regie­rungs­linie in der Pan­demie wider­sprechen“, unter­bunden werden. Nina Warken „geht es darum, das Beste für die Men­schen … in unserem Land zu erreichen.“ Na also.

Für alle, die noch etwas vor­haben“, emp­fehle ich aller­dings keinen Gang zur Deut­schen Bank, sondern einen Urlaub, bevor uns die WHO wieder ein­sperrt. „Der Duft der großen weiten Welt“, den uns Peter Stuy­vesant ver­spricht ist dann vorbei. Egal, denn Rauchen ist eh ungesund.

 

Bun­des­mi­nis­terin für Wirt­schaft und Energie: Katherina Reiche

Sie hat „ein Gut­achten in Auftrag gegeben. Der soge­nannte Moni­toring-Bericht soll den deut­schen Strom­ver­brauch und den Aus­bau­stand Erneu­er­barer Energien prüfen.“ Die Ener­gie­wende! „Wir öffnen Hori­zonte“ hat sich unsere Kati bei den R&V‑Versicherungen abge­schaut. Unsere Grünen befürch­teten schon die Abkehr von unserer erfolg­reichen Ener­gie­wende. Aber gemach, liebe Grü­nenden, denn „ent­spre­chend der Grundlage der grund­ge­setz­lichen Ver­an­kerung, der Berück­sich­tigung im Koali­ti­ons­vertrag sowie der für das diesem Gut­achten zugrunde gelegten Leis­tungs­be­schreibung ist dabei die Ein­haltung des Treib­haus­gas­neu­tra­li­täts­ziels bis 2045 zen­trale Leit­planke für dieses Gut­achten.“ Die Treib­haus­gas­neu­tra­lität ist also Grundlage für dieses Gut­achten. Unsere Zukunft ist gerettet.

Und trotzdem hatte Katherina die Reiche vor, „neue Gas­kraft­werke mit einer Gesamt­ka­pa­zität von min­destens 20 Gigawatt (GW) zu bauen.“ Nach anfäng­lichem Wider­stand geneh­migte uns die EU doch zwölf Gigawatt. Herz­lichen Dank, dass wir als läp­pi­scher größter Net­to­zahler so groß­zügig bedacht wurden. Die Nör­gelei des Ver­bands der Baye­ri­schen Energie- und Was­ser­wirt­schaft, dies sei zu wenig, ist nur noch undankbar. Da wir jedoch für neue Gas­kraft­werke zu wenig Gas haben, hilft uns die EU mit einem Import­verbot für rus­si­sches Gas, das die Lage noch dra­ma­ti­siert. Nur Schwurbler behaupten, die Preise würden dadurch steigen. Kati, trink deshalb ein Glas Henkell mit uns, „mach den Moment unver­gesslich“, denn das ist Ener­gie­po­litik für Reiche, äh nein, von Reiche.

Und es kommen noch mehr gute Nach­richten, denn um weiter vor­wärts in die Ver­gan­genheit durch­starten zu können, wird „Micha Sygusch, der frühere Büro­leiter des dama­ligen Wirt­schafts­mi­nisters Robert Habeck, … Refe­rats­leiter für das neu geschaffene Referat ‚Kern­tech­no­logien‘.“ Ja, alles für den Politikwechsel.

Und dann warnt uns Frau Reiche vor dem wirt­schaft­lichen Abstieg im Land. Hm, das sollte unsere Regierung unbe­dingt wissen. Kennt hier jemand den Wirt­schafts­mi­nister unseres Landes, damit Frau Reiche ihm dies auch mit­teilen kann, damit gegen­ge­steuert werden kann?

 

Bun­des­mi­nister des Aus­wär­tigen: Dr. Johann Wadephul

Eigentlich wäre er die Para­de­be­setzung bei einer Neu­ver­filmung von Don Qui­chote, dem Ritter der trau­rigen Gestalt. Er wirkt etwas wie ein Kind, mit dem niemand spielen möchte. So musste er auch seine geplante Chi­na­reise absagen, weil ihn außer seinem pflicht­be­wussten chi­ne­si­schen Amts­kol­legen niemand emp­fangen wollte. Da nahm unser Ober­di­plomat seine TV Movie zur Hand und „nie mehr im fal­schen Film.“ Deshalb flog er statt­dessen nach Syrien, denn „weltweit reisen zu besten Preisen!“ Da schlagen seine Rei­se­kosten sogar FTI. Die Flug­be­reit­schaft ist eben wie Öger Tours, also „gut wie immer – günstig wie nie!“ In Syrien ange­kommen zwei­felte er an, „dass ange­sichts der mas­siven Zer­störung kurz­fristig eine große Zahl syri­scher Flücht­linge frei­willig dorthin zurück­kehren werde.“ Doch „neun Monate nach dem Sturz von Lang­zeit­macht­haber Baschar al-Assad am 8. Dezember 2024 sind bereits eine Million Men­schen nach Syrien zurück­ge­kehrt.“ Nur meist halt nicht aus Deutschland, denn wie in einem Peugeot haben sie hier „mit Sicherheit mehr Ver­gnügen“. Nur Nazis würden behaupten, dies geschehe zu Lasten unserer Sicherheit.

Aber er hat fest im Blick, dass Russlandimmer ein Feind“ sein werde. Nein, die Russen sind doch unser Fisherman’s Friend, denn „sind sie zu stark, bist Du zu schwach.

 

Bun­des­mi­nister des Innern: Alex­ander Dobrindt

Nach großen Erfolgen als Bun­des­mi­nister für Verkehr und digitale Infra­struktur (2013 – 2017), so bei der Vor­be­reitung der Pkw-Maut, die dann letzt­endlich vor dem EuGH schei­terte oder beim Breit­band­ausbau, wo er „Mil­li­ar­den­be­träge in die kup­fer­ba­sierte Über­gangs­technik Vec­toring“ ver­senkte, statt auf „auf echte Glas­fa­ser­an­schlüsse zu setzen“, beglückt er uns nun als Bun­des­mi­nister des Innern. Dabei geht er mit Michelin konform, denn „Höchst­leistung ist unser Anspruch“, und knüpft an seine oben auf­ge­lis­teten Erfolge an. So ordnete er seit dem 07.05.2025 strengere Grenz­kon­trollen an: „Wir ver­stärken die Grenz­kon­trollen und erhöhen die Zurück­wei­sungen an den Grenzen. Damit redu­zieren wir die illegale Migration nach Deutschland …“ So wurden seitdem bis fast Ende August etwa 11.900 Men­schen zurück­ge­wiesen, „dar­unter 660 mit Asyl­be­gehren“, während es in den ersten vier Monaten des Jahres 12.481 waren. Eine ähnlich starke Leistung gibt es auch bei den Asy­l­erst­an­trägen zu ver­melden. Während im April 2025, dem letzten Monat unter der alten Regierung 9.108 Anträge gestellt wurden, waren es im Sep­tember 2025 9.126. Größte Erfolge auch bei der Erhöhung der Abschie­bungen. Während in den ersten sechs Monaten dieses Jahres durch­schnittlich 1.968 das Land ver­lassen mussten, waren es in den drei Fol­ge­mo­naten im Schnitt 1.948 Hätte er mal die gelben Seiten zur Hand genommen, denn die „machen das Leben leichter.

Links ist vorbei.“ ver­sprach Friedrich Merz. Auch dieses Ver­sprechen setzt Alex­ander Dob­rindt kon­se­quent um. So erhöht er die jähr­liche För­derung für die Amadeu-Antonio-Stiftung sogar noch und finan­ziert „die linke NGO ‚Radikale Töchter‘, die am Diens­tag­abend vor dem Konrad-Ade­nauer-Haus gegen Friedrich Merz mobil machte.

Aber eines funk­tio­niert dann doch: „‚Wir wollen eine Umkehr der Beweislast: Wer Ver­mögen besitzt, dessen Her­kunft unklar ist, muss künftig beweisen, dass dieses Geld legal erworben wurde. Das ist ein echter Para­dig­men­wechsel,‘ erklärt Bun­des­in­nen­mi­nister Alex­ander Dob­rindt.“ Ja, so soll die Geld­wäsche bekämpft werden, doch hoffe ich, dass Sie nach­weisen können, dass Oma Klara die Ihnen ver­erbte Gold­kette auch legal erworben hat.

 

Bun­des­mi­nis­terin für Arbeit und Soziales: Bärbel Bas

Unsere äußerst sym­pa­thische Barbie Bas gibt wirklich Gas. „Mich muss man hier auch nicht zum Jagen tragen.“, gibt sie den Weg vor. Sie „plant die Gründung einer soge­nannten ‚Work-and-Stay-Agentur‘. Die Ein­richtung soll die Ein­wan­derung von Fach­kräften beschleu­nigen, digi­ta­li­sieren und zen­tra­li­sieren.“ Na endlich! Schließlich haben wir in den ver­gan­genen zehn Jahren wahrlich nicht genug Fach­kräfte ins Land bekommen. Und dann behauptet Andrea Nahles, Chefin der Bun­des­agentur für Arbeit, dass die „Chancen für Arbeitslose so schlecht wie nie“ seien.

Auch soll das Bür­gergeld gerechter werden. „Dafür soll das Ver­mögen der Betrof­fenen früher her­an­ge­zogen werden.“ Richtig so, nehmt den faulen Almans ihr Eigentum weg.

Apropos Fach­kräf­te­mangel. In den Jahren von 2012 bis 2022 wuchs die Beschäf­tig­tenzahl im öffent­lichen Dienst inklusive Beschäf­tigter der Sozi­al­ver­si­che­rungen sowie Beschäf­tigter in öffentlich bestimmten Ein­rich­tungen (z.B. Zweck­ver­bände) und Unter­nehmen in pri­vater Rechtsform (z.B. Deutsche Bahn) um 943.000. Zwi­schen 2022 und 2024 nahm der öffent­liche Dienst nochmals um 174.000 Beschäf­tigte zu.

Und wenn die blöde Wirt­schaft nicht die ganzen Fach­kräfte beschäf­tigen würde, könnte man tat­sächlich noch mehr ein­stellen. Doch Lösung naht, denn „Arbeits­mi­nis­terin Bärbel Bas ruft zum ‚Kampf gegen Arbeit­geber‘ auf.“ „Die Zukunft kann kommen.“ Dies weiß nicht nur die Deutsche Bank. Doch „ich geb mir die Kugel.“ Zumindest die von Ferrero Rocher. Süßes soll ja beruhigen.

 

Bun­des­mi­nister der Ver­tei­digung: Boris Pistorius

Unser Bum-bum-Boris Pis­to­lerius ist der einzig Ver­bliebene aus der Olaf-Horror-Bundes-show. „Man sagt, er habe magische Kräfte.“ Denn mit Fernet Branca will er mitt­ler­weile höher hinaus und möchte € 35.000.000.000 (35 Mil­li­arden) für die Welt­raum­si­cherheit aus­geben. „Auch im Weltraum müssen wir abschrecken können, um ver­tei­di­gungs­fähig zu sein.“ Anscheinend will uns der böse Putin jetzt mit Ufos angreifen. Oder hat man Angst vor dem Sport­wagen, den Elon Musk in den Weltraum geschossen hat? Da kann ich beru­higen, denn es war ein Tesla, so dass das Ver­bren­ner­verbot so nicht umgangen werden kann.

Aber dieser Mann schaut nicht nur nach vorne, sondern er ist gleich der Würt­tem­ber­gi­schen auch „der Fels in der Brandung“ bei der Bewahrung alter Tra­di­tionen. So hält er das Wandern hoch und will die damals so beliebte Volks­wan­derung gen Moskau zu neuer Blüte führen. „Vom Vater zum Sohn. So war es immer schon.“, wie Gilette es immer wusste. Nur dass es dieses Mal vom Groß­vater zum Enkelsohn heißen müsste. Da sind wir dann „mit­tendrin statt nur dabei“. Mehr noch als beim DSF. Und die Absicht hinter dieser Wan­derung? „Gemeinsam Frieden sichern“, wie die Bun­deswehr von sich behauptet. Ja. So klappt es mit „Wir pro­du­zieren Sicherheit“.

Doch auch in anderen Bereichen ist unser mili­tä­ri­sches Wun­derkind äußerst tra­di­ti­ons­be­wusst. So hul­digte er in der Regie­rungs­be­fragung im Bun­destag am 05.06.2024 mit dem Satz „‚Wir müssen bis 2029 kriegs­tüchtig sein‘“ Dr. Joseph Goebbels, der das deutsche Volk in der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Wochen­zeitung Das Reich vom 09.07.1944 auf­for­derte, „‚Kriegs­tüchtig wie nur je‘“ zu sein. Natürlich straffrei. Und falls doch nicht, hat er sicher die Advocard, denn „Advocard ist Anwalts Liebling“.

 

Bun­des­mi­nister der Finanzen und Vize­kanzler: Lars Klingbeil

‚Die nächsten Jahre werden uns viel abver­langen‘, so Klingbeil. Und er fordert: ‚Alle müssen ihren Beitrag leisten, ich wie­derhole: alle.‘“ Des­wegen gingen die Bun­des­tags­ab­ge­ord­neten mit gutem Bei­spiel voran und erhöhten ihre Auf­wands­ent­schä­digung zum 01.07.2025 nur um knapp 600 Euro oder 5,4% nach läp­pi­schen 635 Euro im Vorjahr. Bei diesen kleinen Beträgen ver­steht jeder, warum deren Ein­künfte auch Diäten heißen. Aber es hilft nichts, wir alle müssen in der Krise ver­zichten. „Finanz­mi­nister Lars Klingbeil (SPD) bringt des­wegen Steu­er­erhö­hungen ins Spiel.“ Doch die ganze Debatte um mehr Besteuerung der Reichen wird die Löcher nicht stopfen. Im Gegenteil, denn so „verlor der nor­we­gische Staat durch den Kapi­tal­ab­fluss rund 40 Mil­li­arden Kronen an Steu­er­ein­nahmen – jedes Jahr. Gerechnet wurde mit Mil­li­ar­den­ge­winnen.“ Nur eine Erhöhung der Mehr­wert­steuer brächte genug Ein­nahmen. Aber „keine Sorge, Volks­für­sorge“. Ver­traut dem Lars, der sorgt für uns und es ist ja für alle. Wirklich alle? Nun ja, es gibt klit­ze­kleine Aus­nahmen. „Deutschland steht weiter fest an der Seite der Ukraine: Die Unter­stützung der Ukraine, mili­tä­risch und zivil, wird daher auch in den künf­tigen Haus­halten sicher­ge­stellt. Für das Jahr 2026 sind rund 11,5 Mil­li­arden Euro an Mili­tär­hilfe für die Ukraine vor­ge­sehen.“ Wahr­scheinlich haben wir bisher nicht genug gegeben. „Die Bun­des­re­gierung hat seit Beginn des rus­si­schen Angriffs­kriegs am 24.02.2022 bila­terale zivile Unter­stützung für die Ukraine in Höhe von rd. 36 Mrd. EUR geleistet und mili­tä­rische Unter­stützung in Höhe von rd. 40 Mrd. EUR geleistet bzw. für die kom­menden Jahre bereit­ge­stellt.“ Da lachte Selenskyj sein Perlweiß-Lachen, denn „warum wollen Sie sich mit weniger zufrieden geben?“ Trinken wir mit hm ein Holsten und stoßen „auf die Freund­schaft“ an.

So zeigt Klingbeil seine Liebe zu seinem Land mit seinen Men­schen. Mehr wert ist unserem Antifa-Lars nur seine Frau Lena-Sophie Müller bzw. der Verein „Initiative D21“, dessen Geschäfts­füh­rerin sie ist. Und deshalb erhielt der Verein seiner Frau, roman­tisch wie Lars eben ist, über € 100.000 Staats­gelder. Ob die Übergabe bei Ker­zen­schein erfolgte, ist nicht überliefert.

Unser Finanz­genie ist wie Zewa, denn er „saugt schneller denn je.“ Zumindest unser sauer ver­dientes Geld ab. Und „mit einem Wisch ist alles weg“.

 

Bun­des­kanzler: Friedrich Merz

Kommen wir zum krö­nenden Abschluss, unserem Kanzler der Herzen. Was wurde uns alles ver­sprochen. So wollte er nach seiner Wahl am ersten Tag seiner „Amtszeit das Bun­des­in­nen­mi­nis­terium im Wege der Richt­li­ni­en­kom­petenz des Bun­des­kanzlers anweisen, die deut­schen Staats­grenzen zu allen unseren Nachbarn dau­erhaft zu kon­trol­lieren und aus­nahmslos alle Ver­suche der ille­galen Ein­reise zurück­zu­weisen“. Außerdem wollte unser alter Fritz keine Änderung der Schul­den­bremse. „‚Ich schließe eine Zustimmung meiner Fraktion zu einer Auf­wei­chung der Schul­den­bremse des Grund­ge­setzes heute von dieser Stelle aus erneut aus‘, sagte Merz sei­nerzeit vor dem Bun­destag. ‚Wir dürfen unseren Kindern nicht immer mehr Schulden hin­ter­lassen. Denn alle Schulden müssen bezahlt werden.‘“ Wow, „der guten Mär bring ich so viel, davon ich singen und sagen will“. Und es war wie bei der Deut­schen Bank, denn „Ver­trauen ist der Anfang von allem.“ So dachte auch das Wahlvolk und erwählte unseren Old Schwurhand. Doch man hätte es schon von der Deut­schen Bank wissen müssen, denn es kam anders. Am 18. März beschloss der alte Bun­destag kurz vor der kon­sti­tu­ie­renden Sitzung des neuen eine Reform der Schul­den­bremse Mehr Aus­gaben für die Rüstung und mehr zusätz­liche Schulden, äh Son­der­ver­mögen für Infra­struktur und Kli­ma­neu­tra­lität. Da mag sich mancher (und nicht nur Lie­ferando) gedacht haben, „Wasabi da nur bestellt?“ Viel­leicht hätte man ihm Theramed emp­fehlen sollen, „das Deo für den Mund.“ Dann wäre das Ergebnis even­tuell wohl­rie­chender. Doch die Quittung kam auf den Fuß. So wurde Merz am 06.05.2025 als erster Kanzler erst im zweiten Wahlgang gewählt, wurde also zum Zweite-Wahl-Kanzler.

Und nach der Wahl klappte es mit der Richt­li­ni­en­kom­petenz bei der Grenz­kon­trolle richtig gut. So wurden in den ersten sechs Monaten seiner Amtszeit beein­dru­ckende 993 Asyl-suchende an den Grenzen abge­wiesen, während zur selben Zeit lediglich 86.924 Asyl­an­träge gestellt wurden. Dazu kamen von Januar bis November 2025 101.756 Fami­li­en­an­ge­hörige nach Deutschland, wobei es in den ersten vier Monaten (also vor Merzens Amtszeit) des Jahres 39.500 waren. Dann kommen noch die ein­ge­flo­genen Afghanen hinzu. Ja, die Grenzen sind dicht.

So wundert es nicht, dass böse Zungen Friedrich Merz als Lügen­kanzler betiteln. Das ist eine infame Unter­stellung. Für mich ist er der Kanzler der Son­der­wahr­heiten. Komm Merz, nimm einen Schluck Mer­ziger, den „Mer­ziger macht her­ziger.“ Täte Dir gut.

Aber sonst ist unser Zweite-Wahl-Kanzler ein mutiger Mann, denn „manchmal muss es eben Mumm sein“. So habe er keine Angst vor einem Atom­krieg. Wundert auch nicht, denn in diesem Fall wird er wohl nicht in Deutschland sein. Wie sang schon Udo Lin­denberg in seinem Lied „Dr. Kimbel auf der Flucht“: „Und dann in Neu­seeland, Cham­pa­gner­fla­schen in der Hand, sehen sie im TV, wie Deutschland knallt und raucht und zischt, und sie sagen: Prost, uns hat’s nicht erwischt“. Das ist dann wie auf dem Underberg, „denn der schmeckt zwar ganz schön bitter“ (für das Volk), „doch dafür hilft er Dir schnell übern Berg“ (für die Rüs­tungs­in­dustrie und deren Aktionäre wie z.B. BlackRock). Um dann nochmals Udo Lin­denberg zu zitieren: „Und sie liegen in der Südsee in den Bam­bus­betten und gift­gelbe Kil­ler­wolken über deut­schen Städten. Und sie tanzen Hul­ahula im Tro­penwald und zu Haus Mil­lionen Leichen auf dem Asphalt. Pervers!

So bekommen wir den Frieden, den Merz sich vor­stellt, denn „Frieden gibt es auf jedem Friedhof

Da emp­fehle ich ihm bei der nächsten Erkältung: „Wick dich, du Hus­tensohn!

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