Beate Zschäpe im NSU-Prozess - Screenshot Youtube
Politik

Es geht rund im NSU-Prozess

18. Mai 2018

Jetzt geht es rund im NSU-Prozess. Glichen die Sitzungen bislang einer Zusammenkunft im Schlafwagen, ergreifen nun die Verteidiger von Ralf Wohlleben das scharfe Wort gegen das Gericht. Von einem politisch gewollten Ausgang des Prozesses sei die Rede der Verteidigung, berichten linke Blätter wie die „Süddeutsche Zeitung“, die mal wieder an Verfolgungswahn leidet und überall Rechtsterroristen sieht. Dabei ist die Rolle von Ralf Wohlleben von Interesse. Nach Darstellung der Verteidigung wurden Entlastungszeugen nicht vorgeladen, die Ralf Wohlleben anders als die Anklage dargestellt hätten. Wohllebens Verteidigerin, die Presseberichten nach schon häufig „böse Rechte“ vertreten habe, sprach im Gericht von einem politisch gewollten Prozess. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Behauptung der Verteidigung, im Bundesamt für Verfassungsschutz seien zahlreiche Akten vernichtet worden – Akten, die Wohlleben entlasten würden.

Akten spielen auch eine Rolle beim Fund der Leiche von Peggy Knobloch. Dort wurden angeblich DNA-Spuren von Böhnhardt gefunden, was später offiziell wieder gestrichen wurde. Das würde ins Bild der linken Kampfpresse passen: Die blutrünstigen, rechtsradikalen Mörder töten in ihrer Mordgier auch kleine Mädchen. War aber nicht so.

Zeitweise schien es so, als würden alle ungeklärten Mordfälle in Deutschland auf das NSU-Konto gehen, ein bequemer Weg, um die Statistik zu bereinigen – Klappe auf, NSU rein, Fälle geklärt. Doch so einfach ist das nicht, denn:

  • noch immer ungeklärt ist das Auftauchen von Geheimdiensten, u.a. der militärische Geheimdienst der USA in Heilbronn
  • die Nicht-Zulassung bestimmter Zeugen vor Gericht
  • die wahre Herkunft der ominösen Ceska (wobei in einem Fall mit einer anderen Waffe geschossen wurde)
  • der Tod zahlreicher Zeugen, worüber sogar der „Rotfunk“ WDR berichtete
  • der Fall Corelli – ein V-Mann, der vom ehemaligen NRW-Justizminister Thomas Kutschaty geschützt wurde, indem dieser dem Untersuchungsausschuss Akteneinsicht verwehrte
  • der Tod von Florian Heilig, der in seinem Auto auf dem Stuttgarter Wasen verbrannte – angeblich wegen Liebeskummer, einen Tag bevor er beim Staatsschutz Aussagen machen wollte/sollte
  • Selbstmord, Zuckerschock bei einem Mann mittleren Alters
  • Auch die Zeugin Corinna B. starb einen seltsamen Tod sowie weitere Personen. Sie soll sich in rechtsextremen Kreisen in Ludwigsburg (Baden-Württemberg) aufgehalten haben.

Das ist eine Anhäufung „natürlicher“ Todesfälle im NSU-Komplex, die erstaunen lässt und verwundert. Im Prozess wird und wurde übrigens nur in Randnotizen darauf eingegangen, manche Leiche sogar verbrannt, man konnte somit keine Spuren mehr entdecken. Diese praktische Vorgehensweise wird von staatlichen Dunkelmännern gerne praktiziert. In der Urne zerfällt die Wahrheit zu Asche.


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