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Macron lobt Frei­maurer als „Kämpfer für die Menschheit“ – und ver­bindet sie mit Eutha­nasie-Agenda: Der fran­zö­sische Prä­sident stellt sich offen hinter Frei­maurer und nennt den Kampf für Ster­be­hilfe „ent­scheidend“

Wenn ein Staats­prä­sident öffentlich eine Geheim­ge­sell­schaft preist und zugleich ein Gesetz ver­teidigt, das über Leben und Tod ent­scheidet, dann ist das kein Rand­er­eignis mehr. Es ist ein Signal. Wie aus Berichten über eine Rede Emmanuel Macrons in der Pariser Grande Loge de France her­vorgeht, bezeichnete er die Frei­mau­rerei als Träger eines „wich­tigen Kampfes für die Menschheit“ – und lobte aus­drücklich ihre Unter­stützung für die Lega­li­sierung der Euthanasie.

 

Damit wird eine Linie sichtbar, die viele lange nur ver­mutet haben: die enge Ver­bindung zwi­schen poli­ti­scher Macht, ideo­lo­gi­schen Netz­werken und einer Agenda, die das Fun­dament des Lebens selbst infrage stellt.

Eine Elite feiert sich selbst

Macron sprach nicht vor einem neu­tralen Publikum. Er sprach vor einer der ein­fluss­reichsten frei­mau­re­ri­schen Orga­ni­sa­tionen Frank­reichs. Und er tat es nicht defensiv, sondern offensiv.

Er ermu­tigte die Frei­maurer, stolz auf ihre Rolle im poli­ti­schen Prozess zu sein – ins­be­sondere im Hin­blick auf die Eutha­na­sie­ge­setz­gebung, die er als „den ent­schei­denden Kampf“ bezeichnete.

Diese Wortwahl ist auf­schluss­reich. Es geht nicht um eine vor­sichtige ethische Debatte. Es geht um Kampf. Um Durch­setzung. Um eine Agenda, die nicht mehr nur dis­ku­tiert, sondern umge­setzt werden soll.

Frei­mau­rerei und Macht

Die Frei­mau­rerei prä­sen­tiert sich seit jeher als Netzwerk von Huma­nisten, als Hüter von Auf­klärung und Fort­schritt. Gleich­zeitig ist sie bekannt für ihre geschlos­senen Struk­turen, ihre Rituale, ihre Intransparenz.

Wenn nun ein amtie­render Prä­sident diese Struk­turen öffentlich legi­ti­miert und poli­tisch auflädt, stellt sich eine ein­fache Frage: Wer gestaltet hier eigentlich die Zukunft? Gewählte Ver­treter oder ideo­lo­gische Zirkel hinter ver­schlos­senen Türen?

Macron selbst wies darauf hin, dass frei­mau­re­rische Symbole oft Gegen­stand von „Ver­schwö­rungs­theorien“ seien. Doch genau diese defensive Bemerkung wirkt wie eine Vor­weg­nahme von Kritik, die er gleich­zeitig bestätigt. Denn wer Macht ausübt und gleich­zeitig im Ver­bor­genen ope­riert, muss sich Fragen gefallen lassen.

Die neue Moral?

Noch gra­vie­render ist der inhalt­liche Kern dieser Rede.

Eutha­nasie wird als Fort­schritt ver­kauft. Als Aus­druck von Freiheit. Als Akt der Würde. Doch in Wahrheit geht es um eine Ver­schiebung der mora­li­schen Grenze: Wann darf ein Leben beendet werden – und wer ent­scheidet darüber?

Eine Gesell­schaft, die beginnt, Leben nach Kri­terien wie „Lebens­qua­lität“ oder „Selbst­be­stimmung“ zu bewerten, begibt sich auf einen gefähr­lichen Weg. Denn diese Kri­terien sind dehnbar. Was heute als Aus­nahme gilt, kann morgen zur Regel werden.

Die Geschichte lehrt, wie schnell sich solche Grenzen verschieben.

Der Bruch mit dem christ­lichen Menschenbild

Hier zeigt sich der tiefere Konflikt.

Das christ­liche Men­schenbild erkennt im Leben ein Geschenk, keine Ver­fü­gungs­masse. Es kennt Würde unab­hängig von Leistung, Zustand oder Nutzen.

Die neue Ideo­logie hin­gegen misst den Men­schen an seiner Funktion, an seiner Auto­nomie, an seiner Nütz­lichkeit. Wer nicht mehr „funk­tio­niert“, ver­liert seinen Anspruch auf Leben.

Wenn poli­tische Führer und ideo­lo­gische Netz­werke gemeinsam diese Sicht vor­an­treiben, dann ist das mehr als eine Reform. Es ist ein Bruch.

Eine Ent­scheidung für Europa

Macrons Worte sind kein iso­lierter Aus­rut­scher. Sie stehen exem­pla­risch für eine Ent­wicklung, die weite Teile Europas erfasst hat.

Eine poli­tische Klasse, die sich von ihren kul­tu­rellen und reli­giösen Wurzeln ent­fernt hat, sucht neue Legi­ti­mation. Sie findet sie in abs­trakten Kon­zepten von Fort­schritt und Selbst­be­stimmung – oft begleitet von Netz­werken, die sich der öffent­lichen Kon­trolle entziehen.

Doch die ent­schei­dende Frage bleibt: Welche Art von Gesell­schaft wollen wir sein?

Eine, die das Leben schützt, gerade wenn es schwach ist? Oder eine, die es ver­waltet und im Zweifel beendet?

Macrons Auf­tritt liefert eine klare Antwort.

Und genau deshalb darf er nicht fol­genlos bleiben.

Zuerst erschienen bei freiewelt.net.

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