Ursula Haimerl: SELBSTMORD IST KEINE LÖSUNG

Meine lieben Lese­rinnen und Leser!

Heute möchte ich euch eine span­nende Geschichte aus meiner Praxis erzählen. Vor einigen Tagen kam eine ältere Dame zu mir und wollte wissen, warum sich ihre Mutter das Leben genommen hat, als sie fünf Jahre alt war. Sie hatte noch vier ältere Geschwister, und alle fünf Kinder fanden die tote Mutter beim Spielen in der Scheune. Das Ereignis war so schmerzhaft und ver­störend sowie kom­plett lebens­ver­än­dernd. Auch der Vater war mit der Situation völlig über­fordert und gab die Kinder zu seiner Mutter, damit er in Ruhe Geld ver­dienen konnte. Es wurde nie darüber gesprochen und alles totgeschwiegen.

Aber wir fanden den wahren Grund des Suizids der Mutter, der sich schon ca. fünfzehn Minuten später zeigte. Ich wurde geistig zu einem Feld geführt, wo sich die Scheune befand, in der sich die Mutter das Leben genommen hat. Sie zeigte mir, dass sie auf dem Feld arbeitete und in dieser Scheune ihre Ruhe gefunden hat. Weiters sagte sie mir, sie sei ein Kriegskind gewesen und habe die schreck­lichen Erleb­nisse des Zweiten Welt­krieges nicht ver­gessen können, denn die vielen Toten und gefal­lenen Sol­daten sowie das Elend und der Hunger in ihrer Familie waren zu schrecklich. Jede Nacht hatte sie schlimme Alb­träume, und der Suizid war ihr letzter Ausweg, um diese schreck­lichen Bilder nicht mehr sehen zu müssen.

Ich durfte der Tochter auch aus­richten, dass es über­haupt nichts mit den Kindern zu tun hatte, denn alle fünf machten sich schreck­liche Vor­würfe, so nach dem Motto: „Viel­leicht waren wir zu schlimm und deshalb hat uns Mama ver­lassen.“ Sie befindet sich, wie alle Selbst­mörder, in einer Zwi­schen­ebene, die aber sehr hell ist – so wie Son­nen­schein und gutes Wetter. Darüber befindet sich eine Wol­ken­decke aus dunklem Grau, durch die sie noch nicht hin­durch­kommen kann. Sie ist im Moment noch an keine Infor­mation ange­schlossen und muss alles alleine bewäl­tigen. Und das möchte ich gerne näher ausführen.

Wenn sich Men­schen das Leben nehmen, müssen sie den Inkar­na­ti­ons­prozess in der geis­tigen Welt wei­ter­führen. Diese Zeit­spanne dauert so lange, bis das Leben, das man sich aus­ge­sucht hat, endet. Die vor­ge­gebene Lebens­spanne muss beendet werden, denn sie vergeht nicht, sie ist vor­be­stimmt. Es erwartet sie ein Schicksal, das schlimmer ist als der natür­liche Tod. Sie kommen in ein Bewusstsein ohne Körper, Schmerz ohne Ende und Sehn­sucht ohne Erfüllung, aber der Lebensfilm geht weiter, ohne dabei mit­wirken zu können. Es herrscht nur Stille. Wenn diese Seelen den Prozess durch­ge­gangen sind, haben einige wieder die Chance, den nor­malen Auf­stiegs­prozess der sieben Ebenen zu machen und wieder zu inkar­nieren, sofern sie aus dieser nie­deren Bewusst­seins­ebene herauskommen.

Wenn ein Mensch alt und krank ver­stirbt, dann dürfen sich Bewusstsein und Seele auf ganz natür­liche Art und Weise lösen, denn der vor­ge­gebene Lebensplan wurde erfüllt. Diese Seelen werden abgeholt, kommen in einen Schutzraum und dürfen die vor­ge­se­henen Pro­zesse machen.

Als ich meiner Kli­entin all das erklärte, war sie so erleichtert. Auf einmal konnte sie auf­atmen und befreite sich von jeder Schuld. Sie hatte nach unserer Sitzung auch ein erfreu­liches Gespräch mit ihren Geschwistern, und die Familie konnte in eine ganz andere Schwingung gehen.

Wenn viele Men­schen darüber auf­ge­klärt werden, dass das Leben auf natür­liche Weise beendet werden muss, können wir alle gemeinsam helfen. In meinem Buch „Karma is a Bitch – plötzlich und uner­wartet gibt es nicht!“ findet der Inter­es­sierte mehr über diese Themen.

Bleibt wachsam, meine Lieben.

Bis bald, eure Uschi

Durchaus inter­essant ist auch die neue Video-Podcast-Reihe „Jen­seitswelt“ mit Caroline Stiegler und mir:

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