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Stephen Hawking: „Wir brauchen uns nur selber anzuschauen“ – Vor feindlichen Aliens wird gewarnt

2. Januar 2019

„Der größte Feind des Wissens ist nicht die Ignoranz, sondern die Illusion, wissend zu sein.“ Stephen Hawking, Astrophysiker

Mit Stand vom 10. Dezember 2018 hatten Raumforscher 3.906 fremde Welten in kosmischer Nachbarschaft nachgewiesen. Man nennt sie Exoplaneten. Das sind Himmelskörper nach Art von Erde, Mars oder Jupiter, die jedoch andere Sonnen umkreisen. Rund fünftausend weitere Funde warten darauf, bestätigt zu werden.

Viele davon halten gerade den Abstand zu ihrem Zentralstern, bei dem Wasser in flüssiger Form auftreten kann. Das heißt nicht zu weit weg, wo es immer gefriert, und nicht zu nah dran, dass es verdunsten und sich verflüchtigen würde. Dort könnte also Leben gedeihen, wie wir es kennen. Schon beim nächstgelegenen Stern Proxima Centauri findet sich eine bewohnbare Welt. Man nennt sie Proxima 210917 C.

Die Entdeckungen erregen auch außerhalb der Wissenschaft Aufsehen und beleben erneut die Frage nach der Existenz anderer Zivilisationen im All. Ebenso haben Fortschritte der chinesischen Raumfahrt und ehrgeizige Pläne des amerikanischen Raketenbauers Elon Musk dazu beigetragen. Solche Erwägungen waren seit dem jähen Abbruch der Mondfahrten im Jahr 1972 in den Hintergrund geraten. Jetzt aber warnen besorgte Zeitgenossen vor unüberlegter Suche nach sogenanntem intelligenten Leben im Weltraum. Vor allem möge man um Himmels Willen keinen Kontakt zu fremden Daseinsformen anstreben. Wir könnten ja an feindliche Aliens geraten…

Die Bedenkenträger berufen sich bei ihren Unkenrufen sogar auf bekannte Astrophysiker wie den kürzlich verstorbenen Stephen Hawking. „Wir brauchen uns nur selber anzuschauen“, warnte Hawking, „um zu sehen, wie sich aus intelligentem Leben etwas entwickeln kann, dem wir lieber nicht begegnen möchten.“ Deshalb sei die Menschheit bestens beraten, sich still zu verhalten. Keinesfalls sollte sie weitere Signale ins All senden, wie bei der bekannten Arecibo-Botschaft bereits geschehen. Damit könnte man räuberische Außerirdische auf die Erde aufmerksam machen. „Wenn Aliens uns jemals besuchen sollten“, so Hawking, „ist das Ergebnis, denke ich, so wie bei Christoph Columbus und seiner ersten Ankunft in Amerika – was nicht sonderlich gut für die amerikanischen Ureinwohner ausgegangen ist.“

Derart mahnende Worte zur Vorsicht kommen freilich viel zu spät. Wenn es im Umkreis von 73 Lichtjahren vergleichbare Zivilisationen auf fremden Planeten oder anderwärts gibt, wissen sie über die Erde längst Bescheid. Seit 1945 haben Physiker mehr als zweitausend Kernladungen aus spaltbaren Schwermetallen wie Uran oder Plutonium sowie aus Wasserstoff und Lithium gezündet. Die Wucht der atomaren Explosionen auf einen winzigen Zeitraum geballt erzeugt eine äußerst heftige elektromagnetische Stoßwelle. Alle Sender der Welt zusammen brächten kein Signal von annähernd gewaltiger physikalischer Leistung auf. In Naturwissenschaft und Technik spricht man von einem Dirac’schen Impuls. Er ist auch für astronomische Verhältnisse noch in beträchtlicher Entfernung wahrnehmbar.

Es wundert deshalb, wenn ausgerechnet ein Physiker über das atomare Feuerwerk hinweg hören konnte. Was dagegen 1974 vom Radio-Observatorium im Puerto Rico an die Sterne ging, war dagegen ein vergleichsweise dünner Piepser. Die kurze Botschaft von Arecibo dauerte nur knapp drei Minuten. Ihr Urheber, Professor Francis Drake von der Cornell Universität, wusste sicherlich, dass seine Botschaft vermutlich ungehört verhallen dürfte. Er hatte das Unternehmen wohl mehr als Werbung für die Raumforschung gedacht.

Auch die Raumsonden Pioneer 10 und 11 sowie Voyager 1 und 2 mit ausführlicheren Beschreibungen des irdischen Treibens an Bord werden nach menschlichem Ermessen in den unermesslichen Weiten niemals gefunden. Viel wahrscheinlicher wäre, dass eine Flaschenpost von den Fidschi-Inseln im Hamburger Hafen angeschwemmt wird.

Wieso warnen dann gestandene Physiker vor diesen eher sinnbildlichen, fast hilflosen Lebenszeichen von der Erde und stellen sich zugleich blind und taub für die verheerende atomare Fehlentwicklung der Zivilisation?

Die Antwort liegt auf der Hand. Es waren ebenfalls Physiker, die während des zweiten Weltkriegs in den Vereinigten Staaten von Amerika die Atombomben entwickelt haben, wohl wissend, dass es sich um Waffen zur Massenvernichtung von Menschen handelte. Es war das berüchtigte „Projekt Manhattan“. Enrico Fermi, einer der führenden Forscher, beschied Warnrufer damals mit dem Ausspruch: „Lasst mich in Ruhe mit euren Gewissensbissen. Das ist doch schöne Physik.“

Damit hatten die Wissenschaftler die Büchse der Pandora geöffnet, die sich nach einer altgriechischen Sage nie wieder schließen lässt. Sie verbreitet für ewige Zeiten Unheil über die Welt. In der Tat forderten die Abwürfe über Hiroshima und Nagasaki an die dreihunderttausend Todesopfer. Ein weltweites Wettrüsten hob an, in dessen Verlauf die oben erwähnten Versuchs-Explosionen gezündet wurden. Die Radioaktivität der Luft stieg dabei bedrohlich an. Dreimal schrammte die Menschheit knapp an einem Atomkrieg vorbei. Zumal bei der Kubakrise von 1962 stand ihre Existenz auf Messers Schneide.

Heute schlummern in den Bunkern der Großmächte schätzungsweise an die 30.000 Kernsprengsätze. Ein kleiner Bruchteil davon würde genügen, alles Leben auf der Erde auszulöschen. Eine vollständige Abrüstung ist nicht in Sicht. Die apokalyptischen Waffenlager verbreiten vielmehr eine ständige Gefahr, die fürderhin eine Wanderung hart am Abgrund bedingt. Sie könnte jederzeit zum Absturz führen, wie unlängst Spannungen zwischen der USA und Nordkorea zeigten.

Zudem waren es die Wissenschaftler, die die sonst viel geschmähten Politiker zum Bau von Kernwaffen gedrängt hatten – und nicht umgekehrt. So forderten die Physiker Albert Einstein und Leo Szilárd in einem Brief vom 2. August 1939 den damaligen US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt dazu auf, Atombomben zu entwickeln. Zur Begründung behaupteten sie, in Deutschland werde bereits daran gearbeitet. Es haben sich jedoch keine belastbaren Belege für eine nukleare Rüstung im Dritten Reich gefunden.

Bis heute hat sich die Physik nicht in überzeugender Weise von den Kollegen des Manhattan-Projekts distanziert. Im Gegenteil: Etliche Merkmale der Kernphysik wurden zu Ehren von Enrico Fermi nach dem Atombombenbauer benannt. Auch Albert Einstein wird unvermindert gefeiert. Presse und Nachrichtensender erinnern jährlich zum 6. August an die Hölle von Hiroshima. Dabei hört man gelegentlich von den beteiligten Politikern und Militärs kaum ein Wort zu den Wissenschaftlern.

Zu diesem blinden Fleck in der Wahrnehmung der Physik kommt ein pralles Standesdenken. Nicht wenige Physiker beanspruchen allen Ernstes, die einzigen intelligenten Wesen des Universums zu sein. Der Amerikaner George Snoot zum Beispiel behauptete öffentlich, er habe das Antlitz Gottes geschaut. Dabei gilt Snoot als erfolgreicher Forscher. An Intelligenz gebricht es ihm wohl nicht, an Bescheidenheit jedoch offensichtlich.

Unter diesen Umständen wird erklärlich, dass die mutmaßliche „Krone der Schöpfung“ ihre Rolle in einem schier unendlichen Weltraum maßlos überschätzt. Ihre Überheblichkeit gegenüber der Natur versperrt ihr die Sicht auf eine viel schlichtere Wirklichkeit.

Die Erde besteht nach Ergebnissen der Geologen seit etwa viereinhalb Milliarden Jahren. Wenn man diese unvorstellbare Spanne auf ein einziges Jahr zusammendrückt, bleiben von der gesamten Geschichte der technischen Zivilisation nur wenige Sekunden vor dem Gongschlag zu Silvester. Nach astronomischen Maßstäben ist das nicht mehr als ein Wimpernschlag.

Die Mahner und Warner vor Kontakten mit Außerirdischen gehen zudem stillschweigend von der Voraussetzung aus, die Erde sei bisher unentdeckt geblieben. Auch das zeugt von atemberaubendem Hochmut. Sie unterstellen damit, dass alle anderen Daseinsformen des Universums seit rund vierzehn Milliarden Jahren lang zu dumm dazu gewesen wären. So lange besteht wahrscheinlich der für uns wahrnehmbare Kosmos. Vielmehr warte das All immer noch darauf, von den Menschen erforscht zu werden.

Allem Leben, wie wir es kennen, wohnt indessen der Drang inne, sich fortzupflanzen und auszubreiten. Weshalb sollten sie ausgerechnet den dritten Begleiter der Sonne im Orionarm der Milchstraße ausgespart haben? Auf diese Frage kommt gewöhnlich der Einwand, die Entfernungen zwischen den Sternen seien viel zu groß, um in vertretbarer Zeit überwunden zu werden. Damit machen die sogenannten Skeptiker die Möglichkeiten der Raumfahrt am gegenwärtigen Stand der irdischen Technik fest. Mit dieser Einstellung gegenüber den Vorreitern der Luftfahrt gäbe es noch keine Fluglinien.

Viel naheliegender wäre es, nach Hinweisen auf fremde Einflüsse auf der Erde zu suchen. So sammeln Präastronautiker seit Jahrzehnten Zeugnisse von Besuchern aus dem All. Insbesondere der Schweizer Erich von Däniken erregte mit seinen Büchern weltweites Aufsehen. Statt seine Denkanstöße zu nutzen, verunglimpft man die Präastronautik als Scheinwissenschaft. Dabei sind deren Ergebnisse sicherlich überzeugender als gekrümmte Räume und dehnbare Zeiten in der Astrophysik.

Nicht zuletzt die ebenso auffällige wie verhängnisvolle Ausnahmerolle des Homo sapiens unter allen anderen Lebewesen der Erde sollte zu denken geben. Er ist dabei, die Natur zu vernichten. Täglich rottet er an die siebzig Arten von Pflanzen und Tieren unwiederbringlich aus. Darum hatte Stephen Hawking ebenso dringend empfohlen, sich nach Ausweichquartieren auf anderen Planeten umzuschauen. Es werde nämlich bald Zeit, auszuwandern, wenn die Ressourcen von Mutter Erde erschöpft seien.

Damit ist allerdings vorauszusehen, dass auch Planet X nach einer gewissen Dauer am Ende wäre. Wer sind bei solchen Plänen für Eroberungszüge nun die feindlichen Aliens?

 


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