Amerikas Linke haben einen neuen Star. Doch der Hype um die erstmals in den Kongress gewählte Abgeordnete Rashida Tlaib war noch nicht richtig abgeklungen, da sorgte die Tochter muslimischer Einwanderer für einen Eklat. Ihre Anhänger versetzte dies in Extase. Sie werde „den Scheißkerl seines Amtes entheben“, tönte Tlaib bei einer Feier zu ihrer Vereidigung in Richtung des US-Präsidenten. Der reagierte umgehend und konterte den Affront des linken Parlamentneulings mit der Feststellung, die Verbalinjurie der 42-Jährigen sei „schändlich“ und „hochgradig respektlos gegenüber den Vereinigten Staaten von Amerika“. Tlaib habe sich und ihre Familie „entehrt“, konstatierte Donald Trump, was ein durchaus geschickter Vorwurf ist. Für Angehörige des muslimischen Kulturkreises gibt es bekanntlich nicht Schlimmeres, als die Ehre zu verlieren. Die Juristin aus Michigan ist Mitglied der Demokraten, einer der beiden führenden amerikanischen Parteien neben Trumps Republikanern. Der Parteiname ist allerdings eher irreführend, denn häufig genug täuscht er über eine antidemokratische Einstellung hinweg. So, wie man im angelsächsischen Sprachraum jene zu Unrecht als liberal bezeichnet, die tief im linken Spektrum verankert sind. Doch mit dem offenkundigen Etikettenschwindel müssen wir uns gar nicht aufhalten. Denn selbst die Mehrheitsführerin ihrer eigenen Partei im Repräsentantenhaus distanzierte sich von Tliabs Hasstirade. Schon im Präsidentschaftswahlkampf war die Muslima durch ordnungswidrige Störmanöver in Erscheinung getreten.
Besonders beunruhigend ist, dass keinerlei Unterschied mehr gemacht wird, ob jemand klassische liberale Werte verteidigt oder unverhohlen hetzt

Anders als die duldsamen Deutschen hat die Mehrheit der Bürger in Amerika und anderswo ihren Linkspopulisten inzwischen die Tür gewiesen
Das Jahr 2019 wird die Gräben innerhalb unserer Gesellschaft weiter vertiefen, so viel scheint klar. Hauptverantwortlich sind dafür allerdings weniger „rechte Hetzer“, die angeblich an jeder Ecke lauern, sondern doppelzüngig berichtende Journalisten, beleidigend auftretende linke Politiker, die heute fast alle Parteien dominieren, und eine politische Kaste, die aus den Abstrafungen durch die Wähler nur die Lehre gezogen hat, sich besser gegen das Wahlvolk abschotten und diesem weniger Mitsprache geben zu müssen. Doch während sich die Bürger in Amerika und anderswo inzwischen mehrheitlich entschieden haben, ihren Linkspopulisten die Tür zu weisen, sind Duldsamkeit, Staatsgläubigkeit und Leidensfähigkeit wohl nirgendwo so ausgeprägt wie hierzulande. Statt sich der Tatsache zu stellen, einer Lebenslüge aufgesessen zu sein, in der die grüne Klimahysterie den Alltag ebenso vergiftet, wie der angeblich überlebensnotwendige Kampf gegen Rechtspopulisten, vertraut der deutsche Michel darauf, dass die Politik die eigentlich bedeutsamen Themen irgendwann doch noch in Angriff nimmt. Bis dahin gibt man sich mit einer Bildungspolitik zufrieden, die Legastheniker heranwachsen lässt und übt sich in Galgenhumor über verbreitete Funklöcher, einen schleppenden Breitbandausbau oder den Verfall öffentlicher Verkehrswege durch einen investitionsfeindlichen Staat, der das Geld lieber dort ausgibt, wo er eine kulturelle Bereicherung vermutet. Es wird keine Umkehr geben, solange die Mehrheit das Geifern linker Hyänen für zukunftsorientierte Politik hält.
























