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Inter­na­tionale Studie: Deutschland hat den größten Zen­sur­ap­parat der demo­kra­ti­schen Welt!

Staatlich gefördert, mora­lisch legi­ti­miert, poli­tisch kaum kon­trol­liert: Der deutsche Kampf gegen „Des­in­for­mation“ hat zwi­schen­zeitlich ein eigenes Öko­system hervorgebracht.

Eine inter­na­tionale Studie zeigt: Deutschland hat einen Zensur-Industrie-Komplex auf­gebaut, der alle anderen demo­kra­ti­schen Staaten über­trifft. Mei­nungs­freiheit als Risiko. Von Michael Grandt

Weitere Ver­schwö­rungs­theorie wird wahr!

Was lange als Ver­schwö­rungs­theorie dif­fa­miert wurde, liegt nun schwarz auf weiß vor: Deutschland hat einen der größten und best­fi­nan­zier­testen Zensur-Kom­plexe der west­lichen Welt auf­gebaut. Nicht heimlich, nicht illegal – sondern offen und staatlich alimentiert.

Eine inter­na­tionale Studie des aus­tra­li­schen Wis­sen­schaftlers Andrew Lowenthal mit dem Titel »The Cen­sorship Network: Regu­lation and Repression in Germany today« zeigt, wie eng Regierung, Behörden, NGOs, For­schungs­in­stitute, Fak­ten­checker und Tech-Platt­formen in Deutschland zusam­men­ar­beiten, um den öffent­lichen Diskurs im Namen von »Demo­kratie«, »Hass­be­kämpfung« und »Des­in­for­mation« zu steuern.

Lowenthal weiß, wovon er spricht. Er kar­tierte bereits die US-ame­ri­ka­nische Variante dieses Systems, arbeitete an den »Twitter Files« mit und prägte den Begriff des »Cen­sorship-Indus­trial Complex« – in Anlehnung an den mili­tä­risch-indus­tri­ellen Komplex.

Doch was er in Deutschland fand, übertraf selbst seine Erwar­tungen. Sein Urteil ist ein­deutig: »Deutschland hat einen Zens­ur­komplex auf­gebaut, der größer ist als alles, was wir in den USA gefunden haben«.

Zensur ohne Zensor

Der deutsche Zensur-Komplex funk­tio­niert nicht mit Ver­bots­schildern oder Pres­se­zen­sur­be­hörden alter Prägung. Er arbeitet sub­tiler – und ist gerade deshalb gefähr­licher. Unter dem wohl­klin­genden Ziel eines »sau­beren Internets« hat sich ein Netzwerk aus über 330 Orga­ni­sa­tionen gebildet, das Inhalte bewertet, mar­kiert, meldet, her­ab­stuft, sperrt oder löschen lässt.

Lowenthal beschreibt das dahin­ter­lie­gende Denken so: »Es ist die Vor­stellung, dass eine erleuchtete Elite darüber ent­scheidet, was wahr, akzep­tabel oder gesell­schaftlich zulässig ist«.

Was hier ent­steht, ist keine offene Debat­ten­kultur, sondern ein betreuter Mei­nungs­kor­ridor. Abwei­chende Posi­tionen werden nicht argu­men­tativ widerlegt, sondern admi­nis­trativ entsorgt.

»Demo­kratie leben!« – ein Pro­gramm gegen die offene Gesellschaft?

Im Zentrum dieses Systems steht nach Lowenthals Analyse das Bun­des­pro­gramm »Demo­kratie leben!«, betrieben vom Bundesfamilienministerium.

Mit einem Etat von rund 280 Mil­lionen Euro fun­giert es als Haupt­fi­nanzier eines ganzen Öko­systems aus NGOs, Pro­jekten und Mel­de­stellen, die sich der Bekämpfung von »Hassrede« und »Des­in­for­mation« ver­schrieben haben. Lowenthal nennt das Pro­gramm offen das, was es fak­tisch ist: »Eine der größten staat­lichen Finan­zie­rungs­ma­schinen für Inhalts- und Narrativkontrolle«.

Besonders brisant ist die Dop­pel­rolle vieler geför­derter Orga­ni­sa­tionen. So wird etwa HateAid nicht nur mit Mil­lio­nen­be­trägen aus Bun­des­mitteln unter­stützt, sondern agiert gleich­zeitig als soge­nannter »Trusted Flagger« nach dem Digital Ser­vices Act der EU.

Das bedeutet: Diese Orga­ni­sation darf Inhalte bei Platt­formen zur bevor­zugten, beschleu­nigten Prüfung melden – mit der realen Folge schneller Löschungen.

Lowenthal warnt: »In der Praxis werden Inhalte häufig ent­fernt, bevor eine öffent­liche, jour­na­lis­tische oder gericht­liche Prüfung statt­finden kann«.

Mit anderen Worten: staatlich finan­zierte Akteure erhalten fak­tische Zens­ur­kom­pe­tenzen, ohne demo­kra­tische Legi­ti­mation, ohne rich­ter­lichen Vor­behalt und ohne Transparenz.

Ein gefähr­liches, geschlos­senes System

Besonders alar­mierend ist laut Studie die per­so­nelle und insti­tu­tio­nelle Kon­ti­nuität. Immer wieder tauchen die­selben Orga­ni­sa­tionen, Experten und Netz­werke in neuen Pro­jekten auf – finan­ziert von Bun­des­mi­nis­terien, Lan­des­me­di­en­an­stalten oder der EU. Wer einmal Teil dieses Systems ist, bleibt es.

Lowenthal spricht von einem sich selbst sta­bi­li­sie­renden Macht­ap­parat, gespeist aus Steu­er­geldern, poli­ti­schem Wohl­wollen und mora­li­scher Über­le­genheit. Kritik an diesem System wird reflexhaft als »rechts«, »extre­mis­tisch« oder »demo­kra­tie­feindlich« dele­gi­ti­miert – ein Mecha­nismus, der jede echte Debatte im Keim erstickt.

Der Preis einer »wehr­haften Demokratie«?

Befür­worter dieses Systems argu­men­tieren, es gehe um den Schutz der Demo­kratie. Doch Lowenthals Studie legt einen unbe­quemen Schluss nahe: Der größte Feind der offenen Gesell­schaft sitzt inzwi­schen mitten in ihren Institutionen.

Denn was hier ent­steht, ist eine Demo­kratie, die ihren Bürgern nicht mehr zutraut, selbst zwi­schen Wahrheit und Irrtum zu unter­scheiden. Statt­dessen wird Mei­nungs­freiheit als Risiko betrachtet – und Kon­trolle als Tugend.

Deutschland hat sich damit weiter von der Idee einer plu­ra­lis­ti­schen Öffent­lichkeit ent­fernt als viele andere west­liche Staaten. Während Zensur in auto­ri­tären Regimen offen betrieben wird, geschieht sie hier mora­lisch ver­brämt, büro­kra­tisch legi­ti­miert und zivil­ge­sell­schaftlich ausgelagert.

Fazit: Demo­kratie per Förderbescheid?

Lowenthals Befund ist kein Rand­thema, sondern ein Warn­signal. Wenn der Staat ent­scheidet, welche Mei­nungen för­der­würdig sind – und welche gelöscht werden –, dann ist nicht die Demo­kratie ver­teidigt, sondern beschädigt.

Deutschland steht vor einer unbe­quemen Frage: Will es eine Gesell­schaft freier Bürger – oder ein betreutes Mei­nungs­system, in dem Wahrheit per Pro­jekt­antrag defi­niert wird?

Meiner Meinung nach dient das Bun­des­pro­gramm »Demo­kratie leben!« nicht der Demo­kratie, wie wir sie kennen, sondern deren Abbau, ver­bunden mit Zensur und Strafverfolgungen.

Mehr bri­sante Hin­ter­gründe und alles zu den geför­derten NGOs in meinem neuen Kopp-Buch »Staats­ge­heimnis NGO-Finan­zierung. Mil­li­arden an Steu­er­geldern für linke und links­extreme Akti­visten«.

Quellen: PublicDomain/michaelgrandt.de am 26.04.2026

Zuerst erschien der Artikel bei Pravda-tv.com.

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