Bild: Symbolbild KI

Aus Sorge vor Job­verlust und stei­genden Preisen geben Deutsche kaum noch Geld aus — während die Regierung Steu­er­mil­li­arden und LNG-Gas an die Ukraine verschenkt

Das Kon­sum­klima in Deutschland ist im Keller. Der ent­spre­chende Index ist weiter gesunken und liegt nun wieder auf einem Niveau wie zu Beginn der Finanz­krise 2008. Die Bürger halten ihr Geld zusammen – größere Anschaf­fungen werden weit­gehend verschoben.

Die Bun­des­re­gierung bemüht sich krampfhaft, die sicht­baren Krisen mit Zuver­sicht und Durch­hal­te­pa­rolen schön­zu­reden und einen Auf­schwung her­bei­zu­be­schwören. Doch die Stimmung der Bevöl­kerung folgt diesen Signalen nicht. Statt­dessen domi­niert Skepsis: Weder Reden noch Ankün­di­gungen ändern etwas an der Zurück­haltung. Die Men­schen haben alle ihre Hoffnung auf den Ver­än­de­rungs­willen der Union gesetzt.

Die bittere Ent­täu­schung über das innen­po­li­tische Ver­sagen der Merz-Union hat sich nun in Resi­gnation gewandelt. Die Men­schen erwarten nichts mehr von der Regierung und ver­suchen, ihr Geld zusam­men­zu­halten, so gut es geht.

Stim­mungs­ein­bruch nach kurzer Atempause

Nach einer leichten Erholung im Februar ist der Kon­sum­klima-Index erneut deutlich abge­rutscht (aktuell ‑24,7 Punkte). Der Drei­mo­nats­trend zeigt klar nach unten. Ohne über­zeu­gende Wachstums- und Erfolgs­per­spektive für das Land bleibt die Kauf­laune gedämpft. An den Kassen lautet die Antwort: erst einmal abwarten.

Arbeits­platz­angst als zen­traler Bremser

Die größte Sorge der Men­schen trägt einen Namen: Angst um den Arbeits­platz. Der Arbeits­markt gewinnt trotz Ende der Win­ter­pause keinen Schwung. Im Vor­jah­res­ver­gleich sind 81.000 Per­sonen mehr ohne Beschäf­tigung. Experten warnen: Immer mehr Firmen planen Stel­len­abbau statt Ein­stel­lungen. Das IAB-Arbeits­markt­ba­ro­meter ist erstmals seit Sommer 2025 wieder unter die neu­trale Marke von 100 Punkten gefallen. Wenn die Ein­kom­mens­si­cherheit wackelt, reagieren Haus­halte rational – mit Kon­sum­ver­zicht als Schutzmechanismus.

Hohe Preise, hohe Zinsen, hohe Abgabenlast

Das Ver­trauen in stabile Preise ist erschüttert. Auch wenn die offi­zielle Infla­ti­onsrate niedrig erscheint, rechnen Ver­braucher fest mit wieder stei­genden Preisen. Gleich­zeitig bleiben die Zinsen hoch; eine baldige Ent­spannung gilt als unwahr­scheinlich. Das blo­ckiert sowohl pri­vaten Konsum als auch Inves­ti­tionen: Wer Teuerung erwartet, schiebt Käufe auf. Wer mit teuren Kre­diten rechnet, lässt Inves­ti­tionen liegen.

Durch den Irankrieg sind Öl-und Sprit­preise noch einmal deutlich nach oben geklettert. Energie wird zu einem unbe­zahl­baren Luxus, Steuern und Abgaben werden immer höher, die Büro­kratie ein unver­än­derter Mühl­stein um den Bauch der Unter­nehmen. Dis­kus­sionen über neue Erb­schaft­steuern, höhere Sozial- und Kran­ken­kas­sen­bei­träge sowie Sozi­al­staats­ausbau ver­stärken die Unsi­cherheit der Bürger.

Kluft zwi­schen Staats­auf­trägen und Bürgerrealität

Während staatlich finan­zierte Groß­pro­jekte in Infra­struktur, Bau und Ver­tei­digung die eine oder andere Sta­tistik auf­hellen, bewerten ganze 24 Prozent der Unter­nehmen ihre Lage als schlecht. Hohe Arbeits­kosten und ungünstige wirt­schafts­po­li­tische Rah­men­be­din­gungen zählen zu den größten Standortrisiken.

Die breite Bevöl­kerung spürt: Die wirt­schaft­liche Sub­stanz zer­bröselt, es heißt jetzt schon: Rette sich, wer kann. Solange die Politik keine spür­baren Ent­las­tungen und Impulse liefert, ver­harrt der private Konsum – eigentlich der ent­schei­dende Motor der deut­schen Wirt­schaft – im Wartemodus.

Der Aus­blick bleibt gedämpft – Köpfe werden eingezogen

Die Zahlen sprechen eine deut­liche Sprache: Die Anschaf­fungs­neigung sinkt weiter. Selbst die Spar­pläne werden nach unten revi­diert – nicht aus Lust am Aus­geben, sondern weil schlicht weniger übrig bleibt. Weniger Über­schuss bedeutet lang­fristig auch weniger Puffer für größere Anschaf­fungen. Ohne echte Trend­wende in Kon­junktur, Beschäf­tigung und Politik bleibt die Stimmung ein­ge­trübt und der Konsum auf Sparflamme.

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