Gesundheit, Natur & Spiritualität

Forschung – Viele Studien belegen die heilsame Wirkung von Weihrauch

9. Dezember 2018

An den Januar 2014 kann ich mich noch genau erinnern. Meine Freundin Anna hatte plötzlich unerträgliche Schmerzen. Im rechten Arm waren Muskeln, Gelenke und Nerven entzündet. Der Arm war stark geschwollen. Als Ursache vermuteten die Ärzte zunächst eine Borreliose-Infektion, später wurden Yersinien im Blut nachgewiesen. Die Keime sind einer der häufigsten Auslöser von bakteriellen Magen-Darm-Infektionen in Europa. Wenn jemand den Erreger aufgenommen hat, bricht die Yersiniose in der Regel nach drei bis sieben Tagen aus. Die Darmwand und die Schleimhäute von Dünn- und Dickdarm entzünden sich. In einigen wenigen Fällen werden die Beschwerden chronisch und bei Menschen mit entsprechender genetischer Veranlagung können die Yersinien Autoimmun-Erkrankungen auslösen. Immer wieder kommt es auch zu einer sogenannten reaktiven Arthritis, einer bakteriell ausgelösten Gelenkentzündung wie bei Anna, weshalb sie starke Schmerzmittel und Cortison einnehmen musste. Als Anfangsdosis verordnete der Arzt ihr 20 mg pro Tag, nach einer Woche reduzierte Anna auf 15, danach auf 10mg, dann auf 3,75 mg, dann pendelte sich die Dosis auf 2,5 mg ein. Die Nebenwirkungen des Cortisons spürte Anna sofort: Ihre Sehfähigkeit verschlechterte sich um ein Dioptrin. Das ist bekanntlich nicht die einzige Nebenwirkung von Cortison.

Anfang 2017 begann Anna regelmäßig, fein gemahlenes Weihrauch-Pulver – Boswellia Serrata aus Indien – einzunehmen. Ihre Beschwerden verbesserten sich leicht. Nach einem Monat reduzierte sie die tägliche Cortison-Dosis auf 1,25 mg. Im Sommer stieg sie auf Weihrauch-Kapseln um. Ein halbes Jahr lang nahm Anna zusätzlich zum Weihrauch 1 mg Cortison pro Woche. Heute kommt sie mit minimalen Mengen aus und ist dankbar, dass der Weihrauch ihr so gut hilft.

Weihrauch hilft nachweislich bei entzündlichen Darmerkrankungen, Rheumaerkrankungen und Arthrose. Er wirkt auch bei entzündlichen Hauterkrankungen, Asthma bronchiale, Krebs und bei Multipler Sklerose.

Dass Weihrauch offenbar Menschen mit Multipler Sklerose helfen kann, hat die Kieler Oberärztin Klarissa Stürner gemeinsam mit dem Hamburger Oberarzt Christoph Heesen in einer mehrjährigen Untersuchung nachgewiesen. Wie die Uni-Klinik in Kiel mitteilte, hat sich bei der Studie mit 28 Teilnehmern gezeigt, dass Weihrauch die entzündliche Krankheitsaktivität merklich senkt.

Verschiedene Studien haben inzwischen zudem gezeigt, dass Weihrauch das Potenzial hat, Krebs zu heilen, u.a. bei Leukämie, Magenkarzinomzellen, Kolonkarzinomzellen, Leber- und Prostatakarzinomzellen. 2009 wurde eine Studie der University of Oklahoma Health Sciences Center und Oklahoma City veröffentlicht, die nachwies, dass ätherisches Weihrauch-Öl (boswellia carteri) Blasenkrebs-Zellen abtöten kann.

Weihrauch könnte die Krebs-Therapie revolutionieren: Nach Angaben von Mahmoud Suhali, einem Immunologen aus dem Oman, repariert Weihrauch die beschädigte DNA von Krebszellen und programmiert den korrekten ursprünglichen Code neu in die Zelle ein, sodass diese wieder wie eine gesunde Körperzelle funktionieren kann. Der „fehlerhafte“ genetische Code wird quasi auf den gesunden Zustand „zurückgesetzt“. Mit Wissenschaftlern der US-Universität von Oklahoma arbeitet Suhali daran, den heilenden Wirkstoff aus dem Weihrauchöl zu isolieren.

Eine österreichische Forschergruppe hat darüber hinaus herausgefunden, dass die Behandlung mit Weihrauch (Boswellia serrata) eine Therapieoption für Menschen mit Clusterkopfschmerzen ist. Sowohl Häufigkeit als auch Intensität der Schmerzattacken konnte reduziert werden. Clusterkopfschmerzen zählen zu den schmerzhaftesten Erkrankungen überhaupt, bei rund zehn Prozent der Betroffenen werden sie chronisch.
Weihrauch kann die Gedächtnisleistung verbessern, zeigt eine Studie an 80 MS-Patienten in Kerman im Iran. Untersucht wurde der Einfluss von Boswellia papyrifera auf die kognitive Beeinträchtigung bei MS-Patienten. Das visuell-räumliche Gedächtnis verbesserte sich signifikant. Dass Weihrauch das Gedächtnis stärkt, wurde auch an der Universität von Isfahan im Tierversuch nachgewiesen. Wochenlang wurde Futter am Ende eines Labyrinths platziert. Eine Ratte musste den Weg finden, sie vergaß ihn immer wieder. Eine zweite Ratte erhielt Weihrauch als Futter-Zusatz und erinnerte sich weit besser an den Weg zum Futter. Auch bei Menschen steigerte sich die Erinnerungsleistung schon nach zwei Wochen Versuchsdauer um 90 Prozent.

Die psychoaktive Wirkung des Weihrauchs wurde vor kurzem von der Naturwissenschaft bestätigt: Forscher aus den USA und Israel sehen aufgrund ihrer Studien mit Mäusen eine entspannende Wirkung von Boswellia. Laut Prof. Arieh Moussaieff von der Hebräischen Universität in Jerusalem könnte es bald neue Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit Depressionen und Angststörungen geben.

Dr. Johannes Wilkens von der Alexander-von-Humboldt-Klinik in Bad Steben behandelte zahlreiche demente Patienten mit dem homöopathischen Arzneimittel „Aurum compositum“. Der Arzt und Homöopath erklärt: „Ursprünglich war es für autistische Kinder gedacht. Es ist überraschend, dass diese Mittel zunehmend auch für demente Patienten an Bedeutung gewinnen.“ Wilkens berichtet von einigen hundert Fällen, in denen er verwirrte oder konzentrationsschwache ältere Menschen mit Gold, Weihrauch und Myrrhe therapiert habe: „Sie wurden innerhalb weniger Tage, oft auch innerhalb von Stunden, ruhiger und deutlich klarer.“

Weihrauch in der Tumortherapie

Dr. med Rainer Etzel erforscht den Weihrauch und setzt ihn seit 1985 in der Therapie ein. Im von Prof. Ammon herausgegebenen Buch über die Anwendung von Weihrauch in der westlichen Medizin, berichtet der Arzt über einen interessanten Fall: Eine 27jährige Patientin, schwanger im fünften Monat, kommt erstmals in die Praxis. Die Universitätsklinik Kassel hat die junge Frau austherapiert nach Hause entlassen. Nach mehreren Operationen, Chemotherapie und Bestrahlung hat sich erneut ein Rezidiv des Hirntumors (Astrozytom) gebildet. Die Patientin hofft, wenigstens bis zur Geburt des Kindes zu überleben. Dr. Etzel verordnet dreimal täglich drei H15 Ayurmedia-Kapseln, 400 mg. Drei Monate nach Beginn der Therapie verbessert sich der Zustand der Patienten. Heute, 10 Jahre später, ist die Patientin völlig beschwerdefrei und Mutter eines gesunden neunjährigen Sohnes. Mehrere Nachuntersuchungen ergaben nur noch eine Zyste, in der sich keine Tumorzellen befinden. Sieben Jahre nach Beginn der Therapie konnten die Weihrauchkapseln abgesetzt werden. Bis heute hat sich kein Rezidiv gebildet.  (Quelle: Ammon, Hermann P.T. (Hrsg.). Weihrauch – Anwendung in der westlichen Medizin. Historische Anwendung und neue naturwissenschaftliche Erkenntnisse. Springer. S. 82 – 83)

Auch mein Hausarzt Dr. Benno Wölfel setzt Weihrauch begleitend in der Therapie von aggressiven Hirntumoren ein. Ein Patient mit einem Glioblastom überlebte seine Prognose um 12 Jahre.

„Weihrauch ist kein Wundermittel, aber nachgewiesenermaßen ein wirksames Heilmittel“, sagt Dr. Arnold Zilly, Arzt und Biochemiker. Tumorpatienten, die sich einer Chemo- oder Strahlentherapie unterziehen müssen, behandelt er immer begleitend mit Weihrauch und Dopamin. (Dopamin, der Botenstoff, der häufig auch als Glückshormon bezeichnet wird, hemmt die Gefäßneubildung bei Tumoren; bei einigen Tumoren tötet Dopamin die Tumorzellen direkt ab.)

Dr. Zilly hat sich die chemische Struktur der Boswelliasäuren näher angeschaut und festgestellt:Der TNF (Tumornekrosis-Faktor) ist für schwere Entzündungen verantwortlich und kann dadurch evtl. das Tumorwachstum begünstigen; Weihrauch kann die Bildung des TNF bis zu 50% reduzieren; deshalb ist es nicht erstaunlich, dass Weihrauch manches Mal Entzündungen schneller beseitigt als Kortison. Weihrauch besitzt also Eigenschaften, die nur teure Pharmazeutika haben: Er ist ein pflanzlicher TNF-Blocker.“

Aufgrund der zahlreichen ärztlichen Erfahrungsberichte und wissenschaftlichen Erkenntnisse wurde Olibanum 2008 in das Europäische Arzneibuch aufgenommen. Dennoch ist in Deutschland kein einziges Weihrauch-Präparat als Arzneimittel zugelassen. Man muss sich ein bestimmtes Medikament vom Arzt verschreiben lassen und es vom Apotheker aus dem Ausland importieren lassen. Vielen ist das zu umständlich. Sie beziehen Weihrauch als Nahrungsergänzungsmittel aus dem Internet. Nicht immer eine gute Entscheidung, wie Teil 4 unserer Weihrauchserie zeigen wird.

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Zum Nachlesen

Die wichtigsten wissenschaftlichen Studien über Weihrauch finden Sie auf der Webseite von Prof. Ammon:

http://www.boswellia.org/

Fortsetzung folgt…

Lesen Sie dazu auch:

Weihrauch – ein Jahrtausende altes Heilmittel erlebt eine Renaissance in der Medizin

Zufall – Wie ein schwäbischer Pharmakologe dazu kam, indischen Weihrauch zu erforschen

 


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