Impf­pro­pa­ganda: Die 300-Millionen-Spritze

Das Corona-Geschäfts­modell hat zu einer ver­derblich engen Sym­biose von Medien und Politik geführt und beide können und wollen nicht mehr von­ein­ander lassen. Eine Anfrage der Linken zeigt nun, welche unge­heuren Summen die Bun­des­re­gierung in staat­liche Pro­pa­ganda-Kam­pagnen steckte.

Ent­täuscht bis ent­setzt reagierte das Juste Milieu der Infek­tio­nisten auf das vor­sichtige „Los­lassen der Massen“ durch den Bund. Selbst die gerade auf­ge­führte Simu­lation des Föde­ra­lismus ist ihnen zuwider und die Masken- und Impf­fe­ti­schisten sind kaum zu trösten durch die Ein­setzung der nach­ge­la­gerten Ver­fü­gungs­gewalt der Bun­des­länder als Rechts­nach­folger des Aus­nah­me­zu­stands, weil all die schönen Zwangs­maß­nahmen schließlich doch noch in Geltung belassen sind oder über den Bürgern schweben, sofern man das eigene Bun­desland kur­zerhand zum Hotspot erklärt bekommt – wie auch immer das für ein zwar mit viel Hot aber wenig Spot ver­se­henes Land wie Meckpomm begründbar sein mag.

Es gibt sogar erste psy­cho­lo­gisch auf­fällige Zeit­ge­nossen und vor allem ‑genos­sinnen, die Angst davor haben, dass irgend­jemand ihnen die Maske weg­nehmen wolle – als wenn nicht jeder selbst genügend von den ange­schmud­delten und fus­se­ligen Dingern in Taschen, Hand­schuh­fä­chern und an Rück­spiegeln hätte! Nein, kein Bedarf! Ein jeder ent­sorge die eigenen Skla­ven­ketten oder trage sie frei­willig und voller Angststolz.

Die größten Abschieds­schmerzen wird jedoch der MPK emp­finden. Ich schreibe der MPK, weil ich nicht die ominöse Minis­ter­prä­si­den­ten­kon­ferenz meine, sondern den medial-poli­ti­schen Komplex, der die letzten zwei Jahre in einer geradezu per­versen medialen Ver­wer­tungs­kette die Ängste zu den Argu­menten und die Argu­mente zu den beschlos­senen Maß­nahmen lie­ferte, die wieder zu neuen Ängsten, neuen Argu­menten und neuen Maß­nahmen führten.

Bezahlte Pro­mi­nente und Influencer

Ange­trieben wurde und wird die Pro­pa­gan­da­ma­schine von üppig spru­delnden Geld­mitteln, die sich die Bun­des­re­gierung und spe­ziell das Gesund­heits­mi­nis­terium selbst genehmigt hat. Poli­tische Kam­pagnen bestimmen längst nicht mehr nur die Wahl­kämpfe, sie sind das beglei­tende Trom­mel­feuer für alle als alter­na­tivlos dar­ge­stellten Maß­nahmen. Nun muss man generell skep­tisch sein, wenn Minis­terien viel Steu­ergeld auf­wenden, um dem Bürger das Ergebnis jener Arbeit schmackhaft zu machen, für die er Poli­tiker gewählt hat, denn zu diesem Zweck gibt es alle vier oder fünf Jahre Wahlen. Doch im Ver­gleich mit dem aktu­ellen Geld­regen war die Bun­des­re­gierung in der Ver­gan­genheit geradezu sparsam. Zwi­schen 2015 und 2019 betrug der Wer­beetat der gesamten Bun­des­re­gierung etwa 58 Mil­lionen Euro pro Jahr. Nicht mit­ge­rechnet natürlich all die ver­stie­genen Pro­jekte, die direkt aus den Mitteln der Minis­terien und sub­al­terner Behörden finan­ziert werden – man denke nur an „Demo­kratie leben“. Doch selbst im Ver­gleich damit fallen die Auf­wen­dungen im Covidzän aus jedem Rahmen.

Es war eine kleine Anfrage der Fraktion der Linken, auf die hin sich die Bun­des­re­gierung erklären musste – und die Antwort hat es in sich. Kress berichtete darüber: 295 Mil­lionen Euro ver­an­schlagte das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terium für „Infor­ma­tions- und Auf­klä­rungs­arbeit zur Bekämpfung des Coro­na­virus und für die Corona-Schutz­impfung“. Weitere 360.000 Euro kamen aus dem Budget des Kanz­ler­amtes hinzu. Da ist natürlich vieles ent­halten und sicher ist auch sinn­volles dabei. Das meiste Geld floss jedoch direkt in die Schmack­haft­ma­chung der Impfung mittels Hashtags wie #ärmelhoch oder Kam­pagnen wie „Zusammen gegen Corona“. Man wollte mit „nied­rig­schwel­ligen Impf­an­ge­boten“ die Bürger „direkt in ihren Lebens­welten erreichen“, und wer könnte dies besser als Pro­mi­nente und Influencer, wenn man sie als Miet­mäuler für Geld vor den guten Karren spannt? Von allein oder, wie in solchen Fällen üblich, mit Hilfe prak­ti­zie­render Ärzte wollte der ja partout nicht ins Rollen kommen.

Das Schieben besorgen natürlich weder das Kanz­leramt noch das BMG selbst. Dafür hat man doch gute Freunde, die bei der Bewäl­tigung solcher aus­ge­lobten Geld­mengen immer gern behilflich sind. Allein über den Rah­men­vertrag mit Scholz & Friends wurden 2021 mehr als 15 Mil­lionen Euro nur für Covid-Themen abge­rufen (Seite 7 in der Antwort).

Die staatlich ver­hängten Lock­downs und andere Maß­nahmen haben die deutsche Wirt­schaft und damit auch viele Medien an den Rand des Abgrunds geführt. Keine Geschäfte heißt auch keine Anzeigen, keine Spots und schmale Budgets für Mar­keting. Die für 2021 ins Auge gefasste staat­liche Pres­se­för­derung – ein schö­neres Wort für Sub­ven­tionen – ist bekanntlich geplatzt. Geplant war, über mehrere Jahre hinweg ins­gesamt 180 Mil­lionen Euro zu ver­teilen. Da kam die Corona-Kohle der staat­lichen Wer­be­trommel natürlich wie gerufen. Allein für Print-Anzeigen zur Impfung gab es 2021 mehr als 64 Mil­lionen Euro, für TV-Spots, Radio-Spots, Web-Banner und Soziale Medien zusammen weitere 34,5 Mil­lionen Euro. Ganze 144 Mil­lionen „Argu­mente“ wurden uns allen also im letzten Jahr pau­senlos um die Ohren gehauen.

Wie lange kann man noch an dieser Angst verdienen?

Dass es hierbei weniger um Auf­klärung als um die Bewirt­schaftung der Angst ging, sieht man auch an den Summen, die für wirklich sach­liche und unauf­ge­regte Infor­ma­tionen bereit­ge­stellt wurden. Die sind nämlich im Ver­gleich zu Getöse wie „Ärmel hoch!“ ver­schwindend gering. Die Web­seite infektionsschutz.de, seit vielen Jahren betrieben von der Bun­des­zen­trale für gesund­heit­liche Auf­klärung, erhielt bis zum Juni 2021 über­haupt kein Geld aus dem pro­pa­gan­dis­ti­schen Füllhorn. Erst ab Juli 2021, als bereits laute Zweifel am Sinn der Impf­kam­pagne laut wurden, schob man ein wenig Werbung auf Facebook und Twitter nach (siehe Seite 13 der Antwort auf die kleine Anfrage).

Die Frage ist nun, was macht dieses viele Geld mit denen, die es gerade so dringend brauchen? Kann man ange­sichts dieser Zuwen­dungen über­haupt objektive oder sogar regie­rungs­kri­tische Bericht­erstattung erwarten? Wie groß kann das Interesse der Medien sein, dass dieser Geld­strom bald aus­trocknet, zumal wir mit dem Krieg Russ­lands gegen die Ukraine bereits in der nächsten Groß­krise stecken? Da wünscht man sich als Verlag oder Sender doch geradezu, die alte Angst möge noch ein wenig ver­weilen, schließlich hat man gut daran ver­dient. Im Ame­ri­ka­ni­schen gibt es einen Spruch, der die Kum­panei perfekt beschreibt, die ich hier frech unter­stelle, auch wenn ich sie nicht wirklich beweisen kann: „Bird and feather fly tog­ether.“ In diesem Sinn muss man jeder poli­ti­schen Ent­scheidung und den Berichten darüber miss­trauen, weil die Bürger sie nicht nur erleiden müssen, sondern auch noch direkt für deren Umklin­gelung zur Kasse gebeten werden.

Für das Jahr 2022 sind bisher weitere 60 Mil­lionen Euro für Anzeigen, Spots und Social­Media-Werbung für den „Pieks“ bewilligt (Seite 15 in besagter Antwort). Bis heute ist bereits fast die Hälfte des Geldes aus­ge­geben – 28 Mil­lionen in nur drei Monaten. Wir können das als gutes Zeichen nehmen, weil die Medien erkannt haben, dass aus dieser Zitze bald keine Milch mehr kommt, und deshalb schneller trinken. Wir können aber auch vom Schlimmsten aus­gehen und darauf wetten, ob spä­testens im Juli ein kräf­tiger Nach­schlag kommen wird.

Ange­sichts des Schadens, den die teuer bezahlte Pro­pa­ganda im letzten Jahr in den Köpfen ange­richtet hat, bieten sich natürlich neue Ver­wen­dungs­mög­lich­keiten für neues Geld an. Da man den Men­schen das Denken abtrai­niert hat, muss man sie ab sofort zu jeder noch so kleinen und einst selbst­ver­ständ­lichen Ver­richtung fach­kundig anleiten. Das Corona-Geschäfts­modell hat zu einer ver­derblich engen Sym­biose von Medien und Politik geführt, und beide können und wollen nicht mehr von­ein­ander lassen.

Zuerst erschienen auf achgut.com


Quelle: unbesorgt.de