von Lesekreis [CC0], vom Wikimedia Commons
Islamismus & Terror

„Feindliche Übernahme“: Sarrazin fordert 800.000 Euro Schadensersatz von Random House

1. August 2018

Ende August wird der angehende Bestseller „Feindliche Übernahme“ im Handel erhältlich sein. Ursprünglich wollte Thilo Sarrazin seinen Titel von Random House herausgeben lassen, doch der Verlag lehnte ab, obwohl der Autor dort unter Vertrag stand. Als Begründung wurde unter anderem angeführt, dass Sarrazin es abgelehnt habe, durch einen wissenschaftlichen Gutachter klären zu lassen, ob seine Interpretation des Korans tragbar sei. Der Bestsellerautor konnte jedoch eine E-Mail vorlegen, aus der hervorging, dass er ausdrücklich eine mit ihm abgestimmte Begutachtung akzeptiert hatte.

Daraufhin musste der Chefjurist des Verlags eine Falschaussage eingestehen. Seine Aussage sei „in der Tat nicht vollständig und damit nicht korrekt“, schrieb der Jurist in einer E-Mail, die der F.A.Z. vorliegt. Der Verlag gehört zur Bertelsmanngruppe und hatte 2015 sämtliche Bücher von Akif Pirinçci sperren lassen, nachdem dieser wegen einer Rede bei einer Pegida-Veranstaltung in Dresden in die Kritik geraten war.

Thilo Sarrazin fordert nun mehr als 800.000 Euro Schadensersatz von Random House. Der Verlag lehnt ab. Der Autor könne die Hälfte seines Vorschusses in Höhe von 100.000 Euro behalten.

„Offensichtlich versuchte Sarrazins bisheriger Verlag, das Erscheinen von „Feindliche Übernahme“ zu verzögern– über die kritischen Landtagswahlen im Herbst in Bayern und Hessen hinaus“, schreibt Roland Tichy. Selten hat ein Buch schon vor Erscheinen so für Schlagzeilen und  kostenlose Werbung gesorgt.


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