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Papst Leo sollte gegen Isla­mi­sierung statt gegen Trump kämpfen

Die stra­te­gisch gefähr­liche, inhaltlich kom­plett ver­fehlte und von einem sek­tie­re­risch-pro­tes­tan­ti­schen Ungeist inspi­rierte Kritik an den Frie­dens­be­mü­hungen Papst Leos aus den USA hat berech­tigte Kri­tik­punkte kom­plett unter­gehen lassen. Ein Kom­mentar von Maxi­milian Köckritz in der Ber­liner Zeitung holt dies nun nach und for­mu­liert eine unbe­queme, aber not­wendige Kritik: Papst Leo XIV. „kämpft gegen Trump – und ver­gisst dabei den Kampf für die ver­folgten Christen“ und damit gegen die Isla­mi­sierung und eine das Abendland zer­stö­rende Migra­ti­ons­po­litik. (von David Berger)

Denn tat­sächlich ent­steht der Ein­druck, dass sich der Papst zunehmend in geo­po­li­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zungen posi­tio­niert. Wenn er sich öffentlich gegen poli­tische Akteure stellt, „gegen Trump kämpft“, wie es im Kom­mentar heißt, dann ver­schiebt sich der Fokus seiner Stimme. Die Frage ist nicht, ob er das darf – sondern ob er es sich leisten kann.

Ver­sagen ange­sichts der Islamisierung

Der Artikel erinnert ein­dringlich daran, worum es eigentlich gehen müsste: um Christen, die weltweit „ver­folgt“ werden, um Men­schen, die „um ihres Glaubens willen leiden“. Klar muss auch benannte werden, von wem diese Ver­folgung fast immer ausgeht, dem Islam. Dass Leo bisher kom­plett versagt hat, habe auch ich immer wieder hier betont. Besonders seine Aussage, die Christen im Westen sollte weniger Angst vor dem Islam haben, war extrem verstörend.

Vor diesem Hin­ter­grund scheinen auch seine Posi­tio­nie­rungen zur Migra­ti­ons­po­litik von einer gefähr­lichen Nai­vität geprägt zu sein. Gerade hier erwartet man eine klare, unüber­hörbare Stimme aus Rom: „Im selben Jahr, in dem Leo nach Algier reist, ver­öf­fent­licht Open Doors seinen Welt­ver­fol­gungs­index 2026. Die Zahlen: 4849 Christen wurden im ver­gan­genen Jahr wegen ihres Glaubens getötet. In Nigeria allein rund 3490. In 93 Prozent der Fälle in Sub­sahara-Afrika waren die Täter isla­mis­tische Ter­ror­gruppen. Fulani-Dschi­ha­disten, Boko Haram, ISWAP. Kein Kranz für ihre Opfer.“

Besonders treffend ist die Beob­achtung, dass der Papst Gefahr läuft, sich in eine Rolle zu begeben, die seinem Amt nicht ent­spricht. Er wird – zuge­spitzt for­mu­liert – zum Akteur in einem poli­ti­schen Kon­flikt, statt zum über­ge­ord­neten mora­li­schen Maßstab. Wenn der Kom­mentar fest­stellt, der Papst ver­liere „den Kampf für die ver­folgten Christen“ aus dem Blick, dann ist das keine pole­mische Über­treibung, sondern eine ernste Mahnung zur Prioritätensetzung.

Dabei ist unbe­stritten: Der Papst muss sich zu glo­balen Krisen äußern. Doch der Unter­schied liegt im Schwer­punkt. Wer sich sichtbar in Kon­flikte mit poli­ti­schen Führern begibt, läuft Gefahr, als Teil eben dieser Aus­ein­an­der­set­zungen wahr­ge­nommen zu werden. Genau das deutet der Kom­mentar an, wenn er kri­ti­siert, dass der Papst sich stärker an geo­po­li­ti­schen Front­linien abar­beitet, als an den kon­kreten Schick­salen der Verfolgten.

Trump-Phobie?

Hinzu kommt ein wei­teres Problem: Die mora­lische Auto­rität des Papstes speist sich gerade daraus, dass er nicht par­teiisch erscheint. Wenn jedoch der Ein­druck ent­steht, er „kämpft gegen Trump“, dann wird diese Auto­rität poli­tisch lesbar – und damit angreifbar. Die Folge ist eine Schwä­chung genau jener Stimme, die eigentlich den Schwächsten gelten sollte.

Der Kom­mentar bringt dies in einer ein­fachen, aber wir­kungs­vollen Gegen­über­stellung auf den Punkt: hier der öffentlich sichtbare Kon­flikt mit einem mäch­tigen Poli­tiker, dort die oft über­se­henen Opfer reli­giöser Gewalt. Dass Letztere in der Wahr­nehmung zurück­treten, ist der eigent­liche Skandal.

Man kann es auch so for­mu­lieren: Der Papst ris­kiert, im Kampf um globale Deu­tungs­hoheit jene zu über­sehen, die keine Stimme haben. Wenn er „gegen Trump kämpft“, darf das nicht dazu führen, dass andere Kämpfe – die exis­ten­zi­ellen, die lebens­be­droh­lichen – in den Hin­ter­grund geraten.

Verrat auch an den Muslimen

Gerade deshalb ist die Kritik der Ber­liner Zeitung so wichtig. Sie erinnert daran, dass das Zentrum des kirch­lichen Auf­trags nicht in geo­po­li­ti­scher Posi­tio­nierung liegt, sondern im Schutz der Ver­folgten. Oder, um es mit den Worten des Kom­mentars zu sagen: Es geht nicht nur um poli­tische Aus­ein­an­der­set­zungen, sondern um den „Kampf für die ver­folgten Christen“. Und in diesem Falle auch gegen die Isla­mi­sierung, die durch weite teile der der­zei­tigen Migra­ti­ons­po­litik enorm vor­an­ge­trieben wird.:

„Die Ver­folgung von Christen durch isla­mis­ti­schen Terror ist das größte reli­giöse Men­schen­rechts­problem unserer Zeit – in Reich­weite und Inten­sität. Es findet statt in Nigeria, im Sudan, in Pakistan, Ban­gla­desch, Indien, Syrien. Es findet statt, während Sie diesen Text lesen. Die Opfer sind arm, schwarz, unsichtbar. Sie haben keinen Obama-Helfer Axelrod, keinen CNN-Auf­tritt, keinen PR-Hyper­ven­ti­lator in Algerien.

Kritik am poli­ti­schen Islam ist keine Isla­mo­phobie. Es ist die Min­dest­an­for­derung an mora­lische Kohärenz. Muslime, die in Frieden leben – und das ist die große Mehrheit –, haben nichts zu befürchten von einem Papst, der isla­mis­ti­schen Terror beim Namen nennt. Im Gegenteil: Die Muslime, die selbst Opfer dieser Ideo­logie sind, in Nigeria, Mali, Afgha­nistan, ver­dienen einen Ver­bün­deten, der klar spricht. Wer aus fal­scher Rück­sicht schweigt, verrät sie gleich mit.“

Der Artikel erschien zuerst bei philosophia-perennis.com.

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